Ehemalige Heizungsrohre in Estrichbodendämmung - Probleme mit Kondenswasser?

  • Hallo


    Habe diese Frage bereits in einem anderen Bauforum gestellt, aber leider keine Antworten bekommen. Daher versuche ich es hier nochmal.


    Wir haben den Estrichboden neu gedämmt und später die Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt. Das nunmehr überflüssige Expansionsgefäss, das im Estrichboden zwischen zwei Sparren platziert war, liessen wir entfernen. Nun muss der entstandene Hohlraum in der Dämmschicht wieder gefüllt werden. Allerdings sind da noch die abgesägten Zu- und Wegleitungen vom ehemaligen Expansionsgefäss, die mitten in der Dämmung enden. Ich weiss nicht recht, wie ich damit verfahren soll, um nicht Probleme mit Kondenswasser zu bekommen.


    Die beiden Rohre enden wie erwähnt in der Dämmschicht, welche an dieser Stelle aus ca. 26cm Glaswolle und darauf 4cm Holzfaserplatte besteht. Danach führen sie in der Aussenwand hinunter bis unter die Decke des Untergeschosses, wo sie ebenfalls vom alten Leitungssystem abgetrennt wurden. Die Aussenwand hat 6cm Isolationsmaterial (reicht etwas tiefer als die Kellerdecke, ziemlich genau bis Unterkante der abgesägten Rohre im Keller. Weiter unten besteht sie nur aus Beton, der an dieser Stelle nicht ans Erdreich grenzt). Die betroffene Wand befindet sich auf der Nordseite, ist also die kälteste Wand des Hauses.


    Meine Befürchtung ist nun, dass die Rohre Ursprung von Problemen mit Feuchtigkeit / Kondenswasser werden könnten, die aufgrund ihrer Lage unbemerkt bleiben würden. Um zu verhindern, dass sich in der Dämmschicht Schimmel breit machen kann, möchte ich die Rohrenden verschliessen. Bauschaum ist das Material, das mir hierfür vorschwebt. Wir hätten aber auch noch Reste der Dampfbremse (Siga Majrex) und dazu passendes Klebeband (Siga Rissan, Sicrall) und Dichtmasse (Siga Primur), das allenfalls Verwendung finden könnte. Natürlich würden wir bei Bedarf auch geeignete Baustoffe erwerben.


    Wie seht ihr das? Rohre mit Bauschaum oder anderswie verschliessen? Nur im Estrichboden, oder auch im Untergeschoss?


    Vielen Dank für eure Antworten



    PS: So sieht das ganze momentan aus: P1100919_900x600 | Rohrenden in Dämmschicht | Dings Bums | Flickr

  • R.B.

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Ach wenn mir die Beschreibung etwas wirr erscheint

    Expansionsgefäss, das im Estrichboden zwischen zwei Sparren platziert war

    kann ich mir nicht vorstellen, dass von den Totrohren noch eine bauphysikalische Gefahr ausgeht. Wenn Du verhindern willst, dass irgendwelche Tierchen die Rohre als Autobahn missbrauchen, dann verschließ die Enden mit irgenwas, was gerade so rumliegt. Ich würde aber den Verschluss reversibel machen, um spätere Nutzung als Schutzrohr für eine elektr. Leitung zu ermöglichen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Danke für das Feedback. Das tönt schon mal beruhigend.

    Zur Beschreibung: Zwischen Obergeschoss und Estrich befinden sich in ca. 60cm Entfernung parallel zueinander Sparren mit einer Höhe von 18cm. Nach unten hin kommt eine Dampfbremse und dann das Täfer, welches die Decke des Obergeschosses bildet. Über dem Badzimmer wurde das Expansionsgefäss der Heizung zwischen zwei Sparren gehängt, (die Decke des Badzimmers ist 8cm tiefer als der Rest, vermutlich um genügend Platz für das Expansionsgefäss zu schaffen). Der Raum zwischen den Sparren wird mit Dämmmaterial ausgefüllt (in diese Schicht münden die Rohrenden), darauf die 4cm dicken Faserplatten gelegt, und auf diese kommen dann die ca. 2cm dicken Planken, die den Estrichboden bilden.

    Wäre es sinnvoll, vor dem Verschliessen der Rohre noch etwas Dämmmaterial in diese zu stopfen,?

  • Nein, was sollte das auch bringen.

    Vermeidung einer Kältebrücke, Vermeidung von Problemen mit Kondenswasser. Die Rohre würde ich innen übrigens nur soweit dämmen, wie sie in den Zwischensparren-Bereich ragen - wo sie also auch von aussen mit Dämmmaterial umgeben sind.

    Vielleicht mache ich mir auch einfach nur zu viel Sorgen...