Heizungsmodernisierung

  • Hallo in die Expertenrunde,


    Ich habe mich hier heute angemeldet weil ich ein extrem spezielles Problem habe.

    Bitte verzeiht mir wenn ich mich hier, bin das erste mal in einem Forum angemeldet, noch nicht so recht auskenne.


    Meine Frau und Ich möchten gerne ein kleines altes Häuschen kaufen.

    Baujahr von dem Haus war im Jahre 1956.

    Der Zustand des Hauses ist soweit ganz gut, nur die Heizung macht uns extreme Sorgen.

    Das Haus wird momentan durch eine zentrale Holzheizung befeuert.

    Diese Feuerstelle befindet sich im Keller und die Wärme gelangt durch Schächte und regelbare Klappen in die jeweiligen Räume.

    Die Holzbefeuerung und deren Arbeit, z.B. Holz hacken.....etc ist nicht mal wirklich unser Problem.

    Unsere Frage:

    Werden solche Heizmethoden wegen Emmisionsproblemen, CO2 Ausstoß, bald verboten oder gibts da sowas wie Bestandsschutz?

    Und die nächste Frage:

    Was würde eine Wärmepumpen Heizung komplett mit ca 9 Heizkörper und deren Rohrverlegung kosten.

    Wie gesagt, in dem ganzen Haus war noch nie ein Heizkörper verbaut.

    Das Haus hat nur 90m/2 und sehr kleine Räume.

    Das es fast unmöglich ist bei so einer Angabe einen genauen Kostenvoranschlag abzugeben ist mir vollkommen klar, nur habe ich null Kenntnisse auf dem Gebiet und bräuchte einfach nur mal ein paar konstruktive Zahlen für eine Kalkulation.


    Ich möchte mich schon mal herzlich bedanken für eure Meinungen!


    Grüße vom Steffen :thumbsup:

  • Das ...

    ... kleines altes Häuschen ... Baujahr von dem Haus war im Jahre 1956 ... Feuerstelle befindet sich im Keller und die Wärme gelangt durch Schächte und regelbare Klappen in die jeweiligen Räume. Die Holzbefeuerung ...

    ... liest sich für mich nach einer mit Scheitholz betriebenen Warmluftheizung. Ist das korrekt?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Haus Baujahr 1956 und Heizkörper, das wären die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für eine Wärmepumpe.


    Was ist sonst noch an Sanierung oder Modernisierung geplant? Insbesondere energetische Maßnahmen?

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  • Na bei der Konstellation kann man das System einmal komplett rausbauen und neu.

    Wie lang das noch zulässig ist, hängt vom Kaminfeger ab. Der spricht die Anlage irgendwann ab. Ergo diesen kontaktieren und darüber informationen einsammeln.

    Ein Holzvergaserkessel muss erstmal in das Haus passen, was in solch kleinen Häusern nicht immer geht.

    Daher die Alternativen Energiequellen mal in betracht ziehen. Meist läuft das auf Gas hinaus, wenn verfügbar.

    Kosten... minimum 17t€

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Haus Baujahr 1956 und Heizkörper, das wären die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für eine Wärmepumpe.


    Was ist sonst noch an Sanierung oder Modernisierung geplant? Insbesondere energetische Maßnahmen?

    Absolute Zustimmung zu beiden Punkten. Nähere Erläuterung gerne bei Bedarf, aber in ein nicht energetisch modernisiertes Haus aus diesem BJ auf gar keinen Fall eine WP.


    chieff: Ich hätte jetzt evtl Richtung Pelletsofen mit Aufstellung im Wohnraum + Umwälzpumpe/Wassertasche zur Beheizung der anderen Räume tendiert. Nachteil ist natürlich, dass das WW dann elektrisch laufen müsste. Habe diese Kombi jetzt häufiger gesehen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ein Ofen ist und bleibt ein OFEN Anda

    Das bedeutet, Ein Ofen ist und bleibt ein Zeitlich begrenzes Heizgerät ohne Vollautomatismus und ohne jeglich Zuverlässigkeit sowie Witterungsführung und Verbrennungsqualität.

    Das Warmwasser wird wahrscheinlich eh schon mit Boiler erzeugt, mit der Luftheizung ging das ja bisher eh nicht...und geht am Thema vorbei.

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  • Da kommt mir doch sie Hypokaustenheizung in den Sinn, die es durchaus auch in moderner Form gibt.


    Wenn man an so einem Haus anfängt zu sanieren, dann kommt eins nach dem anderen. Außenwände dämmen, oberste Decke dämmen, Kellerdecke dämmen. Gerade letzteres dürfte problematisch werden, weil die waren damals oft sehr niedrig. Alternative dazu gleich den ganzen Keller dämmen, also aufgraben und dämmen. Neue Fenster rein und schließlich neue Heizung. Nachdem alles gedämmt ist kann man eine WP in Betracht ziehen, ansonsten wohl eher Gasheizung, wegen der beengten Verhältnisse.


