Hilfe! Suche HLS-Planer im Raum München/Augsburg

  • Hallo zusammen,


    ich habe seit ca. einem Jahr die Baugenehmigung für ein EFH (Architektenhaus).

    Mein Architekt hat mir nach Erhalt der Genehmigung vorgeschlagen seinen HLS-Planer zu engagieren. Dieser wollte für die Fachplanung (Heizung, KWL, Sanitär) ein Honorar von über 60T€, was das vorhandene Budget um ein Vielfaches übertroffen hat und auf utopischen Annahmen beruht hat. Daraufhin habe ich einen anderen Planer engagiert, der mir im Freundeskreis empfohlen wurde. Dieser vertröstet mich nun seit fast einem Jahr von Woche zu Woche. ;(

    Da die nicht vorhandene Planung einen möglichen Baubeginn bzw. erstmal sämtliche Ausschreibungen verhindert, suche ich nun dringend einen HLS-Planer.

    Natürlich ist mir klar, dass diese Planung viel Arbeit macht und Geld kostet.


    Bitte um Empfehlungen, wer einen solchen zuverlässigen Planer kennt.


    Vielen Dank,

    Lelli

  • Um die TGA-Planung für die mechanischen Gewerke eines EFH reißen sich die Fachplaner momentan nicht, in M und um M herum schon einmal garnicht. Und rückgerechnet ergeben sich aus dem Honorar Anlagenkosten von rund 210.000 €, was mir für die mechanischen Gewerke bei einem mittleren EFH im Münchner Umland nicht als so arg viel erscheint. Das Honorar könnte also durchaus marktüblich sein.


    In meiner Berliner Umgebung hatte ich in den letzten Jahren mehrfach ähnliche Erlebnisse: Wenn Bauherrn an der TGA-Planung ernsthaft sparen wollten, kam entweder alles nur mit arger Verspätung oder war so schlecht, dass es effektiv keinen Cent wert war.


    Ich kann Dir leider keine konkrete Person in M und Umgebung empfehlen, aber Du hast doch die Wahl: Mehr Geld ausgeben und feste Termine vereinbaren oder noch weiter warten. Bauen heißt immer, im Dreieck von Qualität, Zeit und Geld eine ausgewogene Position für sich zu finden. Du hast Dich bisher für wenig Geld und offenbar damit verbunden viel Zeit entschieden. Das ist doof, aber offensichtlich die Realität.


    (Noch eine nachträgliche Ergänzung: Als Architekt schätze ich die TGA-Kosten immer nur grob und überlasse die Feinarbeit den Fachplanern. Ich habe aber die TGA-Kosten noch nie, wirklich nie (!), zu hoch geschätzt. Immer wenn mir Bauherrn erklärt haben, sie könnten das ohne Fachplaner und ohne mich selbst viel billiger gebaut / gelöst bekommen, insbesondere die TGA, dann gab es im weiteren Projektverlauf spätestens dann ein böses Erwachen, wenn die Angebote der Firmen geöffnet wurden. Ich will hier keine Angst verbreiten, aber Kollegen mit etwas Erfahrung liegen da meistens erheblich genauer als Laien mit (eigentlich) zu knappem Budget. Und die Kollegen können ihren potentiellen Auftraggeber irgendwie ansehen, wie teuer es werden wird.)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Absatz ergänzt

  • 210.000 euro für Anlagentechnik? Erscheint mir, ehrlich gesagt, ziemlich viel. Gut, M war schon immer ein teures Pflaster.

    ( aber der Skeptiker ist da deutlich tiefer drin)


    Wären Lüftungsanlage und Heiztechnik oder habe ich was übersehen? Und das für 210.000?

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • oder habe ich was übersehen?

    Ich erlaube mitr mal solche Nebensächlichkeiten wie Sanitäranlage, Klimatechnik Kommunikation und Elektroinstallation der Haustechnik zuzuordnen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Der TS schreibt von HLS und ich hatte das Honorar von 60.000 € inkl. Mwst. asymmetrisch auf die 3 Anlagengruppen verteilt und mit einem HOAI-Online-Rechner jeweils entsprechende Baukosten ermittelt von insgesamt dann rund 200.000 €.


    TGA Kosten für ein Passivhaus, nicht unterkellert, nach BKI 2020 sind:


    330,- € / m2 BGF x Regionalfaktor München = ca. 500,- / m2 BGF.

    Das sind dann wiederum ungefähr 600,- € / m2 WF, woraus sich eine Wohnfläche von gut 300 m3 errechnet.


    Okay, das ist bei genauerer Betrachtung schon ziemlich viel. Aber vermutlich geht es auch eher um die Homnorarzone II als I und dann wären die Baukosten etwas niedriger. Außerdem wären vermutlich auch die Erschließungskosten mit einzurechnen. Und Minga ist halt a teueres Pflaster.


    Insofern bleibe ich bei meiner Einschätzung: Das Honorar mag etwas höher sein, aber völlig weltfremde Annahmen und

    ... wollte für die Fachplanung (Heizung, KWL, Sanitär) ein Honorar von über 60T€, was das vorhandene Budget um ein Vielfaches übertroffen hat und auf utopischen Annahmen beruht hat.

    sehe ich hier erstmal nicht. Wenn es natürlich um Haus Erika 113 geht, wäre das Honorar ziemlich sicher überteuert, aber es geht ja um ein

    ... Architektenhaus ... Mein Architekt ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wie umfangreich ist die Haustechnik? Der Preis liest sich wie ein Abwehrangebot.

    Vielleicht mal nach kleineren Büros schauen.


    Ansonsten bleibt noch der Weg über die Handwerker, der ist aber steinig und bei umfangreicher Haustechnik könnte man schnell in einer Sackgasse landen.

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  • Danke für Eure Einschätzung des Angebots.

    zu den Fragen:

    Architektenhaus: Nein, das wird keine Villa. Architekten bauen auch kleine Häuser. Aufgrund der Widrigkeiten des Grundstücks (gehört meinen Eltern) und der weiteren Rahmenbedingungen war es so die beste Lösung.

    Utopische Annahmen: Das Angebot war copy+paste von einer Villa mit 5fachem Baubudget. U.A. mit Annahme einer Brennstoffzellenheizung, sündhaft teurer Badausstattung etc.

    Der Begriff Abwehrangebot ist bei uns in der Familie auch schon mal gefallen...vermutlich.


    Wer kennt bitte ein seriöses Planungsbüro?

  • Vielleicht würde der TE mal die Rahmenbedingungen nennen um was es denn letztendlich geht.

    Meine Kontakte verbrenn ich nicht...

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D