Asbestfasern bei Wandrückbau

  • Hallo alle zusammen,


    habe mich hier angemeldet um evtl. etwas Hilfe bei meiner Sorge bzgl meines vermutlichen Asbestkontakts zu bekommen. Konkret geht es mir darum, dass ich gerne wissen möchte ob das Material Asbesthaltig war und falls es das wahrschienlich war, um welches Material es sich gehandelt haben könnte. Das ganze liegt leider schon einige Jahre zurück, von daher kann ich nun leider nicht mit Bildern oder Laboruntersuchungen dienen. Die Sorge holt mich allerdings im Moment doch sehr schnell ein, daher versuche ich es so gut wie möglich zu beschreiben.


    Bei einem Ferienjob musste ich damals mit zwei Kollegen eine Wand in einem Altbau zurückbauen. Für mich als 18 Jähriger ohne Bezug zum Bau war mir Asbest bis daher relativ unbekannt, daher habe ich das mit relativ wenigen Bedenken gemacht.

    Es handelte sich dabei um relativ große Platten, die auf ein Holzgerüst angebracht waren. Die Platten waren flach und relativ dünn (~0,5-1cm) und hart. Eine Seite der Platte war Tapeziert, die ander war schlicht grau. Das ganze war eine Zwischenwand die in einen großen Raum eingezogen wurde. Zwischen den Platten war einige CM Dämmaterial eingebracht. An die Farbe des Materials kann ich mich leider nicht mehr erinnern (evtl. auch Asbesthaltig?).


    Im Nachhinein sagte ein Kollege, diese Platten sähen aus wie Eternitplatten. Ich habe das mal Gegoogelt und nur diese Welligen Dachplatten gefunden und war daher etwas verwirrt (wenn ich das richtig Verstanden habe ist aber Eternit auch nur ein Markenname?)


    Das Baujahr des Gebäudes und dieser Wand im Speziellen ist mir leider nicht bekannt. Nach der Aussage meines Kollegen mache ich mir aber doch große Sorgen.


    Ich weiß, dass das nicht gerade unmengen an Informationen sind, hoffe aber dennoch, dass mir hier vielleicht jemand eine grobe Einschätzung geben kann.


    Danke für jede Antwort

    LG

  • :haue: Das klingt für mich eher nach einer nachträglich eingebauten Trennwand die mit Gipskartonplatten beplankt war.


    Als Dämmung vermutlich irgendeine MiWo. Beides nicht asbesthaltig. Ohne Infos kann man auch zum Thema KMF nicht viel schreiben. Wer weiß schon wie alt die Trennwand war.

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    .

  • Für mich hört sich das eher nach Gipsfaserplatten an.

    Aber ich sehe es ebenso unproblematisch.

    Ihr werdet die Platten ja nicht etwa gemahlen, mit der Dämmwolle verrührt und dann geschnupft haben...


    Allgemein:

    Ist das jetzt ne Corona-(bzw. Corona-Eindämmungsmaßnahmen-)Nebenwirkung, daß hier seit Wochen derart gehäuft die Asbestpaniker aufschlagen (vor allem jüngere)?

    Das geht nicht gegen die Fragesteller, ist aber doch auffällig, oder?

  • Ist das jetzt ne Corona-(bzw. Corona-Eindämmungsmaßnahmen-)Nebenwirkung, daß hier seit Wochen derart gehäuft die Asbestpaniker aufschlagen (vor allem jüngere)?

    Habe ich mir auch schon überlegt. Ich habe in diesem Jahr eine gewaltige Angst vor Krebserkrankungen entwickelt, daher auch die riesen Angst vor dem Asbest. Das ganze hat schon vor der Weltweiten verbreitung von Covid begonnen. Der Lockdown und die Isolation hat aber sicherlich nicht dabei geholfen.

    Das klingt für mich eher nach einer nachträglich eingebauten Trennwand die mit Gipskartonplatten beplankt war.

