Regenwasser Fallrohr in Außenwand

  • Hallo, wir planen gerade unser Haus und würden gerne den Regenwasserwasserablauf so gestalten, dass er von außen nicht sichtbar ist. Also, Rinne + fallrohr Nicht sichtbar bzw. hinterputz. Wir planen Das Mauerwerk aktuell mit 36,5 cm starken ytong steinen... also ohne zusätzliche Dämmung...


    Gibt es eine Möglichkeit das technisch unbedenklich auszuführen?


    Wären für tips u Anregungen dankbar.


    Gruß

  • Wären für tips u Anregungen dankbar.

    ich hätte einen tip:

    sich lieber einen anderen blödsinn ausdenken , der nicht so schadensträchtig ist .

    Gibt es eine Möglichkeit das technisch unbedenklich auszuführen?

    ausführen : ja

    unbedenklich :nein

    Hallo, wir planen gerade unser Haus und würden gerne den Regenwasserwasserablauf so gestalten, dass er von außen nicht sichtbar ist.

    :nono:

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ich hab mir das nicht ausgedacht. Ich sehe es gibt so einige Häuser in dieser Optik und die sagt mir sehr zu. Da habe ich mich gefragt, ob sich das nicht auch bei mir so umsetzten ließe.


    Mir wäre geholfen wenn man mir aufzeigen könnte wie das fachmännisch ausgeführt werden kann

  • Ich würde auch wirklich davon abraten. Ihr braucht ja dann an der Stelle einen komplett anderen Wandaufbau. Das soll dann wirklich ein Architekt lösen.


    Gehört das zu: „Oh, gefällt mir, das hätte ich auch gerne.“ Vielleicht sogar bei einem normalen Entwurf eines GÜ oder Bauträgers?

    Dann vergesst es.


    Ich kenne solche Details eher, wenn wirklich ein Architekt am Werke ist und das dann in das Konzept passen muss. Wenn dem so ist, dann ist es eh sein Job.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich würde auch wirklich davon abraten.

    Ich auch!


    Grundsätzlich finde ich auch, und da bin ich ganz beim TE, dass Regenrinnen und Fallrohre keine optische Bereicherung der Fassade darstellen. Andererseits ist es mehr als fragwürdig, dass man allerorts versucht Wasser tunlichst draußen zu halten und dann einen Weg ersinnst, wie man Wasser, welches schon außerhalb des Hauses ist, ins Innere zu leiten.


    Sollte man dies dennoch wünschen, so ist zu beachten, dass...

    - die Detaillösungen peinlich genau geplant gehören

    - die Ausführung peinlich genau überwacht werden muss

    - man sich damit abfinden muss, dass, wenn es einmal zu einem Schaden kommt (Dachrinne undicht), eben nicht mit dem einfachen Austausch oder dem flinken zulöten oder was auch immer getan ist. Minimalinvasiv ist dann nicht. Da wird man schnell mal eine ganze Fassade neu verputzen dürfen, nachdem man diese vorher aufgeklopft hat.

  • nur einer von mehreren schadensfällen :


    ich habe schonmal mit einem gigantischen aufwand nacheinander drei seiten/ecken eines kellers freigelegt auf der suche nach einer undichten stelle mit :

    terrasse erneuern

    spritzschutzstreifen abbauen/neu erstellen

    zugangstreppe weg und neu

    die (dichten) wände wegen möglicherweise nicht erkennbarer undichtigkeiten abgedichtet , bis dann in der vierten ecke innen das undichte fallrohr entdeckt wurde , weil der gesammte bis dahin betriebene aufwand fruchtlos war und der keller in den neu abgedichteten ecken feucht wurde ...:eek:


    hatte für uns den vorteil , viel umsatz zu machen . hatte trotzdem was frustrierendes an sich .....:wall:

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Innenliegende Entwässserungen kenne ich aus dem Industriebau. Dort ist es aber so, dass bei einem Schaden an der Entwässerung und bei unkontrolliertem Wasseraustritt einfach das Hallentor eine Handbreit geöffnet wird und alles ist gut.


    Eine Fallleitung in der Wand ist auch eine Wärmebrücke.

    Ein Fallrohr in der Wand mindert auch die Stabilität der Wand und deren Steifigkeit.

    Ein Fallrohr in der Wand ist auch schalltechnisch ungünstig, insbesondere, wenn Vögel in den Ablagerungen nach Futter suchen und auf das Blech picken.


    Liegt die Fallleitung nicht frostfrei, kann eine Verstopfung (Laub, Tier, Nest, Ablagerungen, ... ) zu Wasserstau und Eisbildung im Rohr führen.

    Eine Verstopfung im unteren Bereich und darüber die Wassersäule bis zur Dachrinne erfordert schon eine sehr gute Abdichtung der Rohrstöße.

    Auch ein Rückstau im RW-Kanal in der Straße (z.B. bei Starkregen) kann zu einem Rückstau im Fallrohr führen.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Naja, momentmal, Die Anforderung belief sich ja nur auf das Fallrohr. Das kann man weglassen wenn men einen Speier lang genug macht.

    Außerdem wird ja heutzutage ja iweder viel Flachdach gebaut..... da kann man auch aufs Fallrohr verzichten und einen Speier montieren. :D

    Damit hätten wir doch schon alle Anforderungen des TE erfüllt. Falchdach mit Attika 50cm plus Speier.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Eine Fallleitung in der Wand ist auch eine Wärmebrücke.

    richtig, lässt sich aber kontrollieren

    Win Fallrohr in der Wand mindert auch die Stabilität der Wand und deren Steifigkeit.

    richtig, lässt sich aber kontrollieren

    Ein Fallrohr in der Wand ist auch schalltechnisch ungünstig, insbesondere, wenn Vögel in den Ablagerungen nach Futter suchen und auf das Blech picken.

    Das ist bei außenliegenden Rohren nicht anders, als bei innenliegenden. Aber innenliegenden sind

    1. üblicherweise aus Guß
    2. zusätzlich gedämmt

    Liegt die Fallleitung nicht frostfrei, kann eine Verstopfung (Laub, Tier, Nest, Ablagerungen, ... ) zu Wasserstau und Eisbildung im Rohr führen.

    Das gilt für alle Fallleitungen. Sind außenliegenden Fallleitungen immer frostfrei - in D?

    Verstopfung im unteren Bereich und darüber die Wassersäule bis zur Dachrinne erfordert schon eine sehr gute Abdichtung der Rohrstöße.

    Das sind fachgerecht errichtete Gußleitungen immer, fachgerechte Blechrohre (Zink, Titanzink, Kupfer ...) nie. Die übliche außenliegende Leitung ist also nicht dicht - was aber kein Problem ist. Innenliegnde Abwasserleitungen gibt es in D in praktisch fast jedem Haus - und sie sind sehr selten undicht.

    Auch ein Rückstau im RW-Kanal in der Straße (z.B. bei Starkregen) kann zu einem Rückstau im Fallrohr führen.

    Das ist bei allen Regenwasserleitungen so und aus den o.g. Gründen nur selten ein Problem.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Sorry Skeptiker, hier bin ICH wirklich "skeptisch".

    Was Du geschrieben hast ist "Gesundbeten" auf hohem Niveau.

    Wasser künstlich nach innen zu führen um einer kurzfristigen "Mode" zu folgen ist einfach nur Sch....


    Gut und schön ist, was dauerhaft funktioniert. Nur weil es in Architektenzeitschriften steht und von Architekten "gelobt" wird und deshalb wieder in Architektenzeitschriften steht ...., ist es nicht sinnvoll.


    P.S.: @ Wolfgang

    Deine Beiträge hier sind meiner Meinung nach immer sehr überlegt sowie sachlich und fachlich begründet. (Kann ich von meinen leider nicht immer behaupten.) Um so mehr wundert mich jetzt dieser "Architektenanflug".

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Sorry Skeptiker, hier bin ICH wirklich "skeptisch". Was Du geschrieben hast ist "Gesundbeten" auf hohem Niveau.

    Nö, ich bete nichts gesund. Es gibt gute Gründe für außenliegende und gute Gründe für innenliegende Entwässerungen. Ich singe ausdrücklich nicht ein Hohelied der Innenentwässerung. Ich verstehe allerdings nicht, weshalb das, was bei jeder Abwasserleitung zwischen Toilette und Abwasserkanal in D millionenfach funktioniert, bei Regenentwässerungen ein gewaltiges Risiko sein soll (von Trinkwasser und Heizung einmal ganz abgesehen).


    Meine persönlichen empirischen, aber sicher nicht repräsentativen Erfahrungen:

    • In meiner unmittelbaren privaten Nachbarschaft haben 2 von 16 Häusern außenliegende Regenentwässerungen. Die beiden vermeintlichen "sicheren" Systemen waren in 10 Jahren bisher jeweils dreimal komplett ausgefallen (Verstopfung durch Laub, Frost, die inneren nicht.
    • Bei rund 50.000 m2 Flachdächern, die ich in bisher gut 20 Jahren Berufstätigkeit verantwortlich geplant habe, sind mir keine Schäden an den Ableitungssystemen bekannt, nur an anderen Komponenten.

    Wie gesagt: Beides hat seine Berechtigung, mitunter Notwendigkeit und kann gestalterisch positiv eingesetzt werden. Aber die Begründungen sollten schon sachlich passen. Aktuell baue ich ich in einem Objekt gemischt: Innen und Außenentwässerung. Beides ist an seinem Platz genau so sinnvoll.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Da prallen bei uns wohl grundsätzlich abweichende Auffassungen aufeinander. Ich will hier keinen "Glaubenskrieg" anzetteln. Das hatte ich mit anderen "Architekten" auch schon, ohne wirklichem Ergebnis.


    Wie hier schon von anderen geschrieben:

    Ja, technisch durchaus beherrschbar. Aus konstruktiver Sicht aber nicht empfehlenswert.

    ... Gut und schön ist, was dauerhaft funktioniert. ...

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Ja, technisch durchaus beherrschbar. Aus konstruktiver Sicht aber nicht empfehlenswert.

    Gut und schön ist, was dauerhaft funktioniert.

    Also die Innenentwässerung! :thumbsup:

    Ich will hier keinen "Glaubenskrieg" anzetteln.

    Ich glaube nicht, ich weiß!


    :bier:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Aber eine Dachrinne bei einem Steildach dann hinter die Fassade zu führen finde ich widersinnig.

    Ich auch. Ich plane und baue meisten mit Flachdach, erst seit kurzem öfter Steildächer. Ich habe mich hier ganz allgemein über innenliegende Regenwasserableitungen geäußert. Innen heißt für mich aber in diesem Zusammenhang auch innenseitig der Wand, nicht in der Wand. Fallrohre aus welchem Blech auch immer gehören für mich nur nach außen, weder in die Wand, noch innen vor die Wand.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • *hust* (ohne Corona) :D

    EIne innenliegende Regenwassernetwässerung ist aber problemanfälliger.


    1. Eine Durchdringung von Ausen nach Innen.

    2. Dämmung der Leitungen gegen massiven Kondensatanfall.

    3. Frostfreiheit muss gewährt sein am Ablaufgulli.

    4. Die Leitung muss seperat geführt weden.

    5. abermals eine Durchdringung aus dem Haus hinaus.

    6. Schalleintrag ins Gebäude möglich.

    7. evt etwas Mehr Brandschutz.

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  • Ich antworte darauf, bezogen auf ein wärmegedämmte Flachdach:

    1. ja, habe ich aber bei der Durchdringung einer Attika auch
    2. ja
    3. ja, beim außenliegenden Ablauf aber auch
    4. ja, beim außenliegenden Ablauf aber auch
    5. ja
    6. nein, beim Gußrohr definitiv weniger als bei jedem Blechrohr
    7. ja

    was aber fehlt:

    1. thermische Entkopplung der außenliegenden Fallrohrbefestigungen im WDVS
    2. Rohrbegleitheizung um Einfrieren im Winter zu verhindern

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • wie das Detail aussehen kann?

    genau ab da fängt es an spannend zu werden:


    da muss nämlich der wandaufbau entsprechend gegenüber einem "normalfall"(rinne/fallrohr aussen) geändert werden .und dann geht es an die detailplanung .

    wir planen gerade unser Haus

    (hier war/wurde ich der skeptiker)

    und genau deswegen habe ich im #2 davon abgeraten , weil :


    machbar alle male .

    sinnvoll nur bedingt .

    und nicht mal eben von laien richtig planbar

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Finde die Diskussion sehr spannend. Kann mir bitte jemand aufmalen wie das Detail aussehen kann? :D ... danke

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    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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