Grundrissdiskussion Einfamilienhaus

  • Beste Bauexperten,


    bislang stiller Mitleser diverser Themen hier im Forum, möchte ich nun gern auch aktiv etwas zu diesem Forum beitragen.

    Wir planen aktuell ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit kleiner Einliegerwohnung (eher als gut ausgestattetes Gästezimmer zu verstehen). Es soll im Flachdach gebaut werden und hinreichend Platz bieten. Das Grundstück liegt ländlich im Außenbereich von Jülich. Wir dürfen nach §34 bauen und die unverbindliche Anfrage beim Bauordnungsamt hat bisher grünes Licht ergeben. Das Haus soll als KfW40 oder KfW40+ Haus gebaut und mit Solarzellen bestückt werden. Wichtig war es uns einen Baukörper aus mehreren unterschiedlich bemaßten Kuben zu haben und keinen großen, zusammenhängenden Quader (scherzhaft "Schuhkarton").

    Ich freue mich auf (gerne auch kritische) Kommentare zum Grundriss und Ideen zum Beispiel.



    Beste Grüße,

    schönen Sonnntag,

    Alex

  • Hallo,


    ich bin ja kein Experte für sowas, aber...


    Die Tür, die in die Garage hinein öffnet, könnte rasch teure Schäden erzeugen, wenn man da mal unbedarft parkt, zudem die Garage mit 5,75 Innenmaß nicht so gewaltig tief ist. Autos werden immer größer und wenn da mal ein fast 5m langes Exemplar drinsteht, dann kann das schon eng werden.


    Warum zwei einzelne Tore? Ich finde unser 5m-Tor einfach nur genial. Man kann irgendwie reinfahren und wenn man ein Auto ganz in Ruhe mal saubermachen will, kann man es auch ohne jedes Rangieren genau in die Mitte stellen.


    Viele Grüße,


    Jan

  • Riesen Haus aber der Wohn/Ess/Lüchenbereich nur 3,7m ...

    Der wichtigste Raum im Haus scheint die Garage zu sein, gefolgt vom zentralen Treppenhaus, das trotz mittiger Position zu immensen Verkehrswegen führt und dreiseitig von Wänden umschlossen ist. Die Lufträume liegen vor den Fenstern um so den Ausblick aus dem Flur im EG zu hohen Berggipfel freizugeben und auf die flankierenden Außenwände? Die Zerklüftung des Baukörpers verschlechtert das Verhältnis von teurer Hüllfläche zu nutzbarem Volumen. War das wirklich Absicht? Über die einzelnen Räume wie fensterlose Ankleide und Problem beim Weiterverkauf, da es keine Kinderzimmer gibt, aber vier Bäder, lassen wir am besten außen vor, oder?


    Kurz, das Haus hat wenig attraktive Räume, aber viel Verkehrsfläche und teure Gebäudehülle. Da sollten Prioritäten gesetzt und alles gründlich aufgeräumt werden, dann wird das noch, denn Geld ist anscheinend genug da.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • , gefolgt vom zentralen Treppenhaus,

    Das Treppenhaus bzw. die angrenzenden Flure mögen ja großzügig sein, dafür wurde ja an der Treppe gespart, die wohl unverändert aus einem 100qm Reihenmittelhaus übernommen wurde.


    Der extrem mickrige Essplatz wurde auch schon angesprochen. Gut, wenn man da zu zweit drin wohnt und nicht mehr als 2 Gäste hat passt es gut. Großzügig ist aber was anderes.

  • Die restlichen Ansichten wären noch um sich einen Eindruck zu bilden!


    Aufriss NordOst:

    Die Garagentore würde ich alle gleich hoch machen, sieht sonst komisch aus wenn links die kleine Garage so verloren wirkt.

    Praktischer finde ich ein großes Sektionaltor statt 2 einzelne mit der Stütze dazwischen...

    Da würde ich ein Großes Tor machen und das einzelne ganz weg lassen, Motorräder oder sonstiges schiebt man da auch mal vorbei...

    Die Ansicht gefällt mir schon mal nicht, wirkt nicht einladend.

    Die ganze Außenansicht wirkt auf mich nicht, da fehlts...


    Grundriss EG:

    > Haus u Garage auf einer Bodenplatte? Aufbauhöhen, Wandstärkenwechsel 50 u 24?

    > Position Zugangstür Garage-Technikraum, Zugang nur über Garage...

    > Die kleine Garage als Vorsprung gefällt mir auch nicht, ggf. eine Flucht an der Front und lieber nach hinten tiefer gehen lassen...


    > Anordnung Waschküche/Technik/Treppe gefällt mir nicht.

    - eine gerade Treppe würde hier toll aussehen > würde Technikraum und Waschküche mehr Raum geben.

    - Der Flur wirkt dadurch schöner und die Flurfläche wirkt dadurch schlanker/moderner.

    > Windfang viel zu eng und klein für so ein großes Haus (man kommt von außen an und freut sich auf den Einlass und dann wirds eng..., bitte breiter

    min 2,26 breit und ca 3 m tief und die Einbauschränke schöner integrieren.

    > Das Einlieger Zimmer (keine Wohnung) gefällt mir nicht, entweder richtig oder gar nicht, Tür in den Flur sieht nicht schön aus.

    > Die beiden WC aneinander fressen nur Platz, kombinieren und Größe reduzieren, somit breiterer Eingangsbereich machbar.


    Die Speise frisst recht viel Platz und kann trotzdem nur einseitig mit Regalen gestellt werden, würde ich zu einem kombinierten Raum mit Waschen/Bügeln zusammen nehmen.

    Technik dann auch gerade Trennwand u breiter geschnitten.


    Was mir nicht so gefällt, Küche-Essen-Wohnen extrem lang und schlauchig, dazu mit 3,76 dann etwas wenig breit, dass ggf. breiter und die Wand durchgängig komplett verschieben, check obs mit der Treppe klappt...

    - Aufgangsrichtung geht beides...


    Terrasse schön lang und komplett in der Sonne, ggf. überlegen einen Ärker auf einer Seite mit Überdachung...


    OG:

    > Das eine Büro unten links kann nur per Beamen errreicht werden...

    > Kinder gibts nicht?

    > Vordach/Betonteil über Hauseingang und Fläche der Doppelgarage total verschwendet, bei entsprechender Planung liese sich hier viel

    schönes draus machen!


    > Mit den Bädern/WCs wurde nicht gespart...

    > Hab mich etwas gespielt, man muss halt die tragenden Wände wieder übereinander bekommen Gast/Schlafen...

    > Das man das Hauptbad nur über Schlafen u Ankleide erreichen kann, find ich nicht schön.



    Alles in allen würde ich da nochmal früher anfangen, da passt so vieles nicht, dass es mit Wände schieben oder andere Treppe

    nicht so leicht getan ist.


    Grundlegend würde ich mir bewusst werden ob eine echte Einliegerwohnung notwendig ist oder ein Gästezimmer, darauf würde ich

    den Entwurf aufbauen, dann kann man die Räume sinnvoller anordnen.



    Mein Gekritzel ist nur mal so schnell dahin, aber vll hilfts auch für die Vorstellung besser...

  • Schönen guten Abend,

    Uff, wow, so schnell, so viele Posts :thumbsup:


    Ich versuche nochmal zwei drei Sachen einzuordnen. BItte verzeiht, wenn ihc nicht die Zitatfunktion nutze, die ist so raumfüllend:


