Welches Material für den Rohbau?

  • Guten Abend zusammen,


    bei uns tut sich gerade die Frage nach dem Material für den Rohbau auf. Wir schließen demnächst die Baueingabeplanung ab und wollen die Kubatur für den Bauantrag fixieren. Dafür ist es natürlich notwendig auch den Wandaufbau festzulegen. Unser Architekt hat einen gefüllten Poroton mit 36,5 cm vorgeschlagen. Das finde ich persönlich auch nicht schlecht, da ich kein Fan davon bin zusätzliche Dämmung auf die Fassade zu bringen. Auf der anderen Seite bauen wir im Lärmpegelbereich V an der Bahn (Abstand ca. 110 m). Es wird zwar noch ein größeres, riegelartiges Gebäude vor uns gebaut, sowie durch eine Lärmschutzwand aktiver Lärmschutz betrieben, dennoch bin ich aktuell eher auf der Seite von den 24 cm Kalksandstein plus 16 cm mineralischer Dämmung. Wir wollen den KfW 55 Standard erreichen. Hat jemand eine Meinung oder Erfahrung dazu?

  • Ohne eine Blicke auf Ansichten, Grundrisse und Schnitte kann man dazu nur sehr allgemeine Antworten geben. Was sagt der Statiker dazu?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Sorry, habe die Baueingabeplanung vorgezogen. Wir haben die Entwurfsplanung abgeschlossen und wollen es jetzt Bauantragsreif machen. Von daher ist der Statiker noch nicht konkret involviert. Grrundrisse und Ansichten darf ich leider nicht öffentlich posten :(

  • Sorry, habe die Baueingabeplanung vorgezogen. Wir haben die Entwurfsplanung abgeschlossen und wollen es jetzt Bauantragsreif machen. Von daher ist der Statiker noch nicht konkret involviert.

    Wer ist "wir"? Der Architekt und Du oder nur Du, oder ... ?


    Vor der Abgabe der Eingabeplanung würde ich in jedem Falle dem Tragwerksplaner das Baugrundgutachten vorlegen und mit ihm dann über den Entwurf und die Baustoffwahl reden. Die Punkte haben nicht nur Folgen für das Aussehen des Hauses, sondern auch ganz erhebliche für die Kosten. Also muss auch die Kostenberechnung vor dem Bauantrag fertig sein. Und mitunter wird der Entwurf dann auch noch einmal verändert. Bevor das nicht alles klar ist, verschicke ich persönlich keinen Eingabeplan. Vielleicht will der Bauherr dann ja nicht mehr?


    Mir erscheint Euer Vorgehen wahlweise ganz schön "mutig" oder "riskant".

    Grrundrisse und Ansichten darf ich leider nicht öffentlich posten :(

    Tja, dann lässt sich die Frage nur sehr vage diskutieren.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wir haben die Entwurfsplanung abgeschlossen und wollen es jetzt Bauantragsreif machen. Von daher ist der Statiker noch nicht konkret involviert

    wrong way.


    mit welchen leistungen ist der architekt beauftragt?

    wie will/kann er die, stand alone, bringen?

    wie werden die grundleistungen architekt/"statiker" verschränkt?


    ach so, ja .. "statiker" .. also irgendwas für die genehmigung rechnen, ohne störende fragen, ohne fachliche hinweise ..


    lärm: im, zumindest unmittelbaren, einflussbereich der bahn gibt´s von eben der anforderungen, die genehmigungsrelevant sind (wir hatten das schon bis hin zu anforderungen an fenster/lüftung). wenn´s hier keine anforderungen der bahn gibt (salopp gesagt: um prozesshansln vorab einzukürzen), gibts 2 möglichkeiten. vielleicht gibts aber dann von der gemeinde wenigstens ein lärmschutzgutachten.

  • Wenn Lärm wichtig ist, dann wäre Beton wohl der beste Werkstoff, weil schön schwer. Ob der schmälere KS mehr Lärmschutz bietet als der dickere Ziegel, das müsste man berechnen. Ich glaube es kaum. Die Wärmedämmung bringt da nicht viel am Lärmschutz. Dazu gehört aber auch eine entsprechende Dachkonstruktion. Hatte mal mit einem Hotel zu tun wo Lärmschutz eine der wichtigsten Forderungen war. Das ließe sich nur mit Beton erfüllen und einem Dach komplett aus Vollholz.


    Wie mls schon geschrieben hat, wurde das Pfärdle falsch aufgezäumt. Zuerst kommen die Anforderungen und daraus ergibt sich die Konstruktion, also die Planung und das verwendete Material. D.h. euer Architekt muss wohl neu anfangen, wenn euch im Nachhinein der Lärmschutz so wichtig geworden ist, das bedeutet für den Entwurf noch einmal bezahlen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Lärmpegelbereich V

    Also 75dB Außenpegel. Da würde ich einen Akustiker mit in´s Boot holen, denn die beiden genannten Wandaufbauten zeigen ein völlig unterschiedliches Verhalten. Die Betrachtung von Rw ist hier in meinen Augen nicht ausreichend, denn man sollte auch die Charakteristik des Lärms (Schienefahrzeuge) genauer unter die Lupe nehmen und mit dem Schalldämmverhalten (Frequenzverlauf) der Wand abgleichen.

    Auch das Thema "Fenster" wird spannend (Typ, Flächen bzw. Flächenanteil).


    Die Variante "KS+WDVS" lässt sich besser optimieren, da man an mehreren Parametern drehen kann.

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  • Zweischaliges Verblendmauerwerk schimpft sich die eierlegende Wollmilchsau. :thumbsup:


    In Verbindung mit Kalksandstein erreicht man damit Schallschutz auf Bunkerniveau. :yeah:


    PS: Man merkt, dass hier im Forum der Süden mit seinen Putzfassaden dominiert, sonst wäre der Klinker längst genannt worden.