Balkongeländer so ok?

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    Hallo zusammen,

    Ich habe da mal eine Frage bzgl. des Geländers in obigem Bild. Dieses wurde am Freitag an einem Neubau montiert. Es handelt sich um verzinkten Stahl. Dass Weißrost kein Grund zur Beanstandung ist, habe ich gelesen, aber in diesem Fall scheint es mir nicht ausschließlich um eine optische Beeinträchtigung zu gehen. Immerhin ist schon eine Schadstelle vorhanden, an der der freigelegte Stahl zu rosten beginnt. Das Geländer zeigt durchgängig ein solches Bild, die ganze Außenseite entlang. Ist das ein akzeptabler Zustand für ein eigentlich neues Geländer? Hier muss etwas getan werden, um einen Korrosionsschutz zu gewährleisten, oder? Kann das so nachgebessert werden, dass die Haltbarkeit wie bei einem neuen Geländer wird oder führt ein solcher Versuch dazu, dass künftig in kurzen Abständen angestrichen werden muss?

    Danke und viele Grüße,

    Montana

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    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nein, das ist kein Riss. Knapp unter dem oberen Ende der Stange ist das Material etwas dicker und als ich das Foto gemacht habe schien die Sonne voll drauf. Was man da sieht ist ein Schatten.

  • Geh doch mal etwas weiter weg, um auch ein Gesamtbild zu machen, damit man sich die Verhältnisse besser vorstellen kann. Diese Kante oben, ist das eine Schweißnaht oder einfach nur eine unsaubere Verarbeitung?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Die beschädigte(n) Stelle(n) wird man im Rahmen einer Nachbesserung entrosten und dann mit Kaltverzinkung behandeln.

    Das ist dann zwar nicht ganz so dauerhaft wie eine Feuerverzinkung, aber schon wesentlich besser als eine reine deckende Lackierung.

    Oft müssen ja auch aus geometrischen- oder Montagegründen vorverzinkte Stücke auf der Baustelle zusammengeschweißt werden. An jenen Stellen wird das genauso gemacht.

    Das ist also ME hinzunehmen, falls nicht anderweitig ausdrücklich vereinbart.

  • Hm, dann haben die viel Arbeit vor sich. Es muss ja dann überall da, wo der Weißrost ist, zuerst ordentlich geschliffen werden? Das ist nämlich nicht nur eine Verfärbung, sondern die Oberfläche ist sehr buckelig dort. Wenn ich die Bearbeitungsspuren richtig deute, dann wurde bereits vor Anlieferung versucht, das Gröbste zu entfernen. Von daher bin ich nicht darüber im Bilde, wieviel Material tatsächlich verlorengegangen ist. So scharf, wie die meisten Stellen abgegrenzt sind, scheint das Geländer teilweise im Wasser gelegen zu haben. Und zwar kopfüber und mit der Außenseite nach unten.

    Nachträgliche Schweissstellen gibt es keine. Das Ding besteht aus fünf Einzelelementen, die Steckverbindungen zu ihren Nachbarn haben.

    Von weiter weg fotografieren ist nicht so einfach, denn dazu müsste ich wohl den Nachbarn aufs Dach steigen. Oder ich wäre so weit weg, dass man keine Einzelheiten mehr erkennen kann.

  • Ehrlich gesagt hätte ich schon gern die Dauerhaftigkeit einer Feuerverzinkung. Sonst hätte ich dieses Geländer nicht ausgewählt. Ist ja nicht so als wäre das Ding extrem billig gewesen. Dass die es nicht hinbekommen haben, das Teil letztes Jahr zu montieren, lag nicht an mir. Und dass sie es den Winter über irgendwo draußen haben rumliegen lassen, konnte ich weder wissen noch verhindern. Das ist einfach nur extrem blöd gewesen, denn hier im Keller hätte es prima gelagert werden können. Warum soll ich jetzt das Problem haben? Ich will mich ja gar nicht streiten, aber das ärgert mich so wahnsinnig. Dieses Teil kostet mehrere tausend Euro. Kein Mensch würde für einen Neuwagen mit großzügigen Lackausbesserungen den Listenpreis zahlen. Oder?

