Flachdachterrasse nur mit 2 % Gefälledämmung

  • GU/GÜ möchte die Terrasse (1,6 m tief und 12 m breit), welche sich vor unseren drei Schlafzimmern befindet (unter Schlafzimmern und Terrasse befindet sich das Wohnzimmer) mit einer Gefälledämmung von nur 2% (100 mm WLG 035 i.M + 100 mm WLG035 gem. EnEv-Nachweis errichten.


    Meine Idee: 100 mm WLG035 i.M + 70 mm PU WLG024 und eine höheres Gefälle


    In der Flachdachrichtlinie habe ich gelesen, dass 2 % ausreichen - aber besser noch 5 % betragen sollen. Mein GU/GÜ weigert sich gerade noch mehr Gefälle zu errichten.


    Frage: Ist nun 2 % ausreichend bei so einer kleinen Terrasse oder ist es besser, da das Wasser von den Schlafzimmerfenstern (darunter liegt ein statisch wichtiger Stahlbetonträger) wegfließt.

  • In der Flachdachrichtlinie habe ich gelesen, dass 2 % ausreichen.

    Naja, die Formulierung ist etwas anders, aber 2 % Gefälle sind hier im Ergebnis angemessen.

    ... aber besser noch 5 % betragen sollen. Mein GU/GÜ weigert sich gerade noch mehr Gefälle zu errichten.

    Das muss er auch nicht, wenn es nicht vertraglich ausdrücklich anders vereinbart war, weil die a.R.d.T. nur 2 % verlangen. Ich wäre froh, wenn ich die in der Praxis überall anträfe - dies ist nämlich regelmäßig nicht der Fall.

    ... oder ist es besser, da das Wasser von den Schlafzimmerfenstern (darunter liegt ein statisch wichtiger Stahlbetonträger) wegfließt.

    Dafür sehen die a.R.d.T. andere Lösungen vor.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich hab ja so eine Konstruktion, bin gerade am Bilder suchen

    Off-Topic:

    Skeptiker, es ist Sonntag, sei doch nicht so schnell ich komm wieder mal nicht hinterher:D

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Soll ich dann lieber 10 cm PU WLG 024 anstatt der 10 cm WLG 035 einbauen lassen?

    Du sollst das einbauen lassen, was im hier im rechnerischen ENEV-Nachweis und der Detailplanung vorgesehen / gerechnet wurde. Das Material mit WLG 035 war doch sicher kein PUR/PIR, oder?


    Off-Topic:

    Off-Topic:

    Skeptiker, es ist Sonntag, sei doch nicht so schnell ich komm wieder mal nicht hinterher:D

    Sorry, hatte grad' Kaffee und Törtchen und mag noch nicht wieder an die Ausschreibung gehen ... halte mich jetzt zurück!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nein nein, war schon gut. Du bist ja sicher, was die a.r.d.T etc. angeht.

    Off-Topic:

    Ausschreibungen am Sonntag...:thumpsdown:,

    Kaffee und Kuchen :thumbsup::thumbsup:

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  • So schaut das fertig aus. Entwässerung geht über die lange Seite (ist doof, weil da echt ganz schön was an Höhe zusammenkommt, aber was macht man nicht alles für die Ästhetik)


    Da wo der Eimer draufsteht, ist der Überzug



    so schaut das ganze am Fenster aussen aus. Eine flache Rinne vor dem Fenster, genügend Höhe zum Fenster selbst.


    Bild vom Überzug aussen/innen reiche ich noch nach. Evtl könnt ihr Euch das dann besser vorstellen.



    Probleme? Ja, hatten wir, nach 6 Jahren. Da war ein Übergang nicht dicht, das ist jetzt mit kleinem Aufwand gerichtet worden. Das hat aber nichts mit der Konstruktion (Überzug) allgemein zu tun, sondern mit den Abläufen. Da gibts mittlerweile schon wieder bessere Lösungen.

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  • Das ist das beste Forum, welches ich jemals kennen gelernt habe. G A N Z HERZLICHEN DANK !!!


    Frage: Unser GU/GÜ bietet uns nun an, die WPC-Dielen in Eigenregie herzustellen. JEDOCH würden dann auch drei Edelstahl-Entwässerungsrinnen entfallen und müssten von uns selbst hergestellt werden müssen. Für 20 qm wären das € 4.700 Ersparnis. Nur ich traue mir vielleicht noch die WPC-Dielen zu, aber gehe ich nicht ein super dummes Risiko ein, wenn ich keine Ahnung von Entwässerungsrinnen habe und dann das Flachdach nicht gescheit "entwässert" wird und dann bei einer Undichtigkeit der Finger auf mich gerichtet wird?


    Kurz und knapp: Soll ich die € 4.700 lieber bezahlen und ruhig schlafen?

