Löschbewilligung Grundschuld

  • Moin,


    ich hab mal eine Frage. Es gibt ja Argumente, die Grundschuld nicht direkt zu löschen wenn der Kredit für den sie ursprünglich mal eingetragen wurde vollständig getilgt wurde.

    Es wird z.B. empfohlen sich eine Löschbewilligung ausstellen zu lassen und diese dann "sicher zu verwahren". So kann man die eingetragene Grundschuld weiter verwenden für zukünftige Darlehnen - oder aber doch die Grundschuld irgendwann mal löschen.


    Soweit so gut - was ich nun nicht verstehe:


    Wenn mir die Bank eine Löschbewilligung ausgestellt hat, ich diese jedoch nicht nutze sondern "sicher verwahre" - wie wird verhindert, das man die Grundschuld dann weiternutzt (z.B. bei der gleichen Bank, also ohne jegliche Änderung im Grundbuch) - und dann aber die Grundschuld mit der zuvor ausgestellten Löschbewilligung löschen lässt - während sie nun eigentlich wieder "in Nutzung" ist. Das muss doch irgendwie verhindert werden? Wie wird das verhindert?


    Viele Grüße,

    Olli

  • Laienmeinung:

    Eine irgendwie eingeschränkte Gültigkeitsdauer hat eine Löschungsbewilligung zumindest nicht.

    Aber zumindest JENE Bank wird hoffentlich später noch wissen, daß Sie Dir für DIESE Grundschuld eine Löschungsbewilligung ausgestellt hat. Und DARAUF dann eben keinen neuen Kredit besichern (sondern eine NEUE Grundschuld verlangen).

    Eine andere Bank kann hingegen mit dem Eintrag der "fremden" Grundschuld nichts anfangen. Bei verbriefter müßtest Du ihr den Brief aushändigen (den mußtest Du aber schon zur Löschung einreichen), bei einer ohne Brief bräuchte es eine Abtretungserklärung der ersten Bank. Die wird und kann jene aber nicht ausstellen, wenn sie vorher der Löschung zugestimmt hat.


    Aber jetzt:

    Wo sind unsere Notare und Rechtspfleger...?

  • Die Bank hat doch in ihrem Sicherheitenspiegel keine Grundschuld mehr stehen, d.h. die Bank wird dann eine neue Grundschuld verlangen.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Wenn ich die Grundschuld für eine andere Bank verwenden würde, könnte ich danach auch nicht mehr mit der alten Löschbewilligung der ersten Bank ankommen. Das ist soweit schon klar. Aber wahrscheinlich ist es so wie der Bauamateur sagt. Jedoch muss diese Doku ja echt gut bei der Bank vorgehalten werden welche Grundschuld zur Löschung freigegeben wurde usw. So eine Grundschuldt könnte ja auch 40 Jahre später nochmal "wiederverwendet" wurde.

  • Olli - anscheinend hast Du zwei Denkfehler.

    1.) Es ist das originäre "Problem" der Bank.

    2.) Nach der Freigabe zur Löschung der Grundschuld, wird die auch im Verzeichnis der Bank gelöscht. Wenn Du dann einen neuen Kredit haben willst, wollen die eine "neue" Grundschuld. Kommst Du dann mit der alten, wissen sie, dass da eine Löschungsfreigabe erfolgt sein muss und wollen die dann zurück. Bringst Du eine "neue" Eintragung (Warum auch immer sei dahin gestellt.), ist für die die Löschungsfreigabe mit einem älteren Datum nicht wirksam.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Hallo erstmal, mein Name ist Gerhard und ich bin 45 Jahre alt, ich bin durch die Google Suche hier auf das Forum aufmerksam geworden, dabei bin ich dann bei einem Beitrag hängen geblieben und war überraschst über die vielen guten Antworten und deswegen dachte ich mir ich melde mich mal an und stell mal meine Frage auch wenn sie nicht ganz rein passt und auf diesem Wege möchte ich erst einmal "Hallo" an alle sagen.


    Beruflich bin ich im Baugewerbe als Dachdecker Tätig!


    Ich brauche eine Grundbuch Auskunft, hat schon mal jemand Erfahrung mit Grundbuch Auskünften gemacht? Hatte mal im Netz geschaut und bin auf diese seiten gestoßen isdochegal


    1. Dürfen die das so einfach verkaufen?

    2. Darf oder kann man das wirklich Online machen?

    3. Macht das Sinn oder sollte man sich doch die Mühe machen und zum Amt gehen? Oder kann man das auch schriftlich machen und gibt es da vordrucke?


    :thumbsup: