Was ist das?

  • Moin moin in die Runde.


    Im Schlafzimmer wurden wir die letzten Tage von einem sehr unangenehmen Geruch überrascht.


    Als ich das Bett wegschob, kamen diese Flecken an der Außenwand zum Vorscheinen.


    Wohnen 8 Monate in der Wohnung und das Bett stand ca. 10 cm von der Wand ab.


    Weiß jemand, was das ist?


  • Spontan: Feuchtigkeit, die zu Schimmelpilzbefall geführt hat.


    Welches Geschoss?

    Vermutlich noch schlimmer: übergespachtelter Altschaden


    Auch hier die Fragen:

    * welches Geschoss

    * handelt es sich um eine Außenwand

    * liegen dahinter nassräume (Küche, Bad, Hauswirtschaftsraum o.ä.)

    * Altbau oder Neubau

    * falls Altbau - liegen Informationen vor, welche Arbeiten durchgeführt wurden

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Es handelt sich um das Erdgeschoss.


    Ja, es ist die Außenwand.


    Keine Naßräume in der Nähe.


    Altbau von 1907, laut Vermieter.


    Was Informationen angeht bezüglich gemachter Arbeiten, hält der Vermieter sich stark zurück.


    Vielen Dank schonmal für die schnellen Antworten.


    P.s durch den Vermieter wurde ein Handwerker (ein bekannter von ihm)

    zu uns geschickt, um sich das anzugucken.


    Der sagt das wäre nichts und hat das mit einem Lappen weggewischt und ist gegangen. <x

  • Es handelt sich um das Erdgeschoss. Ja, es ist die Außenwand. Keine Naßräume in der Nähe. Altbau von 1907, laut Vermieter.

    Vermutlich ist das Mauerwerk nicht (mehr) ausreichend gegen das Erdreich oder an der Wand herunterlaufenden Regen abgedichtet, so dass Bodenfeuchte in die Wand gelangen und in dieser aufsteigen kann oder Niederschlag einfach durch Risse oder wasserdurchlässige Ziegel eindringt. Durch Feuchtemessung lässt sich der betroffene Bereich präzise eingrenzen und dann eine geeignete Maßnahme ergreifen. Das Überstreichen mit sog. "(Anti-) Schimmelfarbe" ist keine geeignete Maßnahme zur Beseitigung der Feuchtigkeit, sondern allenfalls eine Behandlung des Symptoms.


    Als Mieter: Auf zur Mieterorganisation, in welcher hoffentlich bereits eine Mitgliedschaft besteht, oder zum Anwalt für Mietrecht und vom Vermieter mit entsprechendem Nachdruck (angemessene Mietkürzung) mit Fristsetzung die Beseitigung des Mangels der Mietsache verlangen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Sind in dem Gebäude noch die ursprünglichen Holzrahmenfenster mit Einscheibenverglasung erhalten oder sind moderne Mehrscheibenfenster mit Kunststoffrahmen und Fensterdichtungen eingebaut?


    Die früher vorhandenen Einzelöfen / ggf. Kachelöfen wurden vermutlich längs durch eine Zentralheizung im Keller ersetzt. ??


    Gibt es eine Wärmedämmung an der Außenseite des Gebäudes?


    Gibt es ggf. ein Regenwasserfallrohr an der Außenseite in der Nähe des Schlafzimmers?

    Hast Du ggf. Kontaktdaten vom Vormieter?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Also die parallel Außenwand wurde gedämmt. Siehe Bilder.


    Öfen sind raus und Ölheizung drin.


    Fenster haben einen Kunststoffrahmen.


    An der betroffen Wand ist keine Dämmung.

  • Also die parallel Außenwand wurde gedämmt. Siehe Bilder.



    An der betroffen Wand ist keine Dämmung.

    Da hammers doch.


    Die Wand dürfte die kälteste Stelle des Hauses sein und als Kondensator für überschüssige Luftfeuchte dienen. Diesen Zweck erfüllt sie mit Bravour.

    Evtl. kommt noch aufsteigende Feuchte (siehe OLger MD) hinzu die den Wärmedurchlasswiderstand nochweiter herabsetzt.

    Zuerst solltet Ihr mal das Bett da wegrücken. Sonst behauptet der Vermieter, Ihr hättet die Feuchtigkeit selbst zu verantworten. Dann sollte eine gründliche Feuchtigkeitsmessung an der Oberfläche und in der Tiefe gemacht werden, um die Ursache festzumachen.

