Dämmung Haus mit Hanglage

  • Hallo Leute,

    ich plane die Aussenwände meines hanglagigen Einfamilienhauses zu dämmen.
    Die Kellerräume (komplett) sowie ein bewohntes Zimmer (dieses allerdings nur teilweise) sind quasi im Erdreich aufgrund der Hanglage.

    Frage: Wenn ich die Aussenwände dämme, wie tief muss ich dann die Kellergeschosswände freigraben?

    Habe von verschiedenen Experten mehrere Meinungen gehört.
    1. 30-40cm abgrageb reicht, da das Erdreich ja auch isolierend ist
    2. Immer bis zur Bodenplatte dämmen, da man ansonsten Wärme/Kältebrücken zw. isoliertem und nichtisoliertem Bereich hat und folglich Taupunkt(e) und damit auch Schimmel....

    Thema beim kompletten Abgraben ist halt, dass ich teilweise fast 3m abgraben müsste und auch Terasse etc. zumindest in dem Bereich rückbauen müsste

    Was ist stimmt jetzt?



    Danke für Eure Kommentare

  • 1. 30-40cm abgrageb reicht, da das Erdreich ja auch isolierend ist

    Der Temperaturverlauf im Erdreich ist ja bekannt. An der Oberfläche folgt die Bodentemperatur der Lufttemperatur, bei starker Sonneneinstrahlung kann sie auch etwas höher liegen. Im Winter kann der Boden jedoch durchfrieren, je nach Dauer der Kälteperiode und Tiefsttemperaturen, liegt dann die Temperatur des Erdreichs auch in einer Tiefe von sagen wir mal 2m nur knapp über dem Gefrierpunkt.


    Falls nun die Wand nur bis in eine Tiefe von 30-40cm gedämmt wird, dann bleibt ein Großteil der Wandfläche weiterhin kalt.


    Die praktische Ausführung wird aber nicht so einfach, denn man kann nicht einfach die Wand freilegen. Das sollte jemand machen der über die entsprechende Erfahrung verfügt.

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  • Natürlich wird immer die ganze Wand gedämmt. Es muss homogen sein, sonst stimmt der Taupunkt nicht und ist in unterschiedlicher Tiefe. Dann kann es passieren, dass Wasser an der Wand kondensiert. Eben so sollte man rundherum dämmen und nicht nur eine Wand. Es wird schon a bisserl was kosten und ist nix für DIY. Gab in letzter Zeit genug Beispiele wo Häuser zusammen gebrochen sind, die falsch ausgegraben wurden. Geh zu einem richtigen Fachmann, Energieberater usw. Lass dir das planen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • natürlich gelten beim bauen im bestand die gleichen physikalischen gesetze wie bei neubauten, aber es kann scho sinnig sein, über manche interpretation nachzudenken .. bevor man aber interpretiert, sollte man die gegebenheiten (temperaturen, feuchteprofil wand, luftfeuchte, baustoffe, abdichtungsqualitäten, aber auch aushubarbeiten am hang und deswegen alternative/additive lösungen usw) klären. oder klären lassen.


    nebenbei geht´s bei einem gscheiten hang um faktor 10 oder mehr bei den differenzen der aushubvolumen - und praktisch vielleicht (nur) um "funktioniert" oder "funktioniert ganz super".