Entwässerung von Zufahrt am Hang

  • Hallo,


    unser Grundstück liegt 1m höher als die Straße.


    Der Gala Bauer hat das Grundstück mit L Steiner zur Straße hin befestigt.

    Damit wir mit dem Auto aufs Grundstück kommen hat er eine 5m breite Zufahrt gepflastert.


    Die Zufahrt wurde mit Versickerungspflaster erstellt.

    Rechts der Zufahrt geht die Mauer aus L Steinen hoch und links der Zufahrt hat er ebenfalls eine Mauer gebaut, damit die Erde vom Nachbarn nicht auf unsere Einfahrt fällt.


    Damit ist die Zufahrt links und rechts von einer 1m hoher Mauer (gemessen am Fuß) eingeschlossen.


    Jetzt gibt es bei uns mit der Gemeinde und dem Erschließer Probleme.

    Der Erschließer sagt er kann die Straße nicht zu fertig bauen, weil von den Zufahrten Wasser auf die Straße läuft und dann in die Rigole auf der anderen Straßenseite.


    Die Gemeinde sagt hierzu, das Wasser muss auf dem eigenen Grundstück versickern.

    Gleichzeitig sagt sie auch, das der weiterbau der Straße nur davon abhängt das kein Lehm von der Einfahrt in die Rigole gespült wird.

    Das bei uns etwas Split in die Rigole gespült werden kann ist egal. Ist ein neues Wohngebiet und die anderen Nachbarn haben zum Teil gerade erst ihr Haus fertig und noch keine Zeit die Außenlangen zu machen. von denen läuft dann bei Starkregen schon Lehm auf die Straße.


    Die Frage die sich mir stellt ist jetzt.

    Wie kann ich dann dafür sorgen das das Wasser von meiner Auffahrt nicht auf die Straße läuft?


    Ich eine bei normalen Regen scheint das Versickerungspflaster dafür zu sorgen das das Wasser versickert.

    Bei starken Regenschauern fließt dann etwas Wasser auf die Straße.


    Dadurch das unser Grundstück ja 1m höher liegt als die Straße und wir es mit einer Mauer befestigt haben, kann ich das Wasser ja selbst mit einer Rinne nirgends hinleiten.
    Ich meine wie soll das gehen, das Wasser fließt ja am Ende der Auffahrt nicht durch ein Rohr wieder hoch auf unser Grundstück und versickert da.


    Zumal bei uns ein sehr schlecht Wasserdurchlässiger Boden vorhanden ist.


    Hätte der Galabauer da wirklich vor dem setzten der Mauer noch unter der Mauer eine Versickerung bauen müssen? Das wäre ziemlich aufwendig gelesen da genau an der Stelle schon sämtliche Leitungen verlegt wurden und die da alles mit Hand frei machen mussten.


    Gibt es jetzt noch eine andere Möglichkeit ?
    von den Nachbarn die ihre Zufahrten ebenfalls schon fertig haben, hat niemand eine Rinne.


    Und bei normalen Regen funktioniert es ja auch, nur bei Starkregen fließt halt Wasser auf die Straße.

    Aber wozu ist denn die Rigole der Straße sonst da.


    oh man, danke schon mal

  • Die Frage die sich mir stellt ist jetzt.

    Wie kann ich dann dafür sorgen das das Wasser von meiner Auffahrt nicht auf die Straße läuft?

    Rigole auf eigenem Grundstück bauen oder Rinne mit Ableitung ins eigene Grundstück (z.B. in einen Auffangteich oder eine Zisterne).

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Rigole auf eigenem Grundstück bauen oder Rinne mit Ableitung ins eigene Grundstück (z.B. in einen Auffangteich oder eine Zisterne).

    naja das geht jetzt nicht mehr, weil links und rechts ja wie gesagt einer Mauer ist.
    zudem müsste ich dann ja nicht nur die ganze Mauer wieder weg nahmen sondern darunter dann eine unterirdische Rigole bauen. Mauer soll ja so bleiben. Und hinter der Mauer soll das Grundstück ja auch auf einer Höhe bleiben. sprich die Rigole würde dann ab 1.5m Tiefe beginnen, bzw. wahrscheinlich noch tiefer weil genau auf der Höhe ja die ganzen Zuleitungen (Wasser, Strom Telekom) liegen.


