Geölte Holztreppe rutschsicher machen

  • Hallo,


    ich habe diesmal eine Frage zu Holztreppen und wie man sie rutschsicherer bekommt.
    Wir haben eine geölte Holztreppe im Haus, die leider, so schön sie ist, immer Mal für Rutschpartien sorgt. Wir würden das künftig gern möglichst vermeiden, weil Nachwuchs ansteht, der ja auch auf dem Arm hoch und runter getragen werden will und die Treppe auch irgendwann selbst gehen wird (gut, dafür gibt's dann auch Anti-Rutschsocken...)
    Ich hab schon im Internet geschaut, was es da so gibt, bisher hat mich aber nichts so richtig überzeugt. Diese Teppiche auf den Stufen sind definitiv keine Option, die Holzoptik soll möglichst erhalten bleiben. Dann gibt es diverse Klebestreifen für die vordere Kante, aber was davon wirklich was taugt, keine Ahnung.
    Hat jemand Erfahrung damit und kann was empfehlen?

    Schonmal im Voraus vielen Dank!

  • Für die Antwort hätte ich wohl besser ins Schuh-Experten Forum geschrieben, falls es das gibt ;)

    Klar ist das eine Möglichkeit, aber ich habe eine Art Schuh-Demenz und vergesse die ständig überall im Haus und laufe 90 Prozent der Zeit ohne herum. Deswegen wäre mir eine Lösung für die Treppe lieber.

  • Deswegen wäre mir eine Lösung für die Treppe lieber.

    is mir klar, aber wenn du die Treppe nicht verändern willst ist das die einzige Lösung.


    Klebstreifen an der Kante wirkt nicht gut und sieht außerdem auch kacke aus.


    Bliebe einzig und allein eine Bearbeitung des Holzes - z.B. Bürsten. Aber das wirst du auch nicht wollen.


    Gerader oder gewendelte Treppe? Aus meiner persönlichen Erfahrung sind die gewendelten viel anfälliger, weil man leicht mal "aus der Kurve fliegt".

  • Gewendelt und das auch ziemlich knapp bemessen... Deswegen bin ich ja auch schon zwei Mal ganz oben ausgerutscht und habe die restliche Strecke auf dem Hintern abgerutscht. Den Nachbarn aus den baugleichen Häusern geht es genau so.

  • ist der Bauträger noch in der Gewährleistung? das liest sich nach einem schweren Mangel! Entspricht das Steigungsmass der DIN 18065?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Was jetzt konkret?

    Unzulässige Abweichung der Treppenmaße der DIN 18065, für welche Treppenstürze ein Indiz sein können und oft auch sind. Außerhalb von Arbeitsstätten gibt es keine zwingenden Vorschriften zur Rutschfestigkeit von Fussböden und Treppen. :rb: Hier greift nur die Verkehrssicherungspflicht - des Eigentümers und zwar gegenüber Dritten ... :wall:


    Praktische Tipps für Treppenplanung, -bau und - umbau gibt es hier,

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Und wie soll das ohne Demontage der Treppe gehen, die passenden Nuten/Falze da reinzufräsen?

    Ich kann Holz, aber das würde ich mir selbst nach Altväter-Sitte mit einem Nut/Falzhobel nicht zutrauen!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Deswegen bin ich ja auch schon zwei Mal ganz oben ausgerutscht und habe die restliche Strecke auf dem Hintern abgerutscht

    ich kenn das, sowohl i meinem Elternhaus, da ist die Treppe 180° gewendelt und sehr groß, trotzdem oft abgesegelt. Im letzten DHH 180° Wendeltreppe Modell Raumsparwunder, auch diverse Male auf den A... gefallen.

    Jetzt in eigenen Haus gerade Treppe - noch nix passiert. Auch den Kinder nicht, und die sind gerne mal nu mit normalen Socken unterwegs.

    Eigentlich erleichertet das glatte Holz sogar das stufenweise im Sitzen herunterrutschen.


    Belag immer gleich, lackiertes Holz.

  • Und wie soll das ohne Demontage der Treppe gehen, die passenden Nuten/Falze da reinzufräsen?

    Ich kann Holz, aber das würde ich mir selbst nach Altväter-Sitte mit einem Nut/Falzhobel nicht zutrauen!

    Ja, es ist eine handwerkliche Herausforderung die Dinger nachträglich rein zu bekommen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • wenn das ne Stahlholmtreppe ist (was ich einfach mal unterstelle) ist doch die Demontage kein Akt.

