Was kostet ein Hausbau

  • Hallo zusammen,


    ich habe leider das hübsche Häuschen, welches ich gern gehabt hätte, nicht bekommen. Jetzt überlege ich evtl. zu bauen. Bin aber völlig ahnungslos.


    Ich habe jetzt ein Grundstück gefunden, was mir evtl. zusagen würde - nun ist dieses aber bauträgergebunden. So steht es in der Beschreibung. Das bedeutet dann wohl, dass man mit dem Kauf des Grundstücks auch einen Vertrag über den Hausbau eingeht.


    Das ist vermutlich so üblich? Macht man dann vor dem Grundstückskauf auch die gesamte Hausplanung mit dem Bauträger? Man muss ja ungefähr wissen, was das dann letzlich kosten wird.


    Auf was muss ich da achten?


    Ich bin für alle Tips und Anregungen dankbar.


    Viele Grüße, Sare :)

  • Mod: Dieser Beitrag wurde aus dem anderen Thema hier her kopiert, da beide Fragen eng zusammenhängen.



    Hi zusammen,


    es mag eine völlig irre Frage sein. Natürlich weiß ich, dass es immer auf die Ausführung des Hauses ankommt, Größe, Keller etc.


    Aber ich sehe im Immoscout immer so "tolle" Angeboten, wo ein Neubau-Haus dann so 250.000 Euro kostet - oder noch günstiger. Aber wie das Haus dann aussieht, kann man nicht sehen, da sind dann immer Fotos von 20 verschiedenen Häusern abgebildet und ich weiß überhaupt nicht, was ich davon halten soll.


    Wie findet man dann einen Bauträger oder wie stelle ich so einen Hausbau an? Ich würde gern vom Vorfeld wissen, wie das Haus aussieht und was es kostet und dann würde ich sagen: ja, nehme ich. Aber so scheint das nicht zu laufen...


    Könnt ihr mir eine Anregung geben, wie ich vorgehen muss, um einen Preis in Erfahrung zu bringen?


    Danke :)

  • warum nicht? fertighäusler oder franchiser leben davon.

    Okay, das hätte ich auch gedacht. Aber es scheint zumindest im Netz überhaupt keine Möglichkeit zu geben, sich das irgendwo mit Preisangabe anzuschaue?

  • Hausbaufirmen haben doch die buntesten und schönsten Bilder ihrer Musterhäuser.


    Dummerweise sieht die Realität oft anders aus.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Kann mir denn jemand sagen, wie ich es anstellen soll? Keine Hausbaufirma? Besser eine Architektin?


    Ich weiß einfach nicht, wie ich einen Hausbau anfangen sollte.

  • Geh am besten mal in einen Musterhauspark, die gibt es ja gerade von den Fertighausbauern ziemlich oft. Da siehst du dann reale Häuser, die gegenüber dem Schnäppchen aus dem Sonderangebot dann eben auch diverse Ausstattung haben, die auch gebraucht wird und natürlich gleich ein Vermögen kostet. Gleiches gilt für jeden Wunsch, der von 0815 abweicht.


    Wenn der Musterhausmensch dann das Angebot aufschreibt, dann weisst du, was es wirklich kostet und was bei den 250K so alles fehlt.


    Wir wollten nie ein Fertighaus und haben auch keins, aber wir fanden die Fertighausparks sehr gut, um Inspirationen zu gewinnen und vor allem auch mal durch Räume zu gehen und die Assoziation zwischen einer Größenangabe auf Papier und dem wirklichen Raumgefühl zu bilden. Insbesondere lernt man dann auch schnell, was man auf keinen Fall haben will :-) Da standen doch ernsthaft Musterhäuser herum, die im OG so 2,3-2,4m Deckenhöhe hatten!

