Punktfundament aus Stahlbeton

  • Hallo,


    Ich muss ein Punktfundament erstellen. Das Fundament soll ca. 45 x 45 cm groß werden. In den Beton soll ein Bügelkorb eingelassen werden. Ich habe gelesen, dass der Abstand zwischen dem eingelassenen Stahl und der Betonoberfläche 2 - 5 cm sein soll (Betondeckung).


    Wie groß muss denn der Korb sein? Gefunden habe ich online nur Körbe in den Größen bis 30 cm x 30 cm. Wenn ich das mit der (Betondeckung) richtig verstanden habe, ist der zu klein weil ich ja hiermit eine 7,5 cm Deckung habe!?


    Was kann bei zuviel Deckung passieren?


    Wo kauft man den am besten/günstigsten, Online?

  • Für das Punktfundament muss es doch eine Statik geben, darin sollte die Korbgröße, der Bewehrungsdurchmesser, die Anzalder Stäbe und der Bügel und die Betondeckung (c,nom) angegeben sein

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Und damit geht man zum örtlichen Baustahlhandel (oder man schickt eine Mail) und die bieten den Bewehrungskorb dann an, fertig gebogen. Dann muss man nur noch entscheiden, ob man selbst abholt oder liefern lässt.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • Die Mindestüberdeckung ist vorgeschrieben, um den Stahl vor Korrosion zu schützen. Wenn der Stahl zu dicht an der Betonoberfläche liegt kann er rosten, dadurch sein Volumen vergrößern und dann das Bauteil und sich selbst zerstören. In dem Zusammenhang ist mehr Überdeckung positiv.


    Ansonsten siehe Kommentare #2 und #3.

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    Steve Jobs

  • Vielen Dank für die Antworten. Es gibt keine Statik. Ich möchte in das Fundament Stahl einbringen weil das letzte Fundament (ohne Stahl) zerbröselt ist und ich mir denke das es mit Stahl auf jeden Fall besser hält.

  • ;(

    Aber auf die Idee dass es am Beton liegen könnte bist Du noch nicht gekommen?


    Übertragen auf deinen Beruf: Wenn ich mit dem Bus in einer engen Kurve irgendwo was streife und hinterher das verbeulte Blech anschaue, dann schweiße ich da vor der nächsten Fahrt einfach eine 10mm Stahlplatte an, denn die wird sich wohl nicht so leicht verbeulen.

  • Ich möchte in das Fundament Stahl einbringen weil das letzte Fundament (ohne Stahl) zerbröselt ist und ich mir denke das es mit Stahl auf jeden Fall besser hält

    OK.

    Gute Idee.


    Welche Festikeitsklasse soll denn Dein Beton haben?

    (Passt die Festigkeitsklasse oder die Expositionsklasssen nicht, kann das auf Dauer dem Beton schaden, wenn z.B. Einwirkungen aus Streusalz [Reifenanhaftungen] oder saure Medien [Gülle, Kompost, ] oder Tier-Urin auf den Beton einwirken)


    Wie willst Du den Beton verdichten?

    (Ist der Beton unzureichend verdichtet / porös dringt Feuchtigkeit ein, die im Winter gefriert und das Fundament zerbröselt)


    Bei 7cm Betondeckung passiert nichts - Jedenfalls nicht bei einem kleinen Einzelfundamen.


    Bewehrung kann man sich fertig auf Maß gebogen vom Betonstahlhandel herstellen und liefern lassen bzw. abholen.

    Wichtig ist, dass die Bewehrung allseitig genügend Betondeckung hat und als Abstandhalter keine Stahlreste, Holz oder andere ungeeignete Materialien verwendet werden.


    Sollen Anker/Dübel auf den Betonfundament befestigt werden?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Also im Baumarkt wurde mir gesagt, dass für den normalen Gebrauch C25/30 (alt B25) Betonestrich vollkommen ausreichend ist. Einwirken wird auf das Fundament wohl nur Regenwasser. Zum verdichten wurde mir gesagt, dass es reicht wenn man nach jedem Sack mit einem Holzpfosten oder Brett im frischen Beton rumstochert.


    Was kann ich als Abstandhalter zur Erde verwenden? Die bleiben ja im Beton?!


    Wenn das Fundament fertig ist sollen Dübel zum Befestigen verwendet werden.

  • Naja vielleicht habe ich mit dem zerbröselt nicht richtig ausgedrückt oder übertrieben :D. Das Fundament ist für ein Einfahrttor. Das alte Fundament ist mit der Zeit in den Ecken ausgebrochen und gerissen. Irgendwann haben dann die Schrauben und somit das ganze Tor nicht mehr richtig gehalten.

  • Irgendwann haben dann die Schrauben und somit das ganze Tor nicht mehr richtig gehalten.

    Dann kommt auch noch die Verbindung zwischen Beton und Anker hinzu, die man beachten muss.

    Spreizanker z.B. üben von innen einen Druck auf den Beton aus, sobald die Muttern angezogen werden, egal ob da schon ein Tor dranhängt der nicht. Der Spreizdruck wirkt immer.