  • Frage: Unser GU/GÜ bietet uns nun an, die WPC-Dielen in Eigenregie herzustellen. JEDOCH würden dann auch drei Edelstahl-Entwässerungsrinnen entfallen und müssten von uns selbst hergestellt werden müssen. Für 20 qm wären das € 4.700 Ersparnis.

    Was haben die Dielen mit den Entwässerungsrinnen zu tun? Technisch: Nichts! Das ist eine Alternativenbildung mit dem Vorschlaghammer! :wall:


    Weshalb möchte man WPC auf dem Dach haben? Entscheide bitte, in welchem Faden Du das diskutieren möchtest, sonst wird es unübersichtlich!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Was haben die Dielen mit den Entwässerungsrinnen zu tun? Technisch: Nichts! Das ist eine Alternativenbildung mit dem Vorschlaghammer!


    Ich habe mich auch nur sehr gewundert. Vermutlich macht er der gleiche Unternehmer und hat beide Punkte als eine Position angeboten und GU/GÜ möchte nicht nochmal nachfragen.



    Gefälle geht Richtung der 1,60?


    Korrektur: Das Regenfallrohr ist bei uns an der gleichen Stelle angebracht, wie auf dem ersten Foto (neben der Flachdachterrasse) von Anda. Ob dann das Gefälle Richtung der 1,6 m geht um dann umgeleitet zu werden ??????? Meinerseits völlige Ahnungslosigkeit an dieser Stelle.

  • Ob dann das Gefälle Richtung der 1,6 m geht um dann umgeleitet zu werden ???????

    Nö.



    Das geht dann von der Mitte aus nach rechts und links runter bei mir. (und da kommt bei 2% bei der Länge ganz schön was zusammen an Höhe)

    Wird bei Dir vermutlich ähnlich sein. Ist kein Problem, gehört sich gut und vernünftig geplant. Da muss man nämlich einfach vorher wissen, WAS man will. Deswegen würde ich dem GU/GÜ da nicht reinreden wollen in so eine sensible Planungstelle. Der klingt m.E. nicht so unvernünftig.


    Ehrlich? Wenn da die Ahnungslosigkeit bei Euch so groß ist, würde ich ausgerechnet an der Stelle nicht sparen wollen. und auch nicht dem Planer reinreden.


    Einzig die Diskussion Bitumen - Folie kann man führen. Aber da würde ich mal abwarten, was so Elopant , Kalle , stefan ibold   HPF und andere Dachdecker dazu sagen. Auch die Archis hier haben diesbezüglich Ahnung. Ich hab da nur wenig Erfahrung, nämlich das eigene Haus.

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  • Da muss man nämlich einfach vorher wissen, WAS man will. Deswegen würde ich dem GU/GÜ da nicht reinreden wollen in so eine sensible Planungstelle. Das klingt m.E. nicht so unvernünftig. ... Wenn da die Ahnungslosigkeit so groß ist, würde ich ausgerechnet an der Stelle nicht sparen wollen. und auch nicht dem Planer reinreden.

    In einer Ausführungsplanung würde ich Angaben zur Richtung der Gefälle und zu den genauen Aufbauten und ihren Höhen an Fenstern und der Attika erwarten. Deshalb frage ich dazu so beharrlich nach. Wenn das alles vernünftig geplant ist, würde ich die Finger davon lassen. Wenn die Planung noch nicht vorliegt, sollte man jetzt dringend nachfragen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Folgende Zeichnungen wurden mir vorgelegt.

    Fürmeine Geschmack sind die noch nicht ganz vollständig. Erstmal meine ich die Angaben zur Gefällerichtung- und - neigung, (siehe rote Ellipsen):



    dann aber auch den Grad der Detaillierung. Ich habe 'mal zwei Beispiel aus einem laufenden Projekt von mir angehängt:



    Erkennst Du den Unterschied?


    Das ist noch nicht besorgniserregend, aber eben noch nicht vollständig fertiggestellt. Meine Beispiele sind auch noch nicht fertig, aber das sage ich ausdrücklich dazu.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • In der Flachdachrichtlinie habe ich gelesen, dass 2 % ausreichen - aber besser noch 5 % betragen sollen.

    Steht da so sicherlich nicht. Abdichtungen sind mit einem Gefälle von 2% (Plangefälle) zu planen. Ab einer Neigung von 5% kann mit weniger Pfützenbildung im Nahtbereich gerechnet werden. Bedeutet das ein gefplantes Gefälle von 2% nicht dem tatschächlichen Gefälle entsprechend muss und in aller Regel auch nicht wird.


    Meine Idee: 100 mm WLG035 i.M + 70 mm PU WLG024 und eine höheres Gefälle

    Schnapsidee. Da in aller Regel ein EPS Dämmstoff und ein PIR/PUR Dämmstoff kombiniert werden. Die anderes Schwindverhalten haben. Entweder EPS oder PIR. Wobei ich Balkone ganz grundsätzlich in PIR nehmen würde.