    Ihr werdet den Vermieter kaum zwingen können, die Wand zu dämmen, es sei denn, er hätte Euch ein vollwärmegedämmte Wohnung vermietet. Kommt allerdings die Feuchtigkeit von außen und/oder von unten, ist er zur Abhilfe verpflichtet.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Zuerst solltet Ihr mal das Bett da wegrücken. Sonst behauptet der Vermieter, Ihr hättet die Feuchtigkeit selbst zu verantworten.

    Im Sommer? Das dürfte auch der dööfste Vermieter kaum behaupten! Wobei - man weiß es nicht ...

    Dann sollte eine gründliche Feuchtigkeitsmessung an der Oberfläche und in der Tiefe gemacht werden, um die Ursache festzumachen.

    :thumbsup:

    Kommt allerdings die Feuchtigkeit von außen und/oder von unten, ist er zur Abhilfe verpflichtet.

    Auch bei Kondensat wäre der Vermieter zu Beseitigung verpflichtet. Aber Kondensat im Hochsommer an der Außenwand?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Welche Himmersrichtung hat denn die Ausenwand? Norden Süden Westen?

    Seit wann ist denn die Verkabelung an der Außenwand angebracht?

    Ist die Wohnung jetzt im Sommer in dem Raum eher Warm oder kühl?

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Schon mal vielen Dank, für die ganzen Antworten.


    Himmelsrichtung prüfe ich morgen.


    Das Zimmer ist seit zwei geräumt, da der Geruch nicht auszuhalten ist.

    Das Zimmer ist jetzt eher sehr warm, zu der Jahreszeit.

  • Die "richtigen" Antworten stehen ja schon oben.


    Fazit: Dein Vermieter wird vermutlich nicht verhandlungsbereit/einsichtig sein.

    Damit wirst Du wohl Geld in die Hand nehmen und einen geeigneten Gutachter für "Schäden an Gebäuden" bzw. "Schimmel" finden und beauftragen müssen.


    P.S.: Die Begriffe "Gutachter" und "Sachverständiger" sind nicht geschüzt. Es darf sich damit (fast) jeder der will so nennen.


    ... im übrigen vermute ich immer noch, dass der Schimmelbefall schon vorhanden war und nur übergespachtelt wurde ;)

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Im Sommer? Das dürfte auch der dööfste Vermieter kaum behaupten! Wobei - man weiß es nicht ...

    Auch der döfste Vermieter dürfte bemerken, das eine im Sommer entdeckte Durchfeuchtung unter einem gerade abgerückten Bett, nicht in ebendiesem Sommer entstanden sein dürfte.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Auch bei Kondensat wäre der Vermieter zu Beseitigung verpflichtet. Aber Kondensat im Hochsommer an der Außenwand

    Auch, wenn der Mieter durch Möbilierung entgegen jeder Ratgeberseite aus der Bäckerblume, Apothekenumschau oder der Praline die vermeintliche Ursache gesetzt hat?

    Auch Richter lesen nicht nur hochgeistige Fachliteratur.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Wohnen 8 Monate in der Wohnung und das Bett stand ca. 10 cm von der Wand ab.


    Auch, wenn der Mieter durch Möbilierung entgegen jeder Ratgeberseite aus der Bäckerblume, Apothekenumschau oder der Praline die vermeintliche Ursache gesetzt hat?

    Auch Richter lesen nicht nur hochgeistige Fachliteratur.


    Warum werden hier immer wieder "unsinnige" Diskussionen zu einzelnen Worten geführt?

    Sollte es nicht um die Sache gehen?


    Kondensatprobleme sind im Hochsommer eher unwahrscheinlich ;)

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    5.Mose 27:18

  • Kondensatprobleme sind im Hochsommer eher unwahrscheinlich ;)

    Laut #1 war der Einzug im Januar.

    Hat der Vormieter oder der Vermieter im November/Dezember nochmal neu gestrichen, kam ggf. Damals schon zusätzliche Feuchte in die Wand.


    Kondensatprobleme können in den Wintermonaten möglich sein.


    Im Frühjahr, wenn die Außentemperaturen und die Innentemperaturen in wenig geheizten Räumen annähernd gleich sind und je nach Wetter die Luftfeuchte hoch sein kann, dann lässt sich überschüssige Raumluftfeuchte auch nur schwer rauslüften.


    Das und ein ggf. vorhandener Vorschaden und eine ungünstige Positionierung der Möblierung können zu den o. gezeigten Erscheinungen führen.


    Im Sommer wurde der Schaden entdeckt. Wann er entstanden ist und wann er sich entwickelt hat ist nicht mehr nachvollziehbar.


    10cm Abstand zwischen Wand und Möblierung sind aber schon eine recht große Distanz und sollten schätzungsweise eigentlich ausreichend sein.