    Ein zweiter, wesentlicher, Knackpunkt ist die Verankerungstiefe. Kurze Anker reißen schneller aus als tiefsitzende.

    Je nach Fundamentgröße und je nach Ankerkraft ist es hilfreich, wenn auch die Fundamentoberseite (z.B. mit Steckbügeln) bewehrt ist, um die Ankerkräfte im Fundament zu verteilen.

    Gruß
    Holger
    --
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  • Was für ein Tor? Flügeltor? wie lang? Und auf das Fundament soll der Pfosten?


    Ich denke Stahl ist völlig überflüssig hier. Lieber beim betonieren sorgfältig arbeiten, gut verdichten, glätten und mit Folie abdecken.

    Im Zweifel ein paar Schippen Zement mehr oder noch besser - Beton aus dem Betonwerk holen in Mörtelwannen.


    Pfosten einbetonieren würde ich auch empfehlen.

  • Der Pfosten kann nur aufgeschraubt, nicht direkt einbeoniert werden. Eigentlich wollte ich mit fertigen Betonestrich B25 bzw. C25/30 arbeiten. Für ein paar Säcke muss ich dann nicht extra auch noch Sand anschleppen. So stimmt dann auch das Missverhältnis. Muss ja auch alles im Kofferraum transportieren. Wie verdichtet man anständig? Mir wurde gesagt das ich nach jedem Betonsack ein wenig im frischen Beton mit einem Holzpfosten oder Brett rumstochern soll. Was für ein Material nehme ich als Abstandshalter?

  • Was für ein Material nehme ich als Abstandshalter?

    Frag' beim Baustoffhändler nach Beton-Abstandhaltern.

    Die gibt es aus Kunststoff oder aus Beton und die werden mit Bindedraht an der Bewehrung befestigt.


    nach jedem Betonsack ein wenig im frischen Beton mit einem Holzpfosten oder Brett rumstochern

    Dann hast Du mehrere einzelne Lagen Stampfbeton in dem Erdloch.

    Such mal in Deiner Nähe ein Werkzeugverleih und frag nach einer kleinen Rüttelflasche.

    Gruß
    Holger
    --
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  • ok, ich hätte ja nicht gedacht, dass das ganze so kompliziert wird.

    Also ich habe bei dem Baumarkt mit dem orangene Biber :D Estrichbeton in Säcken gefunden welcher eine Bearbeitungszeit von 1 Stunde hat. Ich habe das ganze so verstanden, das man hiermit nacheinander die Säcke anrühren kann. Also 1 Stunde Zeit hat bevor der Beton anfängt zu binden. Damit dürfte ein Problem mit den mehreren Schichen doch erst garnicht entstehen. Das ganze alles selber zu machen kann ich ja eigentlich fast schon vergessen ohne das ich in wenigen Jahren wieder neu anfangen muss?

  • Doch, es entsteht. Wenn Du unseren Hinweisen nicht glaubst und lieber Deine Baumarkt-Pfuscher-Tipps glauben willst, warum fragst Du dann und machst nicht einfach (alle paar Jahre ein neues Fundament)

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  • natürlich bin ich dankbar für die Hinweise. Habe ja nur geschrieben wie ich das ganze vorher verstanden habe. Eigentlich gibt es anscheinend nur eine Lösung: Beton mit dem Betonmischer anliefern lassen. Ist zwar eine Kleinstmenge die ich benötige..... muss den Beton dann nur mit der Schubkarre zum Loch fahren weil der Betonmischer nicht hin kommt. Dann habe ich aber auch wieder schichtweise den Beton.

  • Das Fundament soll ca. 45 x 45 cm groß werden.

    Ich nehme mal an, dass das die Länge und die Breite sind?!?!? Wie tief soll es denn überhaupt werden?

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    Steve Jobs

  • Habe mich direkt mal ans Telefon gehängt und beim nächsten Betonwerk angerufen. Bei der Kleinstmenge wollen die fast 300 EUR für die benötigte 0,16 Kubikmeter Beton haben. Ich glaube die wollen sich damit nicht abgeben und mich auf diese Art abschrecken so wenig Beton zu bestellen. Eigentlich wollen die den Auftrag garnicht. 🤷‍♂️

  • Das geht schon. Wir hatten Beton von Werk auf eine Plan (zugedeckt, sollte nicht in der Sonne vor sich hin trocknen) und dann eingebracht. Dann stimmt auch die Feuchtigkeit ( über wieviel m3 treffen wir denn?)

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  • Das sind dann 162 l. Das sollte man doch bei entsprechender Planung schnell durch einen oder 2 gleichzeitig laufende Baustellenmischer erzeugen können und so entsprechend schnell verfüllen. Bei fließfähiger Konsistenz sollten sich dann auch keine Schichten bilden. Erdfeucht mit Bewehrung wird eh schwierig.


    Auf jeden Fall wird dafür kein Betonfahrzeug auf die Reise gehen und wenn doch dürfte der betonpreis nahe am Goldkurs liegen.

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