  • Aber so scheint das nicht zu laufen...

    doch, es kann so laufen, aber die werbewirksamen Beispiele sollen eine möglichst breite Schicht an potenziellen Käufern ansprechen, also geht man nicht zu sehr in´s Detail. Die Strategie ist, erst einmal ködern. und hat man den Interessenten an der Angel, dann geht es in die Details. Ist der Kontakt erst einmal hergestellt, dann investieren ja beide Seiten Zeit in eine "Planung", auch wenn es sich dabei nicht wirklich um Planung im klassischen Sinn handelt. Vorteil, je mehr Zeit der Interessent investiert, um so mehr kann man ihn beeinflussen, und je höher wird die Hemmschwelle einen Rückzieher zu machen. Irgendwann wird dann kalkuliert, und siehe da, aus den 250.000,- € werden 270.000,- € oder 300.000,- € oder mehr.....


    Es gibt aber auch Anbieter, da kann man das Haus von der Stange kaufen, ähnlich einem PKW. Standard-Grundriss, Standard-Ausstattung fertig. Das möchten aber die meisten Menschen nicht, sie wollen lieber selbst an die "Planung" beteiligt werden.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Kann mir denn jemand sagen, wie ich es anstellen soll? Keine Hausbaufirma? Besser eine Architektin?

    Grundstück vorhanden? Wenn ja, dann können sich durch das Grundstück ja schon Einschränkungen ergeben, und das Haus 08/15 passt nicht.

    Ohne Grundstück müsste man zuerst nach einem Grundstück suchen, oder einen Bauträger beauftragen, der einem Grundstück inkl. Haus verkauft.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Nein, ich habe noch kein Grundstück - ich fange grade erst an zu suchen. Ich hatte eigentlich ein fertiges Häuschen ins Auge gefasst. Das wollten aber mehrere andere Leute auch haben und sie haben mich überboten und schwupp war es weg. Und das hat mich wirklich sehr betrübt. Das wäre wirklich sehr hübsch gewesen. Da hätte alles direkt schon gepasst und es wäre alles fertig gewesen incl. Garten.


    Und nun suche ich nach einer Alternative.


    Ich habe ein Grundstück gesehen, was mich interessieren würde. Das ist an einen Bauträger gebunden. Und ich weiß eben nicht genau, wie das dann funktioniert. Ich werde dort am besten nachfragen und dann weitersehen.


    Aber ich bin so unsicher damit, weil ich dann ja auf diesen Bauträger angewiesen bin und der kann mir sonstwas erzählen - und ich habe gar keine Ahnung davon.


    Gibt es denn irgendeine Möglichkeit zu erfahren, ob dieser oder jener Bauträger "vertrauenswürdig" ist?

  • Nein, ich habe noch kein Grundstück - ich fange grade erst an zu suchen. Ich hatte eigentlich ein fertiges Häuschen ins Auge gefasst. Das wollten aber mehrere andere Leute auch haben und sie haben mich überboten und schwupp war es weg. Und das hat mich wirklich sehr betrübt. Das wäre wirklich sehr hübsch gewesen. Da hätte alles direkt schon gepasst und es wäre alles fertig gewesen incl. Garten.

    Schritt 0.1: Finanzen überprüfen.

  • Du kannst auch mit dem Bauträger sprechen. Da hast Du zwar die geringsten Gestaltungsmöglichkeiten, aber wenn das Häusle passt, das der Bauträger dort bauen will, dann ist es ja auch OK. Zuerst gucken, dann sprechen und dann nach Prüfung der Finanzen entscheiden. Zur Entscheidungsfindung kannst Du uns dann hier zeigen was auf dem Grundstück angedacht ist und dann schaun mer weiter.


    Zu viele Extrawünsche kosten immer Geld. Am Ende kann jeder Mensch überall wohnen. Mensch ist extrem anpassungsfähig. Nach 10 Jahren sehen Extrawünsche, die man hatte anders aus. Ein fertiges Bauträgerhaus muss nicht unbedingt falsch sein.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Noch ein paar Infos findet man in dem thread der parallel gestartet und zwischenzeitlich geschlossen wurde. Die dortige Eingangsfrage habe ich in diesen thread kopiert.


    Ursprünglicher Parallelthread:

    Wie läuft denn sowas?

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Meine Erfahrung als Bauherr:


    Meine Erfahrung mit Generalübernehmer "GÜ" (Planung und Bauen aus einer Hand, "schlüsselfertig") ist schon, dass eine gewisse Planung bei ernsthaften Interesse auch kostenfrei gemacht wird. IdR druch den Vertriebler, der normal kein Architekt ist. Manche können entwerfen, manche nicht.

