Altbau Wohnkomfort erreichen

  • Hallo an alle,


    da ich seit kurzem einen Altbau bewohne und diesen etwas sanieren möchte, hoffe ich auf viele nützliche Antworten zu meinen Fragen. vorab an die Mods, falls meine Fragen mehrere Themen Wert sind, bitte ich um Mitteilung, so dass ich es trennen kann.


    Die Ausgangssituation

    ich bewohne seit kurzem einen Altbau aus den 30er. Der Aufbau des Hauses ist wie folgt: EG ist jetzt ein Keller. Früher war dort eine Brennerei, diese gibt es seit Jahren nicht mehr, so dass es einfach nur leere Räume sind in denen Leitungen und Rohre verlaufen. 1 OG ist eine Wohnung, die ich bewohne. DG ist nicht ausgebaut. Die Wohnung wird mit Öl beheizt. Nächsten Jahr soll ein neuer Kessel kommen, da der Vermieter dazu verpflichtet ist. Das ist auch das Einzige was er macht, da die Vereinbarung gilt, kleine Miete=Renovierung in Eigenregie. Und ich werde mich natürlich schriftlich absichern lassen, bevor ich große Sachen anfange, dass ich das auch über mind. 10 Jahre nutzen werde.


    Nachdem ich nun paar Monate in der Wohnung wohne, musste ich feststellen, dass das Haus doch ziemlich kalt ist, dazu kommen unebene Böden sowie Wände und Decken, was einen Altbau eben ausmacht. :) Im Züge der Renovierung habe ich alle Rolladenkästen, Fenster ect. abgedichtet. Jedoch ist es selbst bei 25 Grad draußen kalt drin. D.h. die erste Maßnahme ist Wärme zu schaffen und diese zu Halten. Mein Grundgedanke ist erstmal die Kälte von Oben und Unten davon abzuhalten in die Wohnung zu gelangen.


    Nun komme ich zu den Fragen.


    Kann/darf ich im Keller, welcher nicht in der Erde ist, die Decke dämmen? Ich dachte da an Glaswolle, 8-10 cm an die Decke im Keller anzubringen. Ich erhoffe mir dadurch schon mal einen Vorteil, dass es von Unten nicht zieht. Liege ich richtig in der Annahme? Würden Ihr lieber Styropor empfehlen? Sollte ich die Wände gleich mit verkleiden von Ihnen im Keller? Brauche ich irgendeine Folie oder kann ich die Glaswolle direkt an die Decke kleben bzw. eine Konstruktion bauen und dann mit OSB verkleiden und die Glaswolle dazwischen analog Dachdämmung?

    Die zweite Maßnahme dachte ich die alten Holzfenster mit Einfachglas gegen neue Plastikfenster zu ersetzen und gleichzeitig Rolladen anzubringen. Da erhoffe ich mir weiteres Sparpotenzial.

    Ich dachte auch an das Austauschen der Heizkörper. da bin ich aber nicht sicher ob es eine Vorteil bringt.


    Würdet Ihr sagen, dass diese Maßnahmen einen Effekt bringen oder würdet Ihr das anders machen oder noch was zusätzlich? Außendämmung kommt nicht in Frage, weil der Vermieter es nicht zahlen will und ich auch nicht. Das Haus ist generell auch nicht wirklich Schallgedämmt. Würdet Ihr eine Maßnahme empfehlen, wie z. Bsp. Innen/Außenwände mit Styropor zu verkleiden oder anderem Material, so das erstens Schall gedämpft wird und zusätzlich die Wärme in den Zimmern bleibt? Dei Zimmer sind zwar schon alle tapeziert, wenn ich aber durch neu tapezieren Heizkosten spare, dann muss ich eben nochmal dran.


    Die Heizkosten zu senken und Wärme zu behalten ist erstmal die Aufgabe.


    Ich danke schon mal


    VG

  • Willkommen!


    Welche 30er?

    1830, 1730, 1630...?

    Oder doch 1930er? Dann ist es ja fast noch ein Neubau (meine Hütte ist weit über 400 Jahre, trotzdem kann man darin auch heute noch gut wohnen). ;)


    Zu "Deinem" Objekt:

    Woraus besteht denn die Decke zwischen EG und OG sowie die zwischen OG und DG?


    Haben die Fenster im OG wirklich nur EIN Einfachglas? Also keine Kastenfenster oder Verbundfenster (mit zwei Einzelscheiben in getrennten bzw. gekoppelten Einzelrahmen)?

    Separat vorzuhängende Winterfenster (die gerne mal über die Zeitläufte verlorengingen) waren damals eigentlich längst nicht mehr üblich.


    Wie ist die Raumhöhe im EG, wie im DG?


    Sind die Heizrohre im EG gedämmt (ggf. wie)?


    Kannst Du bitte einige Fotos machen und direkt hier ins Forum hochladen (keine Links!)?


    Obwohl:

    Sollte man Jemanden unterstützen, der ernsthaft beabsichtigt, an einem Altbau Kunststoff-Rolläden anzubringen...? :wall:


    Versuchen wir es trotzdem, in kleinen Portionen:


    Lektion 1)

    Dämmung hilft NICHT gegen "es zieht" (stattdessen braucht es dazu die Herstellung/Verbesserung der Luftdichtheit)!

  • Hallo Julius,


    Das Haus ist in den 1930er gebaut.


    Zwischen OG und DG ist, soweit ich das von unten durch die vorhandene Löcher sehen kann, eine Art Stroh, dünne Holtbalken und dann sind Tapeten dran. Von Oben konnte ich noch nicht gucken da das DG mit OSB verkleidet ist und drunter ist Glaswolle. Zwischen EG und OG kann ich es gar nicht sagen da unten die Decke mit einer Art feuerfestem Mörtel zu ist. Im OG ist auf dem Boden Estrich,Beton oder Holz je nach Zimmer.


    Es sind Fenster mit je zwei Scheiben von denen die erste Scheibe sich einzeln öffnen lässt. Mit Einfachglas meinte ich, dass es kein Wärme und Schallschutzglas ist


    Die Raumhöhe im EG unterschiedlich zwischen 250 und 220 je nach Raum. DG ist einfach nur Dach. Nicht Ausgebaut.


    Die Heizröhre sind ummantelt mit irgendeinem Dämmstoff.


    Fotos gehen erst am Wochenende.


    Was ist das Problem mit Plastikrolladen im Altbau?


    Mit "Ziehen" meine ich nicht, dass es an jeder Ecke Luftstrom gibt. Es zieh die Kälte vom Boden. Das merkt man richtig wenn man einfach ein fuss aus dem Bett hängen lässt dass es von unten Kalt kommt. Also aus den Keller. Die Fenster sind natürlich auch undicht. Habe zwar seitlich am Rahmen abgedichtet sowie die vorhanden Rolladenkästchen. Da aber sehr viele Scheiben einen Bruch haben würde es sich anbieten sichtet eifacj wieder ein normales Glas einzusetzen.