Mauerverschiebung

  • Hallo an Alle

    Ich habe eine angehobene voll unterkellerte Terrasse. Die Grundplatte der Terrasse ist etwa 2m über dem Boden.

    Die Terrasse (und auch die verschobene Mauer) endet direkt an einem Feldweg, der oft von großen Landfahrzeugen benutzt wird. Durch die Fibrationen (denke ich ) hat sich die Mauer über die Jahre um etwa 10cm verschoben. Soweit die Vorgeschichte.

    Der Vorbesitzer hat versucht die Lücke mit allerlei unnützem Zeug zu füllen ! Ich habe diese Stelle jetzt freigelegt, gereinigt und würde gerne mit Hilfe mehreren Gewindestangen das Mauerwerk wieder annährend in die alte Position zurück schieben (bzw langsam Stück für Stück schrauben). Bevor ich jedoch damit anfange, wollte ich über diesen Weg, erst einmal andere, kompotente Meinungen zu meinem Vorhaben einholen, eventuell vielleicht sogar bessere Ideen, wie ich mein Problem lösen könnte. :D


    Ich bin natürlich bereit alle Fragen die man noch klären müßte zu beantworten.


    Anbei sind mehrere Fotos meines Problems.


    Im Vorraus schon mal vielen Dank

    Grüß

    Stephan

  • Willkommen!


    Es handelt sich also bei der Wandermauer um die stirnseitige solche?


    Laienmeinung:

    Da scheint das zugehörige Fundament deutlich zu schwach ausgeführt worden zu sein.


    Ob man die Mauer in irgendeiner Weise sinnvoll zurückdrücken kann, hab ich deutliche Zweifel.

    Wahrscheinlich ist "weg und neu" (aber dann mit ausreichendem Fundament) die weitaus bessere Lösung.


    Was ich mich aber frage:

    Was ist mit der Auflage der Deckenplatte an jener Seite???

    Hast Du (oder das Bauamt) Pläne, wie diese ausgelegt wurde?


    Off-Topic:

    P.S.

    Meinst Du, Kompott sei potenzfördernd? :)

    So von wegen

    Zitat

    ... kompotente ...

    Wenn ja, welches? :bier:

  • Die Terrasse (und auch die verschobene Mauer) endet direkt an einem Feldweg, der oft von großen Landfahrzeugen benutzt wird. Durch die Fibrationen (denke ich ) hat sich die Mauer über die Jahre um etwa 10cm verschoben.

    Das dürfte weniger an Vibrationen und auch nicht an irgendwelchen Fasern liegen, als an einer völlig unzureichenden Gründung.

    Ich habe diese Stelle jetzt freigelegt, gereinigt und würde gerne mit Hilfe mehreren Gewindestangen das Mauerwerk wieder annährend in die alte Position zurück schieben (bzw langsam Stück für Stück schrauben).

    Vergiss es. Dabei müsstest Du die Kraft der Verschraubung ganz gleichmäßig über die Länge der Wand einwirken lassen, was einen sehr hohen Aufwand darstellt. Danach hast Du entlang der dabei entstehenden Risslinie einen im Querschnitt keilförmigen Hohlraum. Wie willst Du den wieder schwundfrei verfüllen? Und was hindert das Fundament danach, sich weiter einseitig zu setzen? Und was passiert mit dem Material der Auffüllung, welches beim Hochdrücken der Wand zusammengepresst wird?


    Vergiss den Plan. Lass Dir einen Standfestigkeitsnachweis für eine geeignete Stützwand samt Fundament rechnen und verfahre nach dem darin beschriebenen Vorgehen für den Rück- und Neubau.


    Momentan könnte Deine Wand einsturzgefährdet sein. Du solltest umgehend Sicherungsmaßnahmen ergreifen, damit nicht Dritte zu Schaden kommen, denn Du hast eine Verkehrssicherungspflicht, haftest also!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • und würde gerne mit Hilfe mehreren Gewindestangen das Mauerwerk wieder annährend in die alte Position zurück schieben

    Das wird kaum gehen. Zum einen weil dann diese ganze Kraft punktuell ansetzen müsset (siehe Skeptikers Beitrag).


    Und: das ist als wolle sich am eigenen Schopfe aus dem Morast ziehen. Die Wand scheint ja abgesackt zu sein. Diese kann man nicht, auf der Wand stehend, hochziehen.


    Interessant wäre, ob die Betondecke auf dieser wegkippenden Wand aufliegt. Denn irgendwann, wenn die Wand weit genug nach außen gekippt ist, dürfte das Auflager nicht mehr ausreichen und alles folgt der Schwerkraft.

  • Mal angenommen, Deine Gewindestangenaktion ginge (es werden ja ganze Häuser verschoben), wo bitte willst Du die nötigen Widerlager aufbauen und was soll das kosten?

    3-0 für Abriss und Neuaufbau

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Auserdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass solche Risse in Mauerwerk und Beton nur eine Richtung kennen: nach Außen. Bei der Rissbildung fallen Steinchen, Sand und andere Kleinteile in den Hohlraum und verhindern ein Zusammengehen. Mit jedem "Hub" wird das mehr.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Hallo und danke für die schnellen Antworten und an Julius, ich lebe noch.


    Ich werde die ganze Wand erst mal freilegen so dass ich den ganzen Schaden mal sehe und auch wie weit die Neigung ist.

    Die Bodenplatte sitzt gut es ist also "nur" die eine Seite die in Richtung Feldweg "kippt" und nicht das ganze Fundament das sich gesetzt hat.

    Ein Neuaufbau dieser Wand auf die Boden, bzw Deckplatte je nach dem von wo man es sieht, ist wohl die beste Lösung. Ich melde mich wieder wenn ich mit ein paar Kollegen darüber gesprochen habe.


    Gruß

    Stephan :thumbsup:

  • Ich werde die ganze Wand erst mal freilegen so dass ich den ganzen Schaden mal sehe und auch wie weit die Neigung ist.

    Da habe ich Sorge, nicht dass das Ding auf Dich kippt. Bitte aufpassen oder Fachleute dazuhoen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Vorsicht:

    Vermutlich steht die Mauer nicht auf der Bodenplatte, sondern sie hat ein eigenes Streifenfundament.

    Daß sich die Bodenplatte nicht sichtbar mitgeneigt hat, läßt also insofern keinerlei Schlußfolgerung zu!

    Bitte keinesfalls von der Wegeseite her an der Mauer buddeln!!! :eek:


    Zeig doch mal ein Bild der geneigten Mauer schräg von der Seite, so daß man sie komplett sieht (samt etwas Umgebung).

  • Ich werde die ganze Wand erst mal freilegen so dass ich den ganzen Schaden mal sehe und auch wie weit die Neigung ist