    • "Die Tür, die in die Garage hinein öffnet, könnte rasch teure Schäden erzeugen, wenn man da mal unbedarft parkt, zudem die Garage mit 5,75 Innenmaß nicht so gewaltig tief ist."
      Guter Kommentar! Ist ein Punkt den man bedenken sollte. Zwar sind unsere Autos eher kleiner, aber vollkommen valider Kommentar.
    • "Warum zwei einzelne Tore? Ich finde unser 5m-Tor einfach nur genial. Man kann irgendwie reinfahren und wenn man ein Auto ganz in Ruhe mal saubermachen will, kann man es auch ohne jedes Rangieren genau in die Mitte stellen."
      Auf die eine Seite der Doppelgarage wird eine Hebebühne stehen. Deswegen ist die Garage auch so hoch. Auf der anderen Seite soll ein einfacher Stellplatz sein. Die Idee der Einzeltore war, weniger Wärmeverlust zu haben, wenn man drin arbeitet
    • "Die Zerklüftung des Baukörpers verschlechtert das Verhältnis von teurer Hüllfläche zu nutzbarem Volumen. War das wirklich Absicht?"
      Ich verstehe den Kommentar. Ich bin da auch zwiegespalten. Einerseits will man natürlich das meiste nutzbare Volumen herausholen. Mich erinnern die Kuben an einen Schuhkarton. Große Flächen Wand finde ich unattraktiv. Wir versuchen einen Weg zu finden, der das umgeht.
    • "Die Lufträume liegen vor den Fenstern um so den Ausblick aus dem Flur im EG zu hohen Berggipfel freizugeben und auf die flankierenden Außenwände?"
      Die Idee der Lufträume ist hier gewesen einerseits einen offenen Eindruck über dem Essbereich zu schaffen, andererseits die Sichtachse von Eingang bis in den Garten zu schaffen. Der Flur im OG ist als "Wohnflur" mit Leseecke gedacht.
    • "Über die einzelnen Räume wie fensterlose Ankleide und Problem beim Weiterverkauf, da es keine Kinderzimmer gibt, aber vier Bäder, lassen wir am besten außen vor, oder?"
      Gerne auch dazu einen Kommentar ;) Wir bauen erstmal für uns und nicht für den Weiterverkauf. Ein Fenster in der Ankleide seh ich ehrlich nicht - keiner von uns trägt Bekleidung, die einem Tageslichtcheck standhalten müsste. Ein Oberlicht wäre an der Stelle dennoch einbaubar (und steht schon in den Kommentaren zum ersten Grundriss). Keine Kinderzimmer: Stimmt. Es wird keine Kinder geben, also auch kein Kinderzimmer. Und beim Thema Bäder: Nun ja, eines gehört zum "Anliegerzimmer" (wie so nett beschrieben), eines ist ein Gäste-WC, eines ist das Masterbad am Schlafzimmer. Das einzige, das ich für debattierbar halte, ist das kleine Bad am Hobbyraum - was aber ganz besonders ein Wunsch von uns war.


    Zu icom852's Kommentaren zum Aufriss NO habe ich glaube ich in den anderen Kommentaren etwas gesagt, nun zum Rest:


    • "Haus u Garage auf einer Bodenplatte? Aufbauhöhen, Wandstärkenwechsel 50 u 24?"
      Vermutlich. Dazu habe ich noch keine Information bekommen.
    • "Position Zugangstür Garage-Technikraum, Zugang nur über Garage..."
      Ja, das ist uns auch aufgefallen und ist schon kommentiert.
    • "Die kleine Garage als Vorsprung gefällt mir auch nicht, ggf. eine Flucht an der Front und lieber nach hinten tiefer gehen lassen..."
      Hier eine Flucht fand ich persönlich nicht so schön, weil man dann wieder eine große Fläche schafft. Dazu ist die Garage ja weniger hoch. Aber das wäre eine denkbare Alternative. Ich glaube die Rationale war, dass man so das Bauordnungsamt überzeugen kann, das Haupthaus recht weit hinten im Grundstück liegen zu lassen. Aber das ist diskutabel.
    • "eine gerade Treppe würde hier toll aussehen > würde Technikraum und Waschküche mehr Raum geben."
      Hatten wir uns auch gewünscht, als Kragarmtreppe. Kommentar des Architekten war, dass man dadurch bei Standardstufenhöhe fast 6m Treppenlänge hätte und damit einiges an Platz verschwendet. Es soll wohl noch einen Entwurf mit gerader Treppe geben.
    • "Das Einlieger Zimmer (keine Wohnung) gefällt mir nicht, entweder richtig oder gar nicht, Tür in den Flur sieht nicht schön aus."
      Die Idee hier ist eher ein autarkes Gästezimmer zu haben. Es soll nicht vermietet werden oder ähnliches, soll aber die Möglichkeit bieten, auch mal für eine Woche oder so zu bleiben. Hier tut sich meine bessere Hälfte schwer, mehr Raum zuzulassen, weil es ja zulasten des Haupthauses gehen würde. Ganz glücklich bin ich mit dem jetzigen Stand aber auch nicht.
    • "Die beiden WC aneinander fressen nur Platz, kombinieren und Größe reduzieren, somit breiterer Eingangsbereich machbar."
      Das eine gehört zum "Einliegerzimmer" und soll autark den Raum versorgen. Da ist mit kombinieren schwierig ;)
    • "Die Speise frisst recht viel Platz und kann trotzdem nur einseitig mit Regalen gestellt werden, würde ich zu einem kombinierten Raum mit Waschen/Bügeln zusammen nehmen."
      Ist quasi schon gekauft. In der ursprünglichen Planung lag Waschen/Bügeln nicht an der Küche, sodass sich eine separate Speisekammer empfahl. Hier ist es unnötig und wird integriert.
    • "Das eine Büro unten links kann nur per Beamen errreicht werden..."
      Haha, good point. Es soll ein Gemeinschaftsbüro für zwei sein, das bei Bedarf durch eine Schiebetür getrennt werden kann (Telefonkonferenzen oder so etwas). Klar wäre ein direkter Zugang schön, nimmt aber nur Stauraum und ist vermutlich nicht zwingend nötig
    • "Kinder gibts nicht?"
      Nope, wird es auch nicht. "Vorteil" einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft ;) Und im Zweifel haben wir den Hobbyraum mit angeschlossenem Bad, das als Kinderzimmer genutzt werden könnte.
    • " Vordach/Betonteil über Hauseingang und Fläche der Doppelgarage total verschwendet, bei entsprechender Planung liese sich hier viel schönes draus machen!"
      Die Doppelgarage war als Gründach angedacht, damit man aus dem Bad darauf schauen kann. Ich könnte mir auch eine Begehbarkeit aus dem Hobbyraum vorstellen.
    • "Alles in allen würde ich da nochmal früher anfangen, da passt so vieles nicht, dass es mit Wände schieben oder andere Treppenicht so leicht getan ist."Hmm, das war jetzt der erste Entwurf, der wirklich auf Basis unserer Bedarfsliste entstanden ist. Im Großen und Ganzen waren wir recht angetan. Die fehlende Größe in Kochen/Essen/Wohnen ist mir aber auch aufgefallen. Aber vermutlich muss man nochmal überlegen, ja.
    • "Grundlegend würde ich mir bewusst werden ob eine echte Einliegerwohnung notwendig ist oder ein Gästezimmer, darauf würde ichden Entwurf aufbauen, dann kann man die Räume sinnvoller anordnen."
      Idee der Einlieger"wohnung" ist einmal die zusätzliche Förderung einer weiteren abgeschlossenen Wohneinheit über KfW zu nutzen und Rückzugsraum für einen längerfristigen Gast (Mutter, Schwiegermutter, Neffe,...) zu bieten, der auch unabhängig vom Haupthaus funktioniert.


    Uff, das war jetzt viel Text. Vielen Dank für den Input schon mal und sorry für den Roman. Die anderen Aufrisse lade ich noch hoch.
    Danke nochmal und schönen Abend.

  • Viel Raum, wenig Platz.


    Hatte vor einiger Zeit mal so ein Haus als Energieausweis. Das hier erinnert mich daran, auch wenn das ganz anders aussah. Das hatte auch so Lufträume, die irgendwie halt da waren, aber mehr nicht. Dazu große Verkehrsflächen etc.


    Die Diskussion bzgl Gästezimmer kenne ich. Überlegt es Euch wirklich. Wie wird das sein? Wird tatsächlich (Schwieger) Mama mal für eine Woche bei Euch sein? Dauerhaft? Wie ist das denn aktuell gelöst?

    Könnte ein Zimmer zwei Funktionen haben? (Büro + Gast, Bügeln + Gast, etc) Lieber da mal ein größeres Zimmer mit mehr Funktionen (und entsprechender Schrankausstattung in dem alles verschwindet) als für jedes Dingelchen ein Plätzchen.


    Wenns eh eine Sauna gibt: die mit dem Bad und einem Freisitz verbinden. Je nach Einsehbarkeit natürlich bzw. das könnte man ja gestalten durch einen Rücksprung oder so.

    Es gibt auch Kompromisse zwischen gerade und gewendelten Treppen. Eine Viertelwendelung am Austritt oben kann schon helfen, das ganze deutlich zu kürzen.


