Fußdbodenaufbau auf HBD im 1. OG, ca. 30 mm Aufbauhöhe

  • Liebe Forumsgemeinde,


    Ich habe mich hier angemeldet, weil wir aktuell ein RHM (Baujahr 1928) sanieren und damit viele Fragen zur Ausführung einzelner Schritte aufkommen.


    Seit längerem beschäftigt uns der künftige Fußbodenaufbau in den Kinderzimmern im 1. OG (Holzbalkendecke):


    Originalaufbau der Holzbalkendecke:

    - Balkenabstand ca. 50-60 cm (Balkenmitte zu Balkenmitte), Spannweite meist 3,5 m, an längster Stelle ca. 4,80 m.

    - Balken (Nadelholz) ca. 13 cm breit, 15-20 cm dick, Höhenausgleich erfolgte früher über aufgenagelte Kanthölzer und Holzstreifen.

    - Ursprünglicher Belag: 20 mm Weichholzdielen, in mehreren Generationen mit den Balken vernagelt, direkt auf der SChüttung auflagernd.

    - Darauf kam später einmal 10 mm Spanplatte und hässlicher PVC-Boden. PVC und Spanplatte sind raus, die Dielen sind ebenfalls unrettbar und wurden/werden entfernt.

    - Einschub: Schlacke und Sand auf Schwarten, die auf an die Balken angenagelten Leisten liegen (leider sehr rieselfreudig :-(). Dieser Einschub verbleibt in der Decke.

    - Zuunterst Putzdecke auf an die Balken genagelten Holzleisten. Diese Decke ist an einigen Stellen (Wohnzimmer im EG, Bad, Gäste-WC) entfernt worden und wird dort durch eine Trockenbaudecke ersetzt).


    Insgesamt ist bei der HBD ein Höhenunterschied von bis zu 5 cm auszugleichen, womit wir mittels seitlichen Anflanschhölzern an den Balken begonnen haben. Die dabei entstehenden Hohlräume in den Gefachen wollen wir aus Gewichtsgründen nicht vollständig mit Schlacke, sondern mit Mineralwolle oder Leichtschüttung ausfüllen.


    Der originale Fußbodenaufbau hatte wie oben beschrieben nur ca. 20-30 mm Aufbauhöhe. Viel mehr können wir nicht draufgeben, weil es sonst an den Treppenstufen im Treppenhaus zu zu hohen oder zu niedrigen Versätzen kommt und die Restraumhöhe leidet. Die Türen sind draußen, wir haben neue Betonstürze eingesetzt, d.h. hier haben wir keine allzu großen Einschränkungen.


    Unser geplanter Neuaufbau wäre wie folgt:

    22 mm OSB auf Balken verschraubt, ggf. eine Leiste unter den Plattenstößen zwischen den Balken (solche Stöße dürften sich kaum vermeiden lassen). Dadurch Versteifung der Balken untereinander.

    Trittschalldämmung 2-3 mm (Rollenkork o.ä.).

    Korkboden oder Parkett ca. 12 mm schwimmend verlegt.


    Oder:

    Kräftige Kieferndielen (27 mm +) auf Balken direkt verschraubt


    Letztere Variante ist trittschallmäßig sicherlich nicht ideal, würde aber stilistisch zu dem alten Haus passen und Vollholz hat immer eine angenehme Anmutung.


    Bezogen auf den Trittschall ist sicherlich ein vollkommen schwimmender Fußbodenbelag am besten, jedoch frage ich mich, ob auf die aussteifende Wirkung eines vernagelten/verschraubten Fußbodens so einfach verzichtet werden kann (hierzu liest man sehr unterschiedliche Einschätzungen und auch unser Statiker hatte hierzu keine eindeutige Meinung ).


    Welcher Fußbodenaufbau mit max. 40 mm Aufbauhöhe wäre aus Eurer Sicht ideal?

    Erachtet Ihr einen fest mit den Balken verbundenen Unterfußboden (OSB, Rauspund) als nötige Aussteifung oder als vernachlässigbar?


    Ich würde mich Eure Tipps, Hinweise und Erfahrungen sehr freuen.


    Vielen Dank & Gruß


    Philipp