Weissasbest in Brandschutztüre gefunden

  • Hallo zusammen,


    ich habe einen sehr beunruhigenden Fund gemacht. Bei einer unserer Brandschutztür, welche vom Keller in die Tiefgarage führt, ist schon vor Jahren (vermutlich vom Hausmeister) auf einer Seite der Tür das Schloßgewinde entfernt worden. So dass man in den Innenraum der Türe schauen kann. Dort habe ich innen eine weiß-graue Platte entdeckt.

    Da mir das verdächtig vorkam, habe ich ein Stück Tesa genommen und vorsichtig über die Oberfläche gerieben (natürlich dummerweise ohne Mundschutz).

    Die Laboranalyse ergab über 50% Chrysotil. Ich bin fast vom Stuhl gefallen =o

    Jetzt ergeben sich für mich mehrere Fragen...die Türe wird jeden Tag zigmal regelrecht aufgetreten, ich selbst gehe auch schon seit 5 Jahren mindestens 2 mal durch den Tiefgaragenflur. Ich vermute dass durch die Erschütterung leicht Fasern freigesetzt werden und durch das Loch in die Raumluft gelangen. Wie schätzt ihr hier das Risiko bei so schwach gebundenem Asbest?

    Muss der Vermieter diese Türe entfernen lassen? Ich habe jetzt vorerst das Loch mit Klebeband abgeklebt.

    Wie hoch schätzt ihr das Risiko, dass ich wie ein Idiot ohne Schutzmaske in das Loch geschaut habe um die Platte genauer anzuschauen?

    Ich habe seit ein paar Tagen wirklich panische Angst.


    Besten Dank

  • Hallo user8015,


    wenn man trotz panischer Angst und einem schlechten Gefühl, wissentlich solche Aktionen wie du startest, ist man natürlich

    immer irgendwelchen Gefahren ausgesetzt. Vielleicht solltest du in Zukunft deine Aktionen besser überdenken und logischer

    handeln!?

    Wenn du dir wegen deiner Gesundheit sorgen machst, gehe bitte zum Lungenfacharzt und teile ihm deine gemachten

    Erlebnisse mit. Dann kann er weitere Maßnahmen/Tests an dir durchführen!


    Informiere hier deine HV mit deinen Informationen/Ergebnisse/Labortsts, und diese sollten dann weitere nötige Maßnahmen

    ergreifen. Dafür gibt es speziell ausgebildete Fachfirmen, die sich das vor Ort anschauen können und dann die richtigen

    Maßnahmen ergreifen!


    LG Oliver

  • Wie schätzt ihr hier das Risiko bei so schwach gebundenem Asbest?

    Keine Ahnung, vielleicht wie 1 Woche rauchen. Oder auch ein Monat oder ein Jahr. Vielleicht aber auch Null.


    Das Risiko, dass Du an einer psychischen Störung names Hypochondrie erkrankst ist nach deinen Schilderungen aber wohl deutlich größer.

  • Es gibt zwei Möglichkeiten:


    1) die Panik ist berechtigt - dann bist Du inzwischen vermutlich schon zweimal gestorben (einmal an der Angst und einmal am Asbest)


    2) die Panik ist nicht berechtigt - dann kannst Du in Ruhe dafür sorgen, daß die bestehende potentielle Gefahr abgestellt wird


    Zum Glück liegt in aller Regel Fall 1 vor.


    Bedenke:

    Als diese Tür eingebaut wurde, waren auch die Bremsbeläge der in jener Garage abgestellten Autos asbesthaltig. Die hiervon ausgehende "Gefahr" dürfte damit deutlich über der von den Türfüllungen ausgehenden gelegen haben. Trotzdem starben die Nutzer nicht wie die Fliegen!

  • Kurz. Nein, es besteht keine Gefahr und man hat auch kein Recht dem Vermieter gegenüber einen Austausch zu verlangen. Zur Beruhigung kann man das Schlossloch ja mit einer Abdeckung verschließen. Das ist aber auch das höchste der Gefühle.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Danke für die Antworten. Aber wie kommt man darauf, dass keinerlei beziehungsweise geringe Gefahr besteht? Laut Experten kann eine Faser bereits ausreichend sein. Oder bezieht sich die Einschätzung auf die Trennung von Weiß- und Blauasbest?

