Hauptventil Wasserversorgung

  • Hallo zusammen,


    ich habe gerade als absoluter Laie im Sanitärbereich ein kleines Problem:


    Ich wohne in einem Neubau zur Miete. Da ich Anfang nächster Woche das erste Mal seit Einzug in den Urlaub fahre und damit länger als 72 Stunden abwesend bin, würde ich gerne die Wasserversorgung der Wohnung in dieser Zeit abdrehen.


    Auf meine Frage zu einer Absperrmöglichkeit wurden mir vom Vermieter bei Aufzeichnung der Zählerstände zu Mietbeginn Ventile gezeigt, welche für Warm- und Kaltwasser jeweils vor und hinter dem Zähler positioniert sind (siehe angehängte Abbildung).


    Ich habe nun ohne viel Kraftaufwand versucht, ein Ventil zu drehen, ohne Erfolg. Bei genauerem Betrachten fällt auf, dass der Lack auf den Flügeln verkratzt und teilweise abgesplittert ist. Meine Vermutung daher, dass hier von der Sanitärfirma zur Betätigung Werkzeug zum Einsatz kam. Das kommt für mich als Mieter allerdings nicht in Frage, da mir die Gefahr einer nachhaltigen Beschädigung und folgender Haftung zu groß ist.


    Nun meine Frage: Sind diese Ventile überhaupt zur Betätigung durch den Nutzer gedacht und ist es normal, dass sie sich von Hand so einfach nicht betätigen lassen? Es gibt sonst leider keinen Absperrhahn für die einzelne Wohnung, auch nicht im Keller.


    Grüße

    Det

  • Hallo, ja die sollten eigentlich für das Wasser geeignet und gedacht sein. (Bei Zentraler Warmwasserversorgung müsste eine weitere Wasseruhr vorhanden sein).

    Es kann bzgl der Einbausituation und das die ventile neu sind, der erste Moment schwergängig sein. (Im uhrzeigersinn geht`s zu, 90° verdrehen).

    Es bräuchte keine Werkzeug direkt. nur um den Griff etwas zu verlägern. (Ein Blick in die Küchenschublade hat ergeben das sich ein Knethacken eignen könnte ohne sich zu verletzten.)

    ansonsten wäre jede andere Zange nutzbar, wenn man die Griffseite verwendet.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Vielen Dank für die Antwort!


    Genau, links ist der gleiche Aufbau nochmals für die Warmwasserversorgung vorhanden.

    Mit beiden Händen und viel Kraft hat es tatsächlich ohne Werkzeug funktioniert. Ich hätte nicht gedacht, dass die Teile so schwergängig sind.


    Danke für die Hilfe und ein schönes Pfingstwochenende!


    Grüße

    Det

  • Das sind ja auch keine Ventile, sondern Hahnen (üblicherweise Kugelhahnen).

    Die sind an sich zuverlässiger als Ventile (vor allem neigen sie nicht zu Undichtigkeiten jeglicher Form) und man bekommt sie praktisch nicht kaputt.

    Wenn selten betätigt (wie in Deinem Fall anzunehmen), aber gerne mal etwas schwergängig.

  • Das sind ja auch keine Ventile, sondern Hahnen (üblicherweise Kugelhahnen).

    Die sind an sich zuverlässiger als Ventile (vor allem neigen sie nicht zu Undichtigkeiten jeglicher Form) und man bekommt sie praktisch nicht kaputt.

    Wenn selten betätigt (wie in Deinem Fall anzunehmen), aber gerne mal etwas schwergängig.

    Das ist mehr als nur falsch.

    Auch die von dir hochgelobte Kugel-Absperrarmatur ist genauso anfällig wie die Spindel-Armaturen.

    Schlimmer noch, die Kugel-Armaturen sind in den üblichen Größen nicht reparabel. D.h. die Armatur muss komplett ausgetauscht werden.

    Was bei einer Spindelarmatur mit einem Austausch des Oberteils zu 90% getan ist.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Das sind ja auch keine Ventile, sondern Hahnen (üblicherweise Kugelhahnen).

    Was sind "Hahnen" und vor allem, was sind "Kugelhahnen"? Mein Duden kennt nur geographische Bezeichnungen mit dieser Schreibung und Familiennamen, keine Armaturen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das GWS-Fach...?


    Wobei ich von Dir in diesem Zusammenhang eigentlich eine andere Antwort erwartet hätte.

    Nämlich, daß Spindelarmaturen böse, da die allermeisten im Feld befindlichen (und auch noch ein Gutteil der neu verbauten) nicht totraumfrei sind!

    Die arme Wasserhygiene aber auch...


    Was den selbsternannten Scheffe angeht:

    Das ist mehr als nur falsch.

    Auch die von dir hochgelobte Kugel-Absperrarmatur ist genauso anfällig wie die Spindel-Armaturen.

    Interessant.

    Gehen Deine Erfahrungen tatsächlich in diese Richtung?

    Dann würde ich ganz dringend den Lieferanten wechseln!!!


    Denn zumindest in unserer Gegend (und wo ich auch sonst so hinkam im In- und Ausland in den letzten Jahrzehnten) findet man in fast jedem Gebäude undichte, nicht mehr gangbare oder nicht mehr dicht sperrende Gerad- und Schrägsitzventile.

    Undichte oder sonst erneuerungsbedürftige Kugelhahnen mußte ich hingegen mit der Lupe suchen.


    Im Gegenteil hat man in vielen Ländern fast nur Hahnen im Einsatz an Stellen, wo in Dtl. der DVGW über Jahrzehnte den Einsatz von Ventilen erzwang (aber nicht wegen deren vermeintlicher Wartungsfreundlichkeit, sondern wegen der Befürchtung von Druckschlägen im Netz bei schnellen Schließvorgängen - was sich inzwischen als eine Art Paranoia erwiesen hat).

    Zitat

    Schlimmer noch, die Kugel-Armaturen sind in den üblichen Größen nicht reparabel. D.h. die Armatur muss komplett ausgetauscht werden. Was bei einer Spindelarmatur mit einem Austausch des Oberteils zu 90% getan ist.

    Im Prinzip zutreffend.

    Bei sorgfältiger Arbeit würde man allerdings bei jedem Wechsel des Oberteils (schön darauf achten, nur noch totraumfreie zu verwenden) auch den Ventilsitz nachfräsen!


    Aber in der Bewertung unterscheiden wir uns:

    Ich ziehe eine Installation mit langlebigen (aber nicht reparablen) Hahnen der mit störungsanfälligen (aber reparablen) Ventilen vor.

    Denn in der Praxis fliegen nach ca. 50 Jahren die Rohre eh raus (und die Absperrarmaturen gleich mit), da ist es dann schon egal, daß der Hahn vielleicht keine 60 oder 80 Jahre ohne Reparatur durchgehalten und dann "aufwendig" hätte ersetzt werden müssen...

    In der Zwischenzeit hat man aber viel Arbeit, Kosten und Ärger gespart (durch den Wegfall der wiederholten Reparaturen der Ventile)!


    Daß selbst im Bereich der Zuständigkeit der Wasserversorger (nämlich bei den Gebäude-Hauptwasserzählern) seit geraumer Zeit vermehrt Hahnen statt Ventilen zum Einsatz kommen, liegt auch sicher nur daran, daß die zuständigen Netzmeister keine Ahnung haben und ihre BWL-Abteilungen allesamt nicht rechnen können.

    Hätten sie mal doch Dich gefragt...

  • Ich weiß ja nicht, was bei Euch so verbaut wird, in meinem Verantwortungsbereich sind jedenfalls alle TW-Armaturen, seien es nun Ventile oder Hähne, totraumfrei.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Achja?

    Wo sind denn die Kugelarmaturen bitte Totraumfrei? Da hast du immer alte Suppe zwischen Gehäuse und Kugel... und seit geraumer zeit hat man extra dafür noch entlastungsbohrungen in die Kugel eingebaut. Totraumfrei sieht da für mich anders aus. Aber du bist ja Experte :thumbsup:

    Ich bracuh keinen Lieferanten Wechseln, denn ich habs nicht eingebaut, ich reparier das, was die "Schlaumeier"zuvor besser wussten. Und das nicht nicht von einer speziellen Hersteller oder so.

    ICh weis nicht wo du doch rumtreibst, aber idR findet man in alten Häusern immer welche, weil veraltet. Aber man kann die zumindest instand setzten ohne das Leitunssystem zu zerlegen. Neue Kugelarmaturen kannst du genauso schrotten wie alte Ventile.

    Mal ein Beispiel. 20Jahre alt

    Zeig mir doch mal ein Instand gesetzte Kugelarmatur.


    Wie teuer nur so eine Instandsetzung einer Spindelarmatur sein kann? kaum bezahlbar was? Lass doch dafür mal eine Kugelarmatur austauschen.


    10 Jahre alt.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.