    Augen auf beim Hauskauf. So ein kleines altes Häuschen ist ein nettes Wochenendhäuschen, aber als fester Wohnsitz muss man doch etwas investieren.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ein Ofen ist und bleibt ein OFEN

    Das ist richtig, trotzdem ist auch ein Ofen ein vollwertige Heizquelle. Nur mal zur Erinnerung, unsere Eltern oder Großeltern habe oftmals ihre Wohnungen auch nur mit Einzelöfen beheizt, sei es mit Holz oder Heizöl. Da hat niemand nach Zuverlässigkeit gefragt, wurde das Schüren vergessen, dann war es halt kalt in der Bude.


    Das gilt ja auch für einen Holzvergaser im Keller, , der auch regelmäßig gefüttert werden muss.


    Ein wasserführender Pelletofen kann bei einem Tankinhalt von 30kg Pellets ein gut gedämmtes Haus während der Übergangszeit für eine Woche beheizen. Witterungsführung erledigt ein Heizkreisregler, der die im Puffer gespeicherte Energie entsprechend verteilt. Das lässt sich auch noch erweitern,(Kombi) Puffer mit Solar-WT und Heizstab, zum Beispiel.


    Ob man sich mit den Abstrichen beim Komfort arrangieren kann, das sieht halt jeder anders. Ich würde mein Heizsystem so nicht aufbauen, aber jeder wie er´s mag.


    Die 90m² lassen sich mit ein bisschen energetischer Sanierung kostengünstig beheizen. Geringe Heizlast, geringer Pelletverbrauch, da hält selbst ein kleines Pelletlager schon ein Weilchen. In meinen Augen ist das eine Überlegung wert.

    Falls man günstig an Brennholz kommt, wäre ein Kombikessel eine Überlegung wert, die spielen halt preislich in einer anderen Liga.

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  • Off-Topic:

    Ja natürlich kenn ich das, und ich bin auch gerne jemand der noch so einen Ölofen ins Eck stellen würde, weil die Dinger idR unkaputtbar sind und auch ohen Strom laufen.

    ABER:

    In Angesicht der massiv gewollten ÖKO-Bewegung bzw Klimaschutzes, ist es der absolut falsche Weg, jemand einreden zu wollen, das man mit Einzelfeuerstätten die keinerlei Verbrennungsoptimierung besitzen bzw Grenzwerte gerade so erfüllen, das Klima schützen, weil Holz/Pellets erneuerbare Energie ist.

    Dann könnte ich auch sagen, hey, ich Heize mit Strom, was soll ich da noch Dämmen, ist doch Ökostrom. Aus meiner sicht genau der falsche Ansatz.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • ........das man mit Einzelfeuerstätten die keinerlei Verbrennungsoptimierung besitzen bzw Grenzwerte gerade so erfüllen,........

    Off-Topic:

    Ich rede nicht von einem alten Kohle-Blecheimer sondern von einem Pelletofen, wie man ihn im Jahr 2020 kaufen kann. Schau Dir mal die technischen Daten an, die Entwicklung ist nicht vor 50 Jahren stehen geblieben. Natürlich muss man ein paar Euro investieren, aber Heizung im Jahr 2020 ist halt etwas mehr als nur ein bisschen Feuer machen

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  • Beispiel A)

    Irgendeiner aufm WEB um die 1300€


    • Leistungsbereich: 3,1 bis 6,7 kW
    • Energieeffizienzklasse: A+
    • Wirkungsgrad: 87,4 %
    • Abgasmassenstrom bei Nennwärmeleistung: 5,9 g/s
    • Mittlerer CO-Gehalt der Abgase: 0,0070 % / 88 mg/m³ (< 1250 mg/m³)
    • Staubemission nach BImschV: 16 mg/m³ (< 40 mg/m³)
    • Mindestabstand zu brennbaren Bauteilen: 30cm nach hinten, 30cm zur Seite, 80cm nach vorn
    • Der Ofen ist raumluftabhängig.

    Beispiel B) KESSEL

    TYP------- Leistungsklasse ----Wirkungsgrad----CO bei Nennlast mg/m³----Staub mg/m³----CO bei Teillast



    Beispiel C) Pelletofen mit Wasser (zweite Zeile) im Web gesucht und in der BAFA Liste gefunden

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, wenn ich jetzt auch noch Daten einstelle, denn Du weißt sicherlich, dass es auch bessere Pelletöfen gibt. Das Angebot ist riesig.

    Die Herausforderung besteht eher darin, dass die Dinger sowohl bei Nennleistung als auch bei Teilleistung ordentliche Werte liefern, aber das gilt analog auch für Pelletkessel.


    Für das o.g. Konzept kommt nur ein wasserführender Ofen in Frage, die erreichen einen Wirkungsgrad von beispielsweise 94/98% (Nennleistung/Teilleistung), damit lässt sich dann auch ein ordentlicher Anlagenwirkungsgrad erreichen. Staubanteil im Rauchgas ist bei solchen Anlagen immer ein Thema, auch wenn alle Grenzwerte eingehalten werden.


    Schwierig wird es bei Brennholz, denn da unterscheiden sich die theoretischen Daten (Labordaten gem. Datenblatt) doch erheblich von der Praxis. Niemand kann da kontrollieren, was in den Ofen wandert (Tanne, Fichte, Buche.......Rindenanteil......Feuchtegehalt.....usw.).

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