    Ich meine bei normalen Regen schafft es das Versickerungspflaster nur bei Starkregen nicht. Aber ist es nicht so das bei Starkregen das Wasser auf die Straße laufen darf? Wozu soll denn sonst die Rigole da sein wenn nicht dafür.

    Bei Ebenerdigen Grundstücken ist es ja auch kein Problem das Wasser zurück aufs Grundstück zu leiten, aber unseres ist 1m höher als die Straße, nur die Auffahrt geht halt runter.

  • Also ich weiß nicht wer bei euch geplant hat, aber hier geht man immer davon aus, dass das Wasser auf eigenem Grundstück zu entsorgen ist. Also plant man eine entsprechende Entwässerung ein. Hilft nix, ihr müsst noch mal aufreißen und eine Entwässerungsrinne einbauen und gucken, wie Ihr das Wasser dort raus bekommt. Vielleicht geht ein Versickerungsschacht, wenn man es darf, oder ich macht einen Pumpensumpf und eine Leitung über die Mauer hinweg (:D), oder ihr entfernt eben einen Teil der Mauer, macht eine gescheite Leitungsführung und macht die Mauer wieder hin. Wie auch immer, Ihr müsst a weng Geld ausgeben...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Aber ist es nicht so das bei Starkregen das Wasser auf die Straße laufen darf?

    Nein, kein Nachbar (auch die Gemeinde als Eigentümerin der Straße ist Nachbarin!) muss das Eindringen von Niederschlagswasser dulden - auch nicht bei Starkregen.


    Deine Argumentation:

    naja das geht jetzt nicht mehr, weil links und rechts ja wie gesagt einer Mauer ist. zudem müsste ich dann ja nicht nur die ganze Mauer wieder weg nahmen sondern darunter dann eine unterirdische Rigole bauen. ...

    setzt ausschließlich auf die Macht des Faktischen (und Unzulässigen).


    Würdest Du Dich umgekehrt damit arrangieren, dass Dein Nachbar sagt, er habe seine Grundstückserhöhung nun einmal schon fertiggestellt und möge sie nicht mehr umbauen? Die Rechtslage ist eindeutig und hier wurde vor der Ausführung offensichtlich leider nicht ausreichend nachgedacht (= es wurde auf Planung verzichtet).

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nein, kein Nachbar (auch die Gemeinde als Eigentümerin der Straße ist Nachbarin!) muss das Eindringen von Niederschlagswasser dulden - auch nicht bei Starkregen.

    Rechtsgrundlage?


    Nach meinem Kentnisstand darf man nur nicht mehr Wasser, als bei natürlichem Geländerverlauf ggf. auf das Nachbargrundstück laufen würde, leiten.

    Ganz praktisch ist das auch schlicht nicht machbar bei bestimmten Topologien.


    Zitat

    Eine grundsätzliche Pflicht des Eigentümers eines Grundstücks, den Ablauf des Niederschlagwassers auf das Nachbargrundstück zu verhindern, gibt es allerdings nicht. Soweit die natürliche Gestaltung des Bodens einen solchen Abfluss bewirkt, muss der Grundstückseigentümer deshalb keine besonderen Maßnahmen ergreifen, um dem entgegen zu wirken [13]. So liegt der Fall, wenn das Wasser im Untergrund auf eine – naturgegebene – wasserundurchlässige Schicht trifft und seinem natürlichen Fluss folgend auf das Nachbargrundstück gelangt [14]. Dann obliegt es dem Eigentümer des Nachbargrundstücks, sich um den Schutz seines Grundstücks zu kümmern [15].

    So das mal zu der sehr pauschalen Aussage, die ich so nicht stehen lassen konnte.


    Aber, da es sich bei der Einfahrt wohl um eine bauliche Anlage handelt, gilt dann nach §52 BbgNRG (Landesrecht !)


    Zitat von §52 BbgNRG

    § 52
    Niederschlagswasser

    (1) Der Eigentümer und die Nutzungsberechtigten eines Grundstücks müssen ihre baulichen Anlagen so einrichten, daß

    1. Niederschlagswasser nicht auf das Nachbargrundstück tropft oder auf dieses abgeleitet wird und
    2. Niederschlagswasser, das auf das eigene Grundstück tropft oder abgeleitet ist, nicht auf das Nachbargrundstück übertritt.


    das hätte der Galabauer aber wissen müssen.