    Alles in allem würde ich sagen: Ihr steht noch sehr weit am Anfang.


    PS und offtopic eigentlich: Ich finde in der Hinsicht CAD Programme nicht so dolle, da sie einen Stand vortäuschen, der noch lange nicht erreicht ist. Da ist mir persönlich eine schöne Handskizze mit verschiedenen Varianten erst mal lieber. Aber vielleicht bin ich da zu oldschool.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Guten Morgen,


    das allermeiste wurde ja schon geschrieben. Ich gebe dennoch meine ganz persönlichen Kommentierungen noch einmal ab. Mag da einige Wiederholungen geben.


    Mich wundern die Priorisierungen!


    Ein große "Einliegerwohnung" (Bett, Mini-Küche, Bad) großzügigste Nebenräume (Wäsche/ Bügeln....wie viele Stunden am Tag mag man hier verweilen? Flurflächen von geradezu epischer Größe), Bäder in einer Anzahl und Größe, die einem kleinen Hotel zur Ehre gereichten....und dann die Aufenthaltsräume, in denen sich "das wahre Laben" abspielt: Küche/ Essen/ Wohnen mit einem derart bescheidenen Platzangebot, dass man Mitleid bekommen möchte.


    Die Verhältnisse passen für mich so gar nicht!


    Ob man ein "Homeoffice" braucht? Muss man selber wissen. Ein Gästebereich? Das ist sehr individuell (kann sein, kann nicht). 4 Bäder bzw. WCs? Ich sehe keine Kinderzimmer, aber 4 x Sanitärbereich?


    Ein Balkon vor dem Schlafgemach? Wozu? Balkone an EFHs sind mE völlig unsinnig. Da ist ein großes Grundstück mit Garten!


    Schau Dir mal die Kaskade merkwürdiger Raumzuschnitte an:


    1. Eingangsbereich: Nicht gerade groß, eher klein, beengt.

    2. Ein riesiger Flur. 2,40m breit....für was? Von dort ein Treppenhaus, das einem 08/15-Standard-Reihenhaus-Grundriss entrissen worden ist. Ende der Großzügigkeit?

    3. Ein Essplatz von der Größe des Flurs (mag genügen) und ein Wohnraum von 3,70m Breite? Nicht ernsthaft, oder?


    Die Küche: Groß? Ja...sehr! Arbeitsflächen oder Funktionsflächen (Schnippeln, Hacken, Braten, Abstellen,...) sind dennoch Mangelware. Die SpeiSekammer ist auch eher ein Gimmick des Planers, oder? Eine faltbare Tür? Diese muss jedes mal, wenn man einen Sack Reis benötigt aufwendig entfaltet werden. Das entspricht nicht meiner Erfahrung im Bereich Küche. Das ist maximal unpraktisch. Sicher wohl der komischen Form geschuldet. Dann doch lieber auf der Seite durchgehend Einbauschränke/ Vorratsschränke. Und gut ist's.


    Der Flur im OG....was mag man da wollen? Zwei Galerien? Der Planer hat dort immerhin einen Stuhl plaziert, so dass man sich zwischendurch einmal ausruhen kann. Ansonsten: Viel unnützer Raum mit Ausblick auf einen zierlichen Essplatz (einerseits) und eine kleine Garderobe (andererseits).


    Zum Verständnis, was die Raumbezeichnung en anbelangt: Einen Windfang hat man früher häufig geplant um zu verhindern, dass es in der ganzen Bude zieht, wenn man zur Haustür reinkommt (kann ja etwas dauern...Gäste verabschieden....was auch immer). Das macht natürlich wenig Sinn, wenn man es dann nach oben hin öffnet (Galerie). Die Funktion ist damit nicht mehr erfüllt. Wozu dann also einen Windfang?

  • Thomas B  :thumbsup:

    Irgenwie sieht der Grundriss aus, als habe der Planer/die Planerin eine Garage und ein Treppenhaus entworfen und dann gemerkt: Oups ein paar Wohnräume bräuchst ja auch noch. Und da er/sie begeisterter Leser von Wohnzeitschriften über Sanitärräume ist, mussten davon möglichst viele untergebracht werden.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • als habe der Planer/die Planerin eine Garage und ein Treppenhaus entworfen

    Bei der Garage bin ich ja bei Dir....aber beim Treppenhaus? Gerade dort vermisse ich jedwede entwerferische Inspiration!


