Aufbau Überdachung meiner Kellertreppe

  • Hallo zusammen,


    ich habe mich hier neu angemeldet in der Hoffnung Unterstützung für die Ausführung der Überdachung meiner Kellertreppe zu bekommen.


    Zum Grundlegenden:

    Über der Kelleraußentreppe meines Neubaues möchte ich eine kleine Überdachung haben, die auch zusätzlich als Abstellfläche für z.B Grill/Gartenmöbel dienen soll. Die Fläche ist in etwa 160x145cm.

    Schon in der Bauphase haben wir 4 (übriggeblieben, da von der Firma falsch bestellt) Ytong-Flachstürze über die Treppe drübergespannt und jeweils 12,5cm in die jeweiligen Treppenwände eingebaut. Die Äußeren sind jeweils (BxH) 17,5x11,5cm, die Inneren (BxH) 11,5x11,5cm. Ich denke/hoffe an der Traglast sollte es nicht scheitern.


    Nun ist mir nicht ganz klar, wie ich den weiteren Aufbau erstellen sollte, womit ich auch noch nach Jahren zufrieden bin.

    Von unten soll eine entsprechende Platte montiert, verputzt und 1-2 Einbauspots verbaut werden.

    Von oben soll gefliest werden und als spätere Abstellfläche für z.B Grill, Gartenmöbel.. oder ähnliches dienen.


    Nur welche Platten machen bei dieser Konstruktion Sinn, ohne dass es nach ein paar Jahren verfault.

    Am liebsten hätte ich von oben eine OSB4/Siebdruckplatte montiert, entsprechend abgedichtet (2K Dichtschlämme, Flüssigkunststoff o.ä.) und darauf gefliest - bin mir aber nicht sicher, wie das von der Haltbarkeit etc ist, da ja die Kombination Fliesen mit Holz nicht unbedingt die beste Wahl ist.

    Von unten hatte ich an eine feuchtigkeitsresistente Fermacellplatte o.ä. gedacht, die entsprechend verputzt wird.


    Bin ich da mit meinem Aufbau grundlegend falsch oder welche Möglichkeiten würden sich mir hier anbieten?

    Zu erwähnen ist noch, dass der Aufbau oben (ohne Fliesen) nicht großartig mehr als 1cm betragen sollte, damit der Übergang zum gepflasterten Gartenweg ebenerdig bleibt.


    Ich bedanke mich schon mal fürs lesen und hoffe auf Unterstützung, danke.


    P.S Im Anhang habe ich mal ein Bild angefügt, damit man auch optisch sich nen Eindruck von machen kann.


    Gruß

    Andi

  • Hallo mls,


    nein, es gibt dazu keine Statik oder Ausführungspläne.

    Gestatte mir die Frage, wie das statisch nicht funktionieren soll/kann?


    Praktisch die gleiche Ausführung (nur mit enger gelegten Stürzen) habe ich im Keller als Waschmaschinen und Trockner-Podest gebaut, so dass man die wäschekörbe darunter schieben kann, welches befliest wurde. Da konnte man zu zweit darauf rumhüpfen ohne eine Reaktion, darauf laufen nun seit 1,5 Jahren die entsprechenden Gerätschaften.


    Ich muss noch korrigieren, dass die Stürze knapp 18cm aufliegen und nicht nur 12,5cm.


    Gruß

    Andi

  • Hallo mls,


    nein, es gibt dazu keine Statik oder Ausführungspläne.

    Gestatte mir die Frage, wie das statisch nicht funktionieren soll/kann?

    Ein Blick in die Zulassung der Yton-Flachstürze zeigt, dass diese mindestens eine Übermauerung mit einer Sreinreihe in Höhe von 12,5 cm benötigen, um eine minimale Tragfähigkeit zu erreichen, was im vorliegenden Fall ausweislich des geposteten Fotos nicht der Fall ist. Gem. der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung der Flachstürze dürfen diese für die gewünschten Einsatz nicht verwendet werden.