    Dichte Fenster, verschlossene Schornsteinöffnungen, dichte Wohnungstüren, die bei Umbauarbeiten / Sanierungen eingebaut wurden sorgen dafür, dass der „natürliche“ nutzerunabhängige Luftaustausch der Raumluft mit der Außenluft eingeschränkt wird. Für den Nutzer ergibt sich daraus erst mal ein Komfortgewinn, weil es weniger zieht als früher.


    Eine Einscheibenverglasung war früher oft die kälteste Fläche im Raum (im Winter). Eine - auch nur temporäre - zu hohe Luftfeuchtigkeit war sofort sichtbar, weil sich Kondensat an den Festerscheiben bildete.


    Mit den Wärmedämmverglasungen entfällt diese „Anzeige“ und damit auch oft der automatische Griff zum Fensteröffnen.

    Gruß
    Holger
    --
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    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • De Bakel,


    ganz so ist es nicht. Der Vermieter hat nochmals Handwerker gefragt und die sagen, das wäre nichts.


    Dann kam noch Urlaub etc dazwischen.


    Habe mir jetzt ein günstiges Messgerät besorgt, um einen Anhalt zu haben.

    Die Messwerte lade ich hier hoch.


    Am Montag wird ein Anwalt aufgesucht und die Miete zunächst erstmal gekürzt.

  • Habe mir jetzt ein günstiges Messgerät besorgt, um einen Anhalt zu haben. Die Messwerte lade ich hier hoch.

    Welche Materialkennlinie hast Du eingestellt?

    Was zeigt das Gerät wo an?

    Wie interpretierst Du diese Messwerte?

    Was bringt Dich zu der Aussage:

    Am Montag wird ein Anwalt aufgesucht und die Miete zunächst erstmal gekürzt.

    ?


    Weshalb wirst Du die Miete kürzen?

    Habe dort einen Dyson stehen.

    Was ist ein "Dyson", ein Staubsauger, ein Händetrockner, ein .... ?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Habe mir jetzt ein günstiges Messgerät besorgt, um einen Anhalt zu haben.

    Die Messwerte lade ich hier hoch.


    Am Montag wird ein Anwalt aufgesucht und die Miete zunächst erstmal gekürzt.

    Und dann kommt der Gerichts SV (weil der Vermieter klagt) und stellt fest, daß das Meßgerät untauglich war, weil eine Widerstandsmessung z.B. durch Versalzung und Toleranzen untauglich war.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Welche Materialkennlinie hast Du eingestellt?

    Der Anzeige auf dem Display nach zu urteilen, war das Gerät im Modus "Bauteile". (siehe Symbol "kleines Haus" anstatt "Baum"). Bei Holz würde am unteren Rand noch ein Buchstabe angezeigt, für die verschiedenen Holzsorten.


    Die Anzeige "20,x %" verwirrt ein wenig. Keine Ahnung wie man das einordnen soll. Auf der Herstellerseite ist von 0,2%-2,9% die Rede, andererseits von einem Anzeigebereich bis 40%. (Holz bis 60%). 20,x% wären schon ziemlich feucht, ich dachte zuerst, das Komma wäre um eine Stelle verschoben. Die Nadeln sollten zudem etwas tiefer in das Material eindringen.

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    .

  • Üblich ist die Anzeige von Masseprozent bzw. bei mineralischen Baustoffen CM-Prozent. In beiden Fällen wäre aber ein Anzeigewert von über 10 % mehr als fragwürdig. Ich habe in rund 10 Jahren einmalig einen Messwert von 20% gehabt - bei einem Holzfaserdämmstoff, bei dem dies physikalisch auch nachvollziehbar war, aber auch dann den Hersteller des Dämmstoffs noch verblüffte. Aus der Holzfaserdämmung lief beim Hochheben Wasser im feinen Strahl heraus wie aus einem Schwamm.


    Ich bezweifle, dass hier bereits ein sinnvoll interpretierbarer Feuchtegehalt gemessen wurde.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich schaue mir das Gerät nachher nochmal genauer an.


    Ich bilde mir aber ein, dass die Wand sich in 2 Meter Höhe trocken und an der Fußleiste feucht anfühlt.


    Zum Anwalt gehe ich jetzt, weil der Vermieter irgend einen Polen, ohne es böse zu meinen, ran geholt hat und dieser den Schaden einfach mit einem Lappen weggewischt hat.


    Dazu kommen noch andere Mängel, die ich gemeldet habe und bisher nichts behoben wurde und man einfach nichts mehr vom Vermieter hört.


    Deshalb denke ich über Mietminderung nach und lasse mich beraten.