Garagendach - Wasser fließt neben dem Fallrohr!?

  • Hallo,

    vielleicht kann man uns hier weiter helfen…der Dachfach-/ grohandel hat nur für U(nternehmen auf, kann also nicht gefragt werden :-(

    Folgendes:

    Wir sind Mieter einer Garage, die in Reihe mit fünf anderen Garagen steht. Das Dach ist ein Flachdach, das mit Dachbahnen gedeckt ist. Dazu wurde (vor 40 Jahren) Kies drauf gelegt. Der Wasserablauf ist mittig der Sechserreihe. Dort fließt das Wasser zu einem Fallrohr. Und daneben befindet sich unsere Garage.

    Das Wasser läuft seit Jahren NEBEN dem Fallrohr herunter, dann unter die Bodenplatte. Entsprechend bildet sich dort Schimmel.

    Nun haben wir Mieter uns das Garagendach vorgenommen:

    Die Fläche um den Ablauf freigemacht. Dort befindet sich eine Öffnung ca. 25 x 25 cm, mittig darin das ca. 100er Fallrohr.

    Das Wasser wird wohl anstatt in das Fallrohr zu fließen, zwischen Rand des Rechtecks und dem Fallrohr herunterfließen. Das dürfte auch daran liegen, da die Dachabdeckung völlig marode ist und das Wasser zum großen Teil unter der Dachpappe her fließt.

    Nun haben wir den Bereich zwischen dem Fallrohr und den Raum bis zu dem Rechteck mit Mörtel gefüllt, ca. 10 cm dick.

    Beim nächsten Regen……lief das Wasser wieder außerhalb des Fallrohres. Alles wieder nass.

    Wie kann das Wasser weiterhin zwischen Aussparung und Fallrohr da runter fließen. Diese Menge kann doch nicht durch den Beton fließen.

    Ist der Mörtel dafür ungeeignet, lässt er so viel Wasser durch?


    Wir würden uns kostenbedingt, nur um den Ablaufbereich kümmern, damit wir die nächsten fünf Jahre etwas Ruhe haben.


    Der Vermieter macht gar nichts, will die Garagen am liebsten abreißen. Wir Garagenbesitzer möchte sie aber behalten. Deswegen unser Engagement.


    Vielen Dank.

  • Hallo,


    ist zwar eigentlich Sache vom Vermieter, aber nun ja. Wurde denn ein neuer Ablauf eingebaut und in das HT Rohr gesteckt, oder nur mit dem Flüssigkunststoff die Öffnung verschlossen? Es gibt für diesen Zweck Flachdachabläufe, Abgang senkrecht in DN 100, mit oder ohne Klemmflansch ( kann sehr wahrscheinlich sein, dass der Mörtel wieder entfernt werden muß ). Ich würde für DIY einen mit Klemmflansch empfehlen, den kann man zuerst in das HT Rohr einbauen/einstecken, mit einer Zuschnittsbahn PYE o.ä. einfassen und mit dem Klemmring am Flachdachgully befestigen. Wenn dann die Bahn noch vernünftig mit der vorhandenen Schweißbahn verbunden wird, sollte das Wasser auch wieder durch das HT Rohr abfließen. :thumbsup:

  • Nein, ich antowrte einmal als Laie.


    Der Bereich um die rechteckige Öffnung wurde ca. 50 x 50 cm entfernt. Dort befand sich dreilagig! Dachpappe, die völlig durchnässt war und sich zersetzte (s. Fotos).


    Dann wurde der Bereich zwischen Fallrohr und Rechteckrand mit schnelltrocknenden Mörtel gefüllt (Höhe ca. 10 cm). Die Oberkante des Mörtels ist in etwa bündig mit der (nun freiliegenden) Betondecke.


    Nun, so die Hoffnung, wird das Wasser über den neuen Mörtel direkt in das Fallrohr fließen.


    Da der Bereich um das Rechteck großzügig von der Dachpappe entfernt wurde war es egal, ob das Wasser nun über oder unter der Dachpappe herkam. kurz vor dem Abflusss traf es sich wieder und sollte in das Fallrohr geführt werden.


    Ein Spezialist aber (Mehrfamilienhaus, mehrere Experten....) hat dann Mörtel über den neuen Mörtel gelegt, so dass praktisch eine kleine Warft enstanden ist. Das Regenwasser sammelt sich also erst etwas auf dem Dach, bevor es von der Höhe erst in das Fallrohr fließt.


