Kies sichern? 45m Gebäudehöhe

  • Moin die Damen, Moin die Herren,


    ich saniere demnächst ein Hochhaus mit 45 m Gebäudehöhe. Nun muss da ja ein schwerer Oberflächenschutz rauf zwecks Brandschutz. Meine Befürchtung ist jedoch dass der Kies nicht da bleibt wo er soll. Jemand schon mal Erfahrung damit? Abnetzen? Ich würde ungern Platten legen wollen auf gesamter Länge. Kies hochpumpen geht schneller, ist Mitarbeiter schonender etc.


    LG

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Ich verstehe nicht so recht, daher blöde fragen:


    1. Ist der Kies schon auf dem Dach? (Sanierung)

    2. Oder besteht angst, das dier Kies auf dem EG von fremden das laufen lernt?


    Bei erstem gehts wohl um Verlagerung des Kieses auf dem Dach. (Da ist dann erstens die Menge und dessen Verlagerung fraglich (Statik). )

    Damit er nicht (auf dem Dach wandert, helfen Sand-bzw Kiessäcke.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Das dürfte doch 16/32 sein, oder? Der bleibt liegen, wo er hingelegt wurde, aber lässt der sich überhaupt pumpen?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das dürfte doch 16/32 sein, oder? Der bleibt liegen, wo er hingelegt wurde, aber lässt der sich überhaupt pumpen?

    Jo bis 60 m kann unser Lieferanten Pumpen. 16/32 Ja oder größer, da muss ich aber klären bis zu welcher Korngröße das noch klappt.


    Eigentlich wollte ich komplett Auflast gehalten machen klappt aber nicht bei 680 Kg/m2 im Eckbereich. Du hast keine Sorge das der Kies verweht?

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  • Kies verweht doch nicht?! Hast du schonmal Kiesdünen gesehen? Ich nicht.

    Wasser bewegt Kies, aber Wind doch nicht..

    Nein, wie bei einer Sanddüne verwehrte der Wind den Kies in der Tat nicht. Allerdings ist die Situation auf einem Flachdach nicht mit einer Düne vergleichbar.

    Weht starker Wind über die Dachfläche kann es zu einem Unterdruck kommen, der zum einen in der Lage sein kann, die Abdichtung samt Kiesabdeckung anzuheben und vom Dach zu wehen, der aber durchaus auch in der Lage sein könnte, den einzelnen Kiesel anzuheben. Ich hatte dazu mal irgendwo ein Schadensbild gesehen, war aber wohl in der analogen Welt...

  • Ziegel verwehen auch nicht dennoch sichern wir sie. Das sind 45m Höhe Feldrandlage da geht bissel anders der Wind und warum sollte sich hinter der Attika nicht die Sogwirkung auswirken weswegen wir die Aufbauten gegen Sog sichern? Das Erschließt sich mit nicht.

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  • Damit sich die Dachhaut nicht vom Wind anheben lässt, bringt Ihr ja den Kies rauf. Es muss nur genug sein.

    Die einzig reale Gefahr um dem groben Kies das Laufen beizubringen sind Krâhen. Bei uns legen die bis zu 3x3x5cm große Steine auf die Attikaverblechung. Vielleicht haben die auch schon welche runtergeschmissen.

    Ich sehe immer nur die Brocken auf dem Zinkblech und kann dann wieder aufs Dach turnen, um die zurückzulegen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Nein, der Kies bringt die erforderliche Brandschutzauflage im Hochhausbau. Der Sog wird Mittel mechanischer BEF. erledigt. Alles andere wird nicht klappen. Wie gesagt ist das kein EFH.

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  • b-esco-turm-bernburg.jpg


    Parallel zur Betoninstandsetung hat der Bauherr auch das Dach neu machen lassen.

    Auch wieder mit Kies.

    Hat aber ca. 1m Attika bei 80m Gebäudehöhe.

    Konnte aber am Bestand keine Aufhäufungen oder Verwerfungen sehen.


    Kalle

    Wie hoch ist Deine Randeinfassung/Attika?

    Eine eventuell mögliche Gefahr kann entstehen, wenn schnee anschmilzt, und als Eisplatte auf dem Kies liegt und einige Stein dran haften.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)


  • nicht schön, aber auf dem Foto sieht man noch am wenigsten.



    Na gut.

    Es geht noch weniger.

    Wenn man sich umdreht:

    Gruß
    Holger
    --
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  • Jo bis 60 m kann unser Lieferanten Pumpen. 16/32 Ja oder größer, da muss ich aber klären bis zu welcher Korngröße das noch klappt.

    16/32 würde mich wundern, aber soviel Erfahrung habe ich da nicht. Rund

    Das sind 45m Höhe Feldrandlage da geht bissel anders der Wind und warum sollte sich hinter der Attika nicht die Sogwirkung auswirken weswegen wir die Aufbauten gegen Sog sichern?

    hatte ich erst einmal: Turm der BSU in HH. Damals mussten es meiner Erinnerung nach 10 cm starke Betonplatten sein, aber nur wegen der absoluten Masse, der Kies wäre bei identischer Masse deutlich zu hoch geworden - es ging 'mal wieder um den letzten Zentimeter. Um mögliche Verwehung gibt es dabei aber gerade nicht. Am Ende wurden wohl auch tatsächlich Betonplatten aufgelegt, siehe Satellitenbild zum Link in 3D-Darstellung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • warum sollte sich hinter der Attika nicht die Sogwirkung auswirken weswegen wir die Aufbauten gegen Sog sichern?

    Der Winsog zieht an flachen Dächern, wenn der Wind direkt glatt drüberpfeiffen kann.

    Bei einer (ausreichend hohen) Attika wird im Randbereich der Wind erst 'mal verwirbelt und gebremst.

    Falls doch ein Steinchen aufgewirbelt wird, bleibt es vor der gegenüberliegenden Attika hängen.


    Bei "scharfkantigen" Flachdächern gibt es ja auch die Randsteifen und die Eckbereiche mit erhöhter Sogwirkung. Aber gerade diese liegen dann im Windschatten der Attika.

    Gruß
    Holger
    --
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    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Helfen kann ich bei der Gebäudehöhe nicht. Bin beruflich noch nie in die Höhen vorgedrungen ;)

    Mein erster Gedanke (Gefühl) war aber auch:

    Das dürfte doch 16/32 sein, oder? Der bleibt liegen, wo er hingelegt wurde, aber lässt der sich überhaupt pumpen?

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Moin,


    je nach Höhe der Attika hätte ich auch Bedenken, dass der Kies zumindest verwirbelt wird. Ich glaube im DDH war mal ein Bericht über eine Bekiesung im Hochhausbereich, dort haben sie den Kies glaube ich geklebt, ähnlich wie bspw. bei Nevolit Gefälleschüttung.

  • welche menge hast du da hochzuschaffen?


    wenn es wie ich das verstanden habe feldrandlage ist , würde mir lasthubschrauber einfallen . der hat die paar tonnen (platten) , die du brauchst in ein zwei stunden oben .dürfte fluffiger sein , als kies oben zu verteilen ...

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Die einzig reale Gefahr um dem groben Kies das Laufen beizubringen sind Krâhen. Bei uns legen die bis zu 3x3x5cm große Steine auf die Attikaverblechung. Vielleicht haben die auch schon welche runtergeschmissen.

    Ich sehe immer nur die Brocken auf dem Zinkblech und kann dann wieder aufs Dach turnen, um die zurückzulegen.

    und der Steinwälzer natürlich:

    Steinwälzer – Wikipedia

  • und der Steinwälzer natürlich:

    Steinwälzer – Wikipedia

    Und ich dachte schon, das ist sowas ähnliches wie die Steinlaus. :)


    Steinwälzer habe ich hier noch nicht gesehen. Dazu fehlt vermutlich der Strand. Die krähen reichen mir schon aus. Die machen genug Arbeit. Ich verstehe nur nicht, warum die die Brocken 30-40 cm hoch auf die Attika legen.




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    M.G.Wetrow

  • Wie hoch ist Deine Randeinfassung/Attika?

    Eine eventuell mögliche Gefahr kann entstehen, wenn schnee anschmilzt, und als Eisplatte auf dem Kies liegt und einige Stein dran haften.

    Ist noch unklar, da nicht klar ist wie hoch der Stahlbetonüberzug ist (Bauen im Bestand :D ) und die Planung dazu nichts hergibt. Es werden aber vermutlich nicht mehr als 20cm und damit "scharfkantig" was meine Sorge vielleicht begründet.



    Damals mussten es meiner Erinnerung nach 10 cm starke Betonplatten sein,

    Wie gesagt die vorläufige Berechnung ergibt im Eckbereich knapp 680 Kg/m² das schafft weder die MiWo noch die Stahlbetondecke.


    Ich glaube im DDH war mal ein Bericht über eine Bekiesung im Hochhausbereich, dort haben sie den Kies glaube ich geklebt, ähnlich wie bspw. bei Nevolit Gefälleschüttung.

    Macht natürlich jede Revisierbarkeit zu nichte. Da kommt mir dann gleich die Frage wie verhält sich die versiegelte Fläche auf den Abflussbeiwert.



    welche menge hast du da hochzuschaffen?

    ca. 700m² mit durchschnittlich 8-10cm Höhe. Das kommt drauf an ob ich die Innen Fläche über Auflast halte (dann sind es 17cm) oder alles mechanisch sichere. Leider habe ich keinen Innenbereich :D


    Deine Anmerkung verstehe ich aber nicht. Es geht ja nicht um das hochschaffen, sondern um das verteilen. Bei Kiespumpen steht einer und hält den Schlauch in aufrechter Haltung. Bei Platten legen eher weniger. Das hochschaffen ist kein Problem es kommt mehrfach ein Mobilkran, weil der Umfang für einen stationären Kran zu teuer ist. Wen es interessiert: Liebherr MK88 Durch die Stellung auf 45° kommt er da ganz gut rauf.

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  • Wie gesagt die vorläufige Berechnung ergibt im Eckbereich knapp 680 Kg/m² das schafft weder die MiWo noch die Stahlbetondecke.

    Die MiWo kannst Du da natürlich vergessen, aber das Äquivalent zu 25 cm Stahlbeton? Das kommt mir verdammt viel vor! Okay, ihr seid vermutlich sogar Windlastzone IV, wir hier nur II, Hamburg auch nur II. Die BSU steht in HH.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wie will man das mit Gewicht machen? da geht ja alles in die Knie.

    68cm Aufstauhöhe oder knapp 30cm Beton., was dann ggf 40 cm Kies wären.

    Das kannst du ja nur Mechanisch Fixieren. Das Kies brauchst wegen Brandschutz, dann müsstest bei fehlender bzw zu niedriger Attika das Kies am Rand einsperren (Gewebesäcke mit Kies) (ähnlich Sandsäcke) oder das ganz mit Gitterrosten fixieren. Das bedarf aber deutlicher Planungen im Stahlbau. Das wäre dann reversibel.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Wie gesagt die vorläufige Berechnung ergibt im Eckbereich knapp 680 Kg/m²

    Windsog ???

    Einheitenfehler oder Kommafehler?

    Das entspricht in etwa der Kraft, die eine vollbeladene 747 vom Boden abheben lässt.


    20cm Attika Aufkantung sind da nichts.

    Gruß
    Holger
    --
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    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Ich schaue morgen mal nach der Berechnung. Dann stelle ich sie hier ein. Selber hab ich es nicht berechnet, darf ich zu dem bei der Höhe garnicht mehr

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  • Kies verweht bei den Höhen, oft genug schon erlebt.

    Da am Rande sind Geschwindigkeiten von 200km/h im Spiel, da bleiben nur betonplatten zuverlässig liegen