    Meiens Wissens gibt es so eine Vorschrift in Bayern nicht, womit dann eine derartige Einfahrt auch zulässge sein dürfte (sofern das Pflaster Niederschlagswasser im selben Maß aufnimmt und das Gelände mehr oder weniger unverändert ist.

  • Rechtsgrundlage?

    Hach, da gibt man einmal nicht die Fundstelle an und schon steht man da. Also: Bis zum 28.02.2010 gab es Je nach Bundesland unterschiedliche, da hierzu unterschiedliches Landesrecht besteht und nach den Landesgerichten auch unterschiedlich angewandt zu werden hat. Das brandenburgische Nachbarrecht hattest Du im hier zutreffenden Zusammenhang ja bereits zitiert. In einigen Bundesländern wie B steht der entsprechende Passus im Wassergesetz und zwar im Zusammenhang mit Veränderungen der natürlichen / vorgefundenen Topographie des Grundstücks. Aber seit dem 01.03.2010 regelt § 37 WHG einheitlich für ganz D und eindeutig:

    § 37 Wasserabfluss


    (1) Der natürliche Ablauf wild abfließenden Wassers auf ein tiefer liegendes Grundstück darf nicht zum Nachteil eines höher liegenden Grundstücks behindert werden. Der natürliche Ablauf wild abfließenden Wassers darf nicht zum Nachteil eines tiefer liegenden Grundstücks verstärkt oder auf andere Weise verändert werden.

    Ja, insofern hätte ich deutlich auf die Veränderung des natürlichen Ablaufs hinweisen müssen, was ich hiermit gerne nachhole. Veränderungen des natürlichen Wasserablaufs liegen bei allen baulichen Maßnahmen vor, welche die Wassermenge oder die Fließgeschwindigkeit von Wasser beeinflussen. Genau dies ist beim TS der Fall und so hat er überall in D die zusätzlich auftretende Wassermenge ohne Störungen für die Gemeinde auf seinem Grund zu behalten und dort auch intern abzuleiten.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hach, da gibt man einmal nicht die Fundstelle an und schon steht man da.

    wir sind ja hier nicht aufm Ponyhof :D


    §37WHG finde ich interessant.


    Damit ist ja praktisch jeden Veränderung "zum Nachteil" eines anderen untersagt. Wobei jede bauliche Maßnahme, und wenn es nur Rasenkantensteine an einem Zaun sind schon eine Veränderung.


    Die Auslegung "zum Nachteil" wäre dann in der Tat in der Praxis interessant. Könnte ja auch einer argumentieren der Oberlieger klaue einem sein Wasser durch seine Ableitung (von Niederschlagswasser).


    "Früher ist hier bei Regen immer das Wasser runtergelaufen und hat dann die Mulde da unten gefüllt, war eine Feuchtwiese. Jetzt ist alles vertrocknet".


    Trotz Bebauung sicherzustellen, dass exakt die gleiche Wassermenge in gleicher Art und Weise vorher wie nachher wild abfließt, stelle ich mir eigentlich unmöglich vor. Vom Nachweis mal abgesehen.

  • tja vorher ist das ganze Wasser immer runter gelaufen, das war bei allen Grundstücken auf unserer Seite,

    Bei einem Starkregen führte das dazu das es dann den damals noch unbefestigten Weg zum letzten Haus runter lief und dieses abgesoffen ist.

    Das war aber zu einem Zeitpunkt wo das auch das einzige Haus war, was fertig war. Die meisten wie unseres waren zu dem Zeitpunkt noch nicht mal angefangen.


    Das die Nachbarn und wir jetzt eine Mauer gebaut haben, vor allem noch aus L Steinen sorgt dafür das 99% des Wassers auch auf unserem Grundstück bleibt und nicht mehr runter fließt.


    Die Auffahrt ist nur 5m und 7m lang. alles andere ist vom Gefälle so angelegt das es bei uns bleibt, aber irgendwie müssen wir ja auf unser Grundstück kommen.

    Und das Sickerpflaster mit dem Split hält von dem Wasser was auf dieser Fläche runter kommt auch nochmal sehr viel auf. bzw. bei normalen Regen habe ich bisher nicht sehen können das da Wasser runter kommt. Nur bei sehr starken Regrenschauern fließt Wasser runter aber auch nicht viel.


    Wegen diesem bißchen jetzt das ganze Grundstück umbauen zu müssen, steht doch in keinem Verhältnis.

    Ich meine wozu musste die 5m breite Pflasterstraße sonst eine 2m Rigole haben? Die ist doch extra dafür da. (die Rigole gab es bei besagtem Starkregen damals auch schon, hat aber diese enormen Massen die da innerhalb 1h runter kamen nicht aufnehmen können weshalb das untere Haus abgesoffen ist) .


    Weil nur mal Rinne setzten ist ja nicht. das sind sicher locker 10.000 Euro die es kosten würde nur für das bißchen Wasser.

    Ich meine bei uns ist der Höhenunterschied ja nur 1m.

    Es gibt ja auch genügend Gegenden wo das mal locker 10m oder mehr sind.


    Und der Witz ist ja, wenn das wirklich so sein muss, was machen denn die Leute mit Feldsteinmauern? ich meine da läuft das Wasser dann ja innen die Mauer lang und kommt unten raus, nur man sieht es da nicht wenn da etwas Gras ist.


    Oder wie bei einem anderen Nachbarn, der hatte auch eine Mauer zum Nachbargrundstück gebaut. der Nachbar hat dann aber seine Auffahrt etwas tiefer gemacht und jetzt drück das Wasser bei Starkregen da unter der Mauer raus.


    Was ich sagen will, es kann doch nicht sein das 100% verlangt wird. Das Wasser sucht sich seinen Weg ob nun oberirdisch oder unterirdisch die Grenzen überquert kann man doch nicht verhindern. Daher kann es doch nur darum gehen das man es so gut wie möglich auf dem eigenen Grundstück auffängt und mit einem Schacht versickern lässt.


    Denn was auch hätte sein können. Hätten wir z.b. nicht den ganzen Boden ausgetauscht, dann wäre unser Grundstück bis kurz unter der Oberkante der Mauer mit Lehm gefüllt. Bei Starkregen hätten wir dann erst einen Pool gehabt und danach wäre der Pool in alle Richtungen entwichen.


    Oder hätten wir noch kein Haus gebaut und somit das ursprüngliche Gelände nicht verändert dann würde jetzt bei jedem Regen das Wasser schön auf die Straße laufen, dabei ordentlich Lehm mitnehmen und damit die Rigole schön dicht machen...

  • nach Sinn oder Unsinn zu fragen oder Sinn und Unsinn in einer bestimmen Konstellation zu hinterfragen kann dich in manchen Situationen in den Wahnsinn treiben.


    Das Nachbarrecht in Brandenburg scheint hier eindeutig und einschlägig zu sein. Von einer baulichen Anlage darf kein NIederschlagswasser aufs Nachbargrundstück. Punkt. Egal Ob

    hätten wir noch kein Haus gebaut und somit das ursprüngliche Gelände nicht verändert dann würde jetzt bei jedem Regen das Wasser schön auf die Straße laufen, dabei ordentlich Lehm mitnehmen und damit die Rigole schön dicht machen...

    Du hast gebaut, du musst es jetzt verhindern.

    Für mich scheint die Rechtslage klar, für Sicherheit musst du einen Anwalt konsultieren.



    Ich sehe für dich verschiedene Vorgehensmöglichkeiten:


    a) Das Gespräch mit dem Nachbar (Gemeinde) suchen. Deine Argumente vorbringen, dass auch bei Starkregen das Wasser größtenteils lokal versickert und keine Schmutzfrachten hat. Ohne Erfolg kannst du woanders weitermachen.


    b) Eine Ableitung des zu erwartenden Niederschlagswassers über eine Rinne mit entsprechender Versickerung / Retention und Versickerung / Ableitung unter der Einfahrt. Auch das bietet natürlich auch keinen 100%ige Sicherheit, aber ich nehme an dass bei einem nach aktuellem technischen Regeln ausgelegten Anlage dir keiner den schwarzen Peter zuschieben kann, falls es doch mal mehr wird als die "Bemessungsregenspende".

