Umbau landwirtschaftliches Nutzgebäude

  • Hallo zusammen,


    wir planen derzeit mit einem Architekten zusammen den Umbau eines landwirtschaftlichen Nutzgebäudes zu einem Wohnhaus. Gebäude ist nicht unterkellert, auf eine Grundplatte wurde um die 1970 direkt mit Bims Vollblocksteinen drauf gemauert (Platte und Mauerwerk schließen bündig ab). Westseite ist das Fundament und Mauerwerk ab der Hälfte ohne Sperren ca. 30cm unter der Erde (leichtes Geländegefälle): Wurde scheinbar einfach verputzt, bisschen Kies hingeleert und fertig: Dafür ist das Mauerwerk überraschend trocken, auch kein Salpeter. Grundsätzlich wollen wir so viel wie nötig vom Gebäude erhalten, da das gute Stück recht deutlich aus dem Baufenster rausragt. Die Gemeinde hat in einer Bauvoranfrage die Freigaben erteilt, Bedingung war, dass das Mauerwerk erhalten bleibt und in den vorhandenen Grenzen restauriert wird.


    Soweit die Ausgangslage: Abgraben ist ohnehin klar, nach oben ist eine hinterlüftete Vorhangfassade angedacht, nach unten habe ich noch Fragezeichen.


    Horizontalsperre ist momentan sozusagen nicht existent. Es sei denn, man definiert die Grundplatte als solche :D


    Potentieller Bauleiter war vor Ort um sich das alles man anzusehen: Er favorisiert das einschlagen von Blechen.


    Ich wäre an der Stelle eher für Overkill als für Augenmaß: Deswegen, gerne Anregungen. Ich werde noch ein paar Bilder knipsen und einstellen.

  • Hallo zusammen,

    Horizontalsperre ist momentan sozusagen nicht existent. ... Potentieller Bauleiter war vor Ort um sich das alles man anzusehen: Er favorisiert das einschlagen von Blechen. Ich wäre an der Stelle eher für Overkill als für Augenmaß: Deswegen, gerne Anregungen.

    Wie soll man Hohlblocksteine anders als mit Blechen nachträglich horizontal sperren?

    wir planen derzeit mit einem Architekten zusammen den Umbau eines landwirtschaftlichen Nutzgebäudes zu einem Wohnhaus.

    Was sagt den n der Kollege zu dem Thema? Der ist ja auch vom Fach!?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wie soll man Hohlblocksteine anders als mit Blechen nachträglich horizontal sperren?

    Sind Vollblocksteine - aber Gattung "Schwabenbeton".

    Was sagt den n der Kollege zu dem Thema? Der ist ja auch vom Fach!?

    Der Kollege ist auch Sachverständiger für Bauschäden - der war da relativ entspannt nach den Besichtigungen und Planungen. Wir haben kurz mal über das abgraben gesprochen, aber es war eigentlich so ein bisschen die Verständigung, dass man jetzt mit dem Bauleiter eine tiefgreifendere Ist-Analyse vornimmt und die Details durchgeht.

  • Wie soll man Hohlblocksteine anders als mit Blechen nachträglich horizontal sperren?

    ...

    mit sägen und einfügen von Kunststoffplatten.

    Sorry, da konnte ich nicht anders :)


    Mich irritiert die Unterscheidung zwischen "Architekt" und "Bauleiter".

    Sind das Architekt (Planer) und Bauunternehmer (Ausführender), die nicht zusammen gehören und vorneinander nichts wissen?

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Mich irritiert die Unterscheidung zwischen "Architekt" und "Bauleiter".

    Sind das Architekt (Planer) und Bauunternehmer (Ausführender), die nicht zusammen gehören und vorneinander nichts wissen?

    Für die Rohbauphase haben wir uns nochmal einen externen Bauleiter ins Boot geholt - hätte problemlos auch der Architekt machen können, von den Entfernungen allerdings suboptimal. Architekt und Bauleiter kennen sich, von daher erstmal alles grün (Bauleitungs- & Sachverständigenbüro). Mir gehts auch gar nicht darum, dessen Expertise in Zweifel zu ziehen (sonst würde ich ihn, salopp gesagt, gar nicht erst beauftragen), sondern die Maßnahmen zu verstehen.

    Feuchtigkeit im Mauerwerk ist eben mal einfach uncool. Das muss jetzt anständig gemacht werden - hier werfe ich gerne auch nochmal mal "mehr" Material drauf. Auch aus dem Blickwinkel, dass es eben ursprünglich nicht als Wohnraum gedacht war. Man hat anfangs auch etwas Overkill bei der Statik gefahren - weil nicht recht klar war, wie tief das Fundament reicht (Plan und Realität waren nicht unbedingt deckungsgleich): Lässt mich aber jetzt beruhigt schlafen.

  • Mich irritiert die Unterscheidung zwischen "Architekt" und "Bauleiter".

    Es gibt Kollegen, die lieber planen und mit dem Alltagsgeschäft auf der Baustelle nichts zu haben wollen, weil es zu rauh ist.

    Und es gibt Kollegen, die gern auf der Baustelle sind und ersteren gern "beistehen"

    So what

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  • Es gibt Kollegen, die lieber planen und mit dem Alltagsgeschäft auf der Baustelle nichts zu haben wollen, weil es zu rauh ist. Und es gibt Kollegen, die gern auf der Baustelle sind und ersteren gern "beistehen".

    Das nennt sich dann "Teamwork" und ist Normalität in fast jedem Architekturbüro, das aus mehr als einer Nase besteht und damit auch bei praktisch jedem Projekt das bei Entwurf, Planung und Realisierung mehr als eine Arbeitskraft gleichzeitig benötigt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • derartige teamwork kenn ich ..

    T oll

    E in

    A nderer

    M achts


    ohne klare regelung ist das glücksspiel.

    entweder, der 1. architekt ist in der lage, das zu machen - oder das wird beim 2. architekt gesondern (sowohl finanziell wie auch zeitlich von der bauleitung getrennt) beauftragt. was innerhalb eines büros gespielt wird, ist HIER wurscht - weil nach aussen nur das heterogene büro haftet.

    HIER gehts um die schnittstellendefintion zwischen 2 getrennten auftragnehmern.

  • derartige teamwork kenn ich ..

    T oll

    E in

    A nderer

    M achts

    Ja, natürlich muss die Aufteilung der Arbeiten definiert werden. Es ist aber völlig lebensfern, so zu tun, als würde die Mehrheit der Planungs- und Bauleitungsleistungen in D von unabhängigen Einzelpersonen allein erbracht. Dennoch gibt es die Fälle, in denen dies gelingt - oder auch völlig schief geht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Gegen die vorgeschlagenen Bleche bestehen grundsätzlich keine Bedenken. Mit den Blechen allein ist es aber nicht getan.


    Die Planung der Trockenlegung muss in einer Hand bleiben. Nur dann ist auch die Haftungsfrage klar.

    Dazu müssen aber auch die Schnittstellen (Geländeanschluss, Anschluss Fassade, Anschluss/Ausbildung Fußbodenaufbau, Durchführungen usw.) koordiniert werden.


    Wenn zwei verantwortlich sind, ist es am Ende eventuell keiner.

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    5.Mose 27:18