Fußboden nach Teppichrausriss belastet?

  • Moin alle zusammen,

    ich habe vor kurzem eine ETW in Kiel gekauft, Baujahr 1979.

    Unter den Teppichböden sind nun drei verschiedene Untergründe.

    Zimmer eins (Bild 1/2)= gelbe, höchstklebriger und stinkender, beissender Klebegeruch


    Zimmer zwei (Bild 3/4/5) = da ist der Filz vom Boden nicht vollständig runtergegangen, und mit dem Estrich verklebt. Wie man an einigen Stellen sieht ist der Estrich mit runtergekommen. Auffallend ist das diese Filzfusseln recht starken Husten bei mir auslösen. Wenn das nichts giftiges ist, wird man nach Laminatverlegung vermutlich das ganz gut abdichten können?


    Und Zimmer drei (6/7/8)= es scheint mir evt ein Bitumenkleber zu sein =o und dadrüber ist die Rückseite vom Teppich nicht ganz abgegangen (diese weiße Schaumgummi -Masse)

    Auffällig ist auch, dass dieser Bitumenkleber ( oder was ist dieses schwarze Zeug mit Zargen?) scheinbar in dem gesamten Zimmer und Flur ist und man offensichtlich nur eine Ausgleichsmasse drübergelegt hat. Da wo dieser schwarze Untergrund nun rauskommt, war ein alter Schrank drauf, und auch ein anderer Teppich. Der Rest hat aber unterhalb der Spachtelmasse auch überall diesen schwarzen Kleber, sieht man an einigen Stellen rausgucken.

    Ist Bitumenkleber aus der Zeit zwangsläufig asbesthaltig?


    Ich habe den Bodenleger nun erstmal angehalten beim Weiterarbeiten, das 2. Zimmer ist nämlich schon fast fertig. Aber auf Einmal habe ich ein ganz komisches Gefühl und im Forum rumgestöbert.

    Was ist Eure Einschätzung zu den drei Untergründen? Wenn einen Test machen, soll ich einen Klebetest machen, es gibt da ja ganz verschiedene.


    Und einfach nur Spachtelmasse drüber legen würde das Problem nicht lösen, oder? Ich bin nicht vom Fach, wäre aber nicht glücklich wenn da ein gesundheitliches Risiko von ausgeht. Will da ja wohnenbleiben.

    Ich hoffe es gibt eine nicht allzu teure Lsg.

    Vielen Dank erstmal.

  • Keines der (schlechten) Bilder hat mir die Nackenhaare hochstehen lassen. Ich würde alle als unauffällig beurteilen.

    Wenn Zweifel bestehen, vor Ort Proben nehmen lassen und untersuchen lassen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Üblicher Weise werden solche Untergründe soweit irgendwie möglich gereinigt, grundiert und gespachtelt.

    Man darf nur nicht glauben, dass Schadstoffe aus dem Kleber (soweit vorhanden) oder Reaktionsprodukte (z. B. aus Weichmacherwanderungen) durch das

    Spachteln gebunden oder abgesperrt werden.

    Selbst 2K-Epoxidmaterialien, die gerne dafür verkauft werden funktionieren selten.

    Bodenleger möchten ihren Kunden oft recht gerne glauben machen, dass mit der Spachtelung alles gut ist, aber das kann durchaus in die Hose gehen.

    Es muss dadurch nichts passieren, aber es kann ...... und wenn doch, dann kommen später die pösen, pösen Baubiologen, machen Raumlufttests,

    lassen den Bereich absperren und dann alles wieder rausreißen und abfräsen.


    @ Hegen: Lass Dich jetzt dadurch mal nicht gleich ins Bockshorn jagen. DAS ist Theorie / gängige Praxis.

    Gruß Werner :)

  • Danke für die Antworten! 👍

    Verstehee ich Dich richtig sarkas dass also nicht verspachten genauso gut ist als wenn man da direkt Laminat drüberlegt?


    Der schwarze Kleber scheint wie gesagt in zwei Zimmer und Flurbereinigung unter der Ausgleichsmasse überall zu sein, nur stand da eben ein Schrank wo man dieses weissen Schaumstoffzeug jetzt sieht und der Kleber rausguckt.


    Danke KatMat, das wusste ich eben nicht dass es nicht in jedem Bitumenkleber enthalten ist.


    Den extrem starken Geruch von dem gelben Boden der ersten zwei Bilder - auf was sollte man das testen? Oder wie kann man das evt abdichten dass das nicht mehr so ausdünstet?


    Und dann noch die Frage: ist das schwarze am Rand vom neuen Foto, hier einfach der offene Estrich oder was anderes und was ist das Braune ? Fotos sind aus zwei verschieden Räumen.


    Nachdenklich wurde ich eigentlich erst als ich den Beitrag von Mannigfalter von Juni 2016 gelesen hatte, da wurde ja schon geraten genauer zu gucken.


    Untergrund für Teppichboden tun

  • Verstehee ich Dich richtig sarkas dass also nicht verspachten genauso gut ist als wenn man da direkt Laminat drüberlegt?

    Nein, vorsicht - nicht falsch interpretieren.

    Auf Kleberrückstände grundieren und spachteln ist "gängige Praxis" und IMMER besser, als direkt darauf zu verlegen.

    Jeder direkte Kontakt mit kunststoffbasierenden Materialien KANN Weichmacherwanderungen auslösen, welche wiederum die unangenehmsten Folgen haben KÖNNEN. Dazu gehört nahezu jede Art von Bodenbelag einschließlich Laminat (wobei der Kontakt vom Laminat zum Kleber nicht das größte Problem darstellt).

    Der Supergau wäre es noch Kleber auf Kleber aufzubringen.

    Außerdem hemmt eine Spachtelmasse durchaus auch ein gewisses Quantum an Gerüchen die vielleicht von Kleberresten emitiert werden.


    Diese "gängige Praxis" funktioniert in fast allen Fällen, aber eben nicht immer.

    Theoretisch müsste alter Kleber immer rückstandslos entfernt werden.


    Den extrem starken Geruch von dem gelben Boden der ersten zwei Bilder

    Es ist normal, wenn Bodenkleber auch nach Jahren nicht 100%ig aushärtet. Eine gewisse Grundelastizität ist vom Hersteller gewollt, sonst würde es unter so manchem CV-Belag oder Teppichboden nach zu kurzer Zeit schon bröseln oder knirschen.

    Wenn er aber sehr weich ist und/oder noch stinkt, ist eine unerwünschte Reaktion bereits erfolgt. DAS ist MINDESTENS der Punkt, wo das Zeug raussollte.


    Und dann noch die Frage: ist das schwarze am Rand vom neuen Foto, hier einfach der offene Estrich oder was anderes und was ist das Braune ? Fotos sind aus zwei verschieden Räumen.

    Die Perspektive Deiner Fotos ist nicht so eindeutig zu interpretieren, aber es hat den Anschein als wären die Randfugen unzulässiger Weise verschlossen wurden.

    Über welche farbigen Schattierungen auch immer kann man nichts über vorhandene Materialien oder Schadstoffe sagen.

    Wenn Dir sicher sein willst, solltest Dir für ein paar Euros mal einen Gutachter oder Baubiologen holen.

    Gruß Werner :)

  • Ich würde gern mal "rein riechen"?

    Kann es sein, das unterhalb des Estrichs zum Beispiel eine Teerpappe liegt?


    Sofern es "stinkt", bitte einen Fachmann für Gefahr- und Schadstoffe einschalten.


    P.S.: Gerade der "Duft" von Teerpape wird oft als "aromatisch" beschrieben.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Vielen Dank für die ausführlichen Antworten!

    Das mit der Teerpappe hatte ich auch schon überlegt. Wurde sowas denn um die 79 Jahre verbaut?

    Ich habe im Netz jetzt nach einem Baubiologen gesucht, gibt es irgendwas als Qualifikation/ Siegel was da vertrauenswürdig ist? Ich selbst bin ja ziemlicher Laie und da kann man mir natürlich alles jetzt erzählen und auch gut Geld machen.

    Ich las jetzt bei drei Baubiologen Feng shui Berater. Nicht dass ich dagegen was habe aber ich suche jemanden der wirklich Ahnung von dem Material ect hat und keine Wasseradern oder sowas aufspürt.

    Viele Grüße und Danke für die Unterstützung.

  • Teerpappen und sonstige Teerprodukte wurden bis etwa Ende der 60er verbaut. Dann gab es keine Gaswerke mehr und auch keinen Teer.

    1979 bestimmt nicht mehr. Nur im Straßenbau wurden alte Beläge aufgearbeitet.

    Aber insgesamt sieht mir das mittelrweile etwas so aus, als könnte das doch früher gebaut sein.

  • Nicht dass ich dagegen was habe aber ich suche jemanden der wirklich Ahnung von dem Material ect hat und keine Wasseradern oder sowas aufspürt.

    Off-Topic:

    Den Klodeckel nicht geöffnet lassen, damit der Drache der Traurigkeit Dir nicht in den Hintern fliegt - (Terry Pratchett) Sorry, der musste sein

    ontopic:

    Bin interessiert daran, was Du weiter berichten wirst, wie es bei Dir weitergeht. Zum Thema selbst haben die , die Ahnung davon haben schon geschrieben.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Moinsen,

    also habe gestern Abend noch mit einem Baubiologen telefoniert. Dieser macht nur Raumluftanalysen und das sind ja Preise zum abgewöhnen!

    Asbestraumluft dauert 8 Stunden und kostet 1500 Euro netto, PAKs und dergleichen sind dann nochmal andere Werte und wieder neue Kosten.

    Also das fällt raus.

    Derweil habe ich gestern zwei Materialproben ins Labor geschickt von dem schwarzen Zeug, der ja scheinbar unter der gesamten Ausgleichsmasse liegt! Mal sehen was da rauskommt. Dauert sieben Werktage! Sagt dann aber nur was zur Asbestbealstung nichts zu PAK (oder war das nicht in so einem schwarzen Teppichkleber drin?) aus

    Danke KatMat für den Hinweis zur Teerpappe! Das wusste ich nicht.

    Ein Bekannter sagte mir nun, dass man einfach eine Dampfsperre drauflegen kann und dann nichts mehr diffundieren kann. Was sagt Ihr dazu?


    Das Zimmer vorne mit dem gelben Kleber (1. Beitrag Bild 1 und 2) habe ich keine Ahnung wie ich diesen bissigen Gestank wegkriegen soll. Der Bodenleger meinte abwaschen ?? oder abschleifen. Beim Abschleifen wären wir dann vermutlich wieder plötzlich auf der schwarzen Masse!


    Dann bin ich noch auf was sehr interessantes gestoßen, was ebenfalls gegen diese Teerpappe spricht. In der Abstellkammer scheint noch ein Stück vom ganz! alten Teppich zu sein. Und überall dadrunter ist dieses schwarze Zeug. Sieht so aus als sei das also doch der Teppichkleber und das ist dann siehe Foto mit dem Estrich richtig fest verklebt. In den restlichen Zimmern scheint ja genau dadrüber die Ausgleichsmasse gelegt worden zu sein... jedenfalls vermute ich jetzt dass das schwarze Zeugs in den restlichen Zimmern was an den Wandfugen rausguckt, eben das gleiche ist wie unter diesem alten Teppich auf dem Foto.


    Viele Grüße erstmal!

  • Ein Bekannter sagte mir nun, dass man einfach eine Dampfsperre drauflegen kann und dann nichts mehr diffundieren kann.

    Eine Dampfsperre sperrt erstmal nur gegen Wasserdampf, denn sie ist wasserdampfdiffusionsdicht. Je nach Material kann sie auch für andere Stoffe diffusionsdicht sein. Aluminiumfolien sind für sehr viele Stoffe diffusionsdicht - solange sie keine Löcher haben. Kunststofffolien sind meist für alles mögliche durchlässig.


    Insofern ist die Aussage Deines Bekannten so allgemein erstmal falsch.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • p.s. auf was soll man den Kleber denn nun noch beproben, auf Teer/ PAK? oder kann man da eine einfache Dampfsperre drauflegen?

  • Vielen Dank Skeptiker - Aluminium reagiert mit Teer/ Bitumenkleber also nicht ungewünscht? Muss die dann zu den Wänden speziell abgeklebt werden unter der Trittschalldämmung fürs Laminat?

  • Dieser macht nur Raumluftanalysen und das sind ja Preise zum abgewöhnen!

    Asbestraumluft dauert 8 Stunden und kostet 1500 Euro netto

    Verstehe ich nicht so ganz. Will der mit Gewalt reich werden? :eek:


    Messung auf Asbest in der "Raumluft" ist hier imho blödsinn.