    Nachträgliche eingebaut war sie auf jeden Fall. Das war ein altes Industriegebäude, das dann für Büros umgebaut wurde. Die Räume waren damals entsprechend groß und wurden dann unterteilt. Der Raum um den es Konkret geht waren zwei nachträglich eingebaute Wände drin. Die eine waren ziemlich sicher Rigipsplatten, die waren auf Metallträger aufgeschraubt. Die Andere Wand war aber wohl schoon länger drin, das ist die, die mir sorgen bereitet. Die Platten waren auch auf Holz angebracht, nicht auf Metallträgern. Außerdem waren sie wesentlich dünner und härter als die Gipsplatten.

  • Angst vor Krebserkrankungen

    Dann empfehle ich regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Im Ernst. Wenn es Asbest war, ist es passiert, was nicht heist, dass es automatisch Krebs verursacht.


    Nach Deiner Beschreibung könnte es alles sein: Gipsfaser, Gipskarton, Zementgebundene Spanplatte, Faserzementplatten, GfK Platten, AluBond Platten, sonstwas, was mir grad nicht einfällt.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Nach Deiner Beschreibung könnte es alles sein: Gipsfaser, Gipskarton, Zementgebundene Spanplatte, Faserzementplatten, GfK Platten, AluBond Platten, sonstwas, was mir grad nicht einfällt.

    Genau so sehe ich das auch. Ich tippe eher auf Fermacell, aber auch das ist geraten. Es sind eine ganz Reihe von faserhaltigen Materialien denkbar. Viele davon enthalten aber andere Fasern als Asbest. So ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um gefährliche künstliche Mineralfasern ("KMF") handelt, höher, als die für Asbest. Ohne das Material heute noch sehen / untersuchen zu können, wird dazu aber niemand eine verbindliche Aussage treffen können.


    An der damaligen Exposition lässt sich aber heute nichts mehr ändern. Insofern kann das Ziel jetzt nur noch sein, eine (bei einmaliger kurzer Exposition) eher wenig wahrscheinliche Folgeerkrankung frühzeitig zu erkennen. Dabei helfen

    regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Im Ernst.

    Denn, wie Ralf Dühlmeyer schon schrieb:

    Wenn es Asbest war, ist es passiert, was nicht heist, dass es automatisch Krebs verursacht.

    was sinngemäß auch für die deutlich wahrscheinlichere KMF gilt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Allgemein:

    Ist das jetzt ne Corona-(bzw. Corona-Eindämmungsmaßnahmen-)Nebenwirkung, daß hier seit Wochen derart gehäuft die Asbestpaniker aufschlagen (vor allem jüngere)?

    Das geht nicht gegen die Fragesteller, ist aber doch auffällig, oder?

    Ich vermute, dass das eher das Ergebnis des Google Suchalgorithmus ist...

    Was aber bedeuten würde, dass es sich um einen selbstverstärkenden Effekt handelt...

  • Off-Topic:

    Ist das jetzt ne Corona-(bzw. Corona-Eindämmungsmaßnahmen-)Nebenwirkung, daß hier seit Wochen derart gehäuft die Asbestpaniker aufschlagen (vor allem jüngere)? Das geht nicht gegen die Fragesteller, ist aber doch auffällig, oder?

    Das ist schon seit ca. anderthalb Jahren so und hat insofern deutlich vor Corona angefangen. Der Zusammenhang dürfte es also weniger sein.


    Da wir hier auf Frage zu Asbest immer schön antworten, entsteht durch die Suchmaschine(n) ein sich selbst verstetigender Mechanismus von Thema und Anfragenden. Mich persönlich würden ja andere Fragen mehr interessieren ... . Aber dazu müsste es mehr Fragten und dann auch wieder mehr Antworten geben. Foristen schreibt über Euch interessierende Themen und seit freundlich zu den Fragenden!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Erst einmal danke an euch alle für eure Ausführlichen Antworten.

    Dann empfehle ich regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Im Ernst. Wenn es Asbest war, ist es passiert, was nicht heist, dass es automatisch Krebs verursacht.

