Abdichtung Keller & Sockel ausreichend ausgeführt?

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine frage zu feuchtigkeit im sockelbereich. ich habe die tage mal außen an den sockel ein feuchtigkeitsprüfgerät an den sockel gehalten. dies zeigte sehr hohe werte. oberhalb der perimeterspachtel bin ich meist so um die 35 digit, wenn ich auf der perimeterspachtel messe, sind es jenseits der 40 und teilweise über 50 digit. was noch dazu kommt, ist feuchtigkeit innen im haus. hier bin ich am prüfen (lassen), ob eine in der eckel laufende wasserleitung die ursache sein kann, oder ob die feuchtigkeit doch von außen eingedrungen sein könnte. die werte sind auch am sockel der hauswand in der garage, wo ja eigentlich nix nass sein kann, erhöht, aber nicht so hoch, wie an anderen stellen rund ums haus. hier bin ich mir nicht sicher, ob das prüfgerät aufgrund der beschaffenheit des materials andere werte anzeigt oder nicht. auffällig ist aber, dass es schon deutliche unterschiede zwischen der gartenzugewandten wetterseite und eben dem trockenen bereich in der garage gibt.


    ich möchte euch bitten, mal die bilder anzuschauen und mir zu sagen, ob die abdichtung durch die baufirma so grundsätzlich mal ok ist oder ob z.B. man die perimeterspachte weiter nach unten hätte ziehen müssen, um zu verhindern, dass sich feuchtigkeit am styropor vorbei unter die steine und dann ins haus drückt. vielen dank hierfür. der arbeitsraum rund ums haus wurde übrigens mit recyclingmaterial verfüllt und unten sind drainagerohre drin.


    der aufbau der wand und des sockelbereichs ist wie folgt:






  • Welche Meßgenauigkeit und welche Toleranz hat das Ding? Welche Bau-/Restfeuchte ist noch vorhanden? Kannst Du die Messungen richtig interpretieren oder sollen sie nur Deine Panik unterstützen?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • die fragen zur genauigkeit kann ich dir nicht beantworten, ebenso zur restfeuchte. ich hab innen an der wand einen feuchtigkeitschaden. an eben jener wand sind außen die werte deutlich höher als z.B. in der garage. auch wenn die absoluten werte ggf. nicht zwingend aussagen, dass es (zu) feucht ist, sieht man doch einen deutlichen unterschied zw. garage und der seite, wo der feuchtigkeitsschaden ist


    ist die ausführung so grundsätzlich ok, oder hätte man das styropor weiter nach unten mit dichtschlämme abdichten müssen?

  • Ist dieses EPS als Perimeterdämmung zugelassen?

    kannst du das aus der beschreibung von weber hierzu ableiten?

    Anwendungsgebiet

    Zur flexiblen Abdichtung von Kelleraußenwänden, Sockeln und Fundamenten (Wand/Boden). Zur nachträglichen Innenabdichtung (Negativabdichtung). Zur Abdichtung von Behältern (Innen) bis 10 m Wassersäule. Als Vordichtung und Haftschlämme unter PMBC, zur Ausbildung von Horizontalsperren in und unter aufgehenden Wänden und als Haftbrücke auf vorhandenen Bitumenbeschichtungen. Zur Abdichtung im Verbund mit keramischen Belägen (z. B. Schwimmbecken/Feucht-/Nassräume).

  • Sie ist mal so absolut nicht OK, weil sie hinterlaufen werden kann, wenn ich Deine "Zeichnung" richtig glaskugele.

    mein malerisches talent ist etwas bescheiden. daher hab ich ja die bilder aus der bauhpase angehängt.


    auf die bitumendickbeschichtung der kellerwände kam styropor. das styropor und der EG boden wurden dann mit bitumenbahn von oben abgedeckt, worauf der poroton kam. wenn die abdichtung hinterlaufen werden kann, müsste sich das styropor vollsaugen (kann / tut es das?) und die feuchtigkeit vom styropor aus zwischen der 2k dichtschlämme vorbei an der bitumenbahn unter dem poroton hochsteigen. ist das deine vermutung? ich hab den "leckagepfad" mal in rot eingemalt



  • DAS ist die Beschreibung der Abdichtung, nicht des EPS (Styropor). Aber scheinbar auch ungeeignet

    ah, danke für die info. was heißt "scheinbar"? woran kann man das festmachen?




    Ist dieses EPS als Perimeterdämmung zugelassen?

    hallo Skeptiker danke für deinen beitrag. meinst du mit "dieses" EPS eher das im speziellen bei mir verbaute? wenn ja, was bringt dich zu der frage?

    oder EPS grundsätzlich?

  • Liest Du Euren Anwendungsfall in der Beschreibung? Wer macht die Bauleitung in Deinem/Eurem Sinne. Niemand?

    bauleitung war der architekt / planer, der bauingenieur ist. in der beschreibung steht doch aber:


    Anwendungsgebiet

    Zur flexiblen Abdichtung von Kelleraußenwänden, Sockeln und Fundamenten (Wand/Boden).


    wäre es möglich, etwas für laien greifbarer zu antworten? :)

  • Zur flexiblen Abdichtung von Kelleraußenwänden, Sockeln und Fundamenten (Wand/Boden).

    Liest sich FÜR MICH eher wie eine Überschrift. Dann wäre der nachfogende Teil eine nähere Erläuterung


    wäre es möglich, etwas für laien greifbarer zu antworten?

    Nein. Weil ich nur die Aussage eines Laien (Deine) habe und keine Lust, wie bei einem Gutachten TIEF in die Materie einzusteigen.


    Fürs tiefergehende sollte Dein Bauleiter zustandig sein. Wenn das ein Schlumi ist, musst den entweder mit Stiefelgrösse 50 und Beigewichten in den Sohlen in sein verlängertes Rückgrat treten oder Dir einen eigenen Gutachter nehmen.

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  • meinst du mit "dieses" EPS eher das im speziellen bei mir verbaute?

    Ich meine das be Dir ganz konkret verbaute Produkt. Ein EPS ist nur dann unter definierten Umständen als Perimeterdämmung zugelassen, wenn dies in der DIBt-Zulassung explizit genau so festgehalten ist. EPS kann als Perimeterdämmung zugelassen sein, aber viele sind es nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • vielen dank für deine erläuterung. ich werde das mal prüfen lassen.


    davon ausgehend, dass es nicht zugelassen wäre, was könnte denn dann passieren? zersetzt sich das zeug mit der zeit, richtet schäden am gebäude an oder was kann da alles passieren?

  • davon ausgehend, dass es nicht zugelassen wäre, was könnte denn dann passieren?

    Es "säuft ab" = saugt sich voll Wasser und verliert dabei seine Wärmedämmwirkung.

    zersetzt sich das zeug mit der zeit

    möglich, bei Styropor eher unwahrscheinlich

    richtet schäden am gebäude an ...

    Wenn durch die Wassersättigung eine ordentliche Wärmebrücke entstanden ist, sammelt sich bspw. innen irgendwo Kondensat und dann können die lustigsten Sachen passieren: Pilzwachstum ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • danke. ich muss eh nochmal neben dem haus aufmachen, da die abdichtung vom bodentiefen fenster ihrem namen nicht gerecht wird. in dem zug lass ich gleich einen halben meter tiefer buddeln, um zu schauen, wie es da aussieht. danke

  • Die Sockelabdichtung ist vermutlich falsch geplant, lauf Fotos geht diese vom Porotonmauerwerk auf die EPS-Dämmung über.


    Laut deiner Produktbeschreibung müsste es sich um

    weber.tec Superflex D 2 Flex Dichtschlämme

    handeln. Dort heißt es aber bei der Produktbeschreibung auch:

    • für alle mineralischen Untergründe geeignet, keine Putzschicht auf Mauerwerk erforderlich

    Das EPS ist sicherlich kein mineralischer Untergrund. Leider wird dieser Fehler oft bei Dichtschlämme im Sockelbereich gemacht. Da sollte man sich mal ernsthaft mit dem eigenen Planer unterhalten. Ohne eigenen Sachverständigen, der dem Planer auf Augenhöhe begegnet, wird das aber kaum zu einem Ergebnis führen.


    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • hallo zusammen,


    nach vielem hin und her mit planer und dem rohbauer ein kleines update hierzu.


    die hinsichtlich ihrer zulassung in zweifel gezogene perimeterdämmung ist eine bachl eps permimeter bianco. zulassung als perimeterdämmung bis 3m tiefe. laut bachl mit allgemeiner, bauaufsichtlicher zulassung. von daher sollte also die verwendete dämmung an sich ok sein. eine sorge weniger. hoffe ich :)


    was das thema sockelabdichtung am übergang kellerwand & dämmung mit draufliegender bitumenbahn und dann ziegelmauerwerk angeht, die MiLeb als ggf. falsch geplant eingestuft hat, hab ich mir auch meine gedanken gemacht, wie man das so hin bekommt, dass von unten nix an feuchte hochziehen sollte.


    option 1: die perimeterdämmung unterhalb der ziegel auf einer bestimmten breite zu entfernen, von der keller-beton-wand aus eine abdichtung horizontal unter den ziegeln bzw. der bitumenbahn, auf der siestehen, ziehen, die bis auf die ziegel geht und danach wieder perimeterdämmung einsetzen, wo sie entfernt wurde. scheiss arbeit, ggf. verschlimmbessert man am ende noch was... habe die lösung daher schnell wieder verworfen


    option 2: ich buddel einmal rund ums haus 50-60cm tief und ca. 45cm breit auf. 50-60cm tief, weil ich dann sogar unter der UK der kellerdecke bin. 45cm breit, weil das die außenkante der lichtschächte ist und ich so eine saubere linie ums haus fahren kann. zum pflaster kommen 8x50x100 randsteine, das loch wird dann mit schotter, ich dachte eher an was grobes mit 40mm, aufgefüllt. das wasser kann dann erstmal abfließen und es staut sich im oberen bereich ab unterkante rohfußboden nix


    ja. ich weiß, es macht die in zweifel gezogene sockelabdichtung nicht besser. aber ich hoffe, dass ich den bereich so ausreichend trocken halte. wenn ich jetzt mit dem rohbauer eine diskussion anfange, dass / ob das i.O. ist oder nicht, gutachter, gegengutachter... finanziell vermutlich nicht billiger, dafür nervenaufreibend und deutlich langwieriger


    by the way:

    bei der suche nach schotter bin ich auf "schaumglas" gestoßen. ich verlinke es mal nicht, da es ein gewerbliches angebot ist und ich nicht weiß, wie sowas hier gehandhabt wird. ich finde es optisch ganz nett, noch dazu hat es ne geringe dichte, was das einbringen ggü. stein doch erleichtert. aus eurer sicht: sinnvoll, oder dumme idee? beschreibung:


    GEOCELL Schaumglasschotter 10-60 mm - 1,5 m³ Big Bag

    • lastabtragender Dämmstoff
    • Schüttgewicht ca. 150 Kg / cbm
    • nachweislich frostbeständig und diffusionsoffen
    • nicht brennbar nach DIN 4102-1
    • die Entladung muss bauseits erfolgen!
    • Lag. 1702164

    GEOCELL Schaumglasschotter - eine ausgezeichnete Leichtschüttung

    Der Schaumglasschotter der Firma GEOCELL ist ein lastabtragender Dämmstoff, der als Leichtschüttung unter Fundamentplatten zum Einsatz kommt. Er verfügt über viele positive Eigenschaften, denn er

    • ist durch die große Anzahl mit Luft gefüllter Poren hochwärmend
    • lässt Wasser abfließen und schützt vor aufsteigender Feuchtigkeit
    • ist beständig gegen fast alle Säuren und Basen
    • bietet keinen Nährboden für Bakterien
    • ist frostbeständig und diffusionsoffen
    • wird nicht von Nagern angegriffen
    • ist gemäß der DIN 4102-1 nicht brennbar und
    • zeichnet sich durch eine dauerhaft hohe Stabilität aus.

    Zudem ist der GEOCELL Schaumglasschotter eine gesundheitsverträgliche, umweltfreundliche Lösung und energieeffizient in der Herstellung. Seine Belastbarkeit lässt sich durch das Verdichtungsverhältnis steuern.

  • hab ich mir auch meine gedanken gemacht

    Wieso machst DU Dir Gedanken. Dafür bezahlst Du Leute!


    Wenn Du jetzt sagst (mit unsere Hilfe oder ohne): Macht das soundso oder machst es einfach (um voran zu kommen und Ruhe zu haben), entläßt Du die aus der Haftung. Wenn hinter irgendwas ist, sagen die immer: SIE wollten das ja so/haben das so gemacht. Wir sind da raus.


    Willst Du das?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • wenn ich mir einen schotterstreifen ums haus mache, dann entlasse ich den rohbauer sicher nicht aus der haftung. anstatt bis ans haus zu pflastern, hätte ich das kiesbett ja auch gleich bei der gartenanlage machen können. die ausführung des sockels bleibt davon ja unberührt und unverändert.

  • die besagte stelle der abdichtung ist heute 15cm "unterirdisch", da bis ans haus gepflastert ist. ergo kommt nässe, stauwasser etc. da hin. mit dem schotterbett kommt das erdreich erst 50cm tiefer und liegt 35cm unter der besagten stelle der abdichtung. somit sollte nichts hoch / rein ziehen zum ziegel