    Man stelle sich nur mal vor, die entgegen den Bestimmungen der Zulassung verwendeten Bauteile versagen unter dem Gewicht der darauf abgestellten Geräte, während gerade jemand durch die Kellertür gehen will.

  • Hallo Saibot2107,


    in Ordnung, das ist schon mal eine Erklärung.

    Darf ich dagegen halten, das sich wie oben erwähnt im Keller der nahezu gleiche Aufbau seit 1,5 Jahren befindet, ohne sich von Waschmaschine oder Trockner in nur irgendeiner Weise beeindruckt zu zeigen und auch durch das gleichzeitige Herumhüpfen von 2 Personen á ca. 100kg unbeeindruckt gezeigt hat? Natürlich wäre das "brechen" der Steine im Keller kein Verletzungsrisiko, wie bei der Überdachung im Keller, auch wenn z.B ein Grill und diverse Kleinteile nicht mal 10% des Gewichts von Trockner/Waschmaschine ausmachen würden.


    Nun gut, der Aufbau ist nun wie er ist, wieder rausreißen ist nur schwer möglich, da einbetoniert und teils schon verputzt.

    Welche Möglichkeiten würden sich mir denn noch bieten, die Konstruktion von unten abzusichern um "eine bauaufsichtliche Zulassung" zu ereichen?


    Leider hilft mir das immer noch nicht weiter, wie ich den Aufbau von oben gestalten kann, damit hier im Außenbereich nichts fault und ich entsprechend fliesen kann. Hätte ich auf die Stürze eine Reihe draufgemauert, würde das ja auch nichts daran ändern.


    Gruß

    Andi

  • Das halte ich für übertrieben.

    Warum nicht die Stürze wie Stürze nutzen, also was drauf und dann eine Platte?

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  • Ich wollte auch schon schreiben, ich will ja keine Geschossdecke darauf platzieren.


    Ok, machen wir es mal anders. Welche Möglichkeit könntet ihr empfehlen, ohne dass der Aufbau von unten extrem erhöht wird?

    Von oben ist es nun schwer noch machbar, da der Rest der Außenanlage liegt und das Pflaster vom Weg in das Podest ebenerdig erfolgen soll.

    Mal abgesehen von der Traglast, muss ich ja trotzdem obendrauf ein OSB/HP/Multiplex/Siebdruck whatever positionieren, welches ich zusätzlich noch abdichten würde. Hab zum Teil Infos über Entkopplungsmatten gelesen, die man auf Holzplatten generell machen sollte, wenn gefliest wird.


    Hier bin ich immer noch nicht wirklich viel schlauer... :/

  • naja , a bisserl unterstützen kann man doch.


    Was wäre denn möglich als Idee?

    Ich hab aber da keine Ahnung, leider. Aber wenn ich mir das Bild so ansehe, fürchte ich, dass eine Ebene mit dem Podest nicht so einfach wird, wenn überhaupt möglich.


    Was mir noch einfällt: Wie sieht es mit der Absturzsicherung Richtung Treppe aus?

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  • Wie saibot2107 schon in #4 schrieb, sind die Flachstürze ohne Übermauerung nicht zu gebrauchen. Zulassung hin oder her, sind die paar cm Druckzone im Sturz selbst einfach zu wenig. Was für ein Waschmaschinenpodest noch funktionieren mag, kann für eine begehbare Fläche mit einer Stützweite > 1 m tödlich (auch für den Nutzer) werden.


    Wenn kein Platz nach oben ist: 1x raus und neu.


    naja , a bisserl unterstützen kann man doch.

    Mehr Unterstützung, als Gefahren für Leib und Leben aufzuzeigen, kann man hier nicht bieten.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • ....

    Mehr Unterstützung, als Gefahren für Leib und Leben aufzuzeigen, kann man hier nicht bieten.

