OSB Platte knarrt

  • Moin,


    an einer Stelle knarren die verlegten 25mm Nut/Feder OSB Platten. Sie sind direkt auf meine Balken verschraubt. Balkenabstand ist ca. 35cm. Nivelliert hat natürlich niemand irgendwas, aber die Balken sind tatsächlich "einigermaßen" gerade. Es sind Nut-/Feder-Platten. Auf mein Nachfragen hin bzgl. Verleimung kam nur "macht niemand!" Sind also nicht verleimt. Man zahlt ja nach qm - muss daher wahrscheinlich schnell gehen!


    Aktuell knarrt ein T-Stoß. Also genau die Ecke wo zwei Platten an der kurzen Seite aufeinander Stoßen genau in der Ecke mit der nächsten Längstnut. Der Stoß ist genau zwischen 2 Balken und mehr oder weniger mittig im ganzen Boden. Er trat erst vor ein paar Tagen auf.


    Es soll nun noch 8cm "Trockenestrich" drauf - Rigidur Verlegeplatten.


    Ich werde den Trockenbauer damit konfrontieren, weiß aber nicht was da kommt....... kann man die Nut evtl. noch nachträglich verleimen? Löcher bohren und etwas verdünnten Leim reinpressen?

  • Jo... es ist so wie ich hier mal versucht habe darzustellen. Rot ist die Balkenlage. Die Abstände der Balken schaffen es nicht so ganz die "Fugen" immer auf einem Balken liegen zu bekommen wenn man Nut und Feder stets erhalten will. Beim grünen Stern knarzt es. Ist die einzige Stelle auf den ganzen ~70qm Bodenfläche. Ich vermute mal, die Nut ist nach unten ausgebrochen.... aber wie nachweisen ;)


  • ... kanst Du bitte noch den geplanten Aufbau einstellen?

    Ich finde bei "Rigips" irgendwie keine 80 mm.


    Mit Schüttung und Trockenestrich sehe ich derzeit kein Problem beim Gesamtaufbau.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Querstoß zw. den Balken scheint wohl OK zu sein

    betonung auf "scheint" ..


    nur, weil immer wieder die gleichen fehler fabriziert werden, sind derartige ausführungen noch lange nicht richtig.

    wird zeit, dass wir mal eine fehlernorm schreiben - dann haben die pfuschen endlich eine gute ausrede: "das ist kein fehler, das steht so inner norm".

  • Jo... es ist so wie ich hier mal versucht habe darzustellen. Rot ist die Balkenlage. Die Abstände der Balken schaffen es nicht so ganz die "Fugen" immer auf einem Balken liegen zu bekommen wenn man Nut und Feder stets erhalten will. Beim grünen Stern knarzt es. Ist die einzige Stelle auf den ganzen ~70qm Bodenfläche. Ich vermute mal, die Nut ist nach unten ausgebrochen.... aber wie nachweisen ;)


    Doch, das geht. Gibt eben ein bißchen Verschnitt. Die erste Platte in der Reihe kürzen, so daß der N/F Stoß auf einen Balken kommt.

    Oder eine Latte unterschrauben.

  • betonung auf "scheint" ..


    nur, weil immer wieder die gleichen fehler fabriziert werden, sind derartige ausführungen noch lange nicht richtig.

    wird zeit, dass wir mal eine fehlernorm schreiben - dann haben die pfuschen endlich eine gute ausrede: "das ist kein fehler, das steht so inner norm".

    Hatte mich hieran orientiert:


    OSB als multifunktionaler Baustoff - bauhandwerk


    Zitat

    Aufgrund der höheren Tragfähigkeit in Längsrichtung werden die OSB-Platten im Regelfall quer zur Unterkonstruktion verlegt. Dabei sollte der Balken- oder Sparrenabstand auf die Plattenformate abgestimmt sein, damit kein unnötiger Verschnitt erfolgt. Schwebende Stöße in Längsrichtung sind unzulässig, auch bei Verwendung von Nut und Feder. Nur parallel zur Verlegerichtung der Platten können freie Stöße verbleiben, deren Anzahl aber gegebenenfalls aus statischen Gründen begrenzt ist.


    Doch, das geht. Gibt eben ein bißchen Verschnitt. Die erste Platte in der Reihe kürzen, so daß der N/F Stoß auf einen Balken kommt.

    Oder eine Latte unterschrauben.

    Aber nur, wenn die Plattenlänge mehr oder weniger ganzzahlig durch die Abstände der Balken teilbar ist - sonst landest du früher oder später wieder neben einem Balken. Also bist du sonst dabei die Unterkonstruktion anzupassen. Das darf man bei meinem Trockenbauer der hier nach qm-Preis bezahlt wird aber leider nicht erwarten wie es scheint.

  • ... kanst Du bitte noch den geplanten Aufbau einstellen?

    Ich finde bei "Rigips" irgendwie keine 80 mm.


    Mit Schüttung und Trockenestrich sehe ich derzeit kein Problem beim Gesamtaufbau.

    Im Angebot steht:

    Pos 1 - Boden ausgleichen und erhöhen auf ca. 10cm mit trittfestem Styropor und Rigidur Verlegeplatten

    Pos 2 - Liefern und einbringen von Trockenestrich z.B. Fa. Knauf Brio 18WF (28mm) oder gleichwertig

    Pos 3 - Montieren von 25er OSB Platten

  • Im Angebot steht:

    Pos 1 - Boden ausgleichen und erhöhen auf ca. 10cm mit trittfestem Styropor und Rigidur Verlegeplatten

    Pos 2 - Liefern und einbringen von Trockenestrich z.B. Fa. Knauf Brio 18WF (28mm) oder gleichwertig

    Pos 3 - Montieren von 25er OSB Platten

    Moooooooment: Wurden wirklich alle 3 Positionen zusammen zur Ausführung beauftragt - bei der selben Decke?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Erst kommt Pos 3 auf die Balken. Dann eine Ausgleichsschicht, dann der Trockenestrich. Das ganze hat sich alles ein paar Mal geändert, da zwischenzeitlich 5cm mehr an Bodenaufbau dazu kam, da auf den Balken noch eine Lattung darauf war für den Rauspund der vorher drauf lag. Die Lattung wurde dann aber entfernt, dadurch sind nun 5cm mehr auszugleichen. Aber was erzähle ich.... Ich habe ja eigentlich ein Architekturbüro beauftragt und zahle einen stolzen Preis nach HOAI um mich um nichts kümmern zu müssen ;)


    Realität sieht aber leider anders aus... .

  • Erst kommt Pos 3 auf die Balken. Dann eine Ausgleichsschicht, dann der Trockenestrich.

    also von oben nach unten so:

    Pos 2 - Liefern und einbringen von Trockenestrich z.B. Fa. Knauf Brio 18WF (28mm)

    Pos 1 - ca. 10cm mit trittfestem Styropor und Rigidur Verlegeplatten

    Pos 3 - Montieren von 25er OSB Platten

    ?


    Und die Brio-Platten liegen direkt und lose auf den Rigidurplatten auf?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Jo so Rum. Für mich wäre ja Brio und Rigidur doppelt gemoppelt. Aber ich bin ja nur Laie..... Ich gehe davon aus, das es eine Ausgleichsschicht aus Schüttung oder trittfester Dämmung gibt und Rigidur. Die Brio Platten erübrigen sich.

  • Ich habe ja eigentlich ein Architekturbüro beauftragt und zahle einen stolzen Preis nach HOAI um mich um nichts kümmern zu müssen

    und das kommt dabei raus ...


    nochmal: sobald du den von dir zitierten text richtig verstehst, merkst du, das, was da ausgeführt (und ich fürchte: vom bauleiter als schööön empfunden?) wurde, ist murks.


    n+f quer zur spannrichtung ist bei stössen auf einem soliden balken/stiel/sonstwas pillepalle. brauchst du nicht. typischerweise ist eher das problem evident, die verbindungsmittelrandabstände hinzudeichseln.

    n+f parallel zur spannrichtung .. im worst case kommt der twp ins spiel. im best case .. isses wurschd. tolle vorteile seh ich nicht.

  • Für mich wäre ja Brio und Rigidur doppelt gemoppelt. Aber ich bin ja nur Laie..... Ich gehe davon aus, das es eine Ausgleichsschicht aus Schüttung oder trittfester Dämmung gibt und Rigidur. Die Brio Platten erübrigen sich.

    Dem ist wenig hinzufügen!


    Also für mich erscheint das auf den ersten Blick aus akustischer Sicht nicht sonderlich sinnvoll. Es gilt doch, zwei starre Schichten mit jeweils hoher Masse durch eine weiche Schicht von einander zu entkoppeln. Da ist eine Schicht überflüssig und die beiden anderen Schichten sind zu leicht. Und die Entkoppelungsschicht ist auch bestenfalls als Standard anzusehen, nicht als eine gute Lösung.


    Mein Wissen hierzu ist das Ergebnis einer entsprechenden (kostenpflichtigen) Fachberatung durch eine Bauakustikerin. Aber das der Aufbau akustisch nicht der Brüder ist, sollte eigentlich auch ein Architekt wissen. Wenn das wirklich so ausgeschrieben / beauftragt wurde, würde ich dem Kollegen 'mal kräftig die Ohren lang ziehen.


    :nono:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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