    Muss man sich nur überlegen ob man die Zeit ohne Treppe überstehen kann.


    Oder man demontiert Stufe für Stufe und fräst die Nut vor Ort.

  • Moin,


    unten aufgeführtes Produkt gibt`s bei der Firma "Zweihorn", aber sicher auch bei anderen Farbherstellern. Sollte sich auch mit einem Öl auf die Fläche auftragen lassen. (Bitte Vorversuch machen)

    Obgleich das Pulver im Gefäß eher wie Staub wirkt, hat es bei Lacken doch einen erheblichen Rauhigkeitseffekt.

    Vielleicht klappt es.


    MfG der Sterneberger



    Strukturpulver mittel, fein

    STP-M, STP-F

    Produktbeschreibung

    Pulver zum Erstellen von strukturierten (aufgerauten) Lackoberflächen.


    Anwendungsbereich

    Das Produkt kann in nahezu allen lösemittelhaltigen und wässrigen Zweihorn®

    Überzugslacken eingesetzt werden. Ebenfalls möglich ist eine direkte Zugabe

    in Wigranit® Novacolor WNC/Farbton sowie in Variocryl® VCC/Farbton in 2K.


    Produktdaten

    STP-M

    STP-F

    je 400g

    Korngröße STP-M = 50μm

    STP-F = 40μm

    Haltbarkeit - Originalgebinde

    verschlossen

    unbegrenzt

    Weitere Daten im

    Sicherheitsdatenblatt gemäß91/155/EWG

    Zweihorn® | Beizen, Lacke, Naturprodukte » Technische

    Daten » Sicherheitsdatenbläter


    Verarbeitung

    Die Zugabemenge beträgt bis maximal 5%. Das Produkt muss gründlich

    eingerührt werden.


    Einsatz in lösemittelhaltigen Systemen:

    Strukturpulver zunächst mit ca. der gleichen Gewichtsmenge Verdünner (z.B.

    S 9004 oder S 9029) anteigen. Anschließend erfolgt die Zugabe des Lackes,

    Härters usw. Hierdurch wird eine eventuelle Verklumpung vermieden.


    Einsatz in wässrigen Systemen:

    Strukturpulver zunächst mit ca. der gleichen Gewichtsmenge Variocryl®

    Optimizer VO anteigen. Anschließend erfolgt die Zugabe des Lackes, Härters

    usw. Hierdurch wird eine eventuelle Verklumpung vermieden.


    Besondere Hinweise

    Die Zugabe von Strukturpulver kann eine leichte Farbtonabweichung ergeben.

    Dieses ist vor allem auf dunklen Hölzern und dunklen Buntlacken

    wahrnehmbar.

    Die Zugabe von Strukturpulver verändert den Glanzgrad. Lackierte

    Oberflächen erscheinen hiermit je nach Zugabemenge matter.

    Produkt ist hitzeempfindlich. Nicht über 40°C lagern. Vor Sonneneinstrahlung

    schüzen!

    AN_200620_200514

    Powered by

  • da wirst du Probleme bekommen wenn du nahe an die Wand ranwillst, aber das könnte man mit passendem Abstand lösen.

    Und natürlich Innen, wo durch die Wendelung der Auftritt nur noch wenige cm beträgt.

  • Unzulässige Abweichung der Treppenmaße der DIN 18065

    Das habe ich noch nie erlebt bei neuen EFH. Steigungen > 20 cm und Auftritte < 23 cm wären schon sehr ungewöhnlich. Und gilt in Hamburg die DIN überhaupt für EFH?


    Selbst bei normgerecht gewendelten Treppen kann man schon mal den Eindruck bekommen, dass es am Treppenauge ziemlich senkrecht nach unten geht.

    Hier greift nur die Verkehrssicherungspflicht - des Eigentümers und zwar gegenüber Dritten ...

    Ich glaube nicht, dass die verletzt wird, wenn der Dritte an Schuhdemenz leidet und auf Strümpfen die Treppe runterfällt.


    Geölte Holzbeläge halte ich im übrigen nicht für besonders rutschempfindlich. Haushaltsübliche Bodenfliesen oder andere im EFH gebräuchliche Natur- oder Werksteinbeläge sind da eine ganz andere Nummer.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Das das eine Herausforderung ist, ist mir klar. Ich wollte konkret wissen, wie das WIE geht. IcH hab nämlich keine Idee.