    Da hast du recht. Ich habe meinen Hausarzt bereits einmal darauf angesprochen. Er meinte dass sich das Lungenkrebsrisiko bei einer solchen Exposition in grenzen hält. Vorsorgeuntersuchungen sind in diesem Fall nicht sinnvoll, insbesondere deshalb, weil die einzige Option regelmäßige CTs wären, die durch die Erhöhte Strahlendosis gerade bei jungen Patienten wie mir (20) auch das Risiko für andere Krebsarten erheblich steigern würden. Meine Sorge gilt allerdings hauptsächlich dem Rippen/Lungenfellkrebs. Für diesen gibt es zum heutigen Stand leider keinerlei sinnvolle Vorsorgekonzepte obwohl diese Erkrankung scheinbar schon bei tendenziell geringeren Belastungen enstehen kann.

    Ohne das Material heute noch sehen / untersuchen zu können, wird dazu aber niemand eine verbindliche Aussage treffen können.

    Das war auch meine Befürchtung und verstehe ich auch vollständig. Mich ägert es nur, dass ich damals nicht nur auf eine Untersuchung bestanden habe. Aber wie bereits mehrfach in anderen Antworten erwähnt, an dem was Damals war lässt sich heute nichts mehr Ändern.

    Nach Deiner Beschreibung könnte es alles sein: Gipsfaser, Gipskarton, Zementgebundene Spanplatte, Faserzementplatten, GfK Platten, AluBond Platten, sonstwas, was mir grad nicht einfällt.

    Ich tippe eher auf Fermacell, aber auch das ist geraten. Es sind eine ganz Reihe von faserhaltigen Materialien denkbar.

    Ich bin schon einmal beruhigt, dass es scheinbar auch alternativen gibt. Ich kenne Asbest sonst nur aus den Nachrichten und immer dann, wenn es dort erwähnt wird klingt die Berichterstattung so als würde das Zeug wirklich überall drin stecken und würde dich nach dem ersten Kontakt umbringen.

    Nach meinen "Recherchen" ist mir aufgefallen, dass Asbest vor allem wegen seiner Beständigkeit gerne im Außenbereich eingesetzt wird (Fassadenverkleidung, Dächer etc.) oder bei Dingen, die besonders Stark strapaziert werden (Heizungsisolation, Rohre etc).

    Nun, das alles war ja bei mir nicht der Fall, in sofern stelle ich mir mittlerweile die Frage, wie typisch denn die Verwendung von Asbesthaltigen Produkten im Innenbereich ist, speziell in meinem Fall bei einer Nachträglich eingezogenen Wand? Hat man da oft auf Asbest gesetzt oder wurde da auch früher schon überwiegend Gips o.ä verarbeitet? Habt ihr da Erfahrungswerde?

    Off-Topic:

    Das ist schon seit ca. anderthalb Jahren so und hat insofern deutlich vor Corona angefangen. Der Zusammenhang dürfte es also weniger sein.


    Da wir hier auf Frage zu Asbest immer schön antworten, entsteht durch die Suchmaschine(n) ein sich selbst verstetigender Mechanismus von Thema und Anfragenden. Mich persönlich würden ja andere Fragen mehr interessieren ... . Aber dazu müsste es mehr Fragten und dann auch wieder mehr Antworten geben. Foristen schreibt über Euch interessierende Themen und seit freundlich zu den Fragenden!

    Google ist da mit Sicherheit ein großer Teil des Problems, dazu kann ich kurz aus meiner eigenen Erfahrung berichten (so bin ich ja schließlich hier Gelandet und ITler mit nem Faible für Suchsysteme und ML bin ich noch dazu).

    Leute die nach so etwas Googeln sind häufiger schon einmal grundsätzlich eher Ängstlich gegenüber dem Thema (Ich eingeschlossen) und wählen daher schon ihre Suchbegriffe entsprechend. Anstatt danach zu suchen ob X Krebserregend sein kann, wird direkt gesucht wie schnell X Krebs auslösen wird und sie damit umbringt. Das selbe gilt auch für andere Krankheiten. Anstelle dass gesucht wird, welche Krankheiten für das Symptom infrage kommen wird gegoogelt ob die Schmerzen an der Stelle ein Symptom für Krebs sein können. Da dann die schlimmen Krankheiten am ehesten geklickt werden, weil man vor denen ja am meisten Angst hat, hält Google die eben für besonders relevant und zeigt sie weiter oben an, wodurch sie wieder mehr klicks bekommen.