    Das wird sicher sehr teuer.


    c) Irgendwie eine Rinne hinpfuschen mehr oder weniger nur für die Argumentation "schau ich hab doch was gemacht" und hoffen dass später nie ein Hahn kräht wenn sie überläuft.


    d) einfach nix machen. aussitzen. Abwarten ob die Gegenseite (ernsthafte) rechtliche Schritte einleitet.

  • Wenn eine abweichende Einigung mit der Gemeinde nicht möglich ist, wovon wegen des Gleichbehandlungsgrundsatzes auszugehen ist, wird die sich auf § 54 BbgWG berufen.

    "(4) Soweit eine Verunreinigung des Grundwassers nicht zu besorgen ist ..., ist Niederschlagswasser zu versickern. Die Gemeinden können ... durch Satzung vorsehen, dass Niederschlagswasser auf den Grundstücken, ... versickert werden muss. ..."
    Brandenburgisches Wassergesetz (BbgWG)


    Zudem dürfte eine entsprechende Satzung bestehen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Die Zufahrt wurde mit Versickerungspflaster erstellt.

    Ist denn der Unterbau unter dem "Sickerpflaster" geeignet, um auch bei längeranhaltendem Regen das Wasser noch versickern / speichern zu können?

    Sickerpflaster nutzt ja nichts, wenn nach wenigen cm schon bindiger Boden (Lehm, Ton, Schluff) ansteht.


    naja das geht jetzt nicht mehr, weil links und rechts ja wie gesagt einer Mauer ist.

    Es besteht die Möglichkeit, den Unterbau unter der Pflasterfläche mit groben Gesteinskörnungen auszubilden, und zwar so tief, dass die Hohlräume durchsickerndes Wasser zwischenspeichern können. Das muss dann aber so errichtet werden, dass sich die Hohlräume im Laufe der Zeit nicht zusetzen.


    Alternative:

    - überfahrbare Sickerboxen einbauen.

    - Rohrleitung unter der Mauer durchführen

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Es besteht die Möglichkeit, den Unterbau unter der Pflasterfläche mit groben Gesteinskörnungen auszubilden, und zwar so tief, dass die Hohlräume durchsickerndes Wasser zwischenspeichern können. Das muss dann aber so errichtet werden, dass sich die Hohlräume im Laufe der Zeit nicht zusetzen.

    Wie ich verstanden habe, ist die Einfahrt incl. Belag bereits fertig. Ob das wirklich eine wirtschaftliche Lösung ist?!

    Denn wie gut oder schlecht das funktioniert, bei Bemessungsregenspende wird das "Sickerpflaster" doch sowieso überlastet => Rinne notwendig.


    mko0815

    Wie genau ist denn das Sickerpflaster ausgestaltet? Einfach nur breite Splitfugen ? Foto der Situation wäre gar nicht so verkert.

    Was geschieht denn mit dem Niederschlagswasser vom Haus? Versickerung oder Kanal (Misch oder Trenn) ?

  • hier ein paar Fotos vom Pflaster (3. 4. und 5. Foto).


    Unter dem Pflaster wurde ein entsprechender Unterbau gemacht.

    Darunter ist ein Sand Lehm Gemisch. Es gibt Stellen da ist viel Sand, und gibt Stellen da ist viel Lehm.


    Was heißt Bemessungsregenspende?

    Bei normalen Regen schafft das Sickerpflaster, dass das Wasser nicht runter läuft.

    Nur eben bei Starkregen kommt ein klein wenig runter.


    Anbei auch ein paar Fotos von 2 Starkregen. 1 mal (ersten 2 Fotos) ist innerhalb kurzer Zeit sehr sehr viel Regen runter gekommen. (vorher gab es 2 Monate keinen Regen)
    und das zweite mal (6 und 7. Foto) hatte es bereits 8h geregnet als dann ein starker Schauer kam (auch hier hatte es vorher einen Monat lang nicht geregnet)


    Der Split der auf den ersten beiden Fotos auf der Straße liegt, ist nicht durch den Regen dahin gekommen. Der lag schon vorher da als ich meine Auffahrt vom Sand frei fegen musste (der Sand von der Straße zum einschlämmen wurde nämlich mit einer Schneefräse Besen (keine Ahnung wie das heißt) schön von der Straße auf unsere auffahrt gefegt)

    Der ist inzwischen, wie man den anderen Fotos entnehmen, kann weg und beim 2.Starkregen ist auch kein Split runter gespült worden.



    oh man, manchmal kommt mir da echt das Gefühl auf der Staat will nicht das man Grund und Boden besitzt bei den ganzen Gesetzen und Auflagen etc.