    Man könnte einen Materialtest auf Asbestfasern UND KMF selbst nehmen und ins Labor bringen. KMF gleich mit, weil des kostet dann zusammen gerade mal rund nen 100er.

    UND was ich oft empfehle, ist ein Hausstaubscreening. Das sind rund 60 Verbindungen aus den Bereichen PCB, PAK, Organochlorverbindungen,

    Pyrethoride, Weichmacher und Flammschutzmittel. Kostet (bei mir - das verrat ich jetzt mal) mit Probennahme gerade mal rund € 500,00.


    Einem Paranoiker könntest jetzt evtl. noch eine SVOC-Messung verkaufen :bier:






    Kleine Korrektur: Hausstaubscreening ist bei leerem Raum und herausgerissenem Altbelag vielleicht doch nicht so sinnvoll.

    Vielleicht doch nur eine Materialprobe und eine SVOC-Messung (wg. potentiellem Weichmacherproblem aus dem Kleber). :)

    Gruß Werner :)

  • ...

    Das Zimmer vorne mit dem gelben Kleber (1. Beitrag Bild 1 und 2) habe ich keine Ahnung wie ich diesen bissigen Gestank wegkriegen soll. Der Bodenleger meinte abwaschen ?? oder abschleifen. Beim Abschleifen wären wir dann vermutlich wieder plötzlich auf der schwarzen Masse!

    ...


    ...Ich würde gern mal "rein riechen"?...

    Hinsichtlich Deinem Bekannten und Seiner "Empfehlung" kann ich Skeptiker nur zustimmen. Im übrigen hat sarkas es ja schon auf den Punkt gebracht:

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Guten Abend.


    Ja, die Preise haben mich auch stutzig gemacht.

    Ich habe nun zwei Asbest Material- Proben ins Labor bzw zur Post gebracht. Eine davon teste ich direkt so wie sarkas empfohlen nun auch noch auf KMF. Das sind nun die Zimmer mit dem pechschwarzen Untergrund


    Bei dem Zimmer was so scharf beißend nach Kleber riecht, also dieses gelbe Zeug (Bild) - würde da denn so eine Alufolie auch gegen den Geruch helfen Skeptiker?

    Oder war das generell für die dunklen, nicht riechenden Untergründe eine Idee?

    Bei dem gelben Kleber habe ich keine Ahnung auf was ich testen soll.

    Ich hatte dich sarkas so verstanden, dass sich Deine Empfehlung auf die dunklen Untergründe bezogen haben?

    Ich kriege das gelbe Zeug vermutlich gar nicht runter zum einschicken. Das schwarze war so ein Bröselzeug, das konnte man gut eintüten!

    Kann Aluminiumfolie auch wieder mit allem Möglichen negativ reagieren oder ist das sicher?


    Ausgleichsmasse bringt den Geruch im gelben Zimmer nicht zum schweigen oder auf was sollte man das testen?


    Vielen Dank und schöne Grüße

  • Bei dem Zimmer was so scharf beißend nach Kleber riecht, also dieses gelbe Zeug (Bild) - würde da denn so eine Alufolie auch gegen den Geruch helfen Skeptiker?

    Ich habe keine eigene Erfahrung mit der Kapselung von Schadstoffen, weiß aber, dass mit Aluminiumklebeband dicht verklebte stärkere Aluminiumfolien wirklich dampfdicht sind und von Baubiologen auch zur Kapselung von z.B. Formaldehyd empfohlen werden. Da ich den Geruch bei Dir nicht kenne, kann ich zu diesem natürlich nichts schreiben.


    Ich betrachte - wie gesagt ohne eigene Erfahrung - Alu-Kapselungen mit Skepsis, weil ich aus dem Saunabau weiß, wie schnell die Folien bei der Verarbeitung reißen oder perforiert werden. Abgesehen davon ist das Material bei größeren Räumen durch die großen Flächen recht teuer und das Klebeband zum Filieren und Reparieren noch teurer. Und es muss vollflächig vor mechanischen Beschädigungen geschützt werden, also noch eine Verkleidung oder Abdeckung erhalten. Verkleidungen werden typischerweise durch die Folie an der Wand befestigt, so dass die Folie für jeden Befestigungspunkt gelocht wird - was nach machen Theorien aber unkritisch sein soll. Auf dem Fußboden dürfte es unmöglich sein, dort liegende Alufolie nicht zu perforieren. Außerdem ist das Material eben wasserdampfdiffusionsdicht, so dass es auf der warmen Seite unter ungünstigen Umständen zum Kondensatausfall kommen könnte. Ein Haus innenseitig damit komplett einzuwickeln, will mir deshalb nicht recht in den Sinn!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Danke Skeptiker.

