Entlüftung und Wasser- und Stromleitungeb

  • Wir benötigem Anregungen/ Hilfe/ Erfahrungen


    Thema 1. Wir überlegen seit Tagen bzgl. der Lüftung unseres Neubaus.

    Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass wir die Lüftung über normale Fensterlüftung sicherstellen werden. Sind wir bisher so gewöhnt. Wenn es nur um Komfort geht, würde ich auf kwl verzichten.


    Nun sind wir durch diverse Beiträge verunsichert,ob durch die fehlende Kwl es evtl doch zu Problemen mit Schimmelbildung kommen könnte.

    Was sind eure Meinungen/ Erfahrungen

    dazu?


    Thema 2. Zudem wurden unsere Wasser- und Stromversorgungsleitungen im OG in den Fußboden des Schlafzimmer eingeplant. Genau an der Stelle, wo unser Bett stehen wird..ich muss sagen,es fühlt sich seltsam für mich an, auf Stromleitungen zu schlafen. Ist sowas üblich? Oder ist mein ungutes Gefühl berechtigt?

  • 1)

    Der Großteil der Menschen, die noch nie eine KWL hatten oder sich mit der Technik beschäftigt haben, meinen, es nicht zu brauchen.

    Der Großteil der Menschen, die eine KWL haben, würden sie nie wieder hergeben,


    Welche Schlussfolgerung du daraus ziehst, musst Du selbst wissen. Frag' 5 Leute, bekomme 6 Meinungen.


    2)

    Wenn's dich stört, dann lass' umplanen. Besser jetzt ein paar Euro fünfzig für 2m längere Leitungen ausgeben, als später jahrzehntelang mit einem komischen Gefühl schlafen gehen.

  • Stromleitungen gehören meiner Meinung nach nicht in den Fußboden(aufbau). Nicht wegen E-Smog, sondern wg der Leitungen, die die Dämmung kippeln lassen.

    Wenn eine Trittschalldämmung an auf der Rohdecke verlegten Elektroleitungen kippelt, dann:

    • ist sie zu hart und damit allein nur wenig als TS-Dämmung geeignet
    • stimmt der Bodenaufbau nicht

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Trittschalldämmplatten sind i.d.R. bis max. 5 mm zusammendrückbar. Einschl. der Kompression unter Belastung des Estrich aus Nutzung. Eltkabel sind aber dicker als 5 mm. Wenn sie dann nicht mehr kippeln, ist was anderes "faul".

    Und jetzt kommst wieder Du.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Könnt ihr erfahrungsgemäß sagen, wie oft schimmelprobleme durch fehlende KWL auftreten können?

    Muss man wirklich 4 mal am Tag lüften, um Schimmel auszuschließen?

    Und habt ihr Meinungen bzgl eines Entlüftungsschachtes übers Dach. Könnte das eine gute oder weniger gute Alternative sein für gerade das Bad im OG?


    Die Leitungen im Schlafzimmer (auch,wenn man sie an die Wand bringt) sind für mich irgendwie befremdlich. Nur was ist eine Alternative. In die Kinderzimmer verlegen nicht. Ins Bad? Problem nur, das ist auf der gegenüberliegenden Seite der Installationswand des Bades im UG und würde vermutlich einen riesen Aufwand der Verlegung bedeuten...?

  • Die Leitungen im Schlafzimmer (auch,wenn man sie an die Wand bringt) sind für mich irgendwie befremdlich.

    Welche jetzt? Strom oder Wasser? Für Strom gibt's Netzfreischalter, die waren gefühlt vor 20-30 Jahren bei vielen Elektrosmog-Paranoikern beliebt. Heute hat sich das wohl auf 5G verlagert.... ;-)

    Für's Wasser bräuchte es vielleicht mal ein Grundriss. Wer plant denn bei euch?

  • Trittschalldämmplatten sind i.d.R. bis max. 5 mm zusammendrückbar. Einschl. der Kompression unter Belastung des Estrich aus Nutzung. Eltkabel sind aber dicker als 5 mm. Wenn sie dann nicht mehr kippeln, ist was anderes "faul".

    Und jetzt kommst wieder Du.

    Gerne: Zweischichtiger Aufbau!


    Und da sind dann wiederum zwei Varianten möglich. Als untere Lage enthält Variante:

    • A eine Mineralfaserdämmplatte mit einer dynamischen Steifigkeit < 10 MN / m3
    • B eine gebundene Schüttung wie bpsw. "Thermowhite"

    Meine Haus-Akustikerin schwört auf A, mein bevorzugter Estrichleqer auf B. Bisher lief es im Wohnungsbau meistens auf A hinaus.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bei einem Neubau - sofern richtig geplant und ausgeführt - sollte es i.d.R. kein Schimmelproblem geben, weil die Wände auf den Innenseiten eine Oberfächentemperatur haben, die hoch genug sein sollte, um Taupunktunterschreitungen zu vermeiden.

    Damit ist ein etwas geringere Luftwechselzahl erforderlich, als bei Wohnungen mit geringem Wärmeschutz.


    Diese lassen sich z.B. auch über Fensterfalzlüfter, Kippspalt-Lüftungen, o.Ä. erreichen.


    Direkt nach der Fertigstellung ist allerdings ein verstärktes Trocken-Lüften erforderlich.


    Für Küche und Bad sollten Abluftsysteme installiert werden, um den starken Feuchteeintrag unverzüglich und auf kurzen Wegen aus dem Gebäude abzuführen.


    Nur was ist eine Alternative. In die Kinderzimmer verlegen nicht. Ins Bad?

    Kurze Stichleitungen von unten (Keller oder Bodenplatte) und nicht in der Wand um den ganze Raum herumführen.

    Schlafzimmer: ggf. Akku-Lampen mit Touch-Schalter oder Fernbedienung.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Es geht vorrangig um die stromleitungen,obwohl es wohl einen Gesamtversorgungsschacht für beides gibt, soweit ich es verstanden habe.


    So ein netzfreischalter ist prinzipiell nicht schlecht. Allerdings vermute ich, dass es in ein paar jahren, wenn die kinder größer sind und später als wir schlafen gehen, zu Problemen kommen wird, wenn wir ihn eher ausstellen bzw. er wieder anspringt, sobald eins der Kinder den Strom nutzt. Dann schlaf ich ja dennoch neben der Stromleitung.

    Oder versteh ich das Prinzip falsch?

  • Vllt habe ich mich schlecht ausgedrückt. Der Schacht für die Leitungen (Wasser,Strom, Heizung) ist im Schlafzimmerfußboden eingeplant. Dort kommen also alle Kabel, Leitungen vom Bad und hwr darunter an.


    Da kann ich doch keine einzelnen Stromleitungen einfach abstellen oder?

  • Da kann ich doch keine einzelnen Stromleitungen einfach abstellen oder?

    Nein. Aber vielleicht die Kabel so planen, dass sie nicht gerade unterm Bett durchführen.


    Ansonsten hilft halt ein Grundriss und Leitungsplan, dass man versteht was Du meinst.

  • Der Schacht für die Leitungen (Wasser,Strom, Heizung) ist im Schlafzimmerfußboden eingeplant.

    Unter einem "Schacht" versteht man i.a. einen senkrechten, also vertikalen baulichen Raum.

    Da kann ich doch keine einzelnen Stromleitungen einfach abstellen oder?

    Man kann durchaus einzelne Leitungen stromfrei schalten. Aber wozu?

  • Suchbegriff Netzfreischalter

    Willkommen in den 90er!


    Also ernsthaft, es gibt keine seriösen, wissenschaftlichen Quellen die von einer Beeinflussung des menschlichen Körpers durch solch niederfrequente Wechselströme berichten.

    Ich hätte davor genausoviel "Angst" wie vor einem Bündel Wasserleitungen oder Lüftungsleitungen.

  • Willkommen in den 90er!


    Wenn der TE (so sieht es aus) aber Bedenken deswegen hat, ist das halt eine Lösungsmöglichkeit. Und wenn es Technik von 1790 wäre - na und. Hauptsache das Kopfkino wird beruhigt. Sonsr bleibt nur die Empfehlung Psychologe

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Also ernsthaft, es gibt keine seriösen, wissenschaftlichen Quellen die von einer Beeinflussung des menschlichen Körpers durch solch niederfrequente Wechselströme berichten.