  • Was heißt Bemessungsregenspende?

    Bemessungsregenspende | Gebäudetechnik | Glossar | Baunetz_Wissen



    Nur eben bei Starkregen kommt ein klein wenig runter.

    vom Gefühl her würde ich sagen, dass hier NICHT die Fuge der limitierende Faktor ist, sondern dass in diesem Fall die Fuge und Splittbettung bereits komplett gefüllt ist und daher dann die Tragschicht darunter (0-32 ?) der limitierende Faktor ist...


    gehört das Stück Wiese das auf Bild 1 zu sehen ist dir?


    Die Frage nach dem Niederschlagswasser vom Haus hast du noch nicht beantwortet.

  • das Stück Wiese gehört nicht zu mir. bzw. 1cm davon schon, aber darin befindet sich der Beton für die L-Steine.


    das Wasser vom Haus wird alles in einer 6000L Zisterne aufgefangen. Die Zisterne ist mit dem Überlauf an einen ebenfalls 6000L fassenden Versickerungsschacht angeschlossen.


    Bei den beiden Starkregenschauern die wir dieses Jahr hatten, war unser Grundstück das einzige was keine Wasser Probleme hatte.

    Auf allen anderen Grundstücken gab es Pfützen und die Rigole an der Straße war Stellenweise auch voll. (aber nicht gegenüber von unserem Haus)

  • ...oh man, manchmal kommt mir da echt das Gefühl auf der Staat will nicht das man Grund und Boden besitzt bei den ganzen Gesetzen und Auflagen etc.

    Die Quintessenz der von Dir beklagten Gesetze und Auflagen heißt:


    Andere sollen durch Deinen Grundbesitz keine Schäden und Nachteile haben.


    Was ist daran falsch?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Statt lange zu jammern würde ich erst mal gucken, ob Du auf deinem Grundstück versickern darfst. Wenn ja, dann ist das die günstigste Lösung. Dazu musst Du auch keinen Garten aufbuddeln, sondern nur deine Zufahrt und einen Versickerungsschacht setzen lassen und natürlich auch die Rinne und fertig ist die Laube. Übrigens sieht man schön, dass nicht nur a bisserl Wasser runter gespült wird, sondern genug, um auch den Splitt aus den Fugen zu waschen. Der liegt nun auf der Straße.


    Also, nicht lange lamentieren. Gucken und dann Machen!

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Statt lange zu jammern würde ich erst mal gucken, ob Du auf deinem Grundstück versickern darfst. Wenn ja, dann ist das die günstigste Lösung. Dazu musst Du auch keinen Garten aufbuddeln, sondern nur deine Zufahrt und einen Versickerungsschacht setzen lassen und natürlich auch die Rinne und fertig ist die Laube. Übrigens sieht man schön, dass nicht nur a bisserl Wasser runter gespült wird, sondern genug, um auch den Splitt aus den Fugen zu waschen. Der liegt nun auf der Straße.


    Also, nicht lange lamentieren. Gucken und dann Machen!

    Der Split ist, wie ich geschrieben hatte, nicht durch den Regen auf die Straße gelangt, sondern deshalb weil ich vorher den Sand von der Auffahrt gefegt habe, wobei der Split da mitgekommen ist, ging ja auch nicht anders.


    und wie gesagt, es gibt aktuell keinen Platz für einen Versickerungsschacht da Links und Rechts der Auffahrt eine Betonmauer steht um die 1m höheren Erdschichten von der Auffahrt zu begrenzen.



    Die Quintessenz der von Dir beklagten Gesetze und Auflagen heißt:


    Andere sollen durch Deinen Grundbesitz keine Schäden und Nachteile haben.


    Was ist daran falsch?

    daran ist nichts falsch, aber das kann man auch mit gesunden Menschenverstand machen. Ich habe ja alles unternommen das 99% des Wasser bei mir bleiben. 100% zu verlangen halte ich vor unverhältnismäßig. Und das ist ja nur ein Beispiel.

