WP Fehlermeldung: Stromaufnahme am Kompressor zu hoch

  • Hallo,


    vor 3 tagen meldete die WP bei Nachmittäglicher WW-Bereitung die Fehlermeldung "Stromaufnahme am Kompressor zu hoch".

    Der Meldung verschwand dann wieder und am nächsten morgen lief es dann auch - WW am morgen, den ganzen Tag kühlen. Aber alles <60% Leistung.

    Ich hatte jedoch so ein blödes Gefühl, daher habe ich heute nochmal WW im "normalen" Programm gestartet. Nach 5 Minuten...

    "Stromaufnahme am Kompressor zu hoch".


    ARGH. Natürlich melde ich das dem Sani, bin noch in Gewährleistung und eine 5 Jahre Systemgarantie gibts auch.

    Aber damit ich nicht dumm sterben muss und mitreden kann - was könnte denn die Ursache dafür sein?

    Kann das so was triviales wie zu wenig Kältemittel sein?




    JanRi du kennst dich doch da auch aus.

    und R.B. du bist eh unser Heizungs-Spezi...



    das jedoch klingt nicht so prickelnd.

  • Nach 5 Minuten...

    Das macht mich etwas stutzig. Überstrom während der Startphase (kalt) kann es somit nicht sein. Man müsste sich einmal den Druck bei hoher Quellen(luft)temperatur anschauen, am besten in Verbindung mit der Stromaufnahme.

    Welche WW Temperatur hast Du momentan eingestellt?

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  • 55° max. VL-Temperatur.



    Der erste "Peak" ist WW-Bereitung im "normalen" Modus.


    Der zweite im reduzierten Modus.

    Der dritte Anlauf ist Kühlbetrieb - hier läuft die Anlage wieder. (Sie ist mir aber auch schon bei hohen Kühlleistungen ausgestiegen.


    Weitere Paramter kann ich leider nicht loggen - Druck gibts keine Sensoren.



    Es sind auch noch weitere Meldungen im Speicher:



    sieht nicht gut aus.

    Wobei die Anlage aktuell läuft... ganz hin ist sie nicht.

  • Stromaufnahme bedeutet zu viel Amper. Das hängt allerdings auch mit der V - Spannung ab.

    Da es ein Invertergerät ist, wird dementsprechend auch die Hz -Frequenz verändert.

    Wenn dein Logger nicht zufällig die Kompressorfrequenz mitloggt..... :D


    Verdacht auf den Inverter, der Kompressor selbst müsste dann ja nach 5 min schwergängiger laufen.

    Das es am Expansionsventil liegt glaub ich nicht so recht, dazu müsste es ja öfters eher Hochdruckmeldungen geben.


    Sind die Meldungen "oben" die jüngsten?

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Stromaufnahme bedeutet zu viel Amper. Das hängt allerdings auch mit der V - Spannung ab.

    Da es ein Invertergerät ist, wird dementsprechend auch die Hz -Frequenz verändert.

    E-Technik for runaways.... extra für den Sir, der sich damit ja überhaupt nicht auskennt :D

  • Das macht mich etwas stutzig.

    Mir fallen da 2 mögliche Erklärungen ein:


    1.Stromaufnahme wird über gewisse Zeit gemessen und ausgewertet, eben um Einschaltströme, Stromspitzen, kurze Lastspitzen auszufiltern.


    2. Irgendeine Betriebsgrösse Druck, Temperatur o.dgl. führt zu Stromanstieg nach Betriebszeit x min.

  • Beim ersten Auftreten am 07.08 um 15:30 (da wars auch gut warm!)


    kam zuerst der 5507 "MR1 hoher Druck Alarm Alarm B in Wärmepumpe Z1"

    7min spter: 5350 "Warnung Wärmepumpe Z1 asynchroner Betrieb am Kompressor"

    und dann fast 45min später dann der 5354 "Warnung Wärmepumpe Z1 Überstrom Kompressor" (nach fast 40min WW-Bereitung)


    => 3 anläufe, die ersten beiden wurden gestoppt, der dritte lief dann zumindest 40min.


