weitere Steigerung der Grundstückskosten

  • Ja, irre. Hier (nördl. Berliner Speckgürtel) werden Grundstücke für EFH mittlerweile für 500 €/m² angeboten, innerstädtisch 600 (ob sie dafür verkauft werden, weiß ich nicht), die vor ca. 10 Jahren noch für 80 weggegangen sind. Etwas nördlich 250 €, vor 10 Jahren etwas über 20 €.


    Die Nachfrage nach EFH ist eigentlich ungebrochen, nur kann sich kaum noch jemand diese Mondpreise leisten.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Bei uns (Speckgürtel von Stuttgart) liegt es schon bei 1100-1400...

    Da waren es vor 6jahren noch 500...

    Mein Büro liegt in einem innerstädtischen Block mit einem aktuellen Bodenrichtwert von 1.200 €. Ich baue momentan auf Flächen mit Werten zwischen 2.500 € (Wohnen) und 6.000 € (Büro / Tagung). Wir leben etwas weiter weg auf Boden mit einem Richtwert von aktuell 7.000 €. Die Tendenz ist überall stark steigend.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Musste beruflich ein Bewertungsverfahren durchführen, da ging es um München (Bogenhausen, Richtung Isar) - der Gutachterausschuss gibt mir für das relevante Grundstück in 2018 bereits 8.000 EUR/m² bei einer Wohnflächenzahl von 0,6 an. Da liegt man schon für ein 250m² Handtuch bei 2 Mio nur fürs Land. Und das sind nur die Richtwerte, die dem Markt immer etwas hinterher hängen. Dagegen sind doch die Preise in Berlin ein Klacks!

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Dagegen sind doch die Preise in Berlin ein Klacks!

    Keinen Kilometer vom teuersten o.g. Bereich entfernt liegen wir nach Boris bereits bei 12.000 €, über 14.000 geht es dann zum Maximum bei momentan 20.000 € / m2. Aber da baut man zugegebenermaßen keine EFH. Und bei den Richtpreisen zwischen heute 5.000 und 10.000 € / m2 sind EFH auch eher die Ausnahme, aber es gibt sie tatsächlich.


    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Also, raus auf´s Land.

    Hier gibt es noch Baugrundstücke für Wohnhäuser um die 70,- €/m² bis 90,- €/m², Mischgebiet ca. 40,- €/m² bis 50,- €/², Industriegebiet um die 30,- €/m².

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  • Keinen Kilometer vom teuersten o.g. Bereich entfernt liegen wir nach Boris bereits bei 12.000 €, über 14.000 geht es dann zum Maximum bei momentan 20.000 € / m2. Aber da baut man zugegebenermaßen keine EFH. Und bei den Richtpreisen zwischen heute 5.000 und 10.000 € / m2 sind EFH auch eher die Ausnahme, aber es gibt sie tatsächlich.


    Bei dem Preisgefälle sind doch 500-1.000 EUR/m² super!

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  • Anscheinend gibt es noch genug, die sich das leisten können. Die Grundstücke gehen anscheinend für die Preise weg. Hier am See gibt es aktuell ein Grundstück, nicht direkt am See und ohne Seezugang, aber nur 50 m davon weg, für rund 6 Mio. Wird nicht lange auf einen Käufer warten müssen...


    Deutschland ist reich...



    ...wirklich reich? Naja, in Italien (das Land über das man so oft überheblich lächelt) ist die Eigenheimquote drei mal (oder höher) so hoch wie in Deutschland und die Menge an Privatvermögen ist auch höher. Nur so als Beispiel.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Erschlossen oder nicht erschlossen?

    Erschlossen natürlich, kaufen und morgen früh ist der erste Spatenstich.


    Leider wird die Anzahl der Angebote immer geringer und man muss feststellen, dass Bauträger sich im großen Stil eindecken. Es hat gedauert, bis die ersten Gemeindeverwaltungen dem einen Riegel vorschieben. Damit wurde zumindest in diesen Gemeinden eine verdeckte Preiserhöhung ausgebremst.

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  • wer soll das bezahlen? Wer hat so viel Geld?

    Wer dort ein Dach überm Kopf braucht und nicht wegziehen kann.

    Wie man sieht relativiert sich die Ansage:" Wenn de dir die Miete downtown nicht mehr leisten kannst musst du halt raus an den Stadtrand ziehen"

    Hier gäbs Grundstücke für 28 Euronen den qm

  • Die Frage ist doch andersrum wer zahlt die Preissteigerung

    Beim Seegrundstück vielleicht nicht, aber im städtischen Umfeld wir Alle.

