Wie denkt ihr darüber?

  • Sachverhalt: Standort Bayern


    Ehemalige Baufirma läßt ein bebaute Grundstück teilen, betreibt weiterhin das Baugeschäft. Die abgetrennte Hälfte wird mit Eigentumswohnungen bebaut und diese Wohnungen mit Garagen verkauft. Eine Einheit davon gehört mir (im Beirat der Hausverwaltung).


    Jetzt nach ca. 25 Jahren wird der Platz mit dem Baugeschäft verkauft und teilabgerissen, geplant wird eine Bebauung wieder mit Eigentumswohnungen (dies erfuhr ich heute vom angetroffenen Bauleiter).


    Wir als Nachbarn haben weder vom Verkauf, Abriss noch sonst irgendwie was offizielles erfahren. Zwischen den Grundstücken stand an der Grenze auf Nachbars Hälfte im gesamten Verlauf eine Mauer, die auch abgerissen wurde.


    Bei Nachfrage beim zuständigen Bauamt (Gemeinde) vor ca 9 Monaten erhielten wir die Auskunft , das wir informiert werden, wenn die Planung eingereicht wird (vor Genehmigung).

    Zu dieser Zeit errichtete der Bauunternehmer einen Bauzaun ( natürlich auf unserem Grundstück errichtet) und Fahrzeuge rollten über unser Grundstück, was wir dann natürlich untersagten. Der Bauzaun wurde dann Richtung Grenze verschoben, aber immer noch auf unserer Seite.


    Für heute wurden wir ( Hausverwaltung und Beiräte) wegen unklarer Entwässerung zur gemeinsamen Ortsbesichtigungen mit dem Firmenchef eingeladen, der sich natürlich nicht blicken ließ.


    Dabei erfuhren wir vom Bauleiter, daß der Plan bereits genehmigt sei und er erwarte, daß wir uns beim Bau eines Grenzzaunes (Gabionen) beteiligen möchten. Dies sei üblich.


    Wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt und sollen uns noch an den Zaunkosten beteiligen.


    Ich finde, dreister kann man sich nicht mehr verhalten.

    Wir haben nicht gegen den Neubau , wollen auch nichts dagegen unternehmen. Wir haben den Bauzaun geduldet und dulden ihn auch weiterhin, aber wir finden es

    derart dreist,

    uns weder zu informieren ,

    einen Bauzaun auf unserer Seite zu errichten, und unser Einfahrt benutzt zu haben,

    eine Baugenehmigung zu erhalten, ohne daß wir informiert oder in Kenntnis gesetzt werden,

    unser Beteiligung am Zaun zu fordern.


    Dies haben wir heute dem Bauleiter sehr deutlich und gut vernehmbar unterbreitet.

    Wir hätten ein klärendes Gespräch vor Beginn erwartet.


    Wie denkt ihr darüber?


    Helmut

  • Dreist und trotzdem rechtlich ok kann sein.

    Was ich seltsam finde: Normalerweise werden den Nachbarn die Pläne zur Unterschrift vorgelegt. Mich wundert, dass ihr die nicht zu Gesicht bekommen habt. Habt ihr beim Bauamt nachgefragt?


    Wenn alles im Plan ok ist, kann man auch durch Verweigern der Unterschrift nichts ändern bzw den Bau verhindern. ( Haut mich Kollegen, wenn ich was falsches schreibe, bin schon etwas draußen aus dem Thema.)


    Gartenzaun: Stand nicht auf Eurem Grundstück? Hat der Nachbar abgerissen? Muss er auch selbst zahlen.

    Ja, man kann sich das auch teilen, im freundlichen Einvernehmen, evtl gar den Zaun auf die Grenze stellen im Einvernehmen. Ansonsten: sein Bier.


    Wo ich hellhörig werde: Entwässerung. Bei den Plänen zur Genehmigung sollte auch einer zur Entwässerung dabei sein.
    Was ist da denn das Problem?

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • Dreist und trotzdem rechtlich ok kann sein.

    Was ich seltsam finde: Normalerweise werden den Nachbarn die Pläne zur Unterschrift vorgelegt. Mich wundert, dass ihr die nicht zu Gesicht bekommen habt. Habt ihr beim Bauamt nachgefragt?

    Keine Information, keine Vorlage zur Unterschrift, nichts dergleichen.Trotzdem angeblich Baugenehmigung erteilt.

    Bauamtmitarbeiter z.Zt. nichterreichbar. Damalige Auskunft war: Pläne müßen vorgelegt werden.

    Treffe aber morgen BM u. Gemeinderat in der Gemeideratssitzung.


