Spritzasbest im Kohleofen verbaut?

  • Hallo,


    wir haben vor 3 Wochen ein Reihenhaus Baujahr 1956 gekauft, das einen noch funktionsfähigen Kohleofen hat. Als ich ihn gestern erstmalig von Innen anschaute, fand ich diese "Isoliermasse" von der ich befürchte, dass es (Spritz)Asbest ist.


    Natürlich hole ich den Bezirksschornsteinfeger zur Begutachtung und ggf eine Asbest-Abriss-Firma zur Begutachtung. Dennoch die Frage im Voraus: könnte das Asbest sein? Könnte das auch was anderes sein?


    Viele Grüße und vielen Dank im voraus.

  • Ist das Material hart und fest wie ausgehärteter Zementmörtel / Beton oder weich-spröde wie Baiser? ja, ich meine wirklich das Backwerk!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die einzige Stelle, wo bei alten Feuerstätten häufig Asbest benutzt wurde, ist die Dichtschnur an der Feuerluke.

    Ich überlege bei solchen Fragestellungen immer, wozu denn das Asbest an dieser Stelle gedient haben könnte. Aus lauter Jux und Dollerei hat auch früher niemand Asbest verbaut.

    Obwohl ich sonst regelmäßig Laboranalysen empfehle, würde ich das hier noch nichtmal raten.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Vielen Dank für die Antworten!


    Und: einerseits ist das Zeug SO leicht und brüchig, dass es bei einer Probenentnahme (ca 1/2 Gramm, Schutzkleidung, Dräger mit FFP 3 Filter, danach in Big Bag) wie ganz fluffiger Baiser einfach abgebrochen ist; andererseits ging es in 3 ccm Wasser einfach unter und löste sich staubig auf (Asbest soll wasserabweisend sein und eher schwimmen).


    Danach ist natürlich alles in Asbest-Big-Bag gelandet...


    Viele Grüße an alle!

  • Warum immer Asbest?


    Da gibt es noch (nur beispielesweise) Formaldehyt, PAK, DDT, PCP, PCB oder als realtiv neuestes PFC (wobei bei PFC noch nicht einmal eine Entsorgungsstrategie besteht)


    "PFC werden in einer Vielzahl von Verbraucherprodukten eingesetzt. Dies führt jedoch gleichzeitig zu einer weltweiten Verbreitung dieser keineswegs unbedenklichen Chemikalien. PFC sind kaum abbaubar und verbleiben daher für einen sehr langen Zeitraum in der Umwelt. Einige PFC reichern sich in der Umwelt und in Organismen an und wirken zudem gesundheitsschädlich auf den Menschen."

    Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) | Umweltbundesamt


    Hier wäre deutlich mehr Panik angemessen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18