Mehrspartenhauseinführung erweitern

  • Hallo zusammen,


    ich bräuchte noch mal euren Rat.


    Zu unserer bestehenden Mehrspartenhauseinführung (siehe Foto) soll jetzt auch noch ein Kupferkabel der Telekom dazu kommen. Die Ausführungen machen eine Tiefbaufirma als Nachnuternehmer der Telekom.


    Das Kabel muss ja dann auch von draußen in unser Haus. Wird hierfür die vorhandenen Mehrspartenhauseinführung verwendet bzw. gibt es da noch Platz für das Kupferkabel der Telekom? Auf was muss man achten, wenn man das Kabel der Telekom durchführt insbesondere hinsichtlich Abdichtung? Irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob die Baufirma das Kabel fachgerecht einführt.


    Danke schon mal.

  • im linken Bereich sieht es so aus, al ob dort noch Platz wäre.


    Bei der Telekom (Bauherrenservice) musst Du bekanntgeben, dass es eine Hauseinführung gibt, die verwendet werden soll.

    Du solltest auch in einem Lageplan die Position kennzeichnen und die Tiefe beschriften und dieses Dokument dem Bauherrenservice zukommen lassen..


    Ansonsten kann es passieren, dass die Tekom-Subunternehmer irgendwo neben der Hauseinführung durchbohren.


    <OT>

    Wieso wird ein Neuanschluss in 2020 noch mit Kupferkabel realisiert?

    </OT>


    Denk d'ran, den Tarif über den Bauherrenservice zu bestellen, wegen der Gutschrift von (ich glaube) 300€.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Danke Holger,


    ich habe es bei der Telekom schon angegeben und die Baufirma hatte sich das auch schon angeschaut. Die 300 EUR habe ich auf dem Schirm und werde dann auch einen Tarif bei denen buchen.


    Warum Kupferkabel kann ich Dir nicht sagen. Wahrscheinlich, weil die wenigen, die bei uns im Wohngebiet sind, auch Kupferkabel haben?

  • <OT>

    Wieso wird ein Neuanschluss in 2020 noch mit Kupferkabel realisiert?

    </OT>

    Entweder ist es ein Gebiet mit klassischem Kupferausbau, wo aus Rentabilitätsgründen kein Glas liegt, oder es ist ein Gebiet mit FTTC-Technik, wo dann die sogenannte "letzte Meile" vom Kabelverzweiger, bis zu dem Glasfaser liegt, in Kupfer verlegt wird.


    Zum Thema Kabeldurchführung:

    Es sollte normalerweise so laufen, dass entweder neue passende Einführungen in die MSHA eingebaut werden oder es werden unbelegte Kabeldurchführungen genutzt.

  • Ernsthaft? Seh ich da in der Mehrsparte Fernwärme? direkt an der Hauptwasserleitung? =o:eek:

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • NA ich kenn das so nicht. Die die ich kenne, sind extra reingeführt. Ich finde die Nähe zur Trinkwasserleitung einfach sehr bedenklich. So gut kann das ganze nicht gedämmt sein an einer Mehrsparte. Und die Fernwärme fährt ja gerne mit teils hohen Temperaturen bis zum Dampf.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • NA ich kenn das so nicht. Die die ich kenne, sind extra reingeführt. Ich finde die Nähe zur Trinkwasserleitung einfach sehr bedenklich. So gut kann das ganze nicht gedämmt sein an einer Mehrsparte. Und die Fernwärme fährt ja gerne mit teils hohen Temperaturen bis zum Dampf.

    Ja, ich würde es auch möglichst vermeiden,


    aber wenn selbst einer der Markführer sowas anbietet ...

    "Die Quadro-Secura Mehrspartenhauseinführung 2-FW für Gebäude mit Keller bietet die Möglichkeit, die vier Sparten für Erd-/Fernwärme, Wasser, Strom und Telekommunikation mit nur einem Bauteil ..."

    https://www.mehrsparte.de/doyma-mehrsparte-2fw-mit-keller

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • selbst einer der Markführer sowas anbietet ...