    Das Google in jeden Suchbegriff reininterpriert was es gerade für wichtig hält erledigt dann sein übriges und befeuert die Forenthreads rund um diese Themen weiter.

    Das es vor anderthalb Jahren begonnen hat könnte durchaus an einer Änderung im Google Suchalgorithmus zu tun haben. Wenn ich mich richtig erinnere hat Google in etwa dem Zeitraum begonnen sich besonders auf komplette Fragen wie "Wie schnell verursacht Asbest Lungenkrebs" fokussiert und weniger auf die Klassische Keyword Suche wie "Asbest Lungenkrebs". Da das auch typische Titel von Forenthemen sind könnte ich mir gut Vorstellen, dass dieser Run damit zusammenhängt.

  • OT

    AnonM_

    Stell deine Krebsangst in deinem Alter hintan. Wer vernünftig lebt, tut schon viel dagegen. Wenn es einen doch einmal treffen sollte, dann hat die moderne Medizin immer mehr Pfeile im Köcher.

  • Ich will ja keine Unruhe reinbringen, aber für mich klingt "außerdem waren sie wesentlich dünner und härter als die Gipsplatten" verdammt nach Asbestzement.

    Da wir nicht wissen, wie rabiat die Demontage war, ist eine Aussage über die Exposition nicht möglich.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • die beschreibung passt ziemlich genau auf gipsfaserplatten , die sich besonders gut zum innenausbau eignen .

    und die sind und waren asbestfei .

    Also falls es hilft, meine Eltern meinte das Gebäude müsste so in den 70-späten 80ern umfunktioniert worden sein, daher würde ich fast darauf tippen, dass diese Wand zu diesem Zeitpunkt eingezogen wurde.

    Stell deine Krebsangst in deinem Alter hintan. Wer vernünftig lebt, tut schon viel dagegen. Wenn es einen doch einmal treffen sollte, dann hat die moderne Medizin immer mehr Pfeile im Köcher.

    Das denke ich mir auch, ist aber leider bei Asbestbedingten erkrankungen, vor allem beim Bösartigen Rippenfelltumor nicht der Fall. Der Krebs ist auch mit moderner Medizin. Die frage ist in diesem Fall nicht ob man daran stirbt, sondern wann.


    Ich will ja keine Unruhe reinbringen, aber für mich klingt "außerdem waren sie wesentlich dünner und härter als die Gipsplatten" verdammt nach Asbestzement.

    Da wir nicht wissen, wie rabiat die Demontage war, ist eine Aussage über die Exposition nicht möglich.

    Also die Demontage war relativ sanft, sofern wir das hinbekommen haben, aber aller wahrscheinlichkeit nach nicht Asbestgerecht. Wir haben die Tapete abgemacht, danach die Nägel entfernt und die Platten im ganzen abgenommen (gut möglich, dass auch eine kaputt gegangen ist) und entsorgt. Der ganze Spuk hat in etwa 6-7h gedauert. Für das was es wert war haben wir das große Fenster dauerhaft offen gelassen, zudem war der Raum sehr groß (schätzungsweise ~40qm und sehr hohe Decke) keine Ahnung ob das was bewirkt um die Fasterkonzentration niedrig zu halten.

    Das Dämmaterial das im zwischenraum war (wie wahrscheinlich ist es, dass das in dem Zeitraum asbesthaltig war? oder wurden da schon KMF verwendet?) haben wir in Plastiktüten verpackt und ebenfalls entsorgen lassen.

    Ich habe die meiste Zeit eine Maske getragen, aber das war leider ziemlich sicher keine FFP3 Maske sondern maximal FFP2. War daher wahrscheinlich ein hoffnungsloser Versuch und hätte im ernstfall nix geholfen.