    Ich hätte davor genausoviel "Angst" wie vor einem Bündel Wasserleitungen oder Lüftungsleitungen.

    also ist von den Stromversorungsleitungen üblicherweise keine gesundheitl. Belastung auszugehen?

    Wieviel Strom fliesst denn da normalerweise?


    Ich rede von der Versorgungsleitung im Schlafzimmer. S.Foto.

    Erst war sie im Fußboden. Jetzt haben wir überlegt sie unter die Dachschräge zu machen. S. Schwarzer Kringel. Da wären wir wenigstens 1.50m entfernt von dem Leistungsschacht und dann käme erst das Bett.

    Rein vom Gefühl her ist das besser.

    Was denkt ihr?

  • also ist von den Stromversorungsleitungen üblicherweise keine gesundheitl. Belastung auszugehen?

    Wieviel Strom fliesst denn da normalerweise?


    Ich rede von der Versorgungsleitung im Schlafzimmer. S.Foto.

    Erst war sie im Fußboden. Jetzt haben wir überlegt sie unter die Dachschräge zu machen.

    Es gibt keine seriöse Untersuchung, die den Schluß von gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Stromleitungen auch nur nahelegt.


    Kabel über die Dachschräge ist immer ne doofe Idee, weil die luftdichte Ebene durchbrochen werden muss.


    Strom - kommt darauf an, was da an Last dranhängt. Können 0,5 A sein, aber auch 20 A - je nach dem.

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  • Bist Du sicher, dass durch diesen Versorgungsschacht Elektroleitungen verlegt sind? Nicht alle Schächte enthalten Elt-Leitungen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Du redest immer von der Versorgungsleitung. Für was? Strom für die ganze Wohnung, Wasser, Heizung, ...?

    Irgendein Grund muss der riesige Deckendurchbruch doch haben.

    Wasser sehe ich hier weit und breit keines, warum führt man das nicht da lang, wo man es braucht (im Bad oder Küche)?

    Der Planausschnitt wirft mehr Fragen auf als er beantwortet.


    Und nein, von Stromleitungen geht keine Gefahr aus.

    Wieviel Strom da üblicherweise fliesst, kannst du aus deiner Stromrechnung ablesen. Jahresverbrauch in kWh mal 1000 geteilt durch 365 Tage, geteilt durch 24h, geteilt durch 230V. Bei 4000kWh sind das durchschnittlich 2Ampere. Nachts weniger, tagsüber mehr.

  • genau. Strom, Wasser,Heizung. Da muss ja irgendwie vom Bad/Hwr im EG ins OG gelangen. Und da das Bad und der hwr im eh genau unter dem Schlafzimmer liegen,kommt es auch da hoch.


    Welcher deckendurchbruch?

    Drunter ist im EG unser Hauseingang. Deshalb der Freiraum im Schlafzimmer unter dem Dach. Wir haben dort ein Sohn schleppdach.


    Es ist nicht in der Dachschräge sondern in der Seitenwand. Der drempel ist bei 1.20.

  • Also ernsthaft, es gibt keine seriösen, wissenschaftlichen Quellen die von einer Beeinflussung des menschlichen Körpers durch solch niederfrequente Wechselströme berichten.

    Ich hätte davor genausoviel "Angst" wie vor einem Bündel Wasserleitungen oder Lüftungsleitungen.

    Hier die Stellungnahme des Bundesamtes für Strahlenschutz zu elektromagnetischen Feldern. Aus meiner Sicht ist der persönliche Super-GAU, wenn Menschen vom Nocebo-Effekt tatsächlich krank werden.


    Off-Topic:

    Ich hatte tatsächlich schon Bauherren, die wegen der negativen Energie von Wasseradern keine Fußbodenheizung wollten. Wie erschreckend viele Durchgeknallte es anscheinend gibt, war oder ist auf den Hygienedemos zu beobachten. Das reicht sogar zum Geschäftsmodell, z.B. bei ken fm. Das "Durchgeknallte" bezog sich ausdrücklich nicht auf die TE!

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Auch ohne Stromfluß erzeugen derartige Energieleitungen meßbare Felder, solange noch Spannung anliegt. Davon gibt es nämlich zweierlei (das elektrische sowie das magnetische - jeweils als statisches und als Wechselfeld).

