Flachdach Garage mit Trapezblech auf OSB Platten - schwarze Flecken auf Unterseite OSB innen

  • Hallo zusammen,


    vor 10 Jahren haben wir eine Garage gebaut und es bilden sich innen an der Decke schwarze Flecken (Schimmel, Schwarzfäule?) auf den OSB 3 Platten. Das Problem ist erst nach ein paar Jahren aufgetaucht und wurde schon mal mit einem Mittel gegen Schimmel und Stockflecken behandelt, danach war es eigentlich wieder gut. Ich dachte das die Garage zu wenig belüftet ist (8 Lüftungslöcher 8 cm Durchmesser vorhanden), seitdem haben wir das Sektionaltor im Sommer meistens auf Lüftungsstellung. Das ganze ist aber schön langsam wieder aufgetaucht und fängt immer im Sommer an und bessert sich im Winter. Die Sonne knallt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang direkt drauf, da wo die Garage (die direkt ans Haus anschließt) vom Dachüberstand des Hauses beschattet wird besteht das Problem nicht. Im Sommer staut sich die Hitze extrem unter dem Dach. Meine Vermutung, der hohe Temperaturunterschied zwischen innen und außen, Nachts wenn die Außentemperatur sinkt und Bildung von Schwitzwasser. Ich habe mich bereits von jemanden vom Bau beraten lassen, der meinte das Problem ist, das die Dichtschrauben am Trapezblech in die Tiefsicke geschraubt sind und nicht in die Hochsicke. Mit der Zeit werden die Dichtungen porös und Wasser dringt ein. Das war auch schon damals wie das Problem zum ersten mal aufgetaucht ist mein Gedanke, hab da dann mal unters Dach geschaut und es war alles trocken und keine Fleckenbildung zu erkennen. Hab die Tage auch wieder an mehreren Stellen unter das Dach geguckt, die Oberseite der OSB Platten sind trocken und keine Fleckenbildung erkennbar. Die Flecken laufen Streifenartig das Dach entlang, genau da wo die Tiefsicke direkt aufliegt. Wir haben uns damals von einer Firma bei der wir das Blech bestellt haben ein Paket mit allem was wir brauchen zusammenstellen lassen und alles nach Montageanleitung gebaut. Das der Aufbau nicht optimal ist weiß ich mittlerweile auch. Ich hab mal ein paar Bilder gemacht damit man sich das ganze besser vorstellen kann und das Problem erkennbar ist. Baugenehmigung und Statik dafür natürlich vorhanden. Ich wollte die Garage wegen dem Hitzestau im Sommer, von Innen zwischen den Sparren Dämmen. Der mich beraten hat meinte aber das ich das ganze damit noch schlimmer mache weil dann überhaupt keine Luft mehr an die OSB Platten ran kommt. Also was tun?


    Die Garagen Daten und der Aufbau sind folgende:

    9 m x 7 m Garage bzw. Carport direkt an Hauswand und die offenen Seiten mit Ziegel und teilweise Holz, zu gemacht.

    Flachdach mit 3 % Gefälle - laut damaliger Anleitung mit dem Trapezblech ab 2,5 cm pro 1 m Gefälle möglich - Wasser läuft gut ab es bilden sich nur am Dachende wo es in die Regenrinne tropft teilweise kleine Pfützen

    160 mm Sparren - darauf Schalung mit 18 mm OSB 3 Platten (Feuchtraumgeeignet) - direkt darauf Stahltrapezblech S35/207 - laut Anleitung kann sich wenn man direkt ohne Hinterlüftung aufschraubt kein Schwitzwasser bilden da kein Abstand (Tiefsicke) oder nur 35 mm (Hochsicke) - Dach mit Sickenfüller geschlossen (Also keine Hinterlüftung)

    Überlappungen wurden mit Dichtband abgedichtet


    Ich hab auch schon gegoogelt, aber da findet man verschiedenste Aussagen über den Dachaufbau, von in Ordnung bis Pfusch.

    Jemand vom Bau hat mich wie bereits beschrieben auch schon telefonisch beraten, aber wenn das an den Schrauben liegt wären ja auf der Oberseite der OSB Platten auch Spuren von Wassereintritt erkennbar.