  • Übrigens haben die versucht, auch Holz zu verbauen, das (fast auf den Tag genau) seit einem Jahr völlig ungeschützt draußen herumlag. Dieses lag auf unserem Grundstück und das schon lange, bevor der Estrich kam und man es hätte rein legen können. Natürlich war vorher darüber gesprochen worden, dass das nicht mehr verwendet werden sollte. Aber der Trupp, der kam, hat es trotzdem versucht. Als ich widersprochen habe, sind sie losgefahren Holz holen. Ich mein, sorry, völlig vergammelt war es nicht, es hatten nicht alle Teile Pilz, nur einzelne. Aber was soll das denn? Man kann doch nicht ernsthaft das Material vergammeln lassen und es dann schön dem Kunden genauso in Rechnung stellen wie neues Material. Muss man echt vertraglich vereinbaren, dass das so nicht geht?

  • Mein Wissen über Weissrost ist begrenzt. Oberflächlicher und harmloser Weissrost ist mir bei feuerverzinkten Werkstücken schon mehrfach begegnet. Dabei war die Oberfläche aber sehr viel glatter, als in Deinem Fall. Ich kann mir vorstellen, dass bei Dir die geschuldete Schichtdicke der Verzinkung punktuell nicht mehr gegeben ist. Damit könnte dann sehr wohl ein Mangel bestehen. Dies sollte durch Messung überprüft und verifiziert werden. Wer dabei weiterhelfen kann, weiß ich aus dem Stand nicht. SV für Korrosionsschutz?


    Eine nachträgliche Spritzverzinkung hielte ich dann nicht für eine geeignete Mangelbeseitigung.

    Muss man echt vertraglich vereinbaren, dass das so nicht geht?

    Nein, muss man nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • theorie: thermisch zinkspritzen würde ich vielleicht zulassen.

    praxis: macht fast niemand und sieht nicht sehr prickelnd aus.

    hoffnung: bürsteln und warten kann helfen.


    die klärung, was vereinbart und was zu liefern ist, dürfte zu einem hürdenlauf werden.

    vielleicht hilft´s, mit dem chef zu sprechen.

  • Es handelt sich um verzinkten Stahl.

    [...]

    Montana

    feuerverzinkt?


    Dem Foto nach vermute ich, dass es feuerverznkt sein könnte (Glanz und Struktur im unteren Teil sowie die Erhebung an der Schweißnaht am oberen Ende des Bildes).


    Schweißnähte, die nur grob abgeschliffen werden, aber nicht planeben mit der Rohrfäche heruntergeschliffen werden, setzen sich immer deutlich ab.


    Die weißliche Verfärbung könnte möglicherweise von einer falschen Lagerung gleich nach dem Verzinken (z.B. auf feuchtem Holz) oder einer feuchten Folie stammen oder es sind Chemikalien 'draufgetropft. Aber eine falsche Untergrundvorbereitung (Oberflächenvorbereitung auf Sa 2 1/2) kann auch die Ursache sein.


    Feuerverzinkte Bauteile werden i.d.R. nicht weiter mit Beschichtungen versehen und bleiben nur so verzinkt. Eine richtige Verzinkung (verzinkungsgerechte Konstruktion, Entfetten, Strahlen auf Sa 2 1/2, Schichtdicken nach DIN EN ISO 1461 entsprechend der Profilwanddicke ) ist i.d.R. ein guter lange haltender Korrosionsschutz.


    Dies scheint mit hier nicht gegeben, da es schon eine offene Roststelle gibt von der aus sich der Rost unter der Verzinkung "durchfressen" kann und eine großflächige Beschädigung der Zinkschicht.


    Schleifen und Nachverzinken mag für ein Innenbauteil praktisch sein, für ein Außenbauteil aber nicht gebrauchstauglich, da es nicht lange hält. Optisch wird es meistens auch nicht der Bringer.


    Mauerwerk+Tür+Dichtungsbahn im Foto deuten auf einen Balkon / eine Tereasse hin.

    Da das Geländer hier ein Außenbauteil wäre und auch eine Absturzsicherung, würde ich den Geländerpfosten nicht einbauen lassen.


    Wie viel Platz ist zwischen der horizontalen Strebe und dem Pfosten?

    Was ist am oberen Ende vom Rohr angeschweißt?

    Wie scharfkantig sind die Schweißränder, die man im Foto am oberen Rand sieht?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)