    Wie kompetent ist Doyma hinsichtlich Trinkwasserhygiene?

    Die kennen sich mit Betonabdichtungen und -durchführungen aus, aber sonst?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Bei vielen MA der Versorger muss auch erst noch ein Hygienewusstsein anerzogen werden. Selten sitzt ein Trinkwasserexperte in den Anschlusswesenabteilungen.

    Die Versorger schulen die VIU einerseits auf die DVGW-Regularien und verleihen andererseits mobile Trinkwasserzapfstellen für Märkte ohne Systemtrenner.

    Es ist halt sehr vielschichtig...




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ja, und wie kompetent sind die ganzen Stadtwerke, die eine solche Hauseinführung sogar vorschreiben? Die kennen sich mit Fernwärme, Strom und Wasser aus - oh wait....

    ... die "Stadtwerke" sind insbesondere auf die Haftungsfrage, sprich dichte Hauseinführung, ausgerichtet. Die Trinkwasserhygiene ist für die Versorger ja schon spätestens einen Meter weiter "kein Problem mehr" ;)

    Das Ganze ist ein Zirkel wie die Frage nach Ei und Henne, deshalb ja die fortführenden ...

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • ...Vorlauf kommt mit bis zu 75 Grad

    Fernwärme bis 140°C und innerhalb der Dichtung ist Dämmstärke reduziert, weil Vorrang auf Dichtigkeit gelegt wird. Hinzu kommen die langen Stagnationszeiten bei Trinkwasser im EFH.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • In Neubaugebieten sind (zumindest im Alt-Bundesgebiet) längst keine derart extremen (dreistelligen) Fernwärme-Vorlauftemperaturen mehr üblich. Auch Altausbaugebiete werden bei etlichen Betreibern Schritt für Schritt umgestellt.

    Vielleicht ist das im Beitrittsgebiet historisch bedingt noch anders?


    Off-Topic:

    Sieh es mal so:

    Der TE bekommt eine kostenlose Trinkwasservorwärmung, das spart ihm Kosten... X/

  • Vielleicht ist das im Beitrittsgebiet historisch bedingt noch anders?

    Das hat nichts mit Beitrittsgebiet und historisch zu tun, sondern mit der Länge der Leitungswege und deren Dimensionierung. Bei unseren zwanzig Kilometern zwischen Wermeerzeugern und Verbrauchern macht es einen Riesenunterschied der Durchmesser, ob die Wärmemenge mittels Heißwassertemperaturen oder Warmwasser übertragen wird. Auch die FW-Stationen in den Gebäuden werden bedeutend kleiner, wenn mit hohen Temperaturen gefahren wird.

    Du redest aber vermutlich von Nah- und nicht von Fernwärme.


    PS: Dein OT ist nicht lustig.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • So, hab' mal kurz bei mir gemessen nach einem Aufheizen des Boilers, hat mich jetzt interessiert.


    Wand/Lufttemperatur im HWR mit dem Mehrspartenanschluss: 22,4°C

    Wandoberfläche in direkter Umgebung des Mehrspartenanschlusses: 22.8°C

    Temp. am nicht isolierten Teil eines Kugelventils des Nahwärme-Vorlaufs: 52°C (max. Vorlauftemp während des Boilerheizens ist 75°C, war aber eine Weile schon wieder am Abkühlen)

    Oberflächentemperatur der Dämmung am Vorlauf: 31°C

    Rohrtemperatur am Wasserzähler, ca. 2m hinter dem Mehrspartenanschluss: 22,4°C (wie Umgebungstemperatur, es wurde schon länger kein Wasser gezapft)

    Rohrtemperaur am Mehrspartenanschluss: 23,8°C, also +1,4K.


    Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass im Winter, wenn die Heizung durchläuft, eine Wassererwärmung von vielleicht 2-3K im Bereich des Mehrspartenanschlusses durchaus wahrscheinlich ist.