Durchgang in Mauerwerk und WDVS für Außenzapfstelle

  • Hallo zusammen,


    ich hoffe ich bin mit meiner Frage hier im Forum richtig, obwohl es auch bei WDVS und letztendlich auch bei Haustechnik Sanitär passen würde.


    Im Vorgarten haben wir keine Außenzapfstelle, da wir beim Hausbau der Meinung waren, dass man so etwas nicht braucht. Jetzt fehlt natürlich der Wasserhahn im Vorgarten :(


    Also haben wir die Sanitärfirma von damals gefragt und diese schlägt uns vor, in der Küche von der Kaltwasserleitung unter der Spüle (die direkt unter dem Fenster zum Vorgarten sitzt, gerade durchs das Mauerwerkund WDVSnach draußen zu gehen und dort die Außenzapfstelle so frostsicher anbringen zu können. Die Bohrung soll von außen durch das WDVS und Mauerwerk nach innen erfolgen und dort mit einem T-Stück an die Wasserleitung, die zur Spüle geht, angeschlossen werden.


    Funktioniert das so? Wird das Mauerwerk und das WDVS danach dicht sein? Bekomme ich da eine Kältebrücke oder andere Nachteile? Abgesehen davon, dass sicherlich der Druck am Spülbecken fallen wird, wenn der Vorgarten gleichzeitig gewässert wird.


    Danke schon mal für eure Hinweise und wenn die Admins der Meinung sind, dass meine Frage doch besser im WDVS oder Sanitär-Unterforum besser aufgehoben ist, kann der Thread natürlich verschoben werden.

    • Offizieller Beitrag

    von der Kaltwasserleitung unter der Spüle (die direkt unter dem Fenster zum Vorgarten sitzt, gerade durchs das Mauerwerkund WDVSnach draußen zu gehen und dort die Außenzapfstelle so frostsicher anbringen zu können. Die Bohrung soll von außen durch das WDVS und Mauerwerk nach innen erfolgen und dort mit einem T-Stück an die Wasserleitung, die zur Spüle geht, angeschlossen werden.


    Funktioniert das so?

    Ja das funktioniert tausendfach.

    Ich nehme an, dass die Firma eine frostsichere Außenarmatur einbauen möchte. Dann ist sowohl dem Frostschutz als auch der Trinkwasserhygiene gedient. Das Ventil sitzt unter der Spüle innerhalb des Hauses und es entsteht keine stagnierende Leitung, wie das bei Außenarmaturen oft der Fall ist.

    Der Druckverlust hängt vom Vordruck und den Querschnitten im Haus ab, sollte aber kein Problem darstellen.

    Auch die Wärmeleitung durch die Armatur nach Außen ist unproblematisch.

    • Offizieller Beitrag

    zufällig hab ich das die Tage erst gemacht.

    Ich habe dabei mit einerm 10er Bohrer von außen nach innen gebohrt und dann mit einer 35er Bohrkrone von Außen und von Innen aufgebohrt, so dass es keine Abplatzungen gibt. (Ebenfalls EPS WDVS)


    Außen war bei meiner Armatur eine Dichtscheibe dabei, Innen dichtet die Halterung auch ziemlich gut ab.


    Ich hänge mal ein paar Fotos an, dann kannst du dir ggf. mehr darunter vorstellen.


    Eine geringfügige Wärmebrücke ist die Armatur, da metallisch, natürlich. Da aber Kaltwasserleitungen idR sowieso gedämmt werden sollte auch das kein Problem sein.

    • Offizieller Beitrag

    Wie verschließt man die Öffnung fachgerecht?

    Das Beste ist, nicht größer als nötig zu bohren. Leichtes Gefälle nach außen, damit das Ablaufrohr sicher leerläuft nach Abschalten.

    Der Sir hat ja schon die Rosette erwähnt. Die hat auf der Innenseite eine Moosgummidichtung und reicht i.d.R. bereits aus.

  • ThomasMD

    Danke! Ich muss als Laie alles machen lassen, will aber Murks vermeiden, leider merken die Handwerker meinen "Laienzustand" wie nix und ich muss alles glauben...

    Wasser liegt im Keller. Mit wieviel Arbeitsaufwand müsste ich ungefähr rechnen?

    • Offizieller Beitrag

    Wasser liegt im Keller. Mit wieviel Arbeitsaufwand müsste ich ungefähr rechnen

    Wo soll denn die Bohrung für die Außenarmatur gemacht werden? Möglichst gleich neben der Wasserleitung nach draußen? Wie dick und aus welchem Material ist die Kellerwand?

  • Skeptiker ThomasMD

    Danke für eure Hilfsbereitschaft! Im Moment muss ich passen, wohne nicht vor Ort. Das müsste man genauer prüfen, soviel habt ihr mir vermittelt.

    Der Keller ist aus Beton (1975) und hat Wasseranschluss im Heizraum und im Waschmaschinenraum, außerdem noch in der Garage.

    Das muss ich mir selber erst mal anschauen. Kann dauern, aber ihr habt mir jetzt schon durch eure Rückfragen geholfen.

  • Ich nehme an, dass die Firma eine frostsichere Außenarmatur einbauen möchte. Dann ist sowohl dem Frostschutz als auch der Trinkwasserhygiene gedient. Das Ventil sitzt unter der Spüle innerhalb des Hauses und es entsteht keine stagnierende Leitung, wie das bei Außenarmaturen oft der Fall ist

    Ja genau, so soll es gemacht werden. Alles andere wäre laut Sanitär Firma nicht frostsicher.


    Danke allen für eure Beiträge. Dann kann ich die ja beauftragen.

  • Guten Morgen Zusammen,


    ich habe gesehen, dass es schon eine Weile her ist - würde mich aber gerne nochmal erkundigen, weil ich das Gleiche bei mir aktuell auch plane. SirSydom (oder die anderen) - könnt ihr nochmal erläutern, ob/wie ihr von außen gekontert habt? Eigentlich wird das Wasserrohr, dass ja über ein Außengewinde verfügt, von außen noch mit einer Art Überwurfmutter am Mauerwerk befestigt. Das Problem, dass ich sehe ist, dass ich dann ein deutlich größeres Loch (50-60mm Durchmesser) bohren müsste, um es dann danach wieder zu verschließen. Wir haben ein 36er Mauerwerk + 12cm WDVS (Styropor.

    Danke für Eure Hilfe.
    David

  • Das Problem, dass ich sehe ist, dass ich dann ein deutlich größeres Loch (50-60mm Durchmesser) bohren müsste

    Wo siehst Du das?

    Bei Kemper hat das Rohr 33mm Durchmesser, also reicht eine 35mm-Bohrung. Es muss nichts verschlossen werden.


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  • Die Frage bezog sich wohl eher auf die Überwurfmutter, mit der das 35mm Rohr außen am Mauerwerk befestigt werden soll

    Die "Überwurfmutter" wird außen gegen das WDVS geschraubt/gekontert, somit bleibt es bei einer min. 35mm Bohrung.

    Ansonsten verstehe ich die Frage nicht

  • Ich "glaube" du hast mit D2 33mm den Rohr-Innendurchmesser aufgezeigt

    Nein, sicher nicht. Auch ThomasMD s Maßskizze zeigt den Außendurchmesser. Lediglich die auf den Bezugspunkt zeigenden Pfeile sind innenseitig des Rohres platziert, welches hier aber nicht geschnitten dargestellt ist. Im Hochbau sind Bemaßungen mit Pfeilspitzen in meiner Umgebung unüblich. Die Regeln für Zeichnungen des Maschinenbaus kenne ich nicht. In diesem Datenblatt erwarte ich hier jedenfalls den Außendurchmesser.


    Die von ThomasMD und die Dir Mio eingestellten Zeichnungen zeigen grundsätzlich das selbe Bauteil in nahezu identischer Darstellung, weisen aber im Außendurchmesser des Rohres ("D2", rot markiert) und im Außendurchmesser der äußeren Anpressplatte ("D3", orange markiert) in der Maßtabelle eine Differenz von 2 mm (Rohrdurchmesser) bzw. 1 mm (Anpressplatte) auf.



    Kurz: Der Hersteller scheint das Produkt zwischen beiden Veröffentlichungen verändert zu haben und ihr beide habt die Daten der Euch vorliegenden unterschiedlich alten Informationen richtig wiedergegeben. Aufgrund des Fotos der gedruckten Information von ThomasMD vermute ich aber, dass die Daten von Mio die aktuelleren und mithin heute "richtigeren" sind. Aber das ist geraten.


    Ich hoffe, damit ein wenig zur Befriedung beitragen zu können.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich "glaube" du hast mit D2 33mm den Rohr-Innendurchmesser aufgezeigt

    Nein, habe ich nicht.

    Kemper hat mit einem kürzlichen Modellwechsel den Durchmesser von 33 auf 35 mm geändert. Die Nichtbeachtung dessen hätte dck vor große Probleme gestellt. Ich danke Dir für die Klarstellung.


    PS: Meine Antwort hat sich zeitlich mit der von Skeptiker überschnitten.


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  • Und warum sollte deshalb so groß gebohrt werden?

    Pardon, ich mag das ja komplett missverstehen, aber wenn das Rohr 32, 33 oder 35mm Bohrung verlangt, egal, ob Innen-oder Außendurchmesser, dann hat die Mutter lt. Skizze doch einen Durchmesser von 80mm - und so groß muss dann die Öffnung/Bohrung im WDVS sein. Meine gewagte Vermutung war, dass dck sich fragte, wie er die 80mm „Öffnung“ im WDVS wieder verschließen kann - die Mutter verschwindet ja im WDVS

  • Nach meinem Verständnis sitzt die „Mutter“ warm- bzw. raumseitig!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nein, keine 80 mm-Öffnung.

    Die Bohrung muss nur geringfügig größer als das Rohr gewählt werden.

    Auf die Innenseite der Wand wird die Grundplatte gedübelt:


    Dann wird das Rohr von Innen durchgesteckt und in den Verdrehschutz eingerastet.

    Nach dem Ablängen wird von Außen die neuerdings zweigeteilte Wandscheibe aufgeschraubt und dichtet mit dem Moosgummi gegen Hinterlaufen ab:

    Die Wandscheibe wirkt wie ein Pressflansch und fixiert die Fosti in der Wand.

    Die Bohrung DARF gar nicht größer als das Rohr sein.


    Die neue Ausführung verhindert ein Überdrehen des Bediengriffs, indem sie nach dem Schließen des Ventils einfach tak-tak-tak (wie ein Freilauf) weiterdreht ohne dabei kaputtzugehen.

    Die alte Ausführung hat manche Nutzer mental überfordert weil das Restwasser erst aus dem Rohr auslaufen muss und die geglaubt haben, der "Hahn" wäre noch nicht zu.

    Nur für DN 15 gibt es auch eine vormontierte Ausführung mit einem Außendurchmesser von 27mm.


    Ich hoffe, die Firma Kemper verzeiht mir die ungefragte Verwendung Ihrer Katalogfotos, aber so lässt sich das Thema viel besser abhandeln.


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  • Beitrag von Mio ()

    Dieser Beitrag wurde von Skeptiker aus folgendem Grund gelöscht: auf Wunsch von Mio gelöscht ().