    Direkter wenn die Stadt München ihren Ämtlern zuschüsse zu wohnen zahlen.

    Indirekt weil die Preisteigerung erwirtschaftet werden müssen.

    Wenn dadurch die Menschen weiter rausziehen müssen. Bayerwald ist da schon interessant, dann kommt die Kosten der Fahrerei dazu, inkl Umweltschäden

  • Hab dich missverstanden. Dachte, deine Aussage bezog sich auf die oben genannten 500 EUR im Speckgürtel Berlins. Die sind im Vergleich ja ziemlich günstig.

    Das sind sie in der Tat! Es liegen allerdings auch ungefähr 2 x 45 Minuten Fahrzeit (MIV) oder 2 x 60 Minuten (ÖPNV) zwischen beiden Orten. Das sind pro Woche 8 bis 10 Stunden Lebenszeit.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • die Bodenpreise zwischen freistehenden EFH und Eigentumswohnungen unterscheiden sich auch in München erheblich.

    Es kommt drauf an, wie der Boden bebaut wird. Da können beim anteiligen Bodenwert erhebliche Unterschiede entstehen...!

  • Interessant wird es, wie sich Städte entwickeln, wenn jeder an den Rand zieht. Dann müssten sich an den Rändern neue Zentren entwickeln, die dem eigentlichen Zentrum so langsam den Rang ablaufen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das sind sie in der Tat! Es liegen allerdings auch ungefähr 2 x 45 Minuten Fahrzeit (MIV) oder 2 x 60 Minuten (ÖPNV) zwischen beiden Orten. Das sind pro Woche 8 bis 10 Stunden Lebenszeit.

    Wenn der Preisunterschied für 500m² 2 Mio EUR und mehr sind, ist die Kalkulation doch einfach: Gehen wir mal von 220 Arbeitstagen pro Jahr, 30 Rest-Arbeitsjahren bei Erwerb und 1,5 Stunden pro Tag aus und runden etwas auf, dann sind das ca. 10.000 Stunden, bezogen auf die Kaufpreisdifferenz entspricht das einem Stundensatz von 200EUR/Stunde. Da kriegt so mancher Architekt weniger pro Stunde!

    die Bodenpreise zwischen freistehenden EFH und Eigentumswohnungen unterscheiden sich auch in München erheblich.

    Es kommt drauf an, wie der Boden bebaut wird. Da können beim anteiligen Bodenwert erhebliche Unterschiede entstehen...!

    In der Tat, in dem Bewertungsverfahren hatte ich auch Vergleichswerte, da liegen auf Grund der besseren Bebaubarkeit leicht mal 2.000 EUR und mehr Unterschied im m²-Preis, obwohl beide Grundstücke nur nur 250m auseinander liegen.

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  • Dachte, deine Aussage bezog sich auf die oben genannten 500 EUR im Speckgürtel Berlins. Die sind im Vergleich ja ziemlich günstig.

    Das sind sie in der Tat!

    Die sind alles andere als günstig! Sie müssen auch von denen bezahlt werden, die nicht nach Berlin pendeln. Im südlichen Landkreis Oberhavel sind übrigens die Zahlen der Ein- und Auspendler nahezu ausgeglichen.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Interessant wird es, wie sich Städte entwickeln, wenn jeder an den Rand zieht....

    Hier in Magdeburg ist es zur Zeit umgekehrt. Wohnungen im Stadtzentrum sind gefragt wie nie.

    Viele, die in den Neunzigern im Speckgürtel gebaut haben, verkaufen ihre Häuser und suchen (und finden) schöne große Wohnungen mit Elb- oder Domblick.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Sie müssen auch von denen bezahlt werden, die nicht nach Berlin pendeln.

    Ja und? Trotzdem gilt doch für alle das Gleiche: nämlich in Pendelreichweite sind die Grundstücke viel teurer. Wer nicht nach Berlin einpendelt, kann ja noch weiter raus ziehen, in Südbrandenburg gibt es wundervoll einsam gelegene Dörfer, wo ich sicherlich von meinen 500EUR/m² noch eine weitere 0 abziehen kann... :-)

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Interessant wird es, wie sich Städte entwickeln, wenn jeder an den Rand zieht. Dann müssten sich an den Rändern neue Zentren entwickeln, die dem eigentlichen Zentrum so langsam den Rang ablaufen.

    Das Ergebnis kann man sich anschauen: Es heißt "Suburbia" oder "Sprawl". Und dabei entstehen nur höchst selten neue Zentren, die den alten ernsthafte Konkurrenz machen.FDie Funktionen verteilen sich: Wohnortnahe Versorgungszentren inkl. Bibliothek, Kino und Krankenhaus, altes Zentrum mit Verwaltungen, Museen und Oper. Viele dt. Großstädte sind schon seit der Gründerzeit polyzentrisch und haben in manchen Fällen sogar mehrere Haupt-Zentren, wie bspw. in HH oder B (City-West und Stadtmitte + ca. 10 weitere Unterzentren).

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Viele dt. Großstädte sind schon seit der Gründerzeit polyzentrisch und haben in manchen Fällen sogar mehrere Haupt-Zentren, wie bspw. in HH oder B ...

    Zu HH weiß ich nichts, aber noch zu Fontanes Zeiten war Gesundbrunnen ein Heilbad und Naherhohlungsziel am nördl. Stadtrand von Berlin bzw. außerhalb Berlins, heute Bezirk Mitte. Berlin ist ja eigentlich nur eine Ansammlung von ehemaligen Kleinstädten, die erst 1920 zu Groß-Berlin zusammengelegt wurden.


    Diese kleinstädtische Struktur ist heute noch vorhanden. Ich behaupte mal ganz keck, dass für nicht wenige z.B. Zehlendorfer die Entfernung nach Lichtenberg mental größer ist als die zur Nordsee, und natürlich andersherum.


    Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass die zentrumsnahen Radfahrer in B so eine große Lobby haben und die Verkehrspolitik alles außerhalb des S-Bahn-Rings etwas stiefmütterlich behandelt. Im Kiez ist gut Radfahren, von Buch nach Tempelhof oder Siemensstadt nicht.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Zu HH weiß ich nichts, aber noch zu Fontanes Zeiten war Gesundbrunnen ein Heilbad und Naherhohlungsziel am nördl. Stadtrand von Berlin bzw. außerhalb Berlins, heute Bezirk Mitte. Berlin ist ja eigentlich nur eine Ansammlung von ehemaligen Kleinstädten, die erst 1920 zu Groß-Berlin zusammengelegt wurden.

    So ist es! Und seit den 70ern gibt es zwei parallel gewachsene Ober-Zentren, heute "City" genannt, weil die "Hauptstadt der DDR" ebenso wie "West-Berlin" als Stellvertreter der Militärblöcke jeweils ein demonstratives Zentrum als Schaufenster und Repräsentanten des jeweiligen System haben sollten.

    Diese kleinstädtische Struktur ist heute noch vorhanden. Ich behaupte mal ganz keck, dass für nicht wenige z.B. Zehlendorfer die Entfernung nach Lichtenberg mental größer ist als die zur Nordsee, und natürlich andersherum.

    Das ist ganz eindeutig so und die Spandauer und Köpenicker leben eh in eigenen Städten mit über rd. 300.000 EW - eher aber in einer eigenen Welt. Hier bei uns in der Bernauer Straße lässt sich die (eigentlich ehemalige) Polarität entlang der Straße immer noch erleben und das leider sogar im Schulbesuch!

    Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass die zentrumsnahen Radfahrer in B so eine große Lobby haben und die Verkehrspolitik alles außerhalb des S-Bahn-Rings etwas stiefmütterlich behandelt. Im Kiez ist gut Radfahren, von Buch nach Tempelhof oder Siemensstadt nicht.

    Das wird mit den geplanten Fern-Radwegen hoffentlich besser werden, die aber tendenziell auch wieder radial verlaufen (werden). Tangenten gibt es für den Radfernverkehr bisher keine vernünftigen. Beim Radfahren ist Berlin im internationalen Maßstab einfach ziemlich weit hinterher - und D sowieso, denn wir sind halt Autoland. Und das stand auch im Kampf der System deutlich im Mittelpunkt (Golf vs. Trabbi).

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Zum Beispiel in die Altmark. Sehr schöne Gegend.


    https://www.volksstimme.de/sac…aradies-fuer-haeuslebauer

    Das kann ich nur bestätigen! Z.B. mit dem Fahrrad entlang der Elbe - traumhaft! Aber mit meinen erlernten Berufen ist es dort schwer ... Aber demnächst kommt man auf der A14 ganz schnell hin, oder doch eher hindurch? Dann wäre ein Auto vielleicht sogar wieder sinnvoll, um schnell zum Vater / Opa zu kommen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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