    Wir haben hier noch so viele andere. z.b. wie viele und vor allem was für Bäume und in welcher Qualität gepflanzt werden müssen etc.

    Oder was man alles nicht pflanzen darf.

    oder das die Einfriedung zur Straße nur eine bestimmte Höhe haben darf und man da durchgucken können muss. besonders ärgerlich bei uns weil dadurch das unser Grundstück höher liegt, dürfen wir gar keine Einfriedung machen.

    Ja oder was man innen alles wie ausbaut. das z.b. stört garantiert keinen Nachbarn, aber der Staat will hier halt kassieren.


    naja das nur am Rande gehört hier nicht zum Problem.


    habe es erstmal der Gemeinde geschrieben und Fotos und Videos beigelegt, mal sehen wie die sich denn jetzt dazu äußern.


    Vielen Dank auf jeden Fall für die vielen guten Antworten.

  • Wie ich verstanden habe, ist die Einfahrt incl. Belag bereits fertig. Ob das wirklich eine wirtschaftliche Lösung ist?!

    Schon klar.

    Weil aber links und rechts der Zufahrt die Mauer ist, irgendwo auch das Haus steht und das Gefälle in Richtung Straße führt, gehe ich davon aus, dass,

    - Pflaster mit Bettung in einer Teilfläche aufnehmen (z.B. die unteren 2m der Zufahrt)

    - Schotter raus

    - Boden entfernen

    - Schotter bzw. Sickerboxen rein

    - Bettung und Pflaster wieder einbauen

    eine mögliche Lösung sein kann.

    Rinne + Rohrleitung unter der Mauer + eine andere Versickerungs- / Speichermöglichkeit schaffen wäre eine der genannten Alternativen. Aber wo? Die Zufahrt ist ja schon durch eine Betonmauer abgegrenzt


    Wer hat die Zufahrt eigentlich geplant?

    Gibt es einen Versickerungsnachweis ?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
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    (Andreas Marti; Schweizer)

  • @mko0815 auch wenn Du es nicht einsehen willst, DU bist verpflichtet DEIN Wasser auf DEINEM Grundstück zu versickern. Eine davon abweichende Lösung mit der Gemeinde wird kaum mögllich sein.


    Ob DU das nun als GERECHT empfindest oder nicht ist vollkommen egal.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Der Versickerungsschacht hat doch nur einen Durchmesser von vielleicht 1 m oder etwas mehr. Der hat da schon Platz. Der geht ja auch eher in die Tiefe und nicht in die Breite. Der versickert das Wasser unter der Mauer und auf Höhe der Mauer. Google mal nach Versickerungsschacht! Hast dann eben einen Gullydeckel in der Einfahrt aber was solls, ist ja eine Einfahrt.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • na ich warte jetzt erstmal ab, weil was ich auf den Fotos falsch fotografiert habe ist: Dort ist der Anschluss der Auffahrt an die Straße zu sehen.
    Der Anschluss ist aber nicht mein Grundstück, den habe ich nur mit gepflastert damit ich a, auf mein Grundstück komme und b damit es ordentlich aussieht.


    Da wo mein Grundstück endet, geht also Versickerungspflaster in Versickerungspflaster über.
    Und an der Stelle ist nichts zu sehen, das außer das bißchen Wasser von dem Stein auf unserem Grundstück auf den Stein der zur Gemeinde gehörenden Grundstücks rüber spritz.
    Dieser Umstand ist immer gegeben und lässt sich nicht verhindern. Damit hätte ich ja bewiesen das 99.999% des Wassers von meinem Grundstück auch auf meinem Grundstück in den Boden gelangt.

  • und wie gesagt, es gibt aktuell keinen Platz für einen Versickerungsschacht da Links und Rechts der Auffahrt eine Betonmauer steht um die 1m höheren Erdschichten von der Auffahrt zu begrenzen.

    Der Schacht verschwindet doch vollständig (vielleicht bis auf einen Revideckel) im Boden. Man kann ihn also vergraben wo man will, unter der Böschung, unter der Rampe ... fast überall. Es spart natürlich, wenn man das zuerst macht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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