Frostschutz 0/16

  • Hi,


    da ich mir die ganze Zeit den Kopf zerbreche und keine Antwort finden kann, möchte ich es mal hier probieren.


    Geplant ist demnächst die Einfahrt zu Pflastern. Damals beim Carportbau wurde die gesamte Einfahrt ausgekoffert und mit 0-32 und 0-45 Frotzschutz ca. 20-25cm stark/tief verteilt. Ich habe 2 Jahre später die Höhe der Tragschicht mit weiteren 10cm Frotschutz 0/16 ausgeglichen... Warum? Weil ich das Ausgleichen mit feinerm Frotzschutz als einfacher empfand.... Jetzt stellt sich mir jedoch allmählig die Frage, ob das nicht ein Fehler war. Die Einfahrt soll mit Fahrzeugen bis 7,5t befahrbei sein. Pflasterstärke wird 8cm auf 3-5cm Kies/Sandbettung.


    Jetzt zu meiner Frage.. Kann der Frostschutz 0/16 als Tragschicht verwendet werden oder muss ich das ganze Zeug runterkratzen?

  • das hängt von der tatsächlichen Kornverteilung und natürlich von der Verdichtung und dem Untergrund unter dem Schotter ab. 30 cm Aufbau sind auf einem lehmigen Boden vmtl zu wenig.

    Normalerweise wird das Planum eingeschätzt und dann ggf. zusätzlich zum Regelaufbau Bodenaustausch verordnet.

    In der RSTO12 sind da beispielsweise für Bauklasse 0,3 (PKW-Verkehr mit gelegentlich LKW) 42 cm frostsicherer Oberbau (+ 5 cm für Frosteinwirkungszone II) vorgegeben, wenn der Boden die 45 MN/m2 bringt.

    Wenn der Boden frostsicher ist und mehr bringt kann man davon natürlich auch nach unten abweichen. Meist ist es andersrum.

  • Danke für die Info. Laut dem Bodengutachten haben wir bis in einer Tiefe von 1,5m einen sandig-schluffigen Boden. Der Bereich rund um das Haus wurde mit Austauschboden gefüllt. Der weitere Bereich ausgekoffert wie oben beschrieben.

  • Laut dem Bodengutachten haben wir bis in einer Tiefe von 1,5m einen sandig-schluffigen Boden. Der Bereich rund um das Haus wurde mit Austauschboden gefüllt.

    Bei einer Frostempfindlichkeitsklasse F3 beträgt der Regelaufbau für die Bauklasse Bk 0,3 ca. 50cm und ca. 40cm bei F2, jeweils +5cm für Frosteinwirkungszone II (gilt für den größten Teil des Bayerischen Flachlandes).


    In Anlehnung an das o.g.Regelwerk aus dem Straßenbau ergeben sich dann für die Bauweise 'Schottertragschicht auf Frostschutzschicht'

    8cm Betonsteinpflaster

    4cm Pflasterbettung

    15cm Schottertragschicht

    28cm Frostschutzschicht


    Jetzt kann man für eine private Garagenzufahrt noch etwas reduzieren, wenn leichte Aufwölbungen aus Frosteinwirkungen in Kauf genommen werden, andererseits ist bei Garagenzufahrten davon auszugehen, dass hier ein spurtreues Fahren erfolgt, also immer wieder die gleichen Spuren gefahren werden.

    Von daher ist ein stabiler Aufbau schon sinnvoll, um Setzungen zu vermeiden.

    Ausreichend Gefälle sollte auch vorhanden sein, um das Wasser schnellstmöglich ableiten zu können. Das Mindert auch den Bewuchs.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)