Bodenaufbau für Terrassensanierung

  • Hallo Zusammen,


    wir haben ein Haus gekauft, bei dem wir die Terrasse Sanieren wollen bzw. müssen.


    Es handelt sich um eine Dachterrasse auf einer Garage. Die Wand zum Haus ist von unten aus leicht Feucht und wir dachten, dass die Abdichtung nicht (mehr) in Ordnung ist. Nun haben wir aber die Fließen und den Esstrich entfernt. Darunter war noch eine Folie und danach Bitumen. Der Bitumen sieht nun aber super aus. Keinerlei Risse o.ä. Nur der Übergang zur Wand ist nicht wie eigentlich nötig am Rand nach oben gezogen. Da das für uns nicht aussah, wie der Grund für die Feuchtigkeit, haben wir alles noch mal genau geprüft und dabei fest gestellt, dass die Flecken eher von dem balkon Fenster aus gehen und die Fensterbretter schlecht verputzt sind. Daher werden wir das erneuern.


    Nun bleibt aber noch der Terrassenboden. Da das Bitumen noch sehr gut aussieht und die Entsorgung teuer ist, würden wir den eigentlich gerne lieben lassen. Wie können wir denn den Boden am Besten aufbauen? Ich könnte mir das so vorstellen: über den Bitumen wieder PE-Folie, dann Zement-Esstrich mit ca. 1.5% Gefälle (Randdämmstreifen zur wand). Darüber dann noch mal mit Dichtungsschlämme abdichten - die Dann mit Dichtband zwischen 2 Schichten und bis 15cm hoch ziehen. Darüber würde ich dann Feinsteinzeug legen.


    Spricht da was dagegen? Würdet ihr zu einem Anderen Vorgehen raten?


    LG

  • SelbstIstDieFrau

    Hat den Titel des Themas von „Bodenauufbau für Terrassensanierung“ zu „Bodenaufbau für Terrassensanierung“ geändert.
  • Gut... Ich bin ja hier, weil mir genau dieses Wissen und die Erfahrung fehlt. Wenn wir sicher gewesen wären, hätten wir es einfach so gemacht


    Könntest du uns dann einen Verbesserungsvorschlag machen (oder gleich alles zerreissen ;))

  • ....

    Da das für uns nicht aussah, wie der Grund für die Feuchtigkeit, haben wir alles noch mal genau geprüft und dabei fest gestellt, dass die Flecken eher von dem balkon Fenster aus gehen und die Fensterbretter schlecht verputzt sind. Daher werden wir das erneuern.

    ...

    Sorry, aber allein der Teil reicht um festzustellen, dass Ihr NULL Ahnung von den Zusammenhängen habt.


    Besorgt Euch bitte FACHKUNDIGE Hilfe vor Ort.


    Mit Ferndiagnose ist da wahrscheinlich nicht viel zu helfen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Wir hatten einen Fachkundigen vor Ort, der uns ein Angebot über 13.000€ Netto! Für 25. Sorry, aber das Geld haben wir - Dank Corona - definitiv nicht mehr übrig. Zumal er uns einen Bodenaufbau angeboten hat, der nicht mal hin passt. Er hatte vor Ort schon von einer Dämmung gesprochen, bei der wir ihn schon darauf aufmerksam gemacht haben, dass wir dann über der Terrassentür landen würden - nun hat er es trotzdem drin, obwohl diese nach meinen Recherchen über einer Garage nicht zwingend nötig gewesen wäre.

  • wenn (!) da eine intakte bituminöse andichtung sein sollte, die nicht an der wand hochgezogen ist, dann könnte man kleinteilig das versäumte nachholen.