    Ich wollte mir auch schon ein Angebot einer Örtlichen Fachfirma wegen einem Satteldach machen lassen aber die haben sich bis Dato nicht mehr zurück gemeldet und da befürchte ich sowieso das ich mir das die nächste Zeit nicht Leisten kann.

    Also was tun? Neues Dach mit mehr Gefälle und vielleicht Sandwichplatten wegen der Dämmung? Oder von innen Dämmung mit Dampfbremse zu den OSB Platten und Rigipsplatten als Abschluß (dann könnte sich zwischen den Platten auch nicht die Hitze so stauen) und / oder auf der Oberseite der OSB Platten ne Unterspannbahn als zusätzlichen Schutz? Oder???


    Vielen Dank schon mal für die Hilfe!

  • Das ganze scheint vorwiegend ein "Kondensatproblem" zu sein.

    Die relativ feuchte warme Luft kühlt sich über Nacht ab und dadurch entsteht dann Kondensat an der Unterseite der Trapezbleche.


    Mögliche Lösung (ohne Garantieanspruch):

    * Trapezbleche runter

    * falls nicht vorhanden Traufblech anbringen

    * Unterdeckbahn verlegen (Unterdeckbahn – Wissen Wiki)

    * Lattung zur Schaffung eines Belüftungsraums verlegen

    * Trapezbleche neu verlegen und für Unterlüftung sorgen

    * Traufseitig Insektenschutzgitter und Windleitblech anbringen

    * Firstseitig belüfteten Wandanschluss herstellen


    und


    * Garagentor im Sommer entweder ganz auf oder ganz geschlossen halten

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • eine Dämmung zwischen den Sparren würde keine weitere Abhilfe schaffen? Dann könnte sich die wärme nicht mehr ganz so stauen und der Temperaturunterschied zwischen innen und außen, wäre nach nächtlicher Temperaturabsenkung nicht mehr so hoch.

    * Firstseitig belüfteten Wandanschluss herstellen

    Der First ist entlang des Garagentores und nicht an der Hauswand. Glaub das täuscht auf dem Bild.

    * Unterdeckbahn verlegen (Unterdeckbahn – Wissen Wiki)

    * Lattung zur Schaffung eines Belüftungsraums verlegen

    * Trapezbleche neu verlegen und für Unterlüftung sorgen

    * Traufseitig Insektenschutzgitter und Windleitblech anbringen

    funktioniert die Hinterlüftung überhaupt bei der geringen Dachneigung (3% Gefälle)?

    Die relativ feuchte warme Luft kühlt sich über Nacht ab und dadurch entsteht dann Kondensat an der Unterseite der Trapezbleche

    An der Unterseite des Trapezbleches bzw. an der Oberseite der Dachschalung hab ich bis Dato keine Spuren von Kondenswasser feststellen können, sondern nur innen an der Unterseite der Schalung (schwarze Flecken).

  • eine Dämmung zwischen den Sparren würde keine weitere Abhilfe schaffen? ...

    Nein, die würde das ganze noch verschlimmern.

    Die Dämmung gehört immer auf die kalte und die dampfdichten Schichten gehören auf die warme Seite.

    Glaub das täuscht auf dem Bild.

    Ja, das hat dann wohl getäuscht. Macht es aber konstruktiv einfacher.

    funktioniert die Hinterlüftung überhaupt bei der geringen Dachneigung (3% Gefälle)?

    Ja, auch wenn eine stärkere Neigung schöner wäre.

    An der Unterseite des Trapezbleches bzw. an der Oberseite der Dachschalung hab ich bis Dato keine Spuren von Kondenswasser feststellen können, sondern nur innen an der Unterseite der Schalung (schwarze Flecken).

    keine Spuren - außer schwarze Flecken im Verlauf der Hochsicken :D

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Auf dem einen Bild 2 zeichnen sich die Sicken der Trapezbleche ab.


    Alles deutet auf ein Kondensatproblem hin, man hätte hier einfach eine Konterlattung unter die Trapezbleche zwecks Hinterlüftung anbringen müssen und vorallem ein Blech mit Vlies nehmen müssen, um die Feuchtespitzen aufzunehmen und tagsüber wäre das Vlies dank Hinterlüftung wieder abgetrocknet.