    Richtung der 1,6 m geht um dann umgeleitet zu werden ??????? Meinerseits völlige Ahnungslosigkeit an dieser Stelle.

    2% bei ca. 13m länge machen 26cm Höhendifferenz. Das klappt bestimmt mit der Türhöhe, Fenster usw. Wenn das die endgültigen Pläne sind, die du da eingestellt hast - dann klappt das ganz sicher nicht. Es würde mich nicht wundern wenn hinter der "Einsparung" die man Euch anbietet ein Motiv besteht. Selbst bei hälftig geteiltem Gefälle wird das - wenn EG Decke durchgeschüttet wird - sehr sehr sportlich.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Selbst bei hälftig geteiltem Gefälle wird das - wenn EG Decke durchgeschüttet wird

    Was ist mit durchgerschüttet gemeint?



    Es würde mich nicht wundern wenn hinter der "Einsparung" die man Euch anbietet ein Motiv besteht.

    Ja, das kam mir auch sehr komisch vor. Sonst kam von der Architektin kein Vorschlag zur Kosteneinsparung

  • Wobei ich Balkone ganz grundsätzlich in PIR nehmen würde.

    GU/GÜ rechnet nun vermutlich mit EPS, da WLG 0035. Somit würde Aufbau mit PIR dünner.


    Fragen:

    1) Wäre es mit PIR WLG0024 darstellbar, damit wir dann noch unsere Terrasse mit Naturstein und Entwässerungrinne auf Fensterhöhe bekämen?

    2) Wenn Polyurethan brennt, dann entsteht Blausäure (sagt meine Ehefrau - wenn man unsere Lebensgeschichte kennt, die sehr traurig ist, dann würde man den ängstlichen Hintergrund der Frage verstehen). Wäre es dann doch besser EPDM-Folie anstatt Bitumen zu nehmen, da dann nicht gefackelt wird?

  • Deswegen schrieb ich das wegen der Frage nach der Lage der Entwässerung. Und dass das Planung erfordert bei den Höhen.


    btw: Bei uns ist eine Stufe drin ( was uns aber nicht stört)

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  • 1) Wäre es mit PIR WLG0024 darstellbar,

    Fragst Du, ob man das zeichnen kann? Ich verstehe die Frage nicht!

    damit wir dann noch unsere Terrasse mit Naturstein und Entwässerungrinne auf Fensterhöhe bekämen?

    Das muss man ausrechnen / zeichnen. Meine Vergleichsterrasse ist mit PUR/PIR konzipiert und funktioniert.

    2) Wenn Polyurethan brennt, dann entsteht Blausäure

    Es ist heute nicht mehr PUR, sondern PIR. Alle zur Wärmedämmung eingesetzten Schaumkunststoffe verbrennen unter Freisetzung von mehr oder weniger ungesunden bis giftigen Gasen. Der einzige nichtbrennbare und druckfeste Dämmstoff (Schaumglas) lässt sich meines Wissens nur sehr eingeschränkt zur Ausbildung eines Gefälles einsetzen und kostet ungefähr zehnmal soviel wie das bei Dir vermutlich vorgesehene EPS.

    Wäre es dann doch besser EPDM-Folie anstatt Bitumen zu nehmen, da dann nicht gefackelt wird?

    Die EPDM-Foiien ist ebenfalls brennbar.


    Aber im Brandfall gibt es immer gesundheitsgefährdende Brandgase, sofern Du nicht ausschließlich nichtbrennbare Bodenbeläge, Möbel, Ausstattung im Haus hast. Da kommt es auf die Brennbarkeit eines abgedeckten Terrassenfläche kaum an.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • 1) Wäre es mit PIR WLG0024 darstellbar, damit wir dann noch unsere Terrasse mit Naturstein und Entwässerungrinne auf Fensterhöhe bekämen?

    Ob es realisierbar ist hängt von der Planung der Randfaktoren ab. Fußbodenhöhe Innen, Position Fenster (Austritt), benötigtes Gefälle, Aufbau Balkonbelag. Möglichkeiten gibt es etliche wie man an das Ziel kommen mag.



    2) Wenn Polyurethan brennt, dann entsteht Blausäure (sagt meine Ehefrau - wenn man unsere Lebensgeschichte kennt, die sehr traurig ist, dann würde man den ängstlichen Hintergrund der Frage verstehen). Wäre es dann doch besser EPDM-Folie anstatt Bitumen zu nehmen, da dann nicht gefackelt wird?

    Wenn durch die Verlegung der Bitumenbahn die Dämmung anfängt zu brennen, wurde irgendwas essentiell verkehrt gemacht.

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