    Die Platten waren wie gesagt nicht besonders stark (schätzungsweise etwa 0,5-1cm), dafür relativ hart. Man konnte sie also nicht zerdrücken wie das bei Gipskarton wäre. Die Oberfläche war grau, ich kann mich aber nicht mehr an die Beschaffenheit erinnern.



    Danke an alle die hier an dem Thema ihr Wissen mit Gedult beisteuern!

  • im Innenausbau?

    Natürlich. Wurde sehr gern genommen, weil dünn, billig und sehr stabil.


    Die Dämmwolle in der Wand wird vermutlich nicht asbesthaltig gewesen sein, aber die KMF aus der Zeit war um keinen Deut besser für die unteren Atemwege.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Die Platten waren wie gesagt nicht besonders stark (schätzungsweise etwa 0,5-1cm), dafür relativ hart. Man konnte sie also nicht zerdrücken wie das bei Gipskarton wäre. Die Oberfläche war grau, ich kann mich aber nicht mehr an die Beschaffenheit erinnern.

    fahre in einen baumarkt und frage nach gipsfaserplatten (fermacell)

    dann trinkst du einen kaffee und beruhigst dich . dass du von GFP krebs bekommst glaube ich nicht .



    statt dessen kann man sich aber eine schwere erkrankung durch negative einstellung durchauf herbeizittern .----

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Wurde sehr gern genommen, weil dünn, billig und sehr stabil.


    Die Dämmwolle in der Wand wird vermutlich nicht asbesthaltig gewesen sein, aber die KMF aus der Zeit war um keinen Deut besser für die unteren Atemwege.

    ThomasMD

    Da Altbau: Sprichst du von "hüben" oder "drüben"? :)

  • ThomasMD

    Da Altbau: Sprichst du von "hüben" oder "drüben"? :)

    Sowohl als auch.

    Hier waren die AZ-Platten im industriellen Wohnungsbau als Trennwand zwischen Versorgungsschacht und Küchen weit verbreitet und wurden auch bei individuellen BVH gern eingesetzt.

    Gefunden habe ich die Platten aber auch bei einem Werkhallenabriss in Nürnberg 2008. Dort waren sie in den 70ern für die Abtrennung von Meisterbuden etc. eingebaut worden.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Die Dämmwolle in der Wand wird vermutlich nicht asbesthaltig gewesen sein, aber die KMF aus der Zeit war um keinen Deut besser für die unteren Atemwege.

    Das habe ich auch gehört. Allerdings habe ich auch gelesen, dass sich KMF nicht längs aufbrechen können und daher weniger lungengängige Fassern freigseetzt werden. Außerdem sollen sich KMF fasern im gegensatz zu Asbest auch vom Körper abbauen lassen.

    fahre in einen baumarkt und frage nach gipsfaserplatten (fermacell)

    Danke, das habe ich schon einmal gegoogelt. Das sieht so ähnlich aus. Das Problem ist halt, dass für das ungeübte Auge (meins) das Zeug alles gleich aussieht :(

    Da Altbau: Sprichst du von "hüben" oder "drüben"?

    Also in meinem Falle wäre es altes Bundesland. Habe auch gelesen, dass es bei den Asbestarten große Unterschiede zwischen ehem. DDR und BRD gab. Meine aber gelesen zu haben, dass in der BRD vor allem weißer Asbest verwendet wurde, dem nach aktuellem stand nachgesagt wird etwas weniger gefährlich zu sein als der blaue Asbest.

  • Natürlich. Wurde sehr gern genommen, weil dünn, billig und sehr stabil.

    Kann ich aus Westdeutschland und Westberlin nicht bestätigen. War für Heimwerker damals für den Ausbau viel zu teuer. An Dach und Fassade sehr beliebt, weil dort wiederum relativ günstig.

    Die Dämmwolle in der Wand wird vermutlich nicht asbesthaltig gewesen sein, aber die KMF aus der Zeit war um keinen Deut besser für die unteren Atemwege.