    Ob sie problematisch sind, ist eine ganz andere Frage. Da ich selbst elektrosensible Menschen kenne, will ich das nicht ausschließen. Dabei ist es dann schon egal, ob es ein realer Effekt ist oder ein eingebildeter. Ungut für den Betroffenen ist beides!

    Und bevor ich in so einem Fall (dem Rat mancher hier folgend) mein Geld zum Psychologen trage, würde ich lieber einen vernünftigen Haustechnikplaner bemühen.

    Bei einem Neubau ist jetzt die Gelegenheit, das von Anfang an besser zu machen. Später wird es nur noch ein teures Gestopsel...


    Zeige mal mehr von den Plänen.

    Evtl. kann man die horizontale Führung UNTER die Geschoßdecke legen, statt darauf.

    Ist es denn ein EFH?

  • Was die mechanische Lüftung angeht:


    Dabei geht es in einem halbwegs vernünftig bewohnten Neubau NICHT um Schimmelvermeidung. Der tritt dort sowieso nicht auf, außer man legt es mit viel Mühe darauf an. Und selbst dann wird man sich schwer tun, wenn das Gebäude keine massiven Baumängel aufweist...

    Sondern es geht "allein" um das Raumklima.


    Und da empfehle ich meine eigene Erfahrung:

    Wer einmal auch nur wenige Nächte in einem Haus mit KWL geschlafen hat, wird bestimmt nicht ohne bauen wollen!!!

    Probiere es selbst aus.


    Wobei ich das auch ausdrücklich NICHT unter Komfort buchen würde (der ist die Dreingabe), sondern klar unter Wohngesundheit!

  • Zeige mal mehr von den Plänen.

    Evtl. kann man die horizontale Führung UNTER die Geschoßdecke legen, statt darauf.

    Ist es denn ein EFH?

    ja ein EFH


    Was ist gemeint mit "unter die geschossdecke"? Heisst das nicht auch in den Fußboden?

    Was benötigst du für Ansichten?

    Findest du die Lösung an der Seitenwand unter der schräge (schwarzes Kringel im Foto) als ungünstig?

  • Findest du die Lösung an der Seitenwand unter der schräge (schwarzes Kringel im Foto) als ungünstig?

    du hast hier den Grundriss vom OG eingestellt. Wenn da die Leitungen vom EG woanders hochgeführt werden, hat das auch Auswirkungen auf den EG Grundriss. Ich wiederhole mich: da fehlen noch einige Pläne!

  • Was ist gemeint mit "unter die geschossdecke"? Heisst das nicht auch in den Fußboden?

    So eine Decke besteht üblicherweise aus tragenden Elementen (z.B. eben einer Betonplatte) und einem daraufliegenden Bodenaufbau (z.B. Dämmung, Estrich, Belag).

    Wenn man nun Leitungen auf die Rohdecke legt, werden die nur vom (vergleichsweise dünnen und wenig abschirmenden) Aufbau vom fertigen Rauminneren getrennt.

    Wenn man die Leitungen aber unter die Rohdecke hängt (und jene dann mit einer abgehängten Verkleidung - z.B. Gipskartonplatte/Gipsfaserplatte versieht), liegt zusätzlich die (dicke und wesentlich besser abschirmende) Betonplatte mit dazwischen.

    Da bei Strahlung der Abstand entscheidend ist (die Feldstärke nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab), bringt das schon sehr viel, ohne die grundsätzliche Struktur Eurer Leitungsführung völlig über den Haufen werfen zu müssen.


    Knackpunkt ist in der Praxis aber oft die verfügbare Raumhöhe im darunterliegenden Geschoß (zulässige Gesamthöhe des Gebäudes ist oft begrenzt).


    Unschätzbarer positiver Nebeneffekt für später:

    Die Leitungen sind (z.B. bei Leckagen) VIEL einfacher zugänglich!!!

    Wasserführende Leitungen im Bodenaufbau würde ich schon deswegen zu vermeiden versuchen, wo es irgend geht (zumindest dort NUR durchgehende Rohre verlegen, OHNE JEDE Verbindungsstelle).