Schrägsitzventil oder Kugelhahn

  • Mal ne Frage, so aus allgmeinem Interesse.

    Bei Trinkwasser.

    Hab beides schon gesehen, Kugelhähne und Schrägsitzventile als Absperrmöglichkeit vor und hinter dem Zähler, für einzelne Stränge etc..


    Wo liegen die Vor- und Nachteile?

    Mit DVGW Zulassung gibts beide.

    Aus Bedienersicht ist das Ventil umständlicher zu bedienen, weil 1/4 Umdehung reicht statt.. 10 ?

  • Was man vielleicht noch als Vorteil für ein Schrägsitzventil sehen könnte, die lassen sich nicht ruckartig schließen, wodurch das Risiko für einen Wasserschlag reduziert wird.

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  • Was man vielleicht noch als Vorteil für ein Schrägsitzventil sehen könnte, die lassen sich nicht ruckartig schließen, wodurch das Risiko für einen Wasserschlag reduziert wird.

    Darum sind Kugelhähne in der Trinkwasserinstallation auch nur als Wartungshähne zugelassen, also an Stellen, zu denen der gemeine Nutzer für gewöhnlich nicht hinkommt.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Wie sieht es eigentlich mit der Bedienbarkeit nach z.B. 30 Jahren aus? Hier in meinem Häusschen sind die Ventile nie bedient worden. Entsprechend geht ein Ventil gar nicht mehr (ich probiere es auch nicht mit Gewalt, da GF Rohr) und die 2 Ventile vor und hinter der Wasseruhr nur mit Wasserpumpenzange zu bewegen. (Bald nicht mehr relevant, da alles einmal neu).

    Mein Vater (50 Jahre im Rohrleitungstiefbau) schwört ja auf Kugelhähne ;)


    Da ist doch auch nicht viel drinn ausser ne Kugel mit Loch in nem PTFE abgedichtetem Gehäuse.... gefühlt kann man das nach 30 Jahren evtl. besser bedienen, da einerseits der Teller nicht oben festklebt da die meisten Leute Ventile halt immer 105% auf drehen....? Oder kann die Kugel doch festbacken? Oder lässt die Dichtwirkung der PTFE Dichtung eher nach?....


    Wie sind so Langzeiterfahrungen?

  • Hörensagen: Kugelhähne schließen im Alter nicht mehr richtig. Für Wartungszwecke wäre das nicht so schlimm.


    Ich bemühe mich, die ganzen Ventile wenigstens einmal im Jahr alle mal zu bedienen... wobei die Eckventile hab ich auch ausgelassen. Die sind aber auch schnell getauscht.


    Beim Schrägsitzventil soll man ja komplett auf (Anschlag) drehen und dann wieder etwas zurück. Ist das soweit richtig?

    Mir kam da letztens so ein Sicherungsring entgegen, der war wohl direkt unter dem Griff. Welchen Zweck erfüllt der?

  • Mein Vater (50 Jahre im Rohrleitungstiefbau) schwört ja auf Kugelhähne ;)


    Da ist doch auch nicht viel drinn ausser ne Kugel mit Loch in nem PTFE abgedichtetem Gehäuse.... gefühlt kann man das nach 30 Jahren evtl. besser bedienen, da einerseits der Teller nicht oben festklebt da die meisten Leute Ventile halt immer 105% auf drehen....? Oder kann die Kugel doch festbacken? Oder lässt die Dichtwirkung der PTFE Dichtung eher nach?....


    Wie sind so Langzeiterfahrungen?

    Tiefbau kann man nicht vergleichen mit Haustechnik. Wobei es im Tiefbau auch nicht mehr soo viel Kugeln gibt, eher Plattenventile

    Darausresultierend ist Tiefbau eine ganz andere Preisklasse.


    Kugeln sind nur bis zur ersten Bedienung mit Medium vor verschmutzung geschützt. Sobald zwischen Gehäuse und Kugel Das Medium eindringt, können sich auf der Kugel Ablagerungen absezten und die filigranen Dichtungen zerkratzen. Vorteil verloren. Außerdem ist es nicht einfach, ein Kugelventil zu schliesen das voll durchströmt wird. gerade bei Dimensionen ab DN2 wird es schwirieg, unteranderem auch durch das Hebelverhältniss am Bedingriff im vergleich zu den DN15.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.