    Die schon genannte Oberfräse mit einem guten Tischler dran sollte funktionieren.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Und wie soll das ohne Demontage der Treppe gehen, die passenden Nuten/Falze da reinzufräsen?

    Ich kann Holz, aber das würde ich mir selbst nach Altväter-Sitte mit einem Nut/Falzhobel nicht zutrauen!

    Evtl. kommt man mit einer kleinen handgeführten Oberfräse hin.

    Denn das wäre ME wirklich eine gute Lösung.


    Notfalls schraubt man die Trittstufen eben ab und wieder dran.

    Geht deutlich schneller als ne Hüft-Reha...


    ich setzt hierbei voraus, daß es sich bei der "Holztreppe" nicht um eine eingestemmte solche handelt, sondern um Holztrittstufen (vermutlich sogar ohne Setzstufen) auf Stahl-Unterkonstruktion.

    Aber da kann der TE ja noch Details nennen.


    Nachtrag:

    Ups, da hatten inzwischen schon andere den Vorschlag mit der Oberfräse gemacht.

  • sollte

    Schon mal gemacht? So, das hinterher sowohl die Nut als auch die restliche Oberfläche noch vorzeigbar waren?


    Ihr geht alle von einer aufgesattelten Treppe auf Stahlholmen aus. Und wenns ne gestemmte Holztreppe mit Holzwangen ist?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Sofern die Stufen es von der Dicke hergeben, könnte man im vorderen Bereich zwei Antirutschprofile einfräsen.

    Ob der Einbau von Stolperkanten für den Nachwuchs auf Strümpfen eine gute Lösung ist, würde ich mir noch mal durch den Kopf gehen lassen.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Sofern die Stufen es von der Dicke hergeben, könnte man im vorderen Bereich zwei Antirutschprofile einfräsen.

    z.B.: Anti-Rutsch Profil für Treppenstufen in schwarz - Treppenstufendichtungen - Weitere Dichtungen

    Die habe ich bei mir auch, funktionieren gut, nur wird das anbringen nicht einfach.

  • Sauber auf einer zusammen- und eingebauten Treppe führen? Schon mal versucht? Von der Sauerei mit den Spänen ganz ab.

    Einen perfekten Anschlag gibt es mit den Stufenvorderkanten und die ersten und letzten 5 - 8 Zentimeter braucht es eh nicht. Und für die Spanabsaugung am Gerät hat heute sogar die Fräse vom Discounter einen Adapter.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich hänge Mal Bilder von der Treppe an, ich glaube einfach einzelne Stufen abmontieren geht nicht. (Keine Ahnung wie ich die Bilder wieder richtig drehen kann, sorry).

    Die Stufen sind 4cm dick.

    Zumindest sehen so eingefräste Anti-Rutsch Profile gar nicht schlecht aus, damit könnte ich mich anfreunden.

    Ich kann ja Mal einen Tischler anfragen.

  • Das habe ich noch nie erlebt bei neuen EFH. Steigungen > 20 cm und Auftritte < 23 cm wären schon sehr ungewöhnlich.

    Bei verzogenen Treppen werden am Auge oft die Mindestmaße der 18065 unterschritten. Oft wird ja nicht einmal mehr versucht, eine sinnvolle Lauflinie zu konstruieren. Da reicht es meist nicht einmal mehr für die minimal notwendigen 10 cm. Vorwärts kann da eh niemand mehr laufen.

    Und gilt in Hamburg die DIN überhaupt für EFH?

    Das habe ich noch nicht geprüft. In Gebäuden der Klassen 1 und 2 und innerhalb von Wohneinheiten gilt sie ja blödsinnigerweise in einigen Bundesländern teilweise nicht. Ich persönlich halte Unterschreitungen der 18065 in jedem Falle für höchst gefährlich. Die Kombination von Socken und Holz ist aber auch noch einmal mehr leichtsinnig. Bei unserem Kind waren nur erlaubt:

    • Schuhe o.ä. (geschlossen oder mit Fersenriemen)
    • Stoppersocken
    • barfuss

    (Gerade die Original-Sohlen von Birkenstock sind auf geöltem Hartholz ziemlich rutschig!)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ...die minimal notwendigen 10 cm...

    sind bei Wohngebäuden bis mit nicht mehr als 2 Whg. erst 15 cm von der inneren Begrenzung der nutzbaren Treppenlaufbreite erforderlich. Gibt es schmalere Stufen wirklich?

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas