Filigrandecke dünner ausführen durch teureres Material

  • Statiker sagt, dass Decke anstatt 22 cm nun 26 cm ausfallen soll.


    Frage: Ist es für Geld, meinetwegen viel Geld oder sehr viel Geld möglich die Decke in 22 cm bei gleicher Stabilität auszuführen, weil man z.B. sehr teuren Stahl verwendet oder besonders teuren Beton o.ä?

  • Wo ist denn das Problem bei 26cm?


    Es hat dann auch nichts mit teuren Stahl zu tun oder teurem Beton, sondern einfach damit, dass vermutlich die Wände nicht übereinander stehen und daher die Lasten entsprechend abgetragen werden müssen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ja, es gibt zugfesteren Stahl, aber der ist sehr viel teurer. Aber um 4 cm Höhe einzusparen, würde ich keinen müden Cent ausgeben! Und ob es den überhaupt als Bewehrungsstahl gibt?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nun gut, ich hätte normalerweise auch keinen Cent dafür ausgegeben. Aber unsere super "Architektin" hat den Bauantrag mit 4 cm zu wenig eingereicht (somit mit 22 anstatt 26 cm Filigrandecke). Die Baugenehmigung wurde mit 22 cm genehmigt und verwehrt wird nun die nachträgliche "Anpassung" auf 26 cm. Somit nutzt uns die Baugenehmigung nichts.


    Somit würde diese Erhöhung zu Lasten des dilettantischsten GU/GÜ der Region gehen.

    Es hat dann auch nichts mit teuren Stahl zu tun oder teurem Beton, sondern einfach damit, dass vermutlich die Wände nicht übereinander stehen und daher die Lasten entsprechend abgetragen werden müssen.Natürlich ist entscheidend, dass die Lasten entsprechend abgetragen werden. Deshalb hat der Statiker die Decke von 22 cm auf 26 cm verdickt. Der Bauantrag wurde offensichtlich eingereicht ohne die Statik abzuwarten.

    Ehrlich: Ich leere gerade eine Flasche Wein, da ich so frustriert bin. So viel Unfähigkeit vereint in einer Person.

  • Ich verstehe noch nicht ganz: Im Bauantrag steht doch nicht die Stärke der Betondecke, sondern der Gesamtaufbau der Decke. Und baurechtlich ist die Oberkante Fertigfußboden relevant. Was ist das eigentliche Problem?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ja, es gibt zugfesteren Stahl, aber der ist sehr viel teurer. Aber um 4 cm Höhe einzusparen, würde ich keinen müden Cent ausgeben! Und ob es den überhaupt als Bewehrungsstahl gibt?

    Aber keinen mit einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung als Betonstahl. Da gibt es B500A und B500B, beide mit der gleichen Zugfestigkeit aber unterschiedlicher Duktilität.

    In Abhängigkeit von den konkreten Randbedingungen der Statik kann eventuell eine höhere Berondruckfestigkeit helfen, nochmal 4 cm einzusparen. Erfordert aber einen fähigen Tragwerksplaner, der weiß, was er tut, da die gängigen Bemessungsformeln zur Begrenzung der Verformungen unabhängig von der Betondruckfestigkeit sind.


    Noch eine Ergänzung:

    Bei Filigrandecken wäre ist nicht nur die Zilassumg des Betonstshls zu beachten, sondern auch die Zulassung der Filigranelemente selbst, die soweit ich weiß, immer von einem B500 ausgehen.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)

  • Statiker sagt, dass Decke anstatt 22 cm nun 26 cm ausfallen soll.

    und hat der Statiker keine Option genannt?

    Vielleicht genügt es ja, wenn man mehr Stahl verwendet. Das dürfte billiger werden als irgendeine Spezialkonstruktion mit einem besonderen Stahl. VIelleicht helfen auch Stahlfasern oder was weiß ich.

    Kann der Statiker nicht mal seinen Taschenrechner anwerfen und ein bisschen mit den Zahlen spielen?

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  • Ich verstehe noch nicht ganz: Im Bauantrag steht doch nicht die Stärke der Betondecke, sondern der Gesamtaufbau der Decke. Und baurechtlich ist die Oberkante Fertigfußboden relevant. Was ist das eigentliche Problem?

    Das ist der Teilauschnitt aus dem Schnitt bezüglich der Decke. Die Gesamthöhe des Hauses erhöht sich von 8,365 m auf 8,405 m. Wir haben einen Abstand von 10 m zum Nachbargrundstück und zudem 3.000 qm Grundstück. Es ist absolute Willkür.


    Frage: Wäre es z.B. durch einen anderen Aufbau des Fußbodens z.B. PU möglich die Decke von 22 auf 26 zu verdicken und den Fußbodenaufbau zu erhöhen.

  • Langsam, langsam langsam


    Welche Begründung kommt denn genau vom Bauamt? Willkür geht nicht einfach.


    Rose24 kann Dir da evtl. auch weiterhelfen. Bevor man jetzt an der Decke herumdoktert, erst mal an die Ursache ran (Antrag)


    Und ehrlich? Bei den Fragen, die hier aufschlagen und ihr habt noch nicht mal angefangen zu bauen....

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  • Es ist nämlich nicht Dein Job, sich Gedanken über Baustoffe etc. zu machen. Das ist der Job der Dipl.-Ing und dafür wird die bezahlt.


    Klar ist es gut, etwas Bescheid zu wissen, Aus Deinen Fragen lese ich große Unerfahrenheit beim Bau.

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  • Ich versteh das Problem nicht...


    Genehmigt und ab geht's, wenn du 26 brauchst, na machst halt 26.

    Das mal Außenmaße und Wandhöhe/First gemessen wird ok.

    Aber ganz sicher nicht die Deckenstärke.

    Auf 5cm genau geht's da eh nicht bzgl solcher Kontrollen


    Vorstatik ist doch oft so und dann kam noch Lüftung in den Boden oder eine Wand anders und schon wird's dicker mit der finalen Statik, so what...

  • Aus Deinen Fragen lese ich große Unerfahrenheit beim Bau.

    Ja, kann ich voll unterschreiben.

    Welche Begründung kommt denn genau vom Bauamt? Willkür geht nicht einfach.

    Tja Willkür. Wir haben eine solche dem Bauamt (ein Fehler bei einer anderen Baugenehmigung sollten wir ausbügeln und hätten rund € 50.000 Schaden gehabt) nicht durchgehen lassen und durch drei verschiedene Fachanwälte für öffentliches Baurecht überprüfen lassen (alle kamen zum gleichen eindeutigen Urteil). Dann hat einer dieser Fachanwälte innerhalb weniger Tage unsere Baugenehmigung durch bekommen (über den Vorgesetzten). Nun kam der "Nachtrag" unsere "Architektin" und genau der gleiche Mitarbeiter des Bauamts hat diesen zurück gesendet und erwartet nun einen komplett neuen Bauantrag. Unser Anwalts sagt, dass man zwar klagen könnte aber dies nun 1,5 Jahre dauern würde. Aber wenn man das Haus mit einer 22 cm dicken Filigrandecke nicht bauen kann, nützt die Baugenehmigung nichts.


    Der GU/GÜ sagt er können nun nicht einfach 4 cm höher bauen, sonst müsste am Ende eventuell abgerissen werden. Was dann wohl vor Gericht landen würde, aber was wäre diese Ungewissheit für eine Belastung über Jahre.


    DAs Bauamt ist ja nun informiert und wird alles genau kontrollieren.

  • Ich verstehe immer noch nicht, was genau das Problem ist. Ich bleibe dabei:

    Im Bauantrag steht doch nicht die Stärke der Betondecke, sondern der Gesamtaufbau der Decke. Und baurechtlich ist die Oberkante Fertigfußboden relevant. Was ist das eigentliche Problem?

    Und weshalb lässt es sich nicht durch Reduzieren der Raumhöhe im Geschoss darunter lösen oder durch Anpassen der Dämmstärke oder durch was weiß ich?

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  • Dann spart doch die 4cm an anderer Stelle, z.B. an der lichten Raumhöhe. Oder seid ihr da auch schon am Minimum für Aufenthaltsräume?


    Und weshalb lässt es sich nicht durch Reduzieren der Raumhöhe im Geschoss darunter lösen?


    Wäre das möglich? Wir müssten dann ungerne auf unsere Ballsaalhöhe von 2,83 m verzichten (nicht lachen - meine Frau wollte ursprünglich schon mehr Raumhöhe - wuchs in alten Herrenhaus auf). Was wäre die niedrigste Steinhöhe um welche man dann reduzieren könnte bei 17,5 er Kalksandstein (Lochstein) KSL oder kann man diesen mit einer Maschine im 4 cm kürzen?

  • Natürlich ist das möglich. Und 2,83 sind doch eh kein durch Steinhöhen glatt teilbares Maß! Heute hat doch eh jeder Stein ein anderes Format und die Steinsäge steht bei vielen Wandbildner eh auf der Baustelle. Mich persönlich interessieren die Wandhöhen in der Planung nur, wenn es um sichtbares Verblendmauerwerk oder ähnliches geht. Und selbst da gibt es andere Lösungen. Wichtiger ist, dass es mit den Treppen passt. Und da sind 4 cm weniger nur sehr selten ein Problem!


    So, und jetzt bekommt das Forum eine Spende und feelfree und ich je eine Flasche Wein!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das zurechtschneiden wird sicher teuer, aber warum sollte es nicht möglich sein?

    Weiterhin gibts Mauersteine in den Höhen: 51, 71, 113 und 238.



    Übrigens: Ein Abriss bzw Rückbau ist nur das allerletzte Mittel. Wenn etwas grundsätzlich genehmigungsfähig ist, wird nicht abgerissen.

  • Das zurechtschneiden wird sicher teuer, aber warum sollte es nicht möglich sein?

    Nein, wird es nicht. Möglicherweise ist es nach VOB/C sogar eine Nebenleistung und damit unentgeltlich zu machen. Wie geschrieben: Ehrlich gesagt interessiert mich das in der Planung kein bisschen!

    Weiterhin gibts Mauersteine in den Höhen: 51, 71, 113 und 238.

    Es gibt noch viel mehr Höhen. Aber mal ganz ehrlich, wer mauert denn heute im Neubau noch im Mörtelbett? Heute wird geklebt und da sind die Steine 24X mm hoch und dann wird eben gesägt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die Apfelschorle hatte ich schon. Ich wechsle jetzt zum Bier! :bier:Auf die Adressen kommen wir zurück, wenn Weihnachten kommt oder Euer Haus fertig ist, je nach dem ...


    Aber Du könntest Dir schon einmal angewöhnen, hier von Experten gestellte Fragen direkt zu beantworten. Das spart Dir unnötige Blutdruckschwankungen und führt zu direkter und schneller Lösung Deiner Probleme!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Aber Du könntest Dir schon einmal angewöhnen, hier von Experten gestellte Fragen direkt zu beantworten. Das spart Dir unnötige Blutdruckschwankungen und führt zu direkter und schneller Lösung Deiner Probleme!

    Ich gelobe Besserung und bedanke mich ganz herzlich !!!!

  • Off-Topic:

    PS: Gerade kam vomEhegespons ein: „GU=generalunfähig“

    Wir bekamen mit Müh und Not 2,50m hin. Mehr gab das Grundstück nicht her. Ist auch ok

    Aber die Türstöcke! Was bereue ich, dass wir nicht 2,135 genommen haben, wenn ich so den Ältesten anschaue...:eek: und der hat noch lange nicht Endgröße.

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  • Was bereue ich, dass wir nicht 2,135 genommen haben, wenn ich so den Ältesten anschaue...:eek: und der hat noch lange nicht Endgröße.

    Du bist doch auch keine Gnomin ... damit hättet ihr rechnen müssen! ;)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ältesten anschaue.

    Off-Topic:

    Wir haben auch derzeit in einem gemieteten Haus und sind damit sehr zufrieden.


    Aber meine Frau wolle hoch hinaus. Wir haben zukünftig Türhöhen von 2,235 m im EG und im OG 2,135 m. Ich bin schon sehr groß und meine kleine Tochter (5) ist auch schon jeweils die Größte. Das Haus geht aber auf dem 3.000 qm Grundstück eigentlich unter und der Planer von Leistungsphase 1 - 3 meinte, wir dürften eigentlich 20 m hoch bauen bei den 10 m Abstand zum Nachbarn- keine Ahnung ob es ein Scherz war.

  • Du bist doch auch keine Gnomin ... damit hättet ihr rechnen müssen! ;)

    Ja, aber so groß???:eek:

    Auf einmal wirst von oben her angeschaut. Ziegelsteine auf dem Kopf scheinen nicht zu helfen oder wurden evtl. zu spät eingesetzt.

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  • So eine Säge gehört auf jeden guten Rohbau, schneiden kostet bei guten Rohbauern nix, weil eh alles da ist.


    Auf 3000m² lassen sich viele Leichen verstecken 😁😉


    Aber da sehe ich kein Problem, solange Treppen/Terrassen/Balkone entsprechend angepasst lt. umgesetzt werden.


    2,83 ist schon gut hoch, mein lieber scholli 😶

  • Wenn es denn unbedingt auf die 4cm ankommt, würde ich prüfen lassen, ob die Decke einachsig oder schon zweichsig gespannt gerechnet ist.

    Bei einer 22er Bauhöhe gäbe es ggf Spannbetonfertigteile...

    Google: 'Spannbetonplatten 22cm' eintippen ... führt zu einer PDF eines Herstellers.

    Das erfordert aber - wie oben schon geschrieben - einen sachkundigen Tragwerksplaner, eine detaillierte Ausführungsplanung und eine saubere und überwachte Ausführung vor Ort.

    Spannbeton Fertigteile heißt auch: keine nachträglichen Aussparungen, Bohrungen oder Änderungen an Aussparungen und eine genaue Planung von Treppenaugen und Treppenauflagern.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)