    Gartenzaun: Stand nicht auf Eurem Grundstück? Hat der Nachbar abgerissen? Muss er auch selbst zahlen.

    Ja, man kann sich das auch teilen, im freundlichen Einvernehmen, evtl gar den Zaun auf die Grenze stellen im Einvernehmen. Ansonsten: sein Bier.

    Grenzgebäude standen am Nachbargrundstück. Nachbar hat abgerissen.

    Nach dieser bisherigen Gutsherrnart sehen wir eine Beteiligung nicht ein.


    Zitat von Anda

    Wo ich hellhörig werde: Entwässerung. Bei den Plänen zur Genehmigung sollte auch einer zur Entwässerung dabei sein.

    Entwässerung wurde gestern mit dem Bauleiter geklärt. 1. Direkte Kontakt


    Zitat von Anda

    Was ist da denn das Problem?

    vielleicht habe ich mich mißverständlich ausgedrückt, obwohl ich der Meinung bin, daß der ersten Beitrag schon klar dargestellt wurde.

    Wir haben mit dem Bau selbst kein Problem und würden und werden diesen auch diesen ja auch zustimmen.

    Nur bis jetzt hat uns ja noch niemand gefragt.

    Dies ist das 1.Problem


    Das zweite Problem war die Befahrung unseres Grundstückes und

    3. die Aufstellung eines Bauzaunes weit in unserem Grundstück.

    Dies geschah ohne jegliche Rücksprache mit uns, ich wiederhole Niemand hat gefragt


    Wir wurden vor vollendete Tatsachen nach Gutsherrenart gestellt.

    Und gestern erfahren wir von der erteilten Baugenehmigung.


    Deshalb :

    Wie würdest Du reagieren?

    Zweifelsohne hat der Nachbar ohne unserer Einwilligung nichts, aber auch garnichts auf unserem Grund zu suchen,

    gegen den Bauzaun haben wir ja auch nichts.

    Ein Anruf mit Klärung hätte genügt, aber bitte doch vorher.


    Und eine Befahrung unseres Grundstückes, wieder ohne zu fragen, ist ja auch nicht ohne.

    Sein Grundstück hat eine eigene Zufahrt

    .
    Würdestet Du Dich noch an den zukünftigen Grenzzaun beteiliegen? wir nicht mehr.


    Hätten wir wir über die Bebaung infomiert werden müßen?


    Vielleicht kannst Du diese Fragen noch beantworten?


    Schöne Grüße

    Helmut


    Einmal editiert, zuletzt von Anda () aus folgendem Grund: Zitate entzerrt und lesbar gemacht

  • Off-Topic:

    Das ist leider unlesbar! Bitte Zitat-Schnipsel einzeln beantworten!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Gibt es bei Euch die Verpflichtung einen Zaun zu errichten????


    Wenn der bisherige Zaun (bzw. Mauer) auf des Nachbarn Grund stand, so kann er auf seinem Grundstück dann wieder einen Zaun errichten. Ihr könnt das auch gemeinsam veranstalten, müsst dies aber wohl nicht.

  • Euer Nachbar ist nicht nett und wirkt sozial nicht sonderlich kompetent.


    Aber die Erteilung einer Baugenehmigung hat nichts mit dem nachbarschaftlichem Umgang miteinander zu tun. Das Betreten von Nachbargrundstücken im Rahmen des Leiter- und Hammerschlagrechts ist ebenso im (Landes.) Nachbarrecht geregelt, wie das Aufkommen für den nachbarschaftlichen Zaun. Die Regeln für Bayern finden sich in den §§ 43 bis 54 des AGBGB.


    Kurz: Es gelten Gesetze und die sind einzuhalten, durch beide Nachbarn. Vor weiterer Empörung und Vermischung verschiedener Regelunsbereiche am Besten erstmal die Regeln verstehen, s.o.!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Euer Nachbar ist nicht nett und wirkt sozial nicht sonderlich kompetent.


    Aber die Erteilung einer Baugenehmigung hat nichts mit dem nachbarschaftlichem Umgang miteinander zu tun. Das Betreten von Nachbargrundstücken im Rahmen des Leiter- und Hammerschlagrechts ist ebenso im (Landes.) Nachbarrecht geregelt, wie das Aufkommen für den nachbarschaftlichen Zaun. Die Regeln für Bayern finden sich in den §§ 43 bis 54 des AGBGB.


    Kurz: Es gelten Gesetze und die sind einzuhalten, durch beide Nachbarn. Vor weiterer Empörung und Vermischung verschiedener Regelunsbereiche am Besten erstmal die Regeln verstehen, s.o.!

    Da kann ich prinzipiell nur noch zustimmen. Doch Bayern ist nicht Deutschland ;)


    BayBO

    "Art. 66 Beteiligung des Nachbarn

    (1) 1Den Eigentümern der benachbarten Grundstücke sind vom Bauherrn oder seinem Beauftragten der Lageplan und die Bauzeichnungen zur Unterschrift vorzulegen. ..."


    Auch wenn ich noch nie (und vermutlich auch nie) in Bayern gebaut habe, ist die Nichtvorlage der Pläne wohl ein verschulden des Bauherren und nicht der Behörde. Welche Konsequenzen das haben könnte ??? (immer diese Rudelbildung :()

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • BayBO

    "Art. 66 Beteiligung des Nachbarn

    (1) 1Den Eigentümern der benachbarten Grundstücke sind vom Bauherrn oder seinem Beauftragten der Lageplan und die Bauzeichnungen zur Unterschrift vorzulegen. ..."

    Und wenn die Unterlagen ohne diese Unterschrift bei der Behörde vorgelegt werde, führt das zu - nichts?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Und wenn die Unterlagen ohne diese Unterschrift bei der Behörde vorgelegt werde, führt das zu - nichts?

    Die Unterlagen sind ja nicht der Behörde "mit Unterschirft" vorzulegen, sondern den "Eigentümern der benachbarten Grundstücke".


    Was der Gürtel zum Hosenträger bei der angenieteten Hose soll, weiß ich auch nicht. Ist halt Bayern

    ... und deshalb die Rudelbildung :D

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Und wenn die Unterlagen ohne diese Unterschrift bei der Behörde vorgelegt werde, führt das zu - nichts?

    Meines Wissens nach ist das kein Problem, sondern verzögert nur. Aber wie schon geschrieben, ich bin seit Jahren aus dem Thema draußen.

    Ich weiß jetzt nicht, ob ich als Nachbar informiert werden muss oder „nur“ Augen und Ohren offen halten, was geplant wird. Thomas B Du weißt da sicher mehr.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • Also...eine Unterschrift erleichtert das Verfahren natürlich. Denn: Nach Erteilung der Baugenehmigung haben Betroffene, also Nachbarn, 4 Wochen Zeit da gegen Einspruch einzulegen und ggf. dagegen zu klagen. Erklärt sich der Nachbar schon vorab einverstanden, ist das Ganze natürlich einfacher.


    In Bayern ist grundsätzlich eine Nachbarbeteiligung durchzuführen! Das geschieht nicht auf freiwilliger, gut nachbarlicher Basis, sondern:


    https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayBO-66


    In B-Plan-Gebieten, bei denen B-plan-konform gebaut wird (--> Genehmigungsfreistellungsverfahren) ist keine Nachbarbeteiligung durchzuführen. Oft machen es "meine Bauherren" dennoch, weil man den Nachbarn irgendwie etwas einbinden will, was ich auch gut finde.

  • Herzlichen Dank an Euch alle,


    dies hilft mir sehr.


    Gestern hat der Bauträger ( mittlerweilen neuer Firmenname ) alten und neuen Lageplan der Planungsunterlagen

    unserer Hausverwaltung zu geschickt. Die habe ich nun auch in den Händen.


    Morgen haben wir ( Hausverwalter und Beiräte) Kontenprüfung und werden uns weiter absprechen.

    Es ist , wie bereits beschrieben, weder geplant und noch vorgesehen, Einwände zu erheben.


    Das der BT auch einen Bauzaun aufstellen darf usw. ist uns allen hier bekannt.

    Nur die Art und Weise, wie dieser das handhabte, und befahren bzw. Durchfahrten unserer geplasterten Hoffläche

    ist schon weit unter der Gürtelline.


    Mit einem Gespäch, zu Beginn der Planung, wie die Woche mit dem Bauleiter, wäre das Ganze erledigt gewesen.

    Jeder Konflikt wäre vermieten worden.


    Allerdings werden wir uns nicht an einen Grenzzaun beteiligen.

    Diese Kosten kann er beim Verkauf der Wohnungen aufschlagen.


    Nochmals Danke für Eure Beteiligung.


    Helmut

  • ich verstehe den Unmut über den Bauzaun und die Befahrung!


    Ich verstehe weniger den Unmut über die Nich-Vorlage der Pläne, das war mir neu dass das eine Pflicht ist.

    Solange sich meine Bebauung im zulässigem Rahmen befindet geht sie die Nachbar nichts an (meine Privatmeinung).


    Deine/eure Reaktion ist besonnen und vernünftig. Beim Zaun würde ich es auch darauf ankommen lassen, wenn ihr damit leben könnt falls keiner gebaut wird.