neues GEG 2020 - Vorbildfunktion der öffentlichen Hand

  • ich bin gerade an einem Neubau eines Kindergartens, der von einer Gemeinde gebaut wird.


    jetzt fällt mir auf, dass es mit dem ab November gültigen Gebäudeenergiegesetz GEG möglicherweise sogar eine Erleichterung gibt.


    während bisher solche Gebäude die EnEV wegen des EEWärmeG deutlich unterschreiten mussten, wird das in Zukunft wohl nicht mehr so sein... die bisherige Anforderung, Q''p und H'T zu unterschreiten wird wohl zukunftig auf Q'p reduziert.

    Das ist natürlich vorteilhaft, weil gerade bei H'T es oft nicht einfach war, mit "vernünftigen" Dämmstoffstärken diese Anforderung zu erreichen.


    Meine Software lässt es aktuell noch nicht zu, nach GEG zu rechnen. Die sind wohl noch nicht ganz so weit...

    Hat da jemand was aktuelleres?


    Für NEUBAUTEN der öffentlichen Hand gilt zukünftig bei nicht regenerativer Beheizung augenscheinlich keine Pflicht zur deutlichen Unterschreitung der EnEV mehr. Das ist gut, falls ich das richtig gelesen habe...


    Was mir auch aufgefallen ist: Es scheint auch neu zu kommen (§21 Abs. 2 Nr. 2), dass in Neubauten auch Biogas aus dem öffentlichen Erdgasnetz angerechnet werden kann. Zwar nicht in großem Maße (fp=0,7), aber immerhin...


    Ist da jemand schon weiter als ich?

    Mitte Oktober bin ich auf einem Seminar dazu. So viel Zeit habe ich aber eigentlich gar nicht mehr...



  • Was mir auch aufgefallen ist: Es scheint auch neu zu kommen (§21 Abs. 2 Nr. 2), dass in Neubauten auch Biogas aus dem öffentlichen Erdgasnetz angerechnet werden kann. Zwar nicht in großem Maße (fp=0,7), aber immerhin...

    War das bisher nicht auch schon so ähnlich? Ich meine, mich an einen Vertrag mit einem Contractor bei einem MFH zu erinnern, der deshalb extra Biogas anbot ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • bisher gab es das nur bei Verfeuerung des Biogases in einem BHKW. Nicht aber in einer ganz normalen Brennwerttherme...


    Im "alten" EEWärmeG steht drin: "Die Nutzung von gasförmiger Biomasse gilt nur dann als Erfüllung der Pflicht nach § 3 Abs. 1,

    wenn die Nutzung in einer KWK-Anlage erfolgt"

  • Nutzungspflicht der öffentlichen Hand nach dem neuen GEG:

    "Wenn die öffentliche Hand ein Nichtwohngebäude im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 errichtet (Anm.: gemeint sind jetzt nur noch Gebäude der öffentlichen Hand, die von Behörden genutzt werden. Beispielsweise keine Kindergärten mehr) oder einer grundlegenden Renovierung gemäß §52 Abs. 2 (Anm.: gemeint ist eine grundlegende Renovierung) unterzieht, muss sie prüfen, ob und in welchem Umfang Erträge durch Errichtung einer im unmittelbarem räumlichen Zusamenhang stehenden Anlage zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie oder durch solarthermische Anlagen zur Wärme- und Kälteerzeugung erzielt und genutzt werden können"


    muss sie prüfen. mehr noch nicht...

  • Zumindestens gibt § 5 Satz 1 GEG Anlass zur Hoffnung:

    "Die Anforderungen und Pflichten, …, müssen nach dem Stand der Technik erfüllbar sowie … wirtschaftlich vertretbar sein."


    Bleibt abzuwarten, was durch Rechtsverordnungen daraus gemacht wird.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18