    Ja das macht Sinn was Du schreibst.

    Dann bleibt nur Abschleifen, oder? Nur dann landen wir wieder auf dem alten schwarzen Bitumenkleber, der ja unter dem gelben Kleber und Ausgleichsmasse noch ist.

    Ausgleichsmasse unterdrückt den Klebegestank auch nicht?

    Ich kenne keine Alternative.

  • Ausgleichsmasse unterdrückt den Klebegestank auch nicht?

    Doch, unterdrücken tut sie.
    Man kann nur vorher nicht sagen inwieweit sie unterdrückt.

    Und evtl. mögliche, diffundierende Schadstoffe können auch problemlos durch.


    Wenn es denn dann nicht ausreicht, kannst Du die Spachtelmasse UND diese alten Schichten abfräsen lassen. =o

    Drum lieber gleich weg mit dem Zeug.


    Den Bitumenkleber hast Du doch analysieren lassen - oder?

    Dann kann der doch auch gleich mit abgefräst werden.



    Um mich nicht falsch zu verstehen.

    Ich blase auch nichts unnötig auf, wenn es nicht notwendig ist.

    Wenn ich einen alten Bodenkleber sehe, der richtig fest und schon "fast" spröde ist, habe ich keinerlei Bauchschmerzen, den zu überspachteln.

    Aber ein weicher, stinkender Kleber mit schwarzen Bitumenzeuchs unten drunter VERURSACHT bei mir Bauchschmerzen.

    Lass das wegmachen und Du schläfst gut :thumbsup:

    Gruß Werner :)

  • Ach ja, zum Thema Alu noch kurz.


    Von Alu halte ich in diesem oder ähnlichem Zusammenhang eigentlich gar nix.

    Da wir hier beim Thema "schwimmende Verlegung" sind, ist in einem solchem Bodenbelag beim Begehen (nutzen) IMMER eine Bewegung im Belag.

    Darum bin ich hier mit Skeptiker "d'accord", dass die Wahrscheinlichkeit für Undichtigkeiten sehr groß ist.

    Gruß Werner :)

  • Okay sarkas. Glaub Du hast mich überzeugt!!

    Das gelbe klebrige Zeug habe ich bislang nicht testen. lassen, weil ich da irgendwie kein Asbest vermutet hatte, eher in dem schwarzen Kram dadrunter. Oder ist sowas auch im gelben Kleber drin?

    Korrekt wegen Alufolie, ist ja eine ständige Bewegung drin.

    Nun warte ich noch auf die Auswertung von dem schwarzen Kleber und dann kann ich das ja hoffentlich abschleifen lassen. Dafür braucht es nur so eine Einscheibenmaschine oder?

    Machen das normale Fußbodenleger? Ich werde mal telefonieren. Weil mein Bodenleger hat kein Equipment dafür.


    Viele Grüße!!

  • p.s. gerade die Rückmeldung erhalten von einem Maschinenleihbetrieb.

    Also brauche ich einen Betonschleifer?


    "

    eine Einscheibenmaschine ist dazu nur bedingt geeignet. Sie bräuchten dazu dann auch eine Kupferscheibe, welche ca 75,-- Euro kostet. Die Anwendung als solche ist auch recht schwierig. Dies zu erläutern ist aber vor Ort sinnvoller! Normale Schleifscheiben bekommen das nicht weg. Ich würde Ihnen hier einen Betonschleifer mit PKD Aufsatz empfehlen. Dieser kostet am Tag 107,60 . weiterhin brauchen Sie einen leistungsstarken Sauger. Dieser kostet 35,-- .

    Die Angegebenen Preise sind Tagespreise incl. MwSt.."

  • ... abschleifen .... dafür braucht es nur so eine Einscheibenmaschine oder? Machen das normale Fußbodenleger?

