Diskussion mit dem Fensterbauer: Wie wird ein bodentiefes Fenster angebracht (Estrich)

  • Hallo!


    Mit meinem Fensterbauer komme ich auf keinen grünen Zweig. Nachdem er jetzt schon 2 Mal die Höhe des Fensters / Tür falsch gemessen hatte bin ich einfach skeptisch und würde gerne eine unabhängige Meinung hören.

    Ich habe 2 bodentiefe Fenster bestellt. Von der Unterkante des Rolladenkasten bis zur Oberkante des Estrich sind es 2m, der Estrich selbst ist 6cm hoch. Das bodentiefe Fenster wurde genau 2m hoch bestellt.


    Ich habe hier im Forum gelesen, dass der Estrich an das bodentiefe Fenster "gestoßen" wird. Was heißt das konkret? Wieviel mm / cm ist der Estrich höher als der Fensteranschluss? Oder sollte die Unterkante des Rahmens des bodentiefen Fensters idealerweise auf gleicher Höhe wie der Estrich sein?


    Und was wäre die Idealhöhe für ein neues Fenster bei den gegebenen Maßen?

    Vielen Dank für jede Hilfe!

  • Neubau oder Sanierung?


    Im Neubau wird das soweit ich das bisher gesehen habe immer am Rohboden befestigt, und entsprechende Rahmenerhöhungen / Aufdoppelungen etc.. angebracht, wie z.B. hier zu sehen:


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  • Ich habe hier im Forum gelesen, dass der Estrich an das bodentiefe Fenster "gestoßen" wird. Was heißt das konkret? Wieviel mm / cm ist der Estrich höher als der Fensteranschluss?

    Das kommt auf den geplanten Bodenaufbau und die erforderlichen einzelnen Schichtdicken (Dämmung, Estrich, Bodenbelag) an.

    Oder sollte die Unterkante des Rahmens des bodentiefen Fensters idealerweise auf gleicher Höhe wie der Estrich sein?

    Du meinst des Flügelrahmens? Nein.

    Und was wäre die Idealhöhe für ein neues Fenster bei den gegebenen Maßen?

    Ich bin 1,85 m groß. Was ist die Idealgröße meiner Partnerin / meines Partners? :D

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo!

    Vielen Dank für die Anwort.


    Ja, die Bilder habe ich auch schon gesehen, aber es ist für mich nie ersichtlich, wie der Estrich an die Fenster anstößt.

    Wir sind im Altbau, aber der Fenstereinbau ist bei uns wie im Neubau da Rolladenkästen und Fensternische (Mauerwerk) entfernt wird. Estrich ist unter dem Fenster dementsprechend auch keiner.

    Durch den Hinweis mit den Rahmenerhöhungen / Aufdopplungen verstehe ich das jetzt: Das Fenster wird bis Oberkante Estrich geplant und dann einfach an den Rolladenkasten angestoßen und bei Bedarf unten am Rahmen aufgedoppelt, falls die Lücke zur Oberkante des Estrich zu groß ist?

    Unser Fensterbauer hat bei allen unseren Fenstern leider nicht bedacht, dass früher die Klemmleiste für die Revisionsklappe des Rolladenkasten auf den Fensterrahmen montiert wurde und bei neuen Fenster die Klemmleiste IN den Fensterrahmen geklemmt wird, d.h. von der Höhe fehlt also im Vergleich zu alten Fenstern immer 1cm bei den Fenstern die der Fensterbauer bestellt hat. Unsere einzige Hoffnung ist jetzt noch, dass ich die neuen Rolladenkästen so einbaue, dass das Fenster doch noch passt.
    Und deshalb wollte ich wissen, wie man die Fensterhöhe und den Fensteranschluss von Bodentiefen Fenstern normalerweise plant.


    Mein Fensterbauer sagt nämlich "passt alles, klappt schon" - und dann flext er bei einer 3000€ Kellertür einfach mal den Rahmen ab, weil er falsch gemessen hat... und als es trotzdem nicht passt sagt er ich solle den Estrich abtragen, der sei eh schief und dann passt seine Tür auch wieder rein.

    Auch eine Balkontür (mit Stufe) muss ich revidieren, weil die nicht Ordnungsgemäß unterkeilt ist ("der Bauschaum macht das schon, da wackelt nix") - Bauschaum und 1 Mal keilen anstatt Purenit oder ähnliches.


    Das kommt auf den geplanten Bodenaufbau und die erforderlichen einzelnen Schichtdicken (Dämmung, Estrich, Bodenbelag) an.

    Du meinst des Flügelrahmens? Nein.

    Ich bin 1,85 m groß. Was ist die Idealgröße meiner Partnerin / meines Partners? :D

    Wie gesagt: Vom Rohboden zum Rolladenkasten sind es 2,06m. Es sind 6cm Estrich und 1cm Fußbodenbelag geplant.

  • da kommt - wie an den Rest der Wand - eine entsprechendes Schaumstoffband zur Entkpllung. Fertig.

    Ich glaube, ich drücke mich unklar aus. Dass da ein Schaumstoffband zur Entkupplung (Randdämmstreifen) hin muss, ist mir klar.
    Hier mal eine Zeichnung, was ich meine:



    Welche Version ist denn korrekt? Bei Version A wäre das Fenster mit 2m zu planen, bei Version B mit ca. 2,03m und bei Version C mit ca. 1,98m.

  • ich denke , dass genscher ein gerne ein barrierefreifenster gehabt hätte , es nicht bestellt hat und jetzt traurig ist , dass da ne kante ist ......


    !!ist jetzt eine vermutung , zu der mich die formulierung der frage verleitet . mag mich irren , glaube aber nicht daran .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • ich denke , dass genscher ein gerne ein barrierefreifenster gehabt hätte , es nicht bestellt hat und jetzt traurig ist , dass da ne kante ist ......


    !!ist jetzt eine vermutung , zu der mich die formulierung der frage verleitet . mag mich irren , glaube aber nicht daran .

    Ne, die Fenster haben unten eine Festverglasung. :)

    Mir geht es um die Frage, auf welcher Höhe die untere Fensterkante / unterkante Fensterrahmen im Vergleich zum Estrich ist. Siehe meine Zeichnung. Bisher konnte mir das noch niemand beantworten. :(

  • Mir geht es um die Frage, auf welcher Höhe die untere Fensterkante / unterkante Fensterrahmen im Vergleich zum Estrich ist. Siehe meine Zeichnung.

    So wie Du es haben möchtest. Jede Planerin, jeder Planer, jede Bauherrin hat da andere Vorlieben. Und es kommt außen natürlich auch auf die Höhenlage der Solbank und die optische und bauphysikalische Zusammenschau mit der sonstigen Fassade an, also darauf, dass die Bauphysik und die Niederschlagsableitung sicher funktioniert und dabei auch noch stimmig ausschaut. Es gibt kein allgemeingütiges "richtig" oder "falsch", nur ein situationsbezogenes "passend" oder "unpassend".


    Ich lasse solche Fensterelemente im Neubau immer auf die Rohdecke stellen, wer soll denn da das Loch noch zumachen? (Also weder A, noch B, noch C!)

    Bisher konnte mir das noch niemand beantworten. :(

    Äh, doch!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ich denke , da ist (fast)alles möglich , wie man es gerne hätte oder wie es der fensterbauer verstanden hat .

    ich würde auch sagen, alle 3 Varianten sind möglich, manche schöner als andere.

    Bei A und B könnte man den Bodenbelag bis ans Fenster ziehen und mit Silikon oder entsprechedem Profil anschließen, bei C bräuchte man noch ein Sockelprofil.

  • Ein glechlaufender Rahmen am Fenster Innen wie Außen wäre von vorteil bzgl der Optik.

    Ergo wenn der Fensterrahmen an den Wänden 6 cm sichtbar ist, wäre es unten sowie oben auch so wünschenswert.

    Aber eben auch unter der Premisse das die Wasserableitung außen auch funktioniert.


    Entweder Genscher und der Fensterbauer sprechen aneinander vorbei oder der Fensterbauer ist keine Fachfirma sondern so ein "Ich kann alles nur nicht richtig Schuster"

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Ich glaube, ich drücke mich unklar aus. Dass da ein Schaumstoffband zur Entkupplung (Randdämmstreifen) hin muss, ist mir klar.
    Hier mal eine Zeichnung, was ich meine:

    Ich glaube, WIR drücken uns nicht klar aus.

    Du (Dein Planer) müssen Vorgaben machen, die der Fensterbauer umzusetzen hat. Diese Vorgaben sollten (müssen) allerdings auch technisch machbar sein. Dein 3 Skizzen sind unsinnig, weil so nicht baubar!



    Übrigens: Entkuppler gibts auf der Modelleisenbahn. Ein Randdämmstreifen soll entkoppeln

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  • ich bin davon ausgegangen, das wurde nur zur Vereinfachung nicht gezeichnet.

    Weshalb?

    Welche Version ist denn korrekt? Bei Version A wäre das Fenster mit 2m zu planen, bei Version B mit ca. 2,03m und bei Version C mit ca. 1,98m.

    Natürlich muss da was hin. Profil, Mauerwerk...

    Steht da aber gerade nicht! Und ich wüsste auch nicht, weshalb man da stückeln sollte. Davon wird es doch nicht besser:

    ... Fensterelemente im Neubau immer auf die Rohdecke stellen, wer soll denn da das Loch noch zumachen? (Also weder A, noch B, noch C!)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • weil ich mir nicht vorstellen kann dass man so doof sei kann und glauben, da gehört nur "Luft" hin..

    wie lange bist du hier im forum ?......................................................... ach ne , du hast das ding doch selbst eröffnet .................... danke nochmal dafür :yeah:

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • ... Und ich wüsste auch nicht, weshalb man da stückeln sollte. Davon wird es doch nicht besser: ...

    Ich schon.

    a) Die Profilhersteller halten sich gerade in dem Bereich mit "Empfehlungen" sehr zurück.

    b) Die "Monteure" sind schlecht geschult und machen es so, wie immer.

    c) Die Planungshoheit hat eh der Archi, und wenn der nichts sagt ...


    Persönlich habe ich schon mindestens zwei Fälle vorgefunden, wo man unterhalb der Haustür die Dämmung sah und sich dann über Feuchte Wände gewundert hat. Da haben gleich alle (Planer, Bauleiter, Estrichleger, Tischler und Außenanlagenbauer - den Bauherren mal außen vorgelassen - ) versagt.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • "Gestückelt" wird da doch immer, selbst eine Rahmenverbreiterung ist ja irgendwie angestückelt. Beim Holzfenster ist es möglicherweise aus einem Guß, ok. Wobei mir da an der Position mit Holz auch irgendwie unwohl wäre, zumindest im EG.


    Mal ne Frage weil es thematisch passt. Im Rohboden, Im KS, Porenbeton etc und anderem Mauerwerk mag ja ein Verankerung in der horizontalen vielleicht schwieriger, aber möglich sein.

    Aber wie befestigt man den Fenster unten in einem T7, T8 T9 ... ? Seitlich hat man ja die "dicke" Außenhülle aber von oben nur die fragilen Stege oder gar nur die Füllung. Gibt es da zugelassenes, handhabbares Befestigungsmaterial (Gerade auch für RC2 aufwärts)?

    Stelle ich mir extrem schwierig vor, denn die Stege halten ja nix...



    nix zu Danken, btw.

  • an der Position mit Holz auch irgendwie unwohl wäre, zumindest im EG

    Bei vernünftiger Planung und Ausführung kein Problem.


    Für die untere horizontale Befestigung gibts Systeme, die auch bei Poroton funzen (z,B, SFS Intec, VIELLEICHT auch Würth) Ob die ne RC II Prüfung/Zulassung haben, weiß ich nicht.

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  • Wobei ich die Anwendung auf dem ersten Bild (Beton,

    Ich verstehe nicht, welches Bild Du meinst, aber vielleicht sind ja die Randabstände (Zulassung Dübel/Schraube) das Problem. Die meisten Monteure bohren da irgendwie rein und meist gehts auch nach dem Anziehen der Schraube noch gut, aber i.O. ist das lt Zulassung oft nicht.

    (Was? Zulassung? Son Blödsinn. Das sind die Schrauben, die der Chef uns mitgegeben hat. Klären Sie das mit dem.)

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  • Ne, die Fenster haben unten eine Festverglasung. :)

    Mir geht es um die Frage, auf welcher Höhe die untere Fensterkante / unterkante Fensterrahmen im Vergleich zum Estrich ist. Siehe meine Zeichnung. Bisher konnte mir das noch niemand beantworten. :(

    Ein Fensterelement wird immer so bestellt, dass der Rahmen so gering wie möglich und soviel wie nötig von anderen Bauteilen wie der Fensterlaibung oder dem Estrich verdeckt wird.

    Bei Estrich muss das Fenster unten immer mit Aufdopplung bestellt werden, so dass der Estrich dagegen stößt, sonst hättest ohne Planung am Ende einen Flügel der garnicht aufgeht, da der Estrich im Weg ist. ;)