Nivellierung Höhen für unser Haus

  • Wir bauen mit GU/GÜ und dieser hat folgende Höhen festgestellt.


    Auf dem Privatweg liegt noch Baustraßenschotter und hierauf kommt final noch Pflastersteine mit Unterbau - von daher wird dieser voraussichtlich noch 8 - 10 cm höher sein.


    Reicht es hier aus, dass wir "nur" bei OKFF 53,91 ü.NN (OK Grundstück 53,73 ü.NN) liegen und der Weg bei dann vermutlich ca. 53,85 ü.NN. (gleiche Höhe wie die öffentliche Straße) - zudem führt von unserem Privatweg auch die Einfahrt auf unser Grundstück in identischer Höhe. Wobei es vermutlich besser wäre eine kleine Steigung zum Haus zu haben.


    Wäre es nicht besser bei 54,05 ü.NN zu liegen (somit zumindest 20 cm höher als der Weg) .


    Bemerkung:

    Unser Nachbar (A), welcher mittels Wegerecht über unseren Privatweg fährt, hat eine OKFF bei 54,50 ü.NN , aber die untere Einfahrt liegt noch bei 53,43 ü.NN.

    Andererseits liegt unser Nachbar rechts deutlich tiefer bei OKFF 53,35 ü.NN. und die Grundstücksgrenze liegt bei 53,23 ü.NN.


    Boden & Grundstück:

    Es handelt sich bei dem Boden um Sandboden. Somit sehr gute Versickerung.

    Grundstück hat rund 3.000 qm (Straßenseite ca. 48 m und Tiefe ca. 61 m), Haus ist 13 m breit

    Einfahrt auf unserem Grundstück liegt nördlich und die Parkplätze ganz rechts oben in der Ecke (wo die 53 ü.NN steht)

  • Die Höhen müssten doch (zumindest für Garage und Wohnhaus sowie grob für Wege Terrassen usw.) im Bauantragsplan eingetragen sein.

    Da kannst Du doch jetzt nicht Höhenlagen "würfeln"


    Nochmal der (gut gemeinte) Ratschlag: Nimm Dir einen eigenen SV an die Seite!!!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Wir bauen mit GU/GÜ und dieser hat ... Höhen festgestellt. ...


    Reicht es hier aus, dass wir "nur" bei OKFF 53,91 ü.NN (OK Grundstück 53,73 ü.NN) liegen und der Weg bei dann vermutlich ca. 53,85 ü.NN. (gleiche Höhe wie die öffentliche Straße) - zudem führt von unserem Privatweg auch die Einfahrt auf unser Grundstück in identischer Höhe. Wobei es vermutlich besser wäre eine kleine Steigung zum Haus zu haben. ... Wäre es nicht besser bei 54,05 ü.NN zu liegen (somit zumindest 20 cm höher als der Weg) .

    Nach der Abgabe eines Bauantrages sollte man sich solche Fragen nicht mehr stellen (müssen). Als meinem Bauherrn würde ich Dir bei derartigen Zweifeln nach Abgabe nahelegen, den Bauantrag noch einmal zurückzuziehen und erstmal alle bei ihm offensichtlich noch offenen Fragen zu klären. Wenn bereits eine Baugenehmigung / ein Freistellungsbescheid ... was auch immer vorliegt, würde ich als Architekt meinem Bauherrn weiter erklären, dass jede Veränderung am Bauantrag schon allein bei der Beantragung Geld kostet - maximal so viel wie ein komplett neuer Antrag - und auch meine Planungs- und Zeichnungsleistung als wiederholte Leistung zu bezahlen ist. Offensichtlich wurde der Bauantrag zu früh abgegeben, warum auch immer.


    Bei einem bereits geschlossenem Bauvertrag würde ich mir als Bauunternehmer beginnen anzuschauen, wo ich die absehbar sprudelnden schönen Gewinne aus Mehreinnahmen noch gewinnbringender anlegen kann oder nach schönen Reisedestinationen für die Zeit nach Corona suchen.


    Aber wirklich ganz ernsthaft: Klar, Bauanträge sollen in allen Teilen stimmen und genau das zeigen, was man tatsächlich will. Was da bei Euch jetzt der beste Weg ist, weiß ich nicht. Ich verstehe Eure Situation, aber ich denke, ihr kommt jetzt um einen expliziten (zumindest gedanklich für Euch) totalen Projektstopp(*) nicht herum. Den solltet ihr für Euch nutzen, um Eure Situation mit dem GU und dem Bauamt juristisch vollständig zu verstehen und dann zu bewerten. Wenn ihr etwas anderes wollt, als jetzt beantragt wurde, dann sollte der Antrag entsprechend überarbeitet / neu gestellt werden. Dafür ist es aber erstmal erforderlich, Klarheit über die eigenen Wünsche, deren mögliche bauliche Umsetzung und wesentliche bauliche Details zu bekommen, bevor man a) den Antrag modifiziert und b) wirklich mit dem Bauen beginnt. Und dann kann man auch über die Vertragskonstellation mit dem GU / GÜ neu nachdenken.

    _______________________

    Projektstopp(*) heißt das natürlich nur intern. Gegenüber Vertragspartnern wird eine mit dem eigenen Fachanwalt gefundene Sprachregelung genutzt, um nicht versehentlich und ungewollt weitere unerwünschte Verpflichtungen einzugehen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    3 Mal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: zwei Absätze ergänzt

  • Es wurde zwar nicht geschrieben, dass der Bauantrag schon gestellt wurde, aber falls:


    Wenn die Höhen zwischen Bauantrag und tatsächlicher Ausführung erheblich abweichen, kann es durchaus zu Problemen mit der unteren Bauaufsichtsbehörde kommen, wenn die es heraus bekommen. Auch zehn oder 20 Jahre danach. Dann könnte es im sehr schlimmen Fall sogar zu einer Abrissverfügung kommen. Ist selten, kann aber durchaus passieren. Also Augen auf. Ihr habt einen Bauantrag eingereicht und nachdem müsst ihr nun bauen.


    Solche Fragen stellt man sich doch für gewöhnlich vorher... :wall:



    Ansonsten, ja, ich würde mindestens 20cm drüber gehen, wenn nicht gar 30 cm, wenn es der Bebauungsplan erlaubt. Übrigens Bebauungsplan. Gibt es diesen? Was sagt der über die Höhen aus?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Es wurde zwar nicht geschrieben, dass der Bauantrag schon gestellt wurde

    doch, in mind. einem Thread wurde hier vom TS bereits nach den Möglichkeiten der Korrektur einer vorliegenden Genehmigung / einem Freistellungsbescheid ... (wwi) gefragt. Insofern steht das zwar hier nicht, kann aber als bekannt vorausgesetzt werden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ansonsten, ja, ich würde mindestens 20cm drüber gehen, wenn nicht gar 30 cm, wenn es der Bebauungsplan erlaubt. Übrigens Bebauungsplan. Gibt es diesen? Was sagt der über die Höhen aus?

    Aus eben jenem Thread ist auch bekannt, das der Sachbearbeiter den Bauherren "gefressen" hat. Von daher ein gefährlicher Rat.

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  • Es läuft alles auf einen neuen Bauantrag hinaus.


    Details müssen nun juristisch geklärt werden. Mir war lediglich wichtig für das Gespräch mit dem Anwalt, ob man üblicherweise OKFF mit 20 cm bzw. 30 cm über dem Straßenniveau baut. Wir liegen ja nun nur 6 cm über Niveau unseres Privatwegs. Klar, wir könnten diesen auch 14 tiefer errichten lassen, aber dann müssten man zur öffentlichen Straße "hinauf" fahren und würde nicht auf der Höhe der öffentlichen Straße liegen.


    Ehrliches Statement: Wir sind doof !!! Wir haben uns auf einen GU/GÜ eingelassen und diesem vertraut, weil er bereits mehrere tausend Häuser errichtet hat. Wir dachten nicht, dass er einen Bauantrag einreicht, ohne vorher mit dem Statiker gesprochen zu haben (man hat Wand- und Deckenstärken offensichtlich geschätzt).

    Ansonsten, ja, ich würde mindestens 20cm drüber gehen, wenn nicht gar 30 cm, wenn es der Bebauungsplan erlaubt. Übrigens Bebauungsplan. Gibt es diesen? Was sagt der über die Höhen aus?

    Es gilt § 34 - unsere Nachbarn durften deutlich aufschütten (siehe Plan - dort Haus A) .

    Wenn die Höhen zwischen Bauantrag und tatsächlicher Ausführung erheblich abweichen, kann es durchaus zu Problemen mit der unteren Bauaufsichtsbehörde kommen, wenn die es heraus bekommen. Auch zehn oder 20 Jahre danach. Dann könnte es im sehr schlimmen Fall sogar zu einer Abrissverfügung kommen. Ist selten, kann aber durchaus passieren. Also Augen auf. Ihr habt einen Bauantrag eingereicht und nachdem müsst ihr nun bauen.

    Das Haus kann nicht nach der Baugenehmigung gebaut werden (juristisch bereits geprüft). Die Statik fordert Änderungen, für welche Baugenehmigungsbehörde nun einen neuem Bauantrag fordert. Wir wollen kein Risiko eingehen - es drohen ja auch empfindliche Strafen, welche wir tunlichst vermeiden werden. Wenn am Ende überhaupt nicht gebaut werden sollte, dann ist es eben so.Aber wir riskieren weder Strafe noch Abriss.


    Es stellt sich nun die Frage, ob ein Beratungsfehler bezüglich der geplanten Höhen vorliegt, da ich nun gehört habe, dass die OKFF zumindest 20 cm (30 cm) über OK Straße liegen sollte. Sollte dem so sein, müsste diese ebenso im neuen Bauantrag vom GU/GÜ berücksichtigt werden (das Thema sich vom GU/GÜ zu trennen ist eine andere juristische Fragestellung - zudem natürlich Haftung des GU/GÜ in diversen Punkten).

  • Nein, es gibt keine Regel, dass die OKFF EG um ein bestimmtes Maß höher liegen muss oder auch nur sollte, als OK Straße. Es ist aber dennoch naheliegend und meistens auch sinnvoll. Manche Menschen bauen Häuser ganz bewußt schon einmal mit OKFF EG deutlich unter OK Straße - und es funktioniert dauerhaft und ist kein Mangel.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ich nun gehört habe, dass die OKFF zumindest 20 cm (30 cm) über OK Straße liegen sollte

    Genau: SOLLTE! Nicht muss! Ich hab auch schon mal ein Haus ein paar (unter10) cm tiefer als die öffentliche Strasse geplant, weil es eine Traufhöhenbegrenzung gab und der Bauherr keine Schrägen im OG wollte.


    Ist halt alles eine Frage der PLANUNG und der Bauherrenwünsche. Ausfürliche Beratung (auch zum Thema Barierefreiheit) ist hier angesagt.

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  • Wollt ihr denn überhaupt noch mit diesem GU bauen? Wäre es nicht besser gleich zu einem Architekten zu gehen? Euer Haus ist doch eh nicht 08/15 wenn ich es noch in Erinnerung habe (bist doch der mit der Deckenstärke und dem OG aus Holz und große Spannweiten usw?). Wenn schon zu Beginn es nicht passt, dann macht es keinen Sinn da weiter zu machen. Gut, ihr bezahlt Lehrgeld, aber das ist bei weitem kleiner als das was kommt, wenn ihr den weiter wurschteln lässt. Sucht euch einen Architekten der was taugt und die Welt sieht besser aus.

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  • Die Frage ist, ob man nicht aus dem Vertrag kann, wenn der GU versagt hat, bzw das nicht bauen kann was man haben will, was die bisherigen Posts wohl gezeigt haben. Naja, ist ein Fall für einen Juristen...

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