    Das möchte ich auch noch einmal betonen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • eigentlich sagt man , dass lesen bildet .


    manches lesen aber (und das ist recht neu , erst mit dem internet richtig gefährlich geworden ) verwirrt und macht unsicher, weil informationen , mit der man nicht umgehen kann , ganz fatale auswirkungen haben .

    das habe ich schon einmal gegoogelt. Das sieht so ähnlich aus.

    du solltest nicht googeln . das hilft dir nicht , siehe fragestellung .

    vor ort , anfassen , ansehen .....



    es gibt auch ein leben und eine welt neben dem internet :D:P:eek:

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • ...


    Allgemein:

    Ist das jetzt ne Corona-(bzw. Corona-Eindämmungsmaßnahmen-)Nebenwirkung, daß hier seit Wochen derart gehäuft die Asbestpaniker aufschlagen (vor allem jüngere)?

    Das geht nicht gegen die Fragesteller, ist aber doch auffällig, oder?

    ... es liegt einfach an den Suchroutinen von google. Viele Fragen, viele Antworten, "wirklich gut" --> bei Suche gaaanz vorn anzeigen


    Vielleicht wäre eine "Allgemeinverweis" innerhalb des Forums nach dem Motto: "Asbest sh. DA", hilfreich.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Kann ich aus Westdeutschland und Westberlin nicht bestätigen. War für Heimwerker damals für den Ausbau viel zu teuer. An Dach und Fassade sehr beliebt, weil dort wiederum relativ günstig.

    Also Heimwerker wäre es in meinem Fall ja nicht. Aber Unternehmen waren bei Bürogebäuden/Mietobjekten wahrscheinlich auch nicht wesentlich spendabler als Heimwerker sind.


    Hier waren die AZ-Platten im industriellen Wohnungsbau als Trennwand zwischen Versorgungsschacht und Küchen weit verbreitet und wurden auch bei individuellen BVH gern eingesetzt.

    Gefunden habe ich die Platten aber auch bei einem Werkhallenabriss in Nürnberg 2008. Dort waren sie in den 70ern für die Abtrennung von Meisterbuden etc. eingebaut worden.

    Angenommen es wären im Worst Case Asbestzementplatten. So wie ich das bei den viel zu vielen Materialien die ich gesucht habe verstanden habe sind die Fasern da drinnen ja relativ fest gebunden, oder? Bedeutet, solange wir nicht zu grob damit umgegangen sind sollten da ja vergleichsweise wenige Fasern freigesetzt werden, oder? Oder gibt es da noch einmal Platten die schneller oder weniger schnell Fasern freisetzen?

    (AZ würde sich aus mit der Aussage meines damaligen Kollegen decken, dass der glaubt das wärn Eternitplatten, nachdem das ja nach meinem Verständnis einfach nur der bekannteste Hersteller von Asbestzementprodukten war, oder?)

    Um welche Asbestart handelt es sich bei solchen Platten dann? Ist das dann in solchen Bauteilen üblicherweise Blauer Asbest oder Weißasbest?


    Kritischer wäre wahrscheinlich die Mineralwolle oder? Aber nachdem bei dieser Asbest scheinbar relativ unwahrscheinlich ist.


    Damit hast du recht. Allerdings ist der nächste Baumarkt für mich im Moment eine dreiviertel Autostunde entfernt und macht wegen Corona am Wochenende nur kurz auf, daher war Baumarkt besuchen heute leider keine Option :) Daher wahr Google die beste Verfügbare quelle

  • So, wie ich es bisher verstanden habe, warst Du vielleicht einmalig kurz unter wenig kritischen Bedingungen gebundenen Asbestfasern ausgesetzt und machst Dir jetzt Sorgen um die mögliche Entstehung von Krebs, der typischerweise erst nach Jahren oder Jahrzehnten auftritt und möchtest Dich jetzt nicht untersuchen lassen. Das von Dir für kritisch gehaltene Material ist aber unbekannt und auch nicht mehr nachträglich zu untersuchen.


    Was möchtest Du jetzt noch lesen?


