Risse in DHH, welche Experten sind nötig?

  • Hallo,


    in meinem 12 Jahre alten Haus gibt es einige seit Jahren stetig größer und mehr werdende Risse. Nach >10 Jahren sollten es keine Setzrisse mehr sein. Der Bauunternehmer ist pleite (aha!), hier gibt es keine Hilfe oder Ansprüche mehr. Ich möchte nun einen Bauexperten beauftragen, der mir genau mitteilen kann, woher die Risse kommen und wie man die weitere Rissbildung stoppen kann. Und was für Handwerker dies danach umsetzen können.


    Wen sollte ich also zuerst beauftragen? Einen "normalen" Bausachverständigen (ich brauche allerdings kein offizielles Gutachten um Ansprüche geltend zu machen)? Einen Statiker? Eine Bausanierungsfirma? Oder sonst wen?


    Vielen Dank für jegliche Tipps,

    C. Thurney

  • Aufpassen: Es gibt da ganz klassische Risse (Übergang Trockenbau/ Dachschräge zu Mauerwerk) oder sich absenkender Estrich zur Sockelfliese oder Risse im Übergang verputzte Wand zur Betondecke und und und....


    Und es gibt natürlich schädliche Risse.


    Wo und wie groß sind denn diese Risse?


    Ansonsten: Wie Ralf schon schrieb: Statiker. Baugrundgutachten sollte es ja gegen. das sollte der Statiker dann auch bekommen.

  • Ich habe nicht den Eindruck, dass es sich um derartige Risse dreht.

    Deshalb eher ...

    Einen Statiker und ggf. einen Baugrundler.

    Ergänzend : "Sachverständiger für Schäden an Gebäuden".

    Gern auch einen, der öffentlich bestellt und vereidigt ist, da man dann eine gewisse Garantie für Qualität hat.


    Der Begriff "Sachverständiger" ist nicht geschützt.

    Einen Statiker und ggf. einen Baugrundler.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • "Sachverständiger für Schäden an Gebäuden".

    Den hatte ich BEWUSST nicht genannt, weil darunter so viel subsummiert wird, dass die "Richtung" ggf. gar nicht hilft.

    Gern auch einen, der öffentlich bestellt und vereidigt ist, da man dann eine gewisse Garantie für Qualität hat.

    Mark und Stefan (vor allem) mögen mir verzeihen, aber ich habe - auch aktuell - schon genug öbuv Pfeiffen erlebt, die nicht nur Unsinn, sondern wider die Fachregeln "festgestellt" haben.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Vielen Dank an alle für die Infos. Haarrisse und "klassische" Risse meine ich hier nicht (gibt es aber auch). Ich werde mich einmal auf die Suche nach einem Statiker machen.


    Nur zur Info, um die Frage oben zu beantworten. Es gibt mehrere Stellen, an denen die Risse auftreten:

    - An der Kante Kommunwand/Treppenhauswand 1m neben dem Firstbalken diagonale Risse 1-3mm

    - An der Kommunwand Treppenhaus Höhe Decke OG/DG horizontaler Riss 1-2mm über die gesamte Treppenhausbreite

    - An einer Trennwand im OG von der Zimmerecke oben zur Tür, diagonaler Riss 3-5mm, auf der Rückseite im anderen Zimmer neu seit ca. 1 Jahr vertikaler Riss über die gesamte Raumhöhe >1mm, zusätzlich horizontale Risse mit ca. 1mm Versatz in der Tiefe

    - im Treppenhaus, gemauerte Wand im Innenradius der Treppe, auf der die Decke EG-OG aufliegt, Höhe Decke EG-OG. Leichte Risse.

    Alle größer werdend.

  • Ist die Treppe im Treppenhaus vielleicht durch ihre Befestigung und deren Vibrationen

    für einen Großteil der Risse zuständig?

    Würde mich jetzt nicht wundern.

    Habe das schon einmal erlebt.

    Da scheint ja einiges im argen zu liegen in deinem Haus.


    LG Oliver

  • Nochmal Danke. Bilder sind immer gut. Liefern aber kein Gesamtbild, sondern nur einen punktuellen Einblick. Im Anhang ein punktueller Einblick.

    Die Treppe ist übrigens nur an 4 Punkten befestigt: oben, unten (aufliegend) und 2x Kommunwand. Pro Etage.

    Dateien

    • risse.pdf

      (202,69 kB, 33 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Wenn die Bilder in der richtigen Reihenfolge und gut aufgenommen sind,

    liefern sie schon ein gutes Gesamtbild!
    Das ist aber schon eine Kunst für sich und will geübt sein.


    LG Oliver