Gastherme - Mängel ?

  • Hallo zusammen,


    bei mir sollte laut Angebot u.a. folgendes verbaut werden:

    - Therme Buderus GB172-14

    - Standspeicher Buderus 120l WU120W

    - Logaplus Packet WE 18.1 mit

    WHY/HKV2/25/25

    HS25/4 mit EMS plus Modul MM100

    HSM15/4 KVS 2.5 mit EMS plus Modul MM100

    Verbindungsleitung für EMS plus Module

    - KM 200V2


    Abweichungen gibt es bzgl. des Logaplus Packetes wie folgt - Teile laut Heizungsbauer identisch (und damit auch der Preis im Vergleich zum Angebot):

    WHY 80/60 8718599385

    Biral PrimAX 25-4 180 RED

    Biral PrimAX 25-6 180 RED

    Logafix 3 Wege Mischer ARA661



    Nach Einbau ergibt sich folgender Klärungsbedarf:


    a)

    wenn die Heizkörper gemäß Einstellung nicht heizen sollen und entweder der Heizkreislauf für die Fußbodenheizung oder die Warmwasseraufbereitung, dh Standspeicher, laufen, läuft die Biral-Pumpe für den Heizkreislauf der Heizkörper ....


    b)

    Vorlauf Wärmeerzeuger und Vorlauftemperatur für die Heizkörper sind im KM200 immer identisch. Dedizierten Temperaturfühler im Kreislauf der Heizkörper finde ich nicht.


    c)

    Legionellen

    Standspeicher ist auf 53 Grad eingestellt. Heizungsbauer hat die Aufheizung zB 1x Woche ausgeschaltet mit Begründung, dass dies bei 120l nicht erforderlich sei



    Könnt Ihr das bitte mal bewerten ?


    Viele Grüße


    Paule

  • Skeptiker

    Hat das Thema freigeschaltet
  • a)

    wenn die Heizkörper gemäß Einstellung........

    Das ist gut möglich, wenn keine 2 getrennte Heizkreise aufgebaut wurden. Man müsste nun in das Schema schauen, nach dem die Anlage aufgebaut wurde.



    b)

    Vorlauf Wärmeerzeuger und .............

    auch hier zählt, Schema anschauen. Ich vermute, der Kesselkreis bedient direkt die Heizkörper, demzufolge auch gleiche Temperatur, und dann gibt es noch einen gemischten Kreis für die FBH.


    Legionellen

    Standspeicher ist auf 53 Grad eingestellt..................

    Bei einer Kleinanlage ist das durchaus sinnvoll um Energie zu sparen. Natürlich steht es Dir frei, die WW Temperatur zu erhöhen (an Verbrühschutz denken), sei es allgemein, oder nur zu bestimmten Zeiten (Legionellenschutz).

    Man geht davon aus, dass bei 50°C keine Vermehrung mehr stattfindet, oder diese zumindest sehr stark gehemmt ist. Die 60°C sollen sicherstellen, dass evtl. vorhandene Legionellen sicher abgetötet werden. Zur Vermehrung braucht es aber nicht nur entsprechende Umgebungsbedingungen (Temperatur) sondern auch Zeit. Bei einem kleinen Speicher wird der Inhalt quasi ständig komplett ausgetauscht. Beide Faktoren zusammen reduzieren bereits das Risiko erheblich.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Nicht ganz richtig.

    Bei 50° findet noch ein geringes Wachstum statt. Bei 60° dann nicht mehr, aber eine Abtötung passiert erst bei 70°.


    Die Installateure sind verpflichtet, die Kunden nachweislich darauf hinzuweisen, dass Temperaturen um 50° in Kleinanlagen ausnahmsweise zulässig sind, aber ein Restrisiko verbleibt.

    Das einmalige Aufheizen auf 60° ist völlig sinnlos.

    Die Mär vom häufigen Wasserwechsel in Kleinanlagen wird wohl nie aussterben. Da wird jeder 700l-Speicher im 18-Familienhaus um ein Vielfaches mehr gespült.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • er


    Zunächst mal danke für die rege Beteiligung …


    Zum "Schema": Der Kesselkreis bedient in der Tat initial beide Heizkreise für die Heizung-Heizkörper + FBH. Dieser Strang teilt sich dann auf in Fussbodenheizung (mit Mischer) und für Heizkörper. Bei beiden Strängen ist eine Pumpe eingebaut. Der Rücklauf dieser Kreisläufe geht dann irgendwo im Haus wieder vor zusammen, dh auf der Etage wo der Kessel steht kommt dbzgl. nur eine Leitung an.


    Ich gehe mal davon aus, dass der Strang mit den beiden Heizungen (FBH + Heizkörper) ausgeschaltet ist wenn der Standspeicher aufgeheizt wird. Wenn dann weder FBH noch Heizkörper heizen sollen, ist die Pumpe der FBH aus und die Pumpe für die Heizkörper pumpt quasi das Heizungswasser mit der aktuellen Temperatur (die dann aber nicht Kesseltemperatur ist, aber mit deren Vorlauftemperatur für diesen Heizkreislauf angezeigt wird) durch die Rohre und hat praktisch m.E. keinen sinnvollen Nutzen.


    Wenn dann morgens bei mir bei bereits aufgeheiztem Standspeicher die FBH anspringt und die Heizköper später heizen sollen, werden die Heizkörper auch schon etwas warm, da deren Pumpe pumpt.


    Ich hätte eigentlich erwartet, dass die Pumpe für den Kreislauf der Heizkörper aus ist wenn dieser nicht liefern soll ?

    Mit der FBH scheint das zu funktionieren.



    Würdet Ihr bei unserem sehr kalkhaltigen Wasser empfehlen die 120l 1x Woche auf 70 Grad (wenn das die Anlage hergibt) aufzuheizen ?


    Grüße


    Paule

  • Auch das einmalige Aufheizen auf 70° ist sinnlos. Wenn Du therm. desinfizieren willst, muss das 70grädige Wasser jeweils 3 min lang aus jeder Armatur fließen.

    Stell auf 60° und alles ist gut.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Geh nicht von IRGENDWAS aus, sondern klär die tatsächliche Situation! Nur damit kann man das klären

    Es ist so wie vermutet, die Therme hat einen Warmwasserausgang für den Standspeicher (VS) und einen für die Heizkreise (VK).

    Wenn der Standspeicher heizt, wird VK nicht wärmer, während ich mir bei VS die Finger verbrenne.


    Aktuell ist die Heizung für die Heizkörper am Bedienteil ausgeschaltet, FBH ist dort an.

    Beim heizen des Standspeichers gehen beide Pumpen für beide Heizkreise kurz aus und die für die Heizköper geht nach wenigen Sekunden wieder an obwohl dort kein wärmeres Wasser nachkommt.


    Sorry bin Laie, wenn ich etwas genauer beschreiben soll, nur zu ...

  • Aus der Anleitung:


    Zitat

    6.4.9

    Externe Heizungspumpe (230 V, max. 250 W) anschließen

    Die Heizungspumpe läuft immer bei Heizbetrieb (parallel zur geräteinternen Pumpe).

    Ob sich das umprogrammieren lässt, das habe ich jetzt nicht nachgeschaut.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Eigentlich nur ein thema der Vorrangschaltung. KAnn auch sein das die Heikreispumpe falsch angeklemmt ist. dazu benötigte man aber mehr test und kontrollen.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.