    Normalerweise schlägt die Bauherrenschaft dort mit eigenen Grundrissen auf bzw. nimmt was aus dem Katalog.


    Günstig kann man sicher bauen, wenn man Standard nimmt. Ohne Extrawünsche, Grundriss aus dem Katalog. Da machen die wirklich Kampfspreise und verdient wird das Geld mit den Nachträgen. Kann man sich hier zurückhalten, kommt man günstig an den m² Wohnfläche.


    Grundsätzlich hat das Bauen mit GÜ den Vorteil eines einzigen Vertragspartners und idR eines definierten Leistungssolls und eines festen Preises und ggf. auch eines festen Fertigstelungstermins.

    D.h. das Kostenrisiko ist minimal, wenn man darauf achtet dass im Bauvertrag kein offenen Punkte "Versteckt sind".

    Oft ist z.B. nur Aushub und Fundament bei idealen Bodenverhältnissen mit drin. Ist die Realität nicht ideal, gibts Nachträge.

    Eine Überwachung des Baus druch den GÜ, also eine Qualitätsüberwachung, würde ich nicht erwarten. Ich musste die Mängel der Subs alle selbst finden und rügen, der Bauleiter des GÜs hat hier nur bei ganz groben Schnitzern eingegriffen, oder wenn es ein Gewerk war, dass ich selbst beauftragt habe.


    Ein Architekt bietet dir eine unabhängige Planung und Überwachung, die natürlich zu bezahlen ist. Zudem sind Kosten immer nur geschätzt, da kann es Überaschungen geben, auch bei der Bauzeit. Dafür hast du jemanden, der unabhängig vom Bauunternehmen deine Interessen mit Fachketniss vertritt und dich berät.


    Beim Bauträger, also wo Grundstück und Haus verknüpft sind, hast du sicher am wenigsten Einfluss auf den Bau. Gerade in Ballungszentren werden aber fast alle Grundstücke so verkauft.



    Was Grundstücke so kosten, siehst du ja direkt.

    Beim Bauen... ganz, ganz ganz grob würde ich mal mit 2.000€ m² Wohnfläche +1.000€ m² Nutzfläche (Keller, Garage..) als Minimum ansetzen. Ohne Außenanlagen.

    Nach oben ist wie immer keine Grenze.

  • Zu viele Extrawünsche kosten immer Geld. Am Ende kann jeder Mensch überall wohnen. Mensch ist extrem anpassungsfähig. Nach 10 Jahren sehen Extrawünsche, die man hatte anders aus. Ein fertiges Bauträgerhaus muss nicht unbedingt falsch sein.

    Das ist ein Statement, das ich nur voll unterstreichen kann. Wir haben bei unserem Haus vor allem Wert auf ein angenehmes Wohnklima, große Fenster und eine gute Wärmedämmung gelegt. Auf Schnickschnack wie besonderes Bad-Design, Rolläden, Smarthome und solchen Kram haben wir verzichtet. Geheizt wird mit Wärmepumpe, da hat man keinen Aufwand mit Holz, Pellets, Öl- oder Gaslieferungen.

    Bis jetzt sind wir damit sehr zufrieden, wenn man davon absieht dass unser GÜ leider viele Mängel produziert hat, wegen derer wir noch immer im Rechtsstreit sind. Das Haus an sich würde ich im Großen und Ganzen wieder so bauen. Mit 250.000 € sind wir trotzdem nicht ausgekommen - allerdings ist es ein Zweifamilienhaus, wenn auch nur ein relativ kleines.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Schritt 1: Gehe in deinem Kreisgebiet mit deinen Fragen zum Hausbau offen um und es werden Antworten folgen.

    könnte glatt überlesen werden - ich hab´s zitiert, damit´s von sare nochmal gelesen wird ;)


    Off-Topic:

    vielleicht ist die formulierung noch zu zurückhaltend: ich hatte früher sinngemäss geschrieben, es gibt BT, die (regional) keine guten handwerker mehr bekommen .. aber auch das hat sich geändert, ob der geldmengen, mit denen "gespielt" wird