  • Mach doch Bilder, damit man sich das vorstellen kann. Wichtig zu wissen ist auch, welcher Abstand zwischen Tür und Bitumenfläche ist. Für die Terrasse gibt es ja alle möglichen Systeme ohne viel Brimborium, naja, Brimborium schon, aber es ist leistbar.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • der uns ein Angebot über 13.000€ Netto! Für 25m²........von einer Dämmung gesprochen,........... über der Terrassentür landen würden

    das war dann kein fachkundiger , sondern ein fangkundiger .


    eine PEfolie irgendwo hinlegen .... kann man machen , muss man aber nicht . vor allem , wenn man überhaupt nicht weiss , warum .


    einen estrich irgendwo hinzupladdern , wo man gerade welchen rausgekloppt hat , weil es irgendwie nicht richtig gut war ....kann man machen , muss man aber nicht .

    dadrauf dann abdichten ..... wofür ? kann man machen , muss man aber nicht .


    und dann feinsteinzeug drauf ... hält zwar nicht besonders lange , hört sich aber gut an . kann man machen , muss man aber nicht .


    wenn , ja wenn , eine intakte abdichtung vorhanden ist , die vielleicht sinnvoll nachgearbeitet werden kann ,über eine bautenschutzmatte , mörtelsäckchen und irgendeine vernünftige platte nachdenken .


    hoffe , der verriss ist einigermassen erträglich .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Mach doch Bilder, damit man sich das vorstellen kann. Wichtig zu wissen ist auch, welcher Abstand zwischen Tür und Bitumenfläche ist. Für die Terrasse gibt es ja alle möglichen Systeme ohne viel Brimborium, naja, Brimborium schon, aber es ist leistbar.

    Ich mach morgen mal Bilder, wenn wir da sind.

    eine PEfolie irgendwo hinlegen .... kann man machen , muss man aber nicht . vor allem , wenn man überhaupt nicht weiss , warum ...

    Ja, da hast du recht. Ich Weiss nicht, wofür die ist und habe mich das auch schon gefragt. Wir wollten nur wieder eine drauf machen, weil sie vorher drauf war. Wahrscheinlich war es am Ende eine ganz Andere Folie...


    Bautenschutzmatte klingt sinnig. Werde ich in den Ufbau einarbeiten.


    Zu der zweiten Abdichtung: mir ist nicht ganz verständlich, warum man unter den Gefällesstrich eine Abdichtung macht - dann ist der doch immer durchnässt. Mein Gedanke war, dass das so evtl. besser für den Belag wäre. Aber deinem Kommentar entnehme ich, dass das dann doch überflüssig ist..

  • Erst mal Vorab:


    wasweissich : mir ist nicht entgangen, dass du sehr skeptisch in unserem Vorgahen bist. Es sei gesagt, dass ich das verstehe und das mir deine Meinung genau deshalb am wichtigsten ist. Wenn du einen Tipp geben kannst, wie ich einen zweiten sinnvolleren Fachmann finden kann, dann gern. Das ist nun nur unsere letzte große Baustelle und uns ist das Geld nun leider langsam ausgegangen. Daher brauchen wir einen Kompromiss aus Fachkraft und eigenanteil. Es ist leider kaum möglich einen Fachmann zu finden, der sich nur für seine Gedanken bezahlen lässt... Handwerklich sind wir sonst sehr begabt und haben auch viele Fachkräfte in der Familie.... Nur leider für diesen Teil nicht.


    Frau Maier :

    Bei meinem ersten Post hatten wir erst 1/3 des Esstrich freigelegt. Nun den gesamten Bereich. Nun hat sich leider doch ein größerer und ein paar kleinere Risse aufgezeigt. Sind die noch reparabel, oder sollen wir doch eine ganz neue Abdichtung wählen?







    Was uns auf jedenfalls klar ist und klar war ist, dass wir die Fensterabdichtung zum Fensterbrett neu machen müssen. Wir haben uns noch nicht für das Material entschieden, aber sicher ist, dass auch eine seitliches Profil eingebunden werden soll. Evtl. Kann diese Stelle auch etwas mit der Feuchtigkeit zu tun haben?



    Noch ein Hinweis: Der Putz im unteren Bereich lag nicht frei. Wir haben hier den Klinker entfernt. Der gesamte Bereich wird erneuert.


    Da es heute geregnet hat, ist mir noch aufgefallen, dass die regenrinne genau da ein Loch hat, wo der Schaden ist (ca. 40cm links vom terrassenfenster). Kann das auch ein Grund sein?

  • Das ist nun nur unsere letzte große Baustelle und uns ist das Geld nun leider langsam ausgegangen. Daher brauchen wir einen Kompromiss aus Fachkraft und eigenanteil. Es ist leider kaum möglich einen Fachmann zu finden, der sich nur für seine Gedanken bezahlen lässt.