    Hatten wir uns auch gewünscht, als Kragarmtreppe. Kommentar des Architekten war, dass man dadurch bei Standardstufenhöhe fast 6m Treppenlänge hätte und damit einiges an Platz verschwendet.

    Die jetzige Treppe stellt mE die maximal mögliche Entwurfsferne vom Gewünschten dar.


    Das Argument der Platzverschwendung kann ich auch nicht verstehen. Diese findet doch in Form übergroßer Flure und Galerien anderenorts statt.


    Ob es bei der Treppe zu einer Gesamtlänge von 6m kommen würde? Bei einer Geschoßhöhe von 3,50 m (sehr viel!...mein lieber Scholli!) und 19 Steigungen, wie im Plan dargestellt, komme ich auf 19 Stg. 18,4 / 27 (18 x 27cm = 4,86m) .

  • Gerade dort vermisse ich jedwede entwerferische Inspiration!

    Sie dominert den Grundriss - daher. Viel Entwurfsarbeit ist da nicht eingeflossen - stimmt.

    19 Stg. 18,4 / 27 (18 x 27cm = 4,86m)

    + ein Podest nach 18 Steigungen (spätestens). Ja - das kommt aus dem behindertengerechten Bauen - ist aber auch im EFH mehr als nur "nett"

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ich würde noch zu bedenken geben, dass eine Hebebühne in der Garage bei einem SUV noch mehr Höhe braucht 😁


    Was aber nicht bedeutet, dass im Haus die selbe Deckenhöhe erfordert 😉

    3m sind auch schon ordentlich 👍

  • Idee der Einlieger"wohnung" ist einmal die zusätzliche Förderung einer weiteren abgeschlossenen Wohneinheit über KfW zu nutzen und Rückzugsraum für einen längerfristigen Gast (Mutter, Schwiegermutter, Neffe,...) zu bieten, der auch unabhängig vom Haupthaus funktioniert.

    Evtl ist es günstiger, nicht so viel Raum zu schaffen und dennoch einen Gast unterzubringen. Überlegt es Euch wirklich gut mit der Einliegerwohnung. Man würde gerne alle Möglichkeiten wahrnehmen, aber sollte ehrlich zu sich sein und überlegen, ob diese Fälle tatsächlich so zutreffen werden.

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  • Das EG ist ziemlich verwinkelt, während das OG sauberer konstruiert ist. Das Wohnzimmer ist auch recht mickrig. und eine dunkler Treppenschlauch geht ins OG. Das ist für Höhlenmenschen geplant worden und wenn man noch keine Fensterchen dazu plant, dann passt es auch. Das EG ist wie eine Mietwohnung, kleines Wohnzimmer und Schlafzimmer daneben. Warum nicht das Wohnen im EG und das Schlafen komplett im OG? Warum keine Großzügigkeit beim Wohnen, wenn man es eh kann? Warum diese Enge? Achso, ja ist Gästezimmer im EG. Aber warum so groß? Ist doch nur ein Gästezimmer. Ich habe den Eindruck, dass das einer geplant hat, der nix anderes als das Wohnen in einer Mietswohnung kennt und die Gewohnheiten eines Lebens in einer solchen auf ein Haus überträgt.


    Also alles in allem ein sehr uninspierierter Entwurf.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Uiuiui, da hab ich aber was aufgemacht :thumbsup:


    Auf ein Neues, in der Kommentarrunde:


    • "Wird tatsächlich (Schwieger) Mama mal für eine Woche bei Euch sein? Dauerhaft? Wie ist das denn aktuell gelöst? Könnte ein Zimmer zwei Funktionen haben? (Büro + Gast, Bügeln + Gast, etc)"
      Die Chance ist da. Aktuell wird meine Mutter (bettlägerig, mit Chance, dass sie nochmal gehen können wird) von meinem Vater und einer ambulanten Pflegekraft versorgt. Wenn er weswegen auch immer Mal ausfällt, muss eine Zwischenlösung her - das wäre dieses Zimmer. Und so Doppelfunktionszimmer find ich persönlich blöd. Ja, is nen Luxus eines leerstehenden Raumes, keine Frage.
    • "Wenns eh eine Sauna gibt: die mit dem Bad und einem Freisitz verbinden."
      Wer sprach denn von Sauna? Ich glaub das war nur ne Idee in icom852's Vorschlag. Geplant war keine.
    • "Küche/ Essen/ Wohnen mit einem derart bescheidenen Platzangebot, dass man Mitleid bekommen möchte."
      Ja, da möchte ich auch gerne nochmal dran, irgendwie.
    • "Ob man ein "Homeoffice" braucht?"
      Jup, braucht man - ich arbeite etwa 4 von 5 Tagen die Woche daheim, der Mann zeitgleich auch 2 Tage
    • "Ich sehe keine Kinderzimmer, aber 4 x Sanitärbereich?"
      Wie erwähnt: Keine Kinder, im Notfall aber der Hobbyraum mit Bad. Zu den Sanitärbereichen hab ich ja glaube ich schon genug gesagt.
    • "Ein Balkon vor dem Schlafgemach? Wozu? Balkone an EFHs sind mE völlig unsinnig. Da ist ein großes Grundstück mit Garten!"
      Ist glaub ich ne persönliche Sache. War uns wichtig. Kleine Kaffeemaschine in die Ankleide und dann den ersten Kaffee da oben trinken. Ich freu mich jetzt schon
    • "Die SpeiSekammer ist auch eher ein Gimmick des Planers, oder?"
      Wie schon erwähnt, kam aus der ursprünglichen Planung, dass der HWR nicht an der Küche ist. Wird in der nächsten Version mit dem HWR kombiniert sein.
    • "Der Flur im OG....was mag man da wollen? Zwei Galerien?"
      Ein Luftraum überm Essplatz war von uns gewünscht. Ich mag die Weite nach oben sehr. Mir ist bewusst, dass der zweite noch deutlicher unter "Luxus" fällt - ich finde ihn als Gestaltungselement eine schöne Idee. Mal schauen, ob er sich halten lässt.
    • "Das macht natürlich wenig Sinn, wenn man es dann nach oben hin öffnet (Galerie). Die Funktion ist damit nicht mehr erfüllt."
      Mehr als valide. Danke für den Hinweis.
    • "Ich würde noch zu bedenken geben, dass eine Hebebühne in der Garage bei einem SUV noch mehr Höhe braucht"
      Das wiederum ist nicht meine "Baustelle". Der Mann sagt er braucht 4 m+ Höhe, jetzt sind es 4,5m. Wenn's realisierbar ist soll er's bekommen. Und zum Thema "Grube statt Hebebühne" - das hilft beim Schrauben am Motorrad leider nicht so viel ;)
    • "Achso, ja ist Gästezimmer im EG. Aber warum so groß? Ist doch nur ein Gästezimmer."
      Weil es eben als separat nutzbare (und damit auch förderbare) Wohneinheit gesehen werden soll. 25m² soll das Ganze haben. Mir ist bewusst, dass das nicht herausragend viel ist. Aber ich kenne es aus Studizeiten auch so und fand es vollkommen okay. Es geht nicht darum eine komplett autarke Wohneinheit zu haben. Ich will ein Gästezimmer, in das sich der Gast im Zweifel zurückziehen kann, ein privates Bad hat, sich morgens auch schon Mal einen Kaffee kochen kann und so weiter. Dazu eben die Möglichkeit Familienmitglieder zeitweise unterzubringen.

    Ach ja, nur für die Einordnung: Grundsätzlich sprechen wir hier von etwa 200 m² Fläche bei einem Budget von etwas unter 500.000 Euro Projektvolumen (inklusive Garage und Außenanlagen).

  • Ich mag die Weite nach oben sehr.

    Das ist aber keine Weite, das ist ein Loch in der Decke.


    Unter Weite nach oben würde ich z.B. so etwas verstehen. Hatte selbst mal eine Galeriewohnung und wollte etwas Vergleichbares in der jetzigen DHH. Musste aber einsehen, dass es einfach nicht passt bzw. zu viel notwendige Wohnfläche verloren geht. Wenn aber die Außenmaße gar nciht so eingeschränkt sind wie bei euch, muss das deutlich besser gehen.

  • Das Budget halte ich für das, was da auf dem Plan gezeigt wurde als etwas wenig.


    Sicherlich kostet sowas bei den einschlägigen Fertighausanbietern weniger, aber bei euch sind schon viele Dinge nicht von der Stange realisierbar.


    Garagenhöhe und sogar Tore sind alles Sondermaße, die Deckenhöhe im Haus ist ja a ned wenig.

    Viel Sanitär ...


    Gerade in Anbetracht des Budgets würde ich die sinnvollen Tipps des Forums annehmen, gerade was Verkehrsflächen und Raumgrößen/Situation angeht.


    Die KfW Förderung klingt doppelt zwar Recht nett, was man dabei alles beachten muss, da hast die geschenkte Summe auch schon wieder verbraucht.


    Das mit der Mutter und der nötigen Pflege, denk daran.

    Wenn der Vater nicht mehr kann oder ihr auf Hilfe angewiesen seid, na braucht die Kraft einen eigenen Raum.


    Bzgl separaten Raum, bei einer Wohnung ja, bei einem Zimmer nein.

    Man lässt ja meine fremden bei sich wohnen, in der Regel Familie und Freunde, die dürfen auch gerne Mal über den Weg laufen...

  • Der Grundriss ist nicht schön. Punkt

    Er ist auch nicht funktional oder wirklich auf Eure Bedürfnisse abgestimmt. Nochmal Punkt


    Gib dem Planer die Chance, es besser zu machen.


    Ich schick Dir später noch was per PN zu.

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  • das hilft beim Schrauben am Motorrad leider nicht so viel

    Motorradhebebühne braucht 4 m+ Raumhöhe - never. Und wenns ne PKW Bühne werden soll, taugt die nicht zum Motorradl schrauben. Es sei denn, es wäre ne Scherenhebebühne. Die hat aber andere Herausforderungen.

    (und damit auch förderbare)

    Meist kostet der Bau MEHR als die Förderung einbringt. Also gut überlegen, ob ein einfaches Zimmer nicht ausreicht.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ein Luftraum überm Essplatz war von uns gewünscht. Ich mag die Weite nach oben sehr.

    Dagegen ist ja prinzipiell nichts zu sagen, aber das Loch in der Decke hat (geschätzt) 2,50 x 2,50m, befindet sich in 3,50m Höhe. Darüber folgen nochmals ca. 3m Höhe. Man sitzt also am Esstisch und hat über sich eine Deckenhöhe von ca. 6,50m auf einer Fläche von 2,50 x 2,50 m....mit Weite hat das aber nicht viel zu tun. Stelle Dir vor Du setzt Dich in einen Aufzugsschacht....


    Der Grundriss ist nicht schön. Punkt

    Ja...so ist es leider. Die Verhältnismäßigkeiten passen nicht! Gar nicht! Überhaupt nicht!


    Ich will hier nicht über den Sinn von 4 Sanitärbereichen hirnen. Ich bräuchte es nicht, das steht aber gar nicht zur Diskussion. wenn Ihr das braucht (wollt), dann soll es so sein.


    Aber Euer einziger echter Wohnraum, die zentrale Begegnungsstätte erinnert mich an sozialen Wohnungsbau. Viel zu klein. Gerade bei den Raumhöhen.


    Bedenke: Ein hoher Raum benötigt auch Grundfläche (Thema Aufzugsschacht!). Ist der Raum zu klein, lässt sich das mit schierer Höhe nicht ausgleichen.


    Euer Wohnbereich ist gerade mal 3,70m breit und stolze 3,20m hoch!


    Ich würde hier dem Wohnraum deutlich mehr Fläche gönnen, die Raumhöhe reduzieren (2,75 - 2,90 m) und dann kann man auch über eine Galerie nachdenken.


    Weiterhin gutes Gelingen.

  • Eine der Vorschreiber erwähnte ja schon, dass es mit Wand hier rücken , Wand die rücken nicht getan ist.

    Da muss ein ganz anderes Konzept her. Kopf einmal lüften und ran an den Bleistift.

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