  • keine Spuren - außer schwarze Flecken im Verlauf der Hochsicken :D

    eben - schwarze Flecken im Verlauf der Tiefsicken :D Aber eben nur innen, Unterseite OSB Platten und nicht direkt unter dem Trapezblech, Oberseite OSB Platten, da müsste ich doch dann auch Flecken oder Feuchtigkeit haben...? Wobei die Erklärung mit dem Kondensat für mich natürlich plausibel ist.


    Nein, die würde das ganze noch verschlimmern.

    Die Dämmung gehört immer auf die kalte und die dampfdichten Schichten gehören auf die warme Seite.

    Alles deutet auf ein Kondensatproblem hin, man hätte hier einfach eine Konterlattung unter die Trapezbleche zwecks Hinterlüftung anbringen müssen und vorallem ein Blech mit Vlies nehmen müssen, um die Feuchtespitzen aufzunehmen und tagsüber wäre das Vlies dank Hinterlüftung wieder abgetrocknet.

    Ok, könnte ich dann direkt auf die OSB Platten eine Isolierende Unterspannbahn machen, darauf eine Dachlattung mit Hinterlüftung und auf die Lattung das Trapezblech welches ich mit einem selbstklebendem Vlies beklebe?

    Oder wie mache ich den Dachaufbau richtig? Welche Latten Dimensionen sollte ich nehmen damit eine ausreichende Luftschicht entsteht?

    Mit der Isolierenden Unterspannbahn hätte ich ja dann eine Dämmung, wobei die neu entstehende Luftschicht ja auch schon was bringen sollte und das Vlies auf dem Trapezblech ja auch.


    Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten!!! :thumbsup:

  • hier nochmal Bilder wo ich das Trapezblech angehoben habe und keine Fleckenbildung auf der OSB Platten Oberseite oder Kondenswasser unter dem Blech erkennbar.

    Die paar dunklen Flecken die man erkennt sind schon immer in den Platten, sieht man auch auf neuen.

    Die schraffierten Flächen bitte ausblenden, das ist wirklich mal ne Zeit lang der Witterung ausgesetzt gewesen.

  • Das ganze scheint vorwiegend ein "Kondensatproblem" zu sein.

    Soweit kann ich folgen.


    Die relativ feuchte warme Luft kühlt sich über Nacht ab und dadurch entsteht dann Kondensat an der Unterseite der Trapezbleche.

    Aber hier würde ich behaupten (Achtung Laie!):


    Die relativ feuchte warme Luft *in der Garage* kondensiert an den kältesten Oberflächen, hier als an den Unterseiten der OSB-Platten. Und zwar vorwiegend an den Stellen, die mit den Tiefsicken des (kalten!) Trapezdaches "verbunden" sind. Eine Wärmetechnische Entkopplung zwischen Trapezdach und OSB würde m.E. das Problem nur großfächiger verteilen, denn irgendwo kondensiert die warme Luft vermutlich immer.

  • eben - schwarze Flecken im Verlauf der Tiefsicken :D Aber eben nur innen, Unterseite OSB Platten und nicht direkt unter dem Trapezblech, Oberseite OSB Platten, da müsste ich doch dann auch Flecken oder Feuchtigkeit haben...?

    Die Wirkungsreihenfolge ist:

    1. Trapezblech kühlt nachts durch Wärmeabstrahlung gegen Himmel ab
    2. OSB kühlt ab, verstärkt unter den Kontaktstreifen zum Trapezblech
    3. wärmere Luft unter der Dachkonstruktion kühlt ab und es kommt zum Kondensatausfall an den kältesten Streifen der OSB-Lage
    4. durch allmähliche Auffeuchtung wird die OSB-Platte zum Substrat für Schimmelpilzwachstum,
    5. welches in Form schwarzer Flecken sichtbar wird

    Eine Wärmetechnische Entkopplung zwischen Trapezdach und OSB würde m.E. das Problem nur großfächiger verteilen, denn irgendwo kondensiert die warme Luft vermutlich immer.

    Naja, wenn der Taupunkt nicht unterschritten wird, kommt es nicht zur Kondensation. Dies kann erreicht werden durch Erhöhung der Oberflächentemperatur oder durch Absenkung der absoluten Luftfeuchte.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Also könnte ich direkt auf die OSB Platten eine Isolierende Unterspannbahn machen, darauf eine Dachlattung mit Hinterlüftung und auf die Lattung das Trapezblech welches ich mit einem selbstklebendem Antikondensvlies beklebe?

  • Aber hier würde ich behaupten (Achtung Laie!):


    Die relativ feuchte warme Luft *in der Garage* kondensiert an den kältesten Oberflächen, hier als an den Unterseiten der OSB-Platten. Und zwar vorwiegend an den Stellen, die mit den Tiefsicken des (kalten!) Trapezdaches "verbunden" sind. Eine Wärmetechnische Entkopplung zwischen Trapezdach und OSB würde m.E. das Problem nur großfächiger verteilen, denn irgendwo kondensiert die warme Luft vermutlich immer.


    Ein durchaus beachtenswerter, und nicht laienhafter, Einwand.
    Ich muss zugeben, dass ich den relativ hohen My-Wert der OSB-Platten nicht im Blick hatte :thumpsdown:


    Deshalb folgende Überarbeitung aus #2 Flachdach Garage mit Trapezblech auf OSB Platten - schwarze Flecken auf Unterseite OSB innen


    Mögliche Lösung:

    * Trapezbleche runter

    * OSB-Platten runter

    * Trapezbleche neu verlegen und für Unterlüftung sorgen


    Ob eine nachträgliche Beschichtung mit einer "Antitropfbeschichtung" überhaupt machbar ist, kann ich nicht sagen. Falls ja, wäre es gut

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    5.Mose 27:18

  • Die relativ feuchte warme Luft *in der Garage* kondensiert an den kältesten Oberflächen, hier als an den Unterseiten der OSB-Platten. Und zwar vorwiegend an den Stellen, die mit den Tiefsicken des (kalten!) Trapezdaches "verbunden" sind. Eine Wärmetechnische Entkopplung zwischen Trapezdach und OSB würde m.E. das Problem nur großfächiger verteilen, denn irgendwo kondensiert die warme Luft vermutlich immer.

    deshalb wollte ich Isolieren, damit sich die Garage im Sommer gar nicht mehr so aufheizen kann und der Temperaturunterschied nicht mehr so groß ist.

    Ok, die OSB-Platten sind praktisch eine Dampfsperre.

    Hört sich nach einer guten Lösung an. Aber mein Problem wenn ich die OSB-Platten weg lasse ist, das ich dann wieder keine Isolierung habe und es im Sommer sehr heiß drin wird. Billig waren die Platten natürlich auch nicht gerade.

    Sonst noch ne Idee? Löcher in die OSB-Platten bohren und darauf eine Diffusionsoffene Unterspannbahn für Belüftung und etwas Isolierung, darauf eine Lattung und Trapezblech mit Hinterlüftung (oder ist das auch wieder Pfusch, hört sich irgenwie schon so an oder :D)? Oder unter den OSB-Platten für Hinterlüftung sorgen - Sparren Stückweise aufdoppeln damit die OSB-Platten nicht mehr vollflächig aufliegen und an First und Traufe Hinterlüften? Oder wie könnte das ganze noch machbar sein, das ist eine geschlossene Garage und da will ich kein "offenes" Dach haben. Wenn die OSB-Platten so schlecht sind verzichte ich natürlich darauf, aber ein bischen Dach Isolierung wäre mir wichtig.

    Woanders wird ein Trapezblechdach ja auch mit zb. Rauspundbrettern geschalt und darauf kommt zb. eine Bitumenbahn, das wäre doch im Prinzip dasselbe und die Bretter würden von innen feucht werden...?

    Eine Antitropfbeschichtung gibt es zum streichen und ein Selbstklebendes Vlies hab ich auch schon gesehen.

  • Also könnte ich direkt auf die OSB Platten eine Isolierende Unterspannbahn machen

    deshalb wollte ich Isolieren ... Aber mein Problem wenn ich die OSB-Platten weg lasse ist, das ich dann wieder keine Isolierung habe und es im Sommer sehr heiß drin wird.

    Ich kann den Überlegungen hier nicht folgen. Möglicherweise liegt dies an den benutzten Begriffen. Was ist mit "Isolierung" gemeint? Geht es um eine "Wärmedämmung", um die Trennung mehrerer Bauteile oder Schichten wie beim Kabel oder um etwas ganz anderes wie eine Dampfsperre? Bitte erklären und dann den passenderen Begriff verwenden.