    Doch, die heißen "Planer" bzw. in D beispielsweise Bauingenieur/in oder Architekt/in oder Dachdeckermeister/in (letztere aber nur dann, wenn als Sachverständige tätig).


    Gerade bei den besonders kritischen Gewerken rund um die Wasserdichtigkeit des Gebäudes würde ich mich nicht auf meine eigenes Laienkönnen verlassen. Der potentielle Schaden hinterher ist um ein Vielfaches größer, als das Ersparte.

    Was uns auf jedenfalls klar ist und klar war ist, dass wir die Fensterabdichtung zum Fensterbrett neu machen müssen.

    Auch die Solbank gehört komplett ausgetauscht!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Da muß nicht AN die Fensterbank angedichtet werden, sondern jene muß erst ganz weg, damit die Abdichtung UNTER ihr bis an die Zarge des Fensters geführt und DORT angeschlossen werden kann! Dann kann die steinerne Fensterbank wieder drauf.

    In gleicher Weise gehört die fehlende Abdichtung unter dem höherliegenden Fenster nachgerüstet. Da sind offenbar mal die Fenster- und Türelemente nachträglich ersetzt, aber alles andere als fachgerecht eingebaut worden...


    Und die Terrassenfläche sieht mir ebenfalls nach "einmal Abdichtung komplett neu" aus.

    Das ist aber alles vom Aufwand her überschaubar (wenige t€).


    Da brauchts auch keinen Planer für (den bekommt man zumindest zur Zeit hierzulande für solch einen "Kleckerles-Auftrag" sowieso nicht), das sollte jeder Fachbetrieb alleine richtig hinbekommen.


    Danach könnt Ihr den Aufbau der Terrasse selbst/mit Laienhelfern fertigstellen (z.B. mit der genannten Methode unverfugte Platten auf Mörtelsäckchen oder evtl. auf Stelzlagern).

    Folien, Estrich und den ganze anderen Dazwischen-Kram brauchts dann NICHT mehr!


    Zu Deiner Zusatzfrage in Sachen Regenrinne:

    Es sieht mir mehr danach aus, daß jener Schaden auf die fehlende Abdichtung unter der Sohlbank zurückzuführen ist (siehe oben).

  • ... einen Planer ... bekommt man zumindest zur Zeit hierzulande für solch einen "Kleckerles-Auftrag" sowieso nicht ...

    Das ist wohl wahr.

    das sollte jeder Fachbetrieb alleine richtig hinbekommen.

    Wie man am vorgefundenen Bestand deutlich sehen kann. :thumbsup:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Deswegen schrieb ich ja "sollte".

    Und ob den Bestands-Murks dort ausschließlich Fachbetriebe verbrochen haben, ist nicht sicher. ich tippe auf einen erklecklichen Anteil laienhafter Eigenleistung (z.B. Fenstereinbau, Terrassenbelag) der Voreigentümer.

  • Auch die Solbank gehört komplett ausgetauscht!

    Ja, so ists geplant. Vergaß ich zu erwähnen.

    Da sind offenbar mal die Fenster- und Türelemente nachträglich ersetzt, aber alles andere als fachgerecht eingebaut worden...

    Definitiv. Das sieht man bei allen Fenstern. Da haben wir noch einiges nachzuarbeiten.


    Vom Ablauf her heisst das: Abdichtung neu machen lassen und danach z. B. Mörtelsäckchen mit Platten drauf? Muss ich da nen Dachdecker ansprechen für?

  • Es ist ein Glücksspiel einen guten Fachbetrieb zu finden, aber euch bleibt wohl nichts anderes übrig als einen solchen aufzusuchen und ihn das planen und ausführen zu lassen. Immerhin scheint die Tür hoch genug zu sein um die mindestens 15cm aus dem Wasser führenden Bereich zu sein. Schon mal ein gute Anfang, damit der Dachdecker einen gescheiten Rand machen kann. Vieles kann man von hier aus kaum sagen, weil man aus der Ferne nicht den wahren Umfang sehen kann. Jetzt müsst ihr euch auf die Suche nach einem guten Dachdecker machen!

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...