    Dann solltest aber auch darauf hinweisen, dass ein paar aufgemauerte Steine ohne das zweite Gegenlager keine Druckzone bilden können ;)

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Dann solltest aber auch darauf hinweisen, dass ein paar aufgemauerte Steine ohne das zweite Gegenlager keine Druckzone bilden können

    Das wäre mir neu, dass bei Flachstürzen ein seitliches Gegenlager erforderlich ist. Hast Du eine Zulassung, wo es da solche Anforderungen an die Ausführung gibt? Vermörtelte Stoßfugen sind meines Wissens nur in der Druckzone gefordert, daneben nicht mehr.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Die Stürze sind das Eine....sind als Tragrost sicherlich nicht gedacht...mag halten...vielleicht.


    Darauf dann eine dünne OSB - Platte? Darauf Fliesen? OSB ist nicht biegesteif (schwingt). Das mögen harte Fliesen nicht so gerne, die verbiegen sich nämlich nicht, sondern lösen sich ganz unspektakulär vom Untergrund.


    Auf dem Ganzen dann irgendwie ein Geländer befestigen? Wäre schon irgendwie nicht ganz verkehrt, oder?


    Und woran dieses befestigen?


    Nix gegen DIY, aber das heißt ja nicht gleich, dass man dies zwingend aus Restmaterialien zusammenfrickeln muss.


    Eine Betonplatte über den Kellerabgang, Dicke sicherlich um die 16cm (nicht wg. Tragfähigkeit, sondern wegen der geforderten Mindestüberdeckung der Bewehrung). Darauf kann man gut Sachen befestigen. Geländer, Fliesen,....

  • Das wäre mir neu, dass bei Flachstürzen ein seitliches Gegenlager erforderlich ist. Hast Du eine Zulassung, wo es da solche Anforderungen an die Ausführung gibt? Vermörtelte Stoßfugen sind meines Wissens nur in der Druckzone gefordert, daneben nicht mehr.

    Stimmt. Da war ich wohl auf dem Holzweg.

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    5.Mose 27:18

  • Nein nein, nicht wildes Gebastel unterstützen, aber etwas konstruktiver finde ich gut. Zum Beispiel den Vorschlag von Thomas B .


    Ich glaube, lieber Bigbuh , dass das mit dem Sturz schlicht eine Sackgasse ist, leider.


    Manchmal muss man sich ( schweren Herzens) von einer Idee verabschieden. Wie wäre es denn mit einer Holzkonstruktion stattdessen? Gut selbst zu erstellen, dann klappt auch mit den Höhen und mit dem Geländer.


    Die Idee, etwas weiter zu gebrauchen, ist sehr löblich, aber wenn es, wie hier, nicht wirklich zielführend ist, dann ist es Zeit für neue Wege.

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  • Das Problem ist, dass die Stürze bereits fest drin (in die eine Seite sogar noch einbetoniert) und schon verputzt ist. Dadurch ist ein erneutes rausreißen für mich ausgeschlossen, da ich sicherlich keine über 12m hohe, 7m lange Wand erneut verputzen lassen werde, da man jedes Anstückeln sehen würde. Da wäre jede Unterkonstruktion und wenn es ein 2T schwerer Träger wäre, deutlich kostengünstiger.


    Wie gesagt, ich möchte hier keine Statik o.ä erhalten, ich denke das ist auch nicht der Sinn solch eines Forums :)

    Aber wie Anda erwähnt hat, wäre hier eine kleine Hilfestellung durchaus nett.


    Welche Möglichkeit gibt es denn, was man darunter bauen könnte um das abzufangen, anstatt nach oben aufzubauen, ohne einen Stahlträger einziehen zu lassen......?

    Oder gegenfalls einfach zwischen den Ytong-Stürzen noch etwas links und rechts in die Wände verankern/einbauen, ähnlich wie die Stürze selbst.... keine Ahnung, nen Holzbalken mit Balkenschuhen....