    Eine Unterspannbahn dämmt nichts, ist keine Dampfsperre und Isoliert auch nichts. Sie leitet erstmal nur unter die Dachdeckung geratenes Niederschlagswasser ab.


    OSB 3 Platten können die Funktion einer Dampfsperre zuverlässig übernehmen, wenn alle Plattenstöße wasserdampfdicht abgeklebt sind.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich kann den Überlegungen hier nicht folgen. Möglicherweise liegt dies an den benutzten Begriffen. Was ist mit "Isolierung" gemeint? Geht es um eine "Wärmedämmung", um die Trennung mehrerer Bauteile oder Schichten wie beim Kabel oder um etwas ganz anderes wie eine Dampfsperre? Bitte erklären und dann den passenderen Begriff verwenden.

    Tut mir leid, geht eigentlich um eine Wärmedämmung.

    Eine Unterspannbahn dämmt nichts, ist keine Dampfsperre und Isoliert auch nichts. Sie leitet erstmal nur unter die Dachdeckung geratenes Niederschlagswasser ab.

    Unterspannbahnen werden aber in allen Variationen verkauft wie zb.:

    ...ist eine reflektierende, thermisch und akustisch dämmende, wasserabweisende und äußerst dampfdurchlässige Unterspannbahn.


    deshalb die überlegung einer Dämmenden Unterspannbahn.

  • deshalb die überlegung einer Dämmenden Unterspannbahn.

    Vielleicht plane ich ja zu selten Steildächer, aber von einer "dämmenden" Unterspannbahn habe ich noch nicht gelesen. Mir ist auch völlig rätselhaftem wie ein Material mit einer Stärke von einem guten Millimeter eine nennenswerte Dämmwirkung für irgendetwas (Wärme, Schall) haben kann. Wie soll das physikalisch funktionieren - außer mit Vakuum? Aber auch da ist es ja gerade kein Material!


    Hast Du ein Beispiel?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ...ist eine reflektierende, thermisch und akustisch dämmende, wasserabweisende und äußerst dampfdurchlässige Unterspannbahn.

    Wo steht das, im Baumarktprospekt? Bei Herstellern habe ich so etwas noch nie gefunden. Behelfsdeckungsgeeignet, frei bewitterbar für eine bestimmte Zeit und diffusionsoffen sind die aktuellen, aber mehr nicht.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Vielleicht plane ich ja zu selten Steildächer, aber von einer "dämmenden" Unterspannbahn habe ich noch nicht gelesen. Mir ist auch völlig rätselhaftem wie ein Material mit einer Stärke von einem guten Millimeter eine nennenswerte Dämmwirkung für irgendetwas (Wärme, Schall) haben kann. Wie soll das physikalisch funktionieren - außer mit Vakuum? Aber auch da ist es ja gerade kein Material!


    Hast Du ein Beispiel?


    Wo steht das, im Baumarktprospekt? Bei Herstellern habe ich so etwas noch nie gefunden. Behelfsdeckungsgeeignet, frei bewitterbar für eine bestimmte Zeit und diffusionsoffen sind die aktuellen, aber mehr nicht.

    Da ich mich zu wenig auskenne frag ich ja hier, einen link dazu darf ich nicht einstellen oder? aber ich hab mit einer Suchmaschine verschiedene Unterspannbahnen (oder wie auch immer man sie nennen will) gefunden... mit zb. dämmend mit 37 mm Stärke. Die Garage muss ja nicht super gedämmt sein, aber ein bisschen besser wie aktuell wäre toll. Wenn ich wüsste was besser ist würde ich das so machen, oder machen lassen.

  • Da ich mich zu wenig auskenne frag ich ja hier, einen link dazu darf ich nicht einstellen oder?

    Doch, darfst Du, dürfen nämlich alle!

    aber ich hab mit einer Suchmaschine verschiedene Unterspannbahnen (oder wie auch immer man sie nennen will) gefunden... mit zb. dämmend mit 37 mm Stärke. Die Garage muss ja nicht super gedämmt sein, aber ein bisschen besser wie aktuell wäre toll.

    Dir ist klar, dass eine Wärmedämmung keine Heizung ist? Sie bremst die Auskühlung bzw. Erwärmung um einige Stunden, aber bei 37 mm Stärke nicht länger.


    Bist Du Dir sicher, von einer Unterspannbahn im Sinne der a.R.d.T. zu schreiben?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Dir ist klar, dass eine Wärmedämmung keine Heizung ist? Sie bremst die Auskühlung bzw. Erwärmung um einige Stunden, aber bei 37 mm Stärke nicht länger.

    Ja ist mir klar, mehr will ich damit auch nicht erreichen, Hauptsache das Dach heizt sich nicht mehr so auf wie aktuell.

    Bist Du Dir sicher, von einer Unterspannbahn im Sinne der a.R.d.T. zu schreiben?

    Laut Google Suche (siehe Bild) ist Unterspannbahn, Unterdeckbahn, Dachbahn,... dasselbe... was es aber wohl doch nicht ist.


    hier ein paar Links, vielleicht könnte man sowas nehmen:


    Isolierende Unterspannbahn: Roofreflex - 37mm - Aluthermo -wärmedämmende Unterspannbahn

    Dachbahn Nextreme 1,5mx50m Dachabdeckung Unterspannbahn Schalungsbahn

    -wärmedämmend aber nur bei Regen und Schnee

    Masterrock 033 kaschiert von ROCKWOOL -Unterdeckbahn mit Dämmung

    Winco Skytech erste nicht brennbare Unterspannbahn - wärmedämmende Unterspannbahn


    hatte noch eine wärmedämmende Unterspannbahn gefunden die es in verschiedenen Stärken, glaube bis 30 mm gibt, finde ich aber gerade nicht mehr.


  • Hab mich jetzt nochmal schlau gemacht... mögliche Lösungen mit Wärmedämmung (Hauptziel: im Sommer die Erwärmung durch das Dach länger auszubremsen), falls ich das richtig verstanden habe:


    1. Hinterlüftete Dämmung mit ja bereits vorhandenen OSB-Platten: Trapezblech mit "Antitropfbeschichtung" - Lattung mit Hinterlüftung - OSB-Platten auf Lattung mit Hinterlüftung - diffusionsoffene Unterspannbahn auf Sparren um die Wärmedämmung zu schützen - Zwischensparrendämmung aus Glaswolle 60 mm - Imprägnierte Gipskartonplatte als Abschluss von unten auf die Sparren.

    Das ganze wäre von innen Diffusionsoffen, Hinterlüftet und ich hätte einen besseren Schutz vor der sommerlichen Erwärmung. Die OSB-Platten würde ich verwenden weil ich sie ja schon habe und sie eine Isolierung/Schutz zwischen Trapezblech und "Unterdach" bildet.


    2. Hinterlüftete Dämmung ohne bereits vorhandene OSB-Platten: Trapezblech mit "Antitropfbeschichtung" - Lattung mit Hinterlüftung - diffusionsoffene Unterspannbahn auf Sparren um die Wärmedämmung zu schützen - Zwischensparrendämmung aus Glaswolle 60 mm - Imprägnierte Gipskartonplatte als Abschluss von unten auf die Sparren.

    Das ganze wäre von innen Diffusionsoffen, Hinterlüftet und ich hätte einen besseren Schutz vor der sommerlichen Erwärmung. Die OSB-Platten würde ich dann weg lassen um mögliche Probleme wie aktuell zu vermeiden.


    3. Trapezblech mit Hinterlüftung: Trapezblech mit "Antitropfbeschichtung" - Lattung mit Hinterlüftung - diffusionsoffene Wand- und Dachplatte (DWD) direkt auf Sparren. Das ganze wäre von innen Diffusionsoffen, Hinterlüftet und ich hätte einen besseren Schutz vor der sommerlichen Erwärmung, die DWD Platten sollen sehr gut vor Hitze schützen. Optional könnte man hier ja noch Nachträglich eine Zwischensparrendämmung aus Glaswolle 60 mm - Imprägnierte Gipskartonplatte als Abschluss von unten auf die Sparren aufbringen, falls die DWD Platten nicht reichen.


    Verbessert mich gerne.

    Oder sollte ich lieber mit Styrodur-Hartschaumplatten (Vorschlag eines Bekannten vom Bau) statt Glaswolle / DWD-Platten arbeiten? Ich weiß nur nicht wie ich da den Dachaufbau dann mache, da die Styrodur-Hartschaumplatten ja nicht diffusionsoffen sind.