  • Ausreichend wofür?

    Um zu sterben reicht auch aus, in Nördlingen zu stehen, wenn genau dort der nächste Meteorit einschlägt. Aber was sagt das über die Wahrscheinlichkeit aus...?


    Kurz:

    Weil eine wissenschaftliche Bewertung etwas Anderes ist als das Ergebnis einer Gockel-Suche...?

  • eine Faser bereits ausreichend

    Stimmt.

    Genauso, wie ein Sonnenstrahl auf ungeschützter Haut den unheilbaren Hautkrebs auslöst. Genauso, wie die Rauchwolke aus der Zigarette des vorübergehenden Rauchers den Lungenkrebs auslöst. Und (mal aktueller), genauso, wie beim einmaligen Besuch des Lebensmittelladens der eine Coronavirus duch die Maske der Person vor Dir in der Warteschlange und durch deine Maske rutscht und sich in deiner Lunge wohlfühlt.


    Allen diesen ganz realistischen potentiell tödlichen Vorgängen ist gemein, dass sie nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf genau diesen betroffenen Mensch zutreffen. Selbst wenn sie für die Menscheit eine relevante Gefahr darstellen, und vielleicht tausende Opfer im Jahr fordern, ist für den einzelnen das Risiko gering.

  • Ich fürchte wir können den TO nicht überzeugen und er wird sich in dem Haus nicht mehr wohl fühlen... :D

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Dann kann für ihn die Erkenntnis nur lauten, enweder auf eigene Kosten ein Luftgutachten anfertigen zu lassen und dann den Vermieter zu verklagen oder umzuziehen in ein Haus, welches erst nach den 90ern errichtet wurde.

    Letzteres wird billiger.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Es scheint wirklich ein mehr psychisches Problem zu sein.

    Zitat

    Ich habe einen sehr beunruhigenden Fund gemacht.

    Denn solch einen "Fund" macht man ja nicht zufällig einfach so...


    Aber ich sehe eine einfache Möglichkeit:

    Zitat

    ich selbst gehe auch schon seit 5 Jahren mindestens 2 mal durch den Tiefgaragenflur.

    Wenn Du also in 5 Jahren nur zweimal dort warst (auch wenn unklar ist, ob incl. der Probennahme oder zusätzlich), sollte es auch für die Zukunft Möglichkeiten geben, die direkte Nähe jenes Türblatts zu meiden. Oder?


    Falls da aber ein Wort fehlt (nämlich "täglich"), sollte Dir schon selbst klar werden, daß es sich nicht um eine akute Gefahr handeln kann. Sonst hättest Du (oder zumindest andere Bewohner) schon Probleme bemerkt.


    Zitat

    Wie hoch schätzt ihr das Risiko, dass ich wie ein Idiot ohne Schutzmaske in das Loch geschaut habe um die Platte genauer anzuschauen?

    Ich habe seit ein paar Tagen wirklich panische Angst.

    Woher kommt denn Deine Angst vor Asbest überhaupt?

    Heutzutage gibt es durchaus einige Dinge, vor denen Angst zu haben sich wirklich lohnt (in dem Sinne, daß besondere Vorsicht im Umgang damit deutlich risikomindernd wirkt), aber Asbest gehört einfach nicht dazu.

    Panik hingegen ist NIE hilfreich!

  • eine sprühdose mit klarlack , und schon ist die fasernsprühende oberfläche gebunden .

    je nach grösse reich vielleicht sogar ein kaugummi , um das loch zu verschliessen .


    beides birgt aber wieder andere gefahren : sprühdose mit treib/lösemittel kann neben der gesudheitshefahren uch noch explosionsrisiko steigern .

    ein kaugummi könnte eine quelle für übertragung von keimen sein .....


    das leben ist nämlich ganz schön gefährlich .....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer