ORCA AVA - Umstellung Umsatzsteuersätze

  • Die ORCA Software GmbH hat es bis heute, also 5 Tage vor der gesetzlichen Umstellung, nicht geschafft auch nur eine Anleitung für den richtigen Umgang mit der - vorübergehenden . Senkung der Umsatzsteuer in D zu liefern. Auch im Wissen, dass die Umstellung für laufende Projekte alles andere als trivial ist, finde ich es für den Marktführer ziemlich schwach, auf mehrere Support-Anfragen nicht einmal eine Antwort im Sinne von "wir arbeiten dran, eine Lösung wird es voraussichtlich ... geben" zu verschicken.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Projektnachlass 3% auf Alles und der Brutto-Wert passt dann fast.

    Wenn die Abnahme aber erst im nächsten Jahr ist, hat es sich wieder erledigt.

    Muss man ja bei Kostenschätzungen zw. 07/2020 und 12/2020 auch berücksichtigen.


    Wir haben hier noch Disketten mit alten Versionen einer AVA-Software. Aus alten 16%-Zeiten.

    Einfach downgraden und schon werden 16% ausgewiesen. ;-)

    Ich befürchte als Währung muss dann ECU ausgewählt werden.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Projektnachlass 3% sind aber keine 16% MwSt. Darunter steht dann immer noch 19% MwSt.


    LG Oliver

  • Bei meiner verwendeten Kalkulations-, und Rechnungssoftware wurde die Umsetzung schon 2 mal verschoben, erst sollte es bis zum 22.06. dann bis zum 28.06. aufgespielt werden, heute morgen kam die mail vom Hersteller, dass der 28. wahrscheinlich auch nicht funktioniert. Ich bin mal gespannt, ob es bis zum 01.07. funktioniert, oder wie so oft, erstmal gar nichts geht oder alles durcheinander ist.... Scheint doch einer OP am offenen Herz gleich zu kommen :(

  • Projektnachlass 3% sind aber keine 16% MwSt. Darunter steht dann immer noch 19% MwSt.


    LG Oliver

    So ist es! Mit einer einfachen pauschalen Umstellung des Umsatzsteuersatzes ist es nicht getan. Die bisherigen Abschlagszahlungen wurden ja mit dem anderen Steuersatz geprüft und freigegeben. Wenn man jetzt pauschal umstellt sind alle früheren Zahlungsfreigaben plötzlich falsch. Die bisherigen Werte müssen ja erhalten werden.


    Wie gesagt: Ich weiß, dass das nicht einfach ist und kann mir auch vorstellen, dass die Lösung länger dauert, als ursprünglich erwartet. Aber die Kunden einfach sitzen zu lassen ... Ich kann den Bauherrn und auch den abrechnenden Firmen ja auch nicht einfach schreiben. "Ab 1.7.20 kann ich keine Rechnungen mehr prüfen. Aber die Bauherrn möchte die Rechnungen erst dann haben." Die nehmen mich doch fortan nicht mehr ernst!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bei uns (DATEV) gab es seit dem 10.6. einen "liveticker" zum Planugnsstand... es ist ein Update am 30.6. Nachmittags geplant, allerdings habe ich schon entschieden, dass wir dieses nicht mitmachen, sondern erst am 2. oder 3.7. (Juni können wir ja noch buchen), damit wir dann die bug-freie Version bekommen. Bei der Art von Massenumstellung muss ich nicht der erste sein, der seinen Kopf aus dem Schützengraben streckt.

    Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, dass selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen, als sie wirklich haben. ~ René Descartes

  • Wir nutzen im Büro Arriba. Da wurde an 16.06. ein Newsletter des Herstellers verteilt, im dem die Vorgehensweise zur Rechnungsprüfung mit verringerten Mwst.-Satz beschrieben wurde. Offensichtlich ist es so, dass bei Arriba schon immer für jede Rechnung einzeln festgelegt werden konnte, so dass ein Update wohl nicht erforderlich ist.


    Finde ich grundsätzlich auch sinnvoll, die Softwarefirma will ja nicht immer ein Update programmieren, wenn die Regierung den Steuersatz ändert.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)

  • Offensichtlich ist es so, dass bei Arriba schon immer für jede Rechnung einzeln festgelegt werden konnte, so dass ein Update wohl nicht erforderlich ist.

    Finde ich grundsätzlich auch sinnvoll, die Softwarefirma will ja nicht immer ein Update programmieren, wenn die Regierung den Steuersatz ändert.

    Richtig. Aber die letzte Erhöhung liegt schon 14 (?) Jahre zurück, so häufig waren die bisher nicht. :thumbsup:


    ORCA hat einen projekt- bzw. auftragsspezifischen Umsatzsteuersatz, so dass man höchstens Projekte teilen könnte in einen alten und einen neuen UmSt.-Satz. Das wiederum würde die Nachvollziehbarkeit komplett aufheben -> keine gute Idee. Die Leute von ORCA stellen sich dazu Lieder momentan komplett tot.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Richtig. Aber die letzte Erhöhung liegt schon 14 (?) Jahre zurück, so häufig waren die bisher nicht. :thumbsup:

    Schon klar, aber man sieht ja aktuell, dass es manchmal schneller geht, als man denkt. Bin kein Programmuerer, aber ich stelle es mir einfacher vor, eine Funktion zu programmieren, die es erlaubt den Steuersatz auch für einzelne Rechnungen festzulegen, als auf Zuruf der Politik in kürzester Zeit ein Update zu programmieren.