    Hast Du schon einmal Tabak geraucht, Zigarette, Zigarre? Das ist ja auch ein Auslöser von Zungen-, Kehlkopf- und Lungenkrebs.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • So, wie ich es bisher verstanden habe, warst Du vielleicht einmalig kurz unter wenig kritischen Bedingungen gebundenen Asbestfasern ausgesetzt und machst Dir jetzt Sorgen um die mögliche Entstehung von Krebs, der typischerweise erst nach Jahren oder Jahrzehnten auftritt und möchtest Dich jetzt nicht untersuchen lassen. Das von Dir für kritisch gehaltene Material ist aber unbekannt und auch nicht mehr nachträglich zu untersuchen.


    Was möchtest Du jetzt noch lesen?


    Hast Du schon einmal Tabak geraucht, Zigarette, Zigarre? Das ist ja auch ein Auslöser von Zungen-, Kehlkopf- und Lungenkrebs.

    Ich würde gerne wissen wie hoch die Faserbelastung im schlimmsten Fall etwa wäre, wenn es sich dabei um Asbestzementplatten handeln würde oder eventuell gar um Asbesthaltige Dämmaterialien.

    Würde das abziehen der Tapete von Asbestzemenplatten auch eine große Menge an Fasern freisetzen?

  • Ich würde gerne wissen wie hoch die Faserbelastung im schlimmsten Fall etwa wäre

    Das kann dir hier keiner sagen.

    1. Was würde dir es nützen, die Sache ist doch gelaufen.

    Nützen würde dir, zu merken wenn Stäube anfallen sich dementsprechend zu schützen.

    Je feiner je gemeiner, ob holz oder sonst was, sind sie der Lungenfunktion nicht dienlich.

    Also taugliche Schutzmaske auf bei solchen Tätigkeiten.


    2. Warum hörst du nicht auf deinen Experten für Folgeschäden, deinen Hausarzt?

    Da hast du recht. Ich habe meinen Hausarzt bereits einmal darauf angesprochen. Er meinte dass sich das Lungenkrebsrisiko bei einer solchen Exposition in grenzen hält. Vorsorgeuntersuchungen sind in diesem Fall nicht sinnvoll, insbesondere deshalb, weil die einzige Option regelmäßige CTs wären, die durch die Erhöhte Strahlendosis gerade bei jungen Patienten wie mir (20) auch das Risiko für andere Krebsarten erheblich steigern würden.

    Er hat doch deine Frage beantwortet und dein geringstes Mißtrauen, sonst wäre er ja nicht dein Hausarzt.

  • Ich würde gerne wissen wie hoch die Faserbelastung im schlimmsten Fall etwa wäre, wenn

    :wall::wall::wall:


    einer , der bei einer derart unklaren situation in der lage wäre , eine nur seeeehr annähernde aussage zu treffen , war das letzte mal vor etwa 2000 jahren hier .

    (einige behaupten , er käme wieder , also würde ich auf deiner stelle so lange warten und ihn dann fragen ....;):D )



    vielleicht solltest du deinen googlezugang sperren .

    oder mal lieber ein gutes buch lesen . ( aber vorsicht , besser keinen krimi , sonst bekommst du andere panikatacken .... )

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Er hat doch deine Frage beantwortet und dein geringstes Mißtrauen, sonst wäre er ja nicht dein Hausarzt.

    Damit hast du recht, ich danke euch allen, die sich so geduldig an dem Thema beteiligt haben.

    Zusammengefasst sind eure Antworten also

    • Es ist gut möglich, dass es sich bei dem Material um Asbestbelastetes Material handelt, es besteht aber auch eine realtische Chance, dass kein Asbest in dem Material vorhanden war
    • Falls es Asbestbelastet war, dann waren das Vermutlich Asbestzementplatten in denen der Asbest vergleichsweise fest gebunden ist
    • Eine realtische Einschätzung der Faserbelastung ist ohne Laboruntersuchung oder wenigstens das Material zu kennen nicht möglich
    • Die Dämmwolle war höchstwahrscheinlich nicht Asbesthaltig (?)
    • Eine kurzzeitige Belastung von 1-2 Tagen stellt Gesundheitlich ein vergleichsweise geringes Risiko für eine Erkrankung dar (?)

    Ich danke euch allen für Eure antworten!