    Danke für sämtliche Hilfestellungen.

  • Es gibt in diesem Forum unter den "Experten" einen weitgehenden Konsens darüber, dass wir mangelhafte Ausführungen nicht gesund beten und dass wir nur Empfehlung im Sinne der "anerkannten Regeln der Technik" geben.


    Nach Deinem kategorischen ...

    ... ist ein erneutes rausreißen für mich ausgeschlossen ...

    ... lässt sich deshalb nicht mehr soviel sagen. Wenn Du keine wirkungsvolle Therapie willst, bleiben nur noch schmerzstillende und lindernde Behandlungen. Willst Du wirklich keine Heilung?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Deshalb war ja meine Frage, ob man nicht einfach zwischen den Stürzen eine Holzkonstruktion positionieren kann?

    Wenn ich die Stürze rausreiße, sind die zwar draußen, einen Aufbau bräuchte ich aber trotzdem immernoch.

  • Zeichne, meinetwegen skizziere, doch bitte einen Längsschnitt durch die Treppe, ungefähr so



    und einen Querschnitt natürlich auch. en solltest Du auch ohne Vorlage hinbekommen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • der TE muss sich ganz einfach von seiner Stellung befreien, das es ebenerdig wird.!!!

    Wie soll das Funktionieren? fliesen haben ca 8mm. Wo soll der Aufbau da noch hinpassen?

    WO soll das Geländer hin damit keiner abstürzt von dem Podest?

    Wo soll da noch die Spiebdruckplatte hin?

    Wenn man Fehler gemacht hat, muss man einsehen das man sie gemacht hat und sich dann entscheiden A) Rückbau oder B) kompromisse eingehen!

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Skeptiker


    Hast du dir das in etwa so vorgestellt?

    Danke jedenfalls für jegliche Unterstützung.


    feelfree

    kommt direkt im Anschluss. Soll dann quasi in "L"-Ausführung kommen und seitlich an die Mauer und Sturz, evtl. noch an die rechte Wand (soll die zuständige Firma entscheiden).


    chieff

    Gesamtaufbau ca. 2, maximal 2,5cm.

    Fliesen 9mm, korrekt, Sagen wir mit Kleber 1,2-1,3cm.

    Siebdruckplatte z.B 6,5/9mm, falls man den Datenblättern der Hersteller Vertrauen schenken kann?!?!... 45N/mm2, also 4,5kg/mm2, wären (wenn mich nicht alles täuscht, ca. 10T/m². Ob das nun so stimmt, kann ich nicht beurteilen.

  • Heute zeichne ich dazu nichts mehr

    Was sollten wir denn dazu zeichnen?



    Siebdruckplatte z.B 6,5/9mm

    wenn es an Aufbauhöhe mangelt, warum nicht einfach ein Blatt Papier (d= 0,128mm) oder Pappkarton (2 - 4 mm) darüberlegen????


    Mal ernsthaft: eine nicht einmal 1cm starke Platte wird sich verformen (durchbiegen).


    Und: An den Stürzen kann man m.E. ein Geländer nicht vernünftig befestigen!


    Wenn …

    ein erneutes rausreißen für mich ausgeschlossen

    ist, dann gibt es von meiner Seite keine Lösung, die ich als tauglich ansehe.

  • Man muss die Wand nicht komplett neu verputzen.


    Rausreißen ... Ich hätte gesagt: Abschneiden, sauber.


    Stattdessen eine Holzkonstruktion, dann klappt es auch mit der Höhe und dem Geländer.


    Schau, da hast Du leider vorher zu wenig bedacht. Sonst hättest Du dir Teile tiefer gesetzt. Jetzt ist es leider so, dass in Endeffekt Dir nur 2 Optionen übrig bleiben:

    - Höher statt eben, dafür bleibt es drin ( und die Frage mit dem Geländer ist noch offen)

    - eben, dafür muss das Konstrukt raus

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