    Mal davon abgesehen, wie ging ORCA denn mit der letzten Erhöhung um? Die wird ja auch Mitte in laufenden Projekten stattgefunden haben. Oder war das vor der Zeit, in der Rechnungen mit AVA-Programmen geprüft wurden?

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)

  • Mal davon abgesehen, wie ging ORCA denn mit der letzten Erhöhung um? Die wird ja auch Mitte in laufenden Projekten stattgefunden haben. Oder war das vor der Zeit, in der Rechnungen mit AVA-Programmen geprüft wurden?

    Keine Ahnung wie ORCA damit umging. Bei der letzten Änderung der Umsatzsteuersätze habe ich noch mit ARRIBA gearbeitet. Da gab es damals das Problem nicht. Damals wurde in dem Büro allerdings noch mit Excel geprüft, nicht mit AVA. Da sind wir heute weiter. ARRIBA ist aber auch eine andere Preisklasse als ORCA, oder?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich finde es aber trotzdem nicht gut, dass man eine Steuer, die jederzeit geändert werden kann, wie das echte Leben es uns nun vorgemacht hat, fest einprogrammiert wird. Man wird dann bei jeder Umstellung gezwungen ein teures Update zu machen.


    Ja, in Schwaben lernt man das Sparen...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ARRIBA ist aber auch eine andere Preisklasse als ORCA, oder?

    Kenne jetzt fie genaue Preisstriktur nicht, aber was ich auf die schnelle im Netz gefunden habe, nimmt sich das nix.


    ARRIBA ist halt, genauso wie der Nachfolger Itwo, die Standardsoftware im Brückenbau, die sowohl von den Verwaltungen, Ingenieurbüros und Baufiemen genutzt wird.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)

  • Kenne jetzt fie genaue Preisstriktur nicht, aber was ich auf die schnelle im Netz gefunden habe, nimmt sich das nix.

    Oh, das überrascht mich. Das Programm galt damals bei uns im Büro immer als exorbitant teuer.

    ARRIBA ist halt, genauso wie der Nachfolger Itwo, die Standardsoftware im Brückenbau, die sowohl von den Verwaltungen, Ingenieurbüros und Baufiemen genutzt wird.

    Als ich damit arbeitete, war es bei den öffentlichen Auftraggebern - bei mir damals das BBR - das Standardprogramm. Allerdings konnte niemand von meinen Ansprechpartnern auf Bauherrenseite auch nur ansatzweise damit umgehen. Sie hatten eigentlich auch keine Verwendung dafür, wurde ja alles extern bearbeitet - durch uns. Und mit GAEB gab es auch damals schon ein plattformübergreifendes Austauschformat, so dass es eigentlich völlig egal war, womit man ausschrieb und abrechnete.

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    Am Tag vor dem In-Kraft-treten der Veränderung gibt es heute noch immer kein Update, keine Nachricht, keinen Rückruf zu den Support-Anfragen - nichts. Man stellt sich tot. Das ist gaaaanz schlecht für die öffentliche Wahrnehmung! :nono:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Am Tag vor dem In-Kraft-treten der Veränderung gibt es heute noch immer kein Update, keine Nachricht, keinen Rückruf zu den Support-Anfragen - nichts. Man stellt sich tot. Das ist gaaaanz schlecht für die öffentliche Wahrnehmung! :nono:

    ... da ist die Finanzverwaltung des Bundes aber nicht unschuldig. Soweit ich informiert bin, gibt es bisher nur einen Entwurf für den "offiziellen" Umgang mit der Steueränderung. Es weiß also keiner wirklich, was sich die Finanzbeamten am Ende überlegen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Viel Spaß für die Steuerberater...

    Den Spaß habe ich dann beim Rechnungschreiben...:D

    Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, dass selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen, als sie wirklich haben. ~ René Descartes

  • Am Tag vor dem In-Kraft-treten der Veränderung gibt es heute noch immer kein Update, keine Nachricht, keinen Rückruf zu den Support-Anfragen - nichts. Man stellt sich tot. Das ist gaaaanz schlecht für die öffentliche Wahrnehmung! :nono:

    Der zuständige Mitarbeiter bei mir hat inzwischen herausgefunden, dass die Eingabe des Mwst.-Satzes rechnungsbezogen manuell möglich ist und anscheinend auch korrekt weitergeführt wird. Ein entsprechender kurzer schriftlicher Hinweis vom Programmanbieter hätte schon gereicht und uns deutlich weitergeholfen.


    Bisher waren die meisten unserer Anfragen an den Support immer problemlösend oder zumindest verbindlich beantwortet worden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Kann ich garnicht nachvollziehen, die Problematik.

    Unser Softwarehaus war da recht fix. Aber die hatten schon immer die möglichkeit mehrere Steuersätze zu hinterlegen und je Beleg einzeln anzupassen.

    Vielleicht holen da paar Programmierer nun alte Sünden ein :D

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Der zuständige Mitarbeiter bei mir hat inzwischen herausgefunden, dass die Eingabe des Mwst.-Satzes rechnungsbezogen manuell möglich ist und anscheinend auch korrekt weitergeführt wird. Ein entsprechender kurzer schriftlicher Hinweis vom Programmanbieter hätte schon gereicht und uns deutlich weitergeholfen.

    Als ob hier jemand von ORCA mitlesen würde ...


    Soeben (02.07.2020 18:15 Uhr) erreichte mich eine Email mit einer Anleitung zur Umstellung - nur falls es eventuell noch irgendjemand anderen interessieren sollte ... . Hier der Link zur Anleitung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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