    Generell ja, kommt aber auf die Ausstattung der Firma an.

    Ich werde mal telefonieren.

    :thumbsup:

    Weil mein Bodenleger hat kein Equipment dafür.

    Kommt vor, könnte er aber auch tageweise im Werkzeugverleih mieten. Auf Schutzausstattung achten!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Skeptiker

    Generell ja, kommt aber auf die Ausstattung der Firma an.

    :thumbsup:

    Kommt vor, könnte er aber auch tageweise im Werkzeugverleih mieten. Auf Schutzausstattung achten!

    Muss das eine spezielle sein? Ist doch nur nötig wenn beim Test jetzt wirklich Asbest rauskommt, oder?

  • Sorry dass ich nochmal schreiben muss.

    Ich habe nun nochmal telefoniert mit Handwerker und Machinenverleih, und war im Baumarkt

    Hier sagt gerade jeder was anderes. X/

    Wenn ich natürlich jetzt den Betonschleifer ausleihe a 110 Euro pro Tag, muss das auch klappen. Ist ja schon ein recht stattlicher Preis, dazu noch den Staubsauger 37 Euro.

    Die Bezeichnung vom Betonschleifer ist DBS 250 von Dr, Schule den der Maschinenverleih empfohlen hat, die hatten von der Einscheibenmaschine stark abgeraten.

    Mir wurde nun aber im Baumarkt gesagt, dass wenn der gelbe Kleber noch stark klebt, würde das nix bringen uns man soll das mit einem Handschleifer 80er Blatt abschleifen weil das mit einer Bodenmaschine alles nur verschmieren würde.

    Es ging ja aber darum, direkt den Bitumenkleber mit runterzukriegen. Ausserfdem meinte er einfach mit Lösemittel und Spachtel runterarbeiten? Aber da das Bitumenzeug ja drunter ist, hatte ich sarkas so verstanden, das man da schon aufpassen sollte!

    Hat jemand denn Erfahrung direkt mit abschleifen ?

    Oh man hätte nicht gedacht dass das doch so kompliziert ist.

    Viele Grüße!!

  • Das gelbe klebrige Zeug habe ich bislang nicht testen. lassen,

    Habe ich ja nicht gesagt. Bei diesen (gelben) Klebern habe ich noch keinen gesehen, der Asbest oder ähnliches beinhaltet.

    Problem sind hier eventuell Weichmacherwanderungen oder chemische Wechselwirkungen. Drum sollte der raus.


    Es kann u. U. sein, dass sich der weiche Kleberrest gar nicht schleifen lässt, weil er sämtliche Schleifmittel verklebt sondern dass er chemisch abgebeizt werden muss.

    Willst nicht vielleicht mal schauen, ob einen "kompetenteren Bodenleger findest?

    Gruß Werner :)

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    Es giebt deutliche Gerüche, die selbst einen Laien auf Gefahr- und Schadstoffe schließen lassen.

    Warum wird nicht ein Fachmann zur Untersuchung eingeschaltet?


    Die (dann) erforderlichen Maßnahmen können erst nach der Untersuchung festgelegt werden. (Was der Fachmann i.d.R. gleich mit macht.)

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Schönen Dank nochmal für die hilfreichen Tipps. Alle drei Asbest Test und zwei KMF Tests waren negativ.

    Das Zimmer stank aber trotzdem schrecklich schlimm. Nach etlichem Hin und Her hat der Bodenleger es nun abgeschliffen. Nachdem er erst entgegen der Absprache, einfach Plastikfolie drauf gelegt hat und verlegt hatte. Ich habe dann ein Brett aus Misstrauen hochgenommen und war natürlich von der Aktion nicht begeistert, weil absolut nichts abgeschliffen war. Nun nach zwei Wochen, ist nun endlich alles runter und er verlegt neu. Stinken tut es irgendwie immer noch nach dem Kleber. Seltsam... ist das dann in den Estrich gezogen? Der Kleber ist komplett runter. Naja wir werden sehen ob das noch verfliegt...

    War sehr aufregend und irgendwie eine ziemlich unangenehme Zeit. Wünsche allen Personen viel Geduld wenn sie mal mit was ähnlichen konfrontiert sind!

    Beste Grüße!