    Der 5350 kam nie wieder.



    Naja, der Werkskundendienst wird wahrscheinlich mit nem Bus voller Ersatzteile anrauschen und wild Tauschen, ohne tatsächlich groß auf Ursachenforschung zu gehen.


    Solange das auf Systemgarantie geht, ist mir das wurst. Und wenn nicht, sollte das eigentlich auch noch von der Gewährleistung umfasst sein.


    Bei der Inbetriebnahme der WP hat der Sani ja mal 400V auf die 230V-Versorgung gebracht (N und L vertauscht). Da wurde dann die Hauptplatine getauscht und es lief. Manchmal frag ich mich schon ob das Spätfolgen sind. Der (230V) Lüfter ging ja auch hopps.

  • 2. Irgendeine Betriebsgrösse Druck, Temperatur o.dgl. führt zu Stromanstieg nach Betriebszeit x min.

    Wenn ich mir die Kurve so anschaue, dann hat man den Eindruck, dass die Kiste die Leistung nicht weg bringt. Anstatt dann schnell runter zu regeln, treibt sie die Leistung bis knapp 85% Modulation, VL steigt und steigt, und bei 3,6kW el. Leistungsaufnahme zieht der Regler die Notbremse.


    Mein erster Verdacht mit der Außentemperatur wird an sich nicht bestätigt, bei gerade mal um die 24°C AT. An sich ein Verhalten wie bei einem überdimensionierten Wärmeerzeuger. Man sieht wie der Regler die Leistung hoch fährt, dann eine kurze Pause macht (Mod. konstant) und danach weiter nach oben regelt, obwohl er an dieser Stelle noch warten müsste. Die RL Temp. kommt nicht schnell genug hinterher, also glaubt der Regler wohl, dass es noch mehr Dampf braucht.


    Jetzt stellt sich die Frage, ob die Ladung des WW mit zu geringer Leistung bzw. Volumenstrom abläuft, dann schmort die WP im eigenen Saft.


    Es könnte sein, dass bei niedriger AT auch die Leistung geringer ist und dann der Volumenstrom besser zur "Heiz"leistung zur WW Erzeugung passt. Ist aber nur Spekulation.

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  • Anstatt dann schnell runter zu regeln, treibt sie die Leistung bis knapp 85% Modulation, VL steigt und steigt, und bei 3,6kW el. Leistungsaufnahme zieht der Regler die Notbremse.

    das funktionierte aber 4 Jahre ohne Probleme.

    Im "normalen" Warmwasserbetrieb geht die Modulation sehr schnell bis 100% hoch (3,6kW el) und bleibt dann da für ~30-45min je nach Bedarf. Dabei wird die Primärkreispumpe auch relativ weit runter gefahren um wohl eine möglichst hohe VL zu erreichen (um dem WW Speicher oben möglichst schnell heiß zu bekommen).

    Muss mal ein altes Diagramm suchen.

  • Muss mal ein altes Diagramm suchen.

    gute Idee.


    Vielleicht lässt sich daraus eine Abweichung zu "früher" erkennen. Dann könnte man überlegen, ob und was sich seitdem verändert hat.


    Wann wurde zuletzt die Kältemittelmenge überprüft? An einen Fehler am Inverter glaube ich nicht. Verschleiß am Kompressor ist auch nur schwer vorstellbar. Wurden vielleicht doch irgendwelche Einstellungen geändert? Irgendein ein "Update"? Oder hat sich die Primärpumpe verändert? Oder Wärmeübergang auf´s WW (Kalk?).

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  • E-Technik for runaways.... extra für den Sir, der sich damit ja überhaupt nicht auskennt :D

    Das war ein dezenter Hinweis für die E-Cracks, das es nicht zwingend an den A liegen muss. sondern kann auch durch eine Fremde V-veränderung führen.

    Ergo Externe Fehlerquelle. Aber das ist jetzt nicht Thema.

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  • Vielleicht lässt sich daraus eine Abweichung zu "früher" erkennen.

    leider hab ich die gleichen Daten nicht.

    Aber so sah WW 2017 aus. Damals hab ich die Leistung (e) noch nicht ermittelt, Aber Leistung DHW ist die Wärmeleistung und die zeigt 11 9 kW. Bei 3,6kW (e) und einem anfänglichen COP von 3 und dann sinkend geht das hin.



    Ich konnte da auch sonst keine Veränderung feststellen.

    Kalk kann es eigentlich nicht sein, Entärtung läuft und enthärtet auf 6°.


    Weiterhin kam es auch letztes einmal bei hoher Kühlleistung zum Abschalten und dem Fehler. Da ist das Problem mit dem WW-Wärmetauscher ja nicht.


    Wann wurde zuletzt die Kältemittelmenge überprüft?

    noch nie


    Wurden vielleicht doch irgendwelche Einstellungen geändert? Irgendein ein "Update"? Oder hat sich die Primärpumpe verändert?

    WW von 60° auf 55° Anfang Juli.



    Wie gesagt, beim ersten Auftreten solte bei >30 AT und einer in der prallen Sonne stehenden Außeneinheit WW gemacht werden.

    In der Kiste wirds bestimmt gut warm.

  • Bei hoher AT könnte ich mir das noch irgendwie vorstellen, aber laut Diagramm lag die AT bei etwa 24°C, das sollte noch unkritisch sein. Selbst wenn die Sonne auf die Kiste scheint, bei der benötigten Luftmenge zählt die Lufttemperatur.

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  • aber laut Diagramm lag die AT bei etwa 24°C, das sollte noch unkritisch sein. Selbst wenn die Sonne auf die Kiste scheint, bei der benötigten Luftmenge zählt die Lufttemperatur.

    das war nicht das erstmalige Auftreten, das hab ich hier mal visualisiert incl. der Fehlermeldungen.


  • Sorry, habe den Thread gerade erst entdeckt.


    Wie sieht denn die Außeneinheit aus? Ist die sauber oder ist da jede Menge Pollen usw. zwischen den Kühllamellen?


    Ansonsten finde ich ja nach wie vor deine Heißgastemperaturen beim WW beängstigend, aber der Fehler kam ja schon relativ am Anfang, wo das wohl eher nicht so die große Rolle spielt.


    Zu wenig Kältemittel "soll" (ich habe keine eigenen Erfahrungen mit LWP) man wohl gut an sehr ungleichmäßiger Vereisung am Außenteil sehen. Dazu ist es jetzt aber vermutlich deutlich zu warm, um da überhaupt Eis entstehen zu lassen. Eventuell könntest du aber mit einem IR-Thermometer mal prüfen, ob alles halbwegs gleichmäßig kalt wird. Wie gesagt... da bräuchte man vermutlich einen Vergleich zu einem intakten Gerät.


    Bei der Inbetriebnahme der WP hat der Sani ja mal 400V auf die 230V-Versorgung gebracht (N und L vertauscht). Da wurde dann die Hauptplatine getauscht und es lief. Manchmal frag ich mich schon ob das Spätfolgen sind. Der (230V) Lüfter ging ja auch hopps.


    Was wurde denn damals NICHT getauscht?


    Kannst du die Invertertemperatur auslesen? Das könnte u.U. auch Schlüsse zulassen, wobei man auch da Referenzwerte bräuchte (Nibe z.B. "kühlt" in unserer WP den Inverter am Heizkreis... die Temperatur klebt also ziemlich am VL und dürfte sich durch ein bissel mehr Strom oder so kaum beeindrucken lassen - ist aber eine clevere Idee, die Inverterverluste in den Heizkreis zu bekommen).

  • Der Werkskundendienst war heute da. Ersatz-Inverter hatte er dabei, aber nicht eingebaut.

    Blöderweise lief die Pumpe auch ohne Mucken zu diesem Zeitpunkt :motz2:

    Er meinte aber, der Kompressor klingt komisch.


    Meine Frage ob mit dem Kältemittel alles iO ist, meinte er ja, da würden andere Meldungen kommen. Er kann das eh nicht prüfen.

    Er macht einen Folgeuaftrag für den Kälttechniker, der prüft dann den Kältekreis und baut ggf. einen neuen Kompressor ein (muss eingelötet werden).

  • Hm. Mir ist gerade aufgefallen dass im Heizkreis nur noch 1,4 bar waren.

    Der Werkskundendienst hat das nicht überprüft. Hab mal 5l nachgefüllt auf 1,9bar.


    Könnte das die Ursache gewesen sein?!

  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Auch bei 1,4 Bar wird die WP ihre Wärme problemlos los. Die Frage ist zudem, ob es überhaupt einen Grund gibt, das System mit 1,9 Bar zu fahren. Unsere Anlage (KG, EG, OG, DG) wird von Anfang an mit 1,5 Bar betrieben.


    Mein Tip ist: Zu wenig Kältemittel oder Schaden am Antriebsmotor oder dessen Verkabelung.

  • Einen möglichen Zusammenhang sehe ich nicht.

    Was mich wundert, dass 5 Liter ausreichend waren für eine Druckerhöhung von 1,5 auf 1,9bar. Wann wurde zuletzt das MAG überprüft?


    Nebenbei bemerkt, die 1,5bar sollten bei Deiner (von mir vermuteten) Anlagenhöhe ausreichen.

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  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.

    Das dachteich mir bereits. Aber Strohhalm und so .. ;)


    Die Frage ist zudem, ob es überhaupt einen Grund gibt, das System mit 1,9 Bar zu fahren.

    HB hat initial auf 2 Bar aufgefüllt und mir mitgeteilt, ich solle auch wieder auf 2 Bar füllen.

    Anlagenhöhe ist tatsächlich minimal. EG - OG und nur FBH. Sprich Höhendiff. zw. niedrigster und höchster Punkt der Anlage sind nur ca. 3m. Das Manometer ist ziemlich genau in der Mitte.


    Wann wurde zuletzt das MAG überprüft?

    Beim Einbau vor 4 Jahren? Oder nie?



    Aktuell tut die WP wieder so wie sie soll. Mache gerade im "Normalbetrieb" WW, AT 21°, 100% Modulation, keine Fehlermeldung...

  • Gestern und heute nicht !

    Das kann man nicht wissen, außer du erstellt mal für das Forum einen Livestream deiner Wärmepumpendaten. :D


    08,-1,2bar würden eigentlich reichen, wenn die Anlage entsprechend eingestellt ist. Hängt von Druckschalter ab. Aber die meisten machen 1,5 bar min. wegen dem Bauchgefühl und dem MAG einstellen.;)

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Morgen kommt der Kundendienst mit Kältetechniker und wird vor. den Kompressor tauschen.

    Der Fehler ist seit Wochen nicht mehr aufgetreten.


    Ich kann mir entweder nur einen Zusammenhang mit der AT oder der aktivierten Kühlfunktion vorstellen.


    Neueste Posse des "fröhliche Teile-Tauscher-Dienst":

    Der KD-Termin war mit 4 Wochen vorlauf geplant, trotzdem wurde der paketversandfähige Ersatzkompressor extrem kosteneffizient per Express-Spedition angeliefert. :wall:


  • Neueste Posse des "fröhliche Teile-Tauscher-Dienst":

    Der KD-Termin war mit 4 Wochen vorlauf geplant, trotzdem wurde der paketversandfähige Ersatzkompressor extrem kosteneffizient per Express-Spedition angeliefert.

    Die Zeiten, in denen man ein Ersatzteil einfach aus dem Regal nahm, sind passe. Dank den allwissenden Consultants und Unternehmensberatern ist heute überall "Just in Time" angesagt. Und da nach wie vor gilt: "Time is Money", kostet das halt manchmal etwas (mehr als vorher...).

  • Kältemittel hat keines gefehlt. Kompressor und Inverter wurden getauscht.

    Techiker meinte der Kompressor ist nun viel leiser als vorher, ich kann es nicht sicher sagen, aber denke auch.


    Viel ist nun nicht mehr "original" an der Außeneinheit...