Vorhaben bezogener Bebauungsplan

  • Guten Abend,



    wir haben folgendes Problem, wir sind dabei eine Hofreite in Passiver Landwirtschaft durch einen B Plan eine Nutzungsänderung zu vollziehen. Der neue Nutzen soll der Betrieb einer Eventscheune sein. Nun hat zu einem unserer Architektin, die dummerweise aus unserer Nachbarschaft ist, den Auftrag damals übernommen und war dann auch in der Gegegniniative zu dem Bauvorhaben der Nachbarn wieder mit Unterschrift zu finde, des weiteren wohnt ein Mitarbeiter des Regierungs Präsidiums in der Nachbarschaft und macht durch seine Beziehung uns alles schwerer und teurer. Unsere Frage ist einfach, was kann man dagegen tun bzw. sind Mitarbiter des RPs überhaupt befugt dagegen was zutun? Hat man da als Bürger keine Rechte.


    Vielen Dank schon mal für Eurer Hilfe.



    Mit freundlichen Grüßen

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  • Skeptiker

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Bin neugierig auf die Kommentare ;)


    Für mich gilt, das der Architekt, der den Auftrag übernommen hat, nicht gegen seinen Auftraggeber vorgehen darf (kann).

    Das Ehrgefühl der meisten Architekten bzw. bauvorlageberechtigten Ingenieure dürfte gleichlautend sein.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Auf jeden Fall. Zumindest hätte ich die Füße still gehalten und nicht auf die Gegenseite gewechselt. Man kann sich das ja vorher überlegen und schon in der Frühphase das Handtuch werfen.


    Wobei Vorhabenbezogene B-Planänderungen nicht gerade trivial sind. Da muss man den Gemeinderat auf seiner Seite haben und wenn es schon eine Initiative gibt, die vielleicht auch noch Verbindungen zu Gemeinderäten hat, dann hat das kaum eine Chance. Ich kenne das nur aus dem Gewerbebereich und da fahren große Konzerne viele Lobbyisten auf um ihr Ding durchzubringen und das läuft oft auch nur wenn die Gemeinde der Meinung ist, dass es das braucht. Da wünsche ich mal viel Glück bei dem Vorhaben.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • sind Mitarbiter des RPs überhaupt befugt dagegen was zutun

    Mitarbeiter von Behörden (egal welcher) sind ausserhalb Ihrer Arbeitszeit Bürger und dürfen von Ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch machen, so lange sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • nebenvertragliche Pflichtverletzung? Puh... kann man schon mal versuchen.

    Standesrecht ggf?


    Moralisch gesehen hätte man den Auftrag nicht annehmen dürfen, wenn man dagegen ist.


    Natürlich dürfen Mitarbeiter von Behören von Ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch machen (im Rahmen des Beamtenrechtes, sofern sie welche sind, mit Mäßigungsgebot), hier hört es sich für mich aber vielmehr danach an als würden dienstliche Verbindungen genutzt um das Verfahren zu behindern.

    Dagegen machen kann man wohl wenig...

  • Schwierige Situation.


    Der Architektin würde ich den Auftrag entziehen. Dürfte angesichts der Unterschrift bei Gegeninitiative wohl nur ein rein formaler Akt sein.


    Nur bringt Dich das natürlich nicht wirklich weiter.


    Wie weit (bzw. nah) sind denn die nächsten Nachbarn entfernt?


    Ich könnte es schon nachvollziehen, wenn aus einem ländlichen Pferdehof plötzlich eine Halle für Rave und Techno mit Außenbestuhlung und mind. 90 dB at night werden würde, wenn zugleich des Nachbarn Terrasse nur 20 m entfernt läge.


    Eine Eventhalle kann aber auch einfach ein Treffpunkt sein, Teambildungsmaßnahmen,...Yoga.....Klangschalen...?


    Oder etwas verkürzt ausgedrückt: Warum gibt es eine Gegeninitiative? Berechtigt oder typisch deutsch, die jegliche Form von Veränderung per se und überhaupt aus Prinzip erst einmal ablehnt?

  • Natürlich dürfen Mitarbeiter von Behören von Ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch machen (im Rahmen des Beamtenrechtes, sofern sie welche sind, mit Mäßigungsgebot), hier hört es sich für mich aber vielmehr danach an als würden dienstliche Verbindungen genutzt um das Verfahren zu behindern.

    Das hängt wohl aber auch ganz stark von der Lesart ab, der TE beschreibt ja hier nicht, was alles soviel schwerer und teurer macht. Das der Betrieb einer "Eventscheune" einen Riesenschwanz an behördlichen Auflagen (Zu-/Abfahrten, Parkplätze, Versammlungstättenverordnung, Lärmschutz, Hygiene...) nach sich zieht, duerfte wohl überall in D nahezu gleich sein.