Ölfleck auf Garagenboden entfernen

  • Wenn ich gute Informationen irgendwo bekomme, dann hier...


    Ich würde gerne meine Garage sanieren. Nachdem mein Verbrenner lange, immer mal wieder Öl verloren hat, ist nun an der Stelle ein großer Ölfleck, vermutlich auch tief in den Estrich des Garagenbodens eingezogen.

    Nun wollte ich dort mit Easyground 2K Beschitung die Garage sanieren. Der Support meinte aber, dass in diesem Fall es an dieser Stelle keine Verbindung zum Estrich geben könne.

    Ich benötige nun also eine Idee, wie ich das hinbekomme.


    Ölfleckentferner wird das ganze wohl nur oberflächlich entfernen, oder?

    Abschleifen vielleicht, mit was?

    Oder gar wegstemmen und neu mit Haftgrund und Betonspachtel neu machen?


    Bin für Ideen gerne offen.

  • ... Der Support meinte aber, dass in diesem Fall es an dieser Stelle keine Verbindung zum Estrich geben könne. ...

    ... und was schlägt der Support vor?


    PS.: Bilder wären hilfreich. Zudem müsste man den Estrich im betroffenen Bereich öffnen, um die tatsächliche Eindringtiefe abschätzen zu können.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Nun wollte ich dort mit Easyground 2K Beschitung die Garage sanieren. Der Support meinte aber, dass in diesem Fall es an dieser Stelle keine Verbindung zum Estrich geben könne.

    Geht es um einen unbewehrten Zementestrich, oder um eine bewehrte Stahlbeton-Bodenplatte?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Stahlbeton mit Bewehrung


    Leider momentan kein Bild zur Hand. Ist halt im Durchmesser ein 40cm größer dunkler runder Ölfleck. Oberflächlich habe ich ihn entfernt - dunkel ist es aber halt immer noch.


    Hotline sagt abschleifen. Aber das sagt sich so leicht. Vielleicht gibt es etwas, was doch eine Verbindung zur Beschichtung hin bekommt?


    Aber ich kann es auch oberflächlich raus stemmen. Wobei dann die Gefahr besteht, dass der Boden reißt... Hmm...

    Foto kommt bei Gelegenheit

  • Was soll Abschleifen nutzen?

    Man entfernt den Bereich, aus dem der Fleck ausgelaugt wurde bzw. ausgelaugt werden kann, um einen tieferliegenden Bereich freizulegen, der noch gut ölhaltig ist...

    Warum sollte man eine intakte Platte derart schwächen?


    Laienmeinung:

    Für mich käme dort nur eine chemische Untergrundvorbehandlung in Betracht.

  • Ich spitze gespannt meine Ohren. Wie lautet das Schlagwort wonach ich suchen kann oder wenn kann man da fragen.


    Du hast schon Recht. Schleifen oder Stemmen widerstrebt mir auch.

  • Variante 1: Lass den Fleck Fleck sein und alles ist gut.


    Variante 2: Versuch es mit einer Handflex oder ählichem. Dazu eine Epoxi-Beschichtung als Sperrgrund und dann einen diffusionsoffenen Anstrich.

    Der Fleck wird höchstwahrscheinlich trotzdem sichtbar bleiben und das Risiko, dass sich die Beschichtung dort über kurz oder lang wieder löst ist relativ hoch.


    Variante 3: Fachfirma mit Entfernung des Betons und anschließender Betoninstandsetzung beauftragen.

    Da das ganze in die Standsicherheit eingreift und eine "schlechte" Sanierung alles verschlimmbessert sollte es wirklich eine Fachfirma machen. Der Maurer von nebenan ist da in der Regel KEINE Fachfirma.

    Das ist jedoch relativ kostenintensiv und führt vermutlich zu Variante 1.


    Variante 3a: Das ganze in Eigenleistung. Schäden und hohe Folgekosten können nahezu garantiert werden.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Danke für die Einschätzung. Führt also alles zu Variante 1

    Was hat das aber zur Folge? Keine Beschichtung und Garage herunter wirtschaften?

    Oder Fleck mit beschichten und das Ganze in wenigen Jahren erneuern? Also Geld -> Fenster?

  • Ich würde einen professionellen Bodenbeschichter fragen (und ggf. beauftragen).

    Die haben tolle Methoden drauf und erzielen Ergebnisse, von denen man in Eigenarbeit nur träumen kann!

    Bezahlbar ist es auch.

  • Sorry ....

    Ich würde einen professionellen Bodenbeschichter fragen (und ggf. beauftragen). ...

    Der (nicht DIE) professionelle lässt die Finger davon und der Rest hat allenfalls Glück ;)


    PS: Es soll ja auch professionelle geben :(

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Man entnehme eine Kernprobe um festzustellen wie tief der Schaden überhaupt geht. Dannach kann man sich weiter gedanken drüber machen.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Das Öl wird wahrscheinlich nicht so tief eingedrungen sein.


    Besorg dir einen Diamantschleifaufsatz für die Flex und fräs den betroffenen Bereich 5 - 10mm ab und schau dir die Oberfläche an.


    Falls der Bereich tiefer ist, auch kein Problem.


    Brenn die betroffene Stelle oberflächlich mit einem Gasbrenner ab.


    Pinsel den Bereich mit klarem Epoxidharz großzügig aus und misch dir eine Spachtelmasse aus Epoxi und Quarzsand an und verspachtel die Stelle.


    Anschließend kannst du deine Beschichtung auftragen.

  • Ich würde einen professionellen Bodenbeschichter fragen (und ggf. beauftragen).

    Die haben tolle Methoden drauf und erzielen Ergebnisse, von denen man in Eigenarbeit nur träumen kann!

    Bezahlbar ist es auch.

    Hmhh, kommt immer drauf an.


    Die meisten DIY fehlt die Erfahrung und Lust sich in die jeweiligen Themen einzulesen.


    Bei den Bodenbeschichtungen ist die verwendete Menge entscheidend, während der DIY nur aufrollert, haben die Profis genug Material um eine vernünftige Verlaufsbeschichtung zu erstellen.


    Meine persönliche Erfahrungen mit Beschichtern ist gespalten, entweder billig und handwerklich eher schlecht oder irrsinnig überteuert.


    Alles bis 500m2 kann man problemlos selbst mit einer 3er Truppe erstellen, wenn man Werkzeug und zumindest einen erfahrenen Vorarbeiter hat.

  • Ich möchte darin keine Großveranstaltungen abhalten und es wird kein 3,5 Tonner darin stehen. An der Stelle, an der der Fleck ist, wird auch keine unmittelbare Druckbelastung herrschen.


    Ich suche jetzt mal nach etwas Checmischen, um zumindest die Oberfläche ölfrei zu bekommen.

    Sollte es das nicht geben, werde ich es mit der Diamantscheibe versuchen.


    Ich möchte mit der Beschitung ja lediglich erreichen, dass mir die Garage nicht noch weiter kaputt geht - möchte also den Verfall stoppen oder zumindest verlangsamen. Beinahe 30 Jahre hat sie jetzt so gehalten. Weitere 50 Jahre wären gut.

  • So... scheinbar war die Garage bereits beschichtet und der Fleck nur auf jener Beschichtung. Ich konnte die Beschitung an dieser Stelle Stück für Stück mit der Spachtel entfernen. Der Ölfleck ist damit weg.


    Nun aber zum nächsten Problem.

    Laut Hersteller der Beschitung solle ich nun das etwa 2mm tiefe "Loch" mit Betonspachtel ordentlich auffüllen und dann die Garage komplett anschleifen. Dies würde mehr bringen, als der hauseigene Haftvermittler des Herstellers.

    Welche Möglichkeiten des Anschleifens habe ich da, um nicht mit Kanonen (Estrichfröäse) auf Spatzen (15m² Garagenboden) zu schießen?

    Ich kenn die richtigen Begriffe der Werkzeuge niciht und die hiesigen Baumärkte konnten mir da nicht wirklich helfen?

    "Da benötigen Sie eine Diamantschleifscheibe. Haben wir nicht."

    Was benötige ich also wirklich zum Anrauen/Anschleifen des vorhandenen Untergrunds?


    Von Hand wird das vermutlich, trotz geringer m²-Zahl nichts werden und für den (kleinen) Winkelschleifer gibts da wohl auch keinen Aufsatz, richtig?

    Und Profigerät nennt sie wie?

  • Schleifgerät.


    Gummiteller mit Sandpapier. Flex hat zu hohe Drehzahlen, also entweder Poliermaschine oder Bohrmaschine. Und viel Zeit. Oder Mieten, das wäre mir aber für 15 m² zu teuer. Alles gut absaugen und mit Reiniger abwischen vor dem Beschichten.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • Mit gewöhnlichem Exzenterschleifer und noch gewöhnlicherem Schleifpapier (rot, 80er Körnung?) könnte ich das auch erledigen? Hätte nicht gedacht, dass Sandpapier auf Estrich einen Effekt hat. Zeit ist kein Problem, wenn ich sehe was so ein Einscheibenschleifer Miete pro Tag kostet.

  • Optimal für die Fläche wäre ein Parkettschleifer mit Teller oder ein Trockenbauschleifer, beides günstig im Baumarkt erhältlich.


    Bei der kleinen Fläche würde ich den Trockenbauschleifer nehmen.


    Das kleine 2mm Loch kannst du auch mit deiner Beschichtung direkt ausgleichen, nach Aushärtung, schleifst du das mit plan.


    Falls du genug Material (2kg pro m2) zur Verfügung hast und ein gutes Ergebnis wünscht, dann mach es folgendermaßen.


    1. Loch mit 2k Beschichtung oder Epoxidharz ausfüllen.


    2. Gesamte Fläche anschleifen und absaugen.


    3. Mit einer Epoxiwalze 11mm die Beschichtung aufrollern und trocknen lassen. (maximal 48h)


    4. Gesamte Fläche nochmal anschleifen, um Unebenheiten auszugleichen.


    5. Anschließend eine Verlaufsbeschichtung durch Ausgiessen und mit Rakel (Epoxispachtel mit Zacken) per Hand abziehen.


    Je nach Geschmack Farbflocken einwerfen.

  • Danke für die Einschätzung. Irgend so ein Zwischending werde ich wohl machen. Frage noch zu 2. warum abSAUGEN? Wäre es nicht sauberer wenn ich es mit Wasser ausspritzen würde? Oder ist saugen aus irgendeinem Grund besser?

  • Frage noch zu 2. warum abSAUGEN? Wäre es nicht sauberer wenn ich es mit Wasser ausspritzen würde? Oder ist saugen aus irgendeinem Grund besser?

    Es geht darum, den Schleifstaub komplett zu entfernen, nicht darum, ihn gleichmäßig zu verteilen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wichtig ist, dass die Oberfläche angerauht und möglichst frei von groben Staub ist.


    Deine erste Rollerschicht dient als Grundierung und Kontaktfläche, bei Nutzung von 2K Epoxid Verlaufsbeschichtungen, wird die erste Schicht auch nicht mit Quarzsand gemischt.


    Nach erfolgter Trocknung musst du ca. 24h später nochmal mit dem Tellerschleifer rüber.


    Dieses Mal absaugen und zum Schluss einfach nass wischen.


    Anschliessend kannst du deine Verlaufsbeschichtung (gemischt mit bis zu 1:0,8) Quarzsand herstellen, wichtig dafür ist der Handrakel mit passender Zahnung und die Nagelschuhe.


    Auf jeden Fall die Fläche "chippen" und nach Wunsch später mit PU versiegeln.


    Für das Reinigen der Werkzeuge benötigst du Aceton - Benzin oder Verdünner funktionieren nicht.


    Aber beachte bitte, dass die Anleitung für eine perfekte Oberfläche ist und durch den höheren Materialeinsatz kostenintensiv.


    Ich stelle mal später ein paar Bilder ein.

  • Ist das ein Garagenboden auf den Fahrzeuge (was für Fahrzeuge?) aus dem Außenbereich fahren?

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Ist das ein Garagenboden auf den Fahrzeuge (was für Fahrzeuge?) aus dem Außenbereich fahren?

    Ja. Genau so. Eine handelsübliche Fertiggarage in der ein PKW stehen wird - und zukünftig auch einer, der kein Öl mehr verlieren wird. :-)

  • Ja. Genau so. Eine handelsübliche Fertiggarage in der ein PKW stehen wird - und zukünftig auch einer, der kein Öl mehr verlieren wird. :-)

    Die Rutschhemmung einer abgechipten Beschichtung ist nicht sonderlich hoch. Wenn das Fahrzeug dann bei Regen oder im Winter nasse Reifen hat, kann sich der Bremsweg entsprechend verlängern. Da die Beschichtung wohl schon eingebaut ist bleibt nur noch "immer schön langsam fahren" in der Garage.


    Falls die Beschichtung noch nicht drin ist, würde ich über eine entsprechende Abstreuung mit Quarzsand nachdenken.

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    Steve Jobs

  • Entweder chippen und mit rutschhemmender PU Versieglung arbeiten, mit der Versiegelung erreicht man gleichzeitig eine sehr hohe Kratzfestigkeit.


    Alternativ chippen und Glasperlen (Micro-Bubbles) einwerfen.


    Mit Quarzsand erreicht man eine Rutschhemmung, das ist optisch aber eine absolute Katastrophe, da man den Quarzsand nicht gleichmäßig einwerfen kann und der Sand die Fläche ungleichmäßig erscheinen lässt.


    Den Quarzsand wirft man nach der ersten Rollerschicht zum besseren Kontakt der späteren Verlaufsbeschichtung ein und dann aber nicht zu knapp.

  • Nunja, Micro-Bubbles sind hohl (bubble = Blase), wenn dann Micro-Balls. Die rutschhemmende PU Versiegelung alleine wird keine ausreichende Rutschhemmung bringen um ein fahrendes Auto mit >1,5 to und nassen Reifen zu bremsen. Den Quarzsand kann man auch im Überschuss aufbringen und den Überschuss dann nach Aushärtung absaugen.

    Wenn die Oberfläche nach dem Absanden nochmal versiegelt wird, sinkt die Rutschhemmung wieder. Hier muss man sehr genau arbeiten. Es gibt aber ausreichend geprüfte Systeme von etlichen Herstellern, die eine R11 oder höher erreichen. Natürlich ist ein rutschhemmender Bodenbelag schwieriger zu reinigen. Aber grade bei Beschichtungen kann man auch mit einem HD Gerät arbeiten oder Schrubben und Absaugen.


    Letztendlich geht es ja auch nicht nur um das zu bremsende Auto, sondern auch um den/die Nutzer. Oft sind grade Damenschuhe mit einer glatten Sohle ausgestattet, manche noch mit Highheels. Wenn die Oberfläche vom Boden dann noch nass ist, passiert schonmal der eine oder andere Rutschunfall. Welchen Kompromiss jeder für sich selber eingehen will muss er/sie individuell für sich entscheiden. Ich kann hier nur darauf hinweisen, wie ein sicherer Bodenbelag in einer Garage aussehen sollte. Wer auf seine Sicherheit aus optischen Gründen verzichten will, kann das ja machen. Viel Erfolg.

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    Steve Jobs

  • Dein abgestelltes Auto hat geölt und du hast jetzt an der Stelle eine Delle.

    Die Delle ist wo?

    Im Autotürbereich, wo man hintritt beim Aussteigen?

    Im Bereich, wo die Reifen laufen?

    Warum stört die Delle überhaupt, wenn doch wieder ein Auto in die Garage kommt?