    Dann hat dieser Spezialist auch noch die Garagenwand, zwischen der das Faallrohr läuft, beidseitig verputzt. Beidseitig sind diese neuen Wände nun, nach dem esrten Regen, völlig nass. D.h. der Regen fließt nicht, oder nicht nur, durch das Fallrohr.


    Bedeutet, er fließt "irgendwie" zwischen Fallrohr und "Rechteck" herunter.

  • Ihr habt vergessen, ein Schild aufzustellen. Woher soll das Wasser den wissen wo es hin soll?


    Scherz beiseite. Was macht Ihr als Mieter an der Mietsache?

    Einfach mal irgendwo irgendwas reinschmieren wird da nichts helfen.


    So wie Du das Dach beschrieben hast, ist es fällig für eine Komplettsanierung und das ist Sache des Vermieters.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Off-Topic:

    Auch hier würde helfen, den Thread erst einmal komplett zu lesen, bevor man Antworten an der Sache vorbei gibt und Nachfragen stellt, die längst beantwortet wurden!

  • Sanierung gibt es seitens des Vermieters nicht. Garagen kosten 30 Euro/ Monat, in einer begehrten Wohnlage. Vermieterv würde am liebsten Caarports aufstellen, deswegen unser Engagement.


    Überlegung war einfach das Wasser direkt in das Faallrohr zu lenken. Das war ja früher auch der Fall, als die Dachpappe noch dicht war und etwas in das Fallrohr führte.


    Da das Wasser unter der Dacahpappe herlief, erreichet es das Faallrohr nicht und floß vor dem Fallrohr in den Schacht.

  • Meine Ausgangsfrage war eigentlich nur, wie das Regenwasser nach den durchgeführten Maßnahmen erneut außen am Fallrohr laufen kann?


    Geht so Wasser durch den Beton oder zwischen dem Rand der rechteckigen Öffnung und dem Mörtel? Oder wo könnte das jetzt herkommen?


    Danke!

  • Durch neuen Mörtel geht Wasser eigentlich nicht so durch.

    Selbst die oberseitig schon arg ausgewaschene Deckenplatte im Umfeld des Dacheinlaufs sollte noch halbwegs dichthalten.


    Aber:

    Möglicherweise sind die Deckenplatten jeweils auf den Garagentrennwänden gestoßen.

    Durch jenen Spalt könnte eine solche Menge wie beschrieben durchkommen, wenn ein nennenswerter Anteil des Niederschlagswassers schon unter der Dachhaut daherkommt.


    Dort würde ich zuerst nachsehen!

    Ist zwar eine weitere Bauteilöffnung erforderlich, aber da kann man schon kaum mehr etwas kaputtmachen an dieser Nichtmehr-Abdichtung...

  • Aber:

    Möglicherweise sind die Deckenplatten jeweils auf den Garagentrennwänden gestoßen.

    Durch jenen Spalt könnte eine solche Menge wie beschrieben durchkommen,

    Das mit dem Mörtel ist schon einmal beruhigend.


    Deckenplatten - Spalt - verstehe ich nicht so ganz (bin ja Laie...).


    Die Decke, d.h. Betonplatte/ Dach liegt auf den Aussen- und Trennwänden. Da die Deckenplatte ja eine Platte ist, gibt es dort doch keinen Spalt.!? Ausgenommen die rechteckige Öffnung.

  • Sanierung gibt es seitens des Vermieters nicht. Garagen kosten 30 Euro/ Monat, in einer begehrten Wohnlage. Vermieterv würde am liebsten Caarports aufstellen, deswegen unser Engagement.

    ...

    Da hilft "Mietkürzung" ja wohl kaum weiter ;)

    Wenn Ihr euch untereinander und mit dem Vermieter einig seid, beauftragt einen Dachdecker.


    Wasser und Strom fließen immer da, wo man es nicht vermutet. Über "Ferndiagnose" die Leckage zu orten überfordert alle Glaskugeln der Welt.

    Geld in die Hand nehmen und grundlegend sanieren. Mit 40 Jahren hat die Abdichtung Ihre Lebenserwartung sowieso überschritten.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Der schnelltrockende/ schnellhärtende Mörtel (3 Minuten) wurde von einem "Spezialisten" einfach in den Raum zwischen Fallrohr und dem Rand der rechteckigen Ausssparung gefüllt. Unterfüttert mit diversen Tüchern o.ä., damit er beim Befüllen des Raumes nicht herunter fällt. Die Höhe der Mörtelschicht dürfte ca. 10 cm sein.


    Ich beabsichtige habe später die sich auflösende Dachpappe auf der Fläche von ca. 50 x 50 entfernen (s. Foto) und die Fläche dann mit Bitumen zu überstreichen.


    Der "Spezialist" kam mir zuvor und legte noch eine Schicht Mörtel darüber und strich dann etwas Bitumen darüber (durch die weiter Mörtelschicht steht der Ablauf jetzt etwas höher als die Dachfläche...).


    Ich könnte verzweifeln......

  • Der schnelltrockende/ schnellhärtende Mörtel (3 Minuten) wurde von einem "Spezialisten" einfach in den Raum zwischen Fallrohr und dem Rand der rechteckigen Ausssparung gefüllt. Unterfüttert mit diversen Tüchern o.ä., damit er beim Befüllen des Raumes nicht herunter fällt.

    Das ist ein Witz, oder?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Der schnelltrockende/ schnellhärtende Mörtel (3 Minuten) wurde von einem "Spezialisten" einfach in den Raum zwischen Fallrohr und dem Rand der rechteckigen Ausssparung gefüllt. Unterfüttert mit diversen Tüchern o.ä., damit er beim Befüllen des Raumes nicht herunter fällt.

    Das ist ein Witz, oder?

    Noch nie den Begriff der verlorenen Schalung gehört? Jetzt gibt es endlich mal eine schlüssige Erklärung dafür...

  • Leider kein Witz.


    Selbst für mich als Laie eine Strafe, mit solchen Typen zuasmmen arbeiten ZU MÜSSEN.


    Kröung: Unmittelbar nach dem Füllen mit Mörtel hat der Spezi auch noch die Garagentrennwand, in dem das Fallrohr steht, von beiden Seiten zugeputzt, so dass man nun auch gar nicht sehen kann, wo das Wasser genau von oben herkommt.


    Er ist im Übrigen selbstständiger Fliesenleger, seit 30 Jahren, jetzt aber 73. Was für ein Dilletant....

  • Für mich geht es nur darum zu retten was zu retten ist.


    Ich dachte daran diese obere Mörtelschicht (diese "Warft") zu entfernen und die bündige Ebene, d.h. Oberkante Garagendecke und Oberkante erste Mörtelfüllung mittels Bitumen großflächig zu streichen. So dass kein Wasser mehr zwischen rechteckiger Öffnung und Fallrohr kommen kann. So würde das Wasser über der Bitumenschicht (und egal was sich darunter befindet) direkt in das Fallrohr fließen...

  • Vielen Dank, so habe ich mir das auch vorgstellt.


    Ich gucke einmal wo ich das herbeomme und werde mich gegenüber den anderen durchsetzen. Es koXzT mich mittlerweile dermaßen an....


    Nochmals danke!!

  • Das wird ME Dein Problem nicht lösen.

    Denn - bei aller Regelwidrigkeit der "HT-Rohr-im-Mörtelkragen"-Lösung - der geschilderte erhebliche Wassereinbruch kann eigentlich nicht darauf zurückzuführen sein!

    Da muß es eine konkrete verbliebene Leckstelle geben (z.B. eben besagter Plattenstoß).

  • Expertenrunde war wieder aktiv:


    Weit um die Öffnung herum wurde nun eine Furche geschaffen.


    Am außeren Rand kommen die Dachpappenlagen an (ca. 2 cm hoch, mehere alte Lagen, die total zerbröselt waren), am inneren Rand der Furche befindet sich der - vom "Experten" aufgefüllte Mörtel (wie eine kleine Warft).


    Geplant ist nun das ganze austrocknen zu lassen und dann mit Bitumen o.ä. zu füllen. Sollte das richtig gemacht sein, dann dürfte eigentlich kein Wasser unter den Lagen zum Fallrohr kommen (und vorher in den Schacht fließen).


    Meine Überlegung ist nicht den ganzen Raum der Furche mit Bitumen zu füllen, sondern nur die Kante an der Mörtelseite abzudichten. Dadurch könnte das Wasser, dass unter der Dachpappe ankommt, dort zumindest austreten und über die Fläche zum Fallrohr fließen und würde sich nicht unter der Dachpappee stauen.

    Das Wasser über der Dachpappe fließt ja künftig (hoffentlich) sowieso zum Fallrohr.

  • dann dürfte eigentlich kein Wasser unter den Lagen zum Fallrohr kommen (und vorher in den Schacht fließen).

    Wahrscheinlicher ist der Übergang von der grauen Irgendwas-Masse zum HT Rohr undicht

    Dadurch könnte das Wasser, dass unter der Dachpappe ankommt, dort zumindest austreten und über die Fläche zum Fallrohr fließen

    Wenn es das Wasser weiß... es könnte sich aber auch unter die kpl. Bitumenabdichtung ziehen, da es ja offen ist.



    ich habe die möglichen Undichtigkeiten, die Sichtbar sind, mal rot eingekreist. Unten rechts im Bild kommt schon das Gewebe der Abdichtung zum Vorschein => Überschweißen

    Links im Bild ist ein Riß in der Abdichtung => Überschweißen

    Bleibt dann nur noch der Ablauf => Sanierungsgully einbauen und einschweißen

    Man könnte das ganze mit einer Rolle Bitumenschweißbahn und einem Sanierungsgully erstmal ( das die Abdichtung keine 20 Jahre Restlebensdauer mehr hat, brauche ich nicht zu erwähnen ) abdichten. Man kann aber auch weiterhin alles Mögliche versuchen und besorgt sich dann im Anschluß eine Rolle Bitumenschweißbahn und einen Sanierungsgully, wenn alles Mögliche dann doch nicht so gut funktioniert hat. ;)

  • Das Wasser kommt wie von den roten Pfeilen dargestellt an. Über und unter der Dachpappe. Dann folgt die nun geschaffene Furche.


    Auf der anderen Seite der Furche beginnt der Mörtelberg, den der Spezi erschaffen hat :-( . Darüber hatte er Bitumen gestrichen. Nütze aber nichts, da das Wasser offensichtlich unter der Dachpappe und unter dem Mörtelberg gekrochen ist und dann an der rechteckigen Öffnung VOR dem Fallrohr in die Garage lief. Von der Gararge aus sieht man, dass die alten Tücher um das Fallrohr herum triefend nass sind, vom Regen vor 5 Tagen.


    Folglich muss verhindert werden, dass das Wasser diesen Weg nimmt. Deswegen wurde die Dachpappenschicht unterbrochen.


    Gedacht ist das das Wasser nicht an der roten Linie unten eindringen darf. Da muss richtig abgedichtet werden.


    Dieser eine Quadratmeter muss unten dicht gemacht werden, oben kann das Wasser direkt in das Fallrohr fließen.


    Der "Eingang" in das Fallrohr ist sauber, sieht zumindest so aus.

  • ich habe die möglichen Undichtigkeiten, die Sichtbar sind, mal rot eingekreist. Unten rechts im Bild kommt schon das Gewebe der Abdichtung zum Vorschein => Überschweißen

    Unten ist Randbereich, da ist die Dachkante. `Kann man auf dem Foto natürlich nicht sehen. Da kommt so gut wie gar nichts an Wasser an. Das Hauptwasser dürfte von "oben" kommen (ca. 4 Meter Breite und der Seite, jeweils ca. 9 Meter.

  • unter der Dachpappe.

    und durch die neue Furche weiß das Wasser nun, das es ab sofort gefälligst bergauf fließen soll?

    Ihr versucht doch gerade vollkommen erfolglos das Symptom zu bekämpfen, statt der Ursache (siehe Beitrag von Elopant).

  • Die Ursache sind 120 qm marode Dachfläche.....


    "Unser" Prinzip ist doch das gleiche wie der Sanierungsgully von elopant


    flachdach-sanierungsgully-rohrsanierung-pdf/.


    Was vorher geschieht ist kaum zu ändern, der Bereich um das Fallrohr/ Ablauf muss geregelt werden.

  • Sanierungsgully ist das einzig sinnvolle, der ganze mumpitz da taugt nix.

    Gully einbauen und mit flüssigkunststoff an der betonfläche anschließen. Vorher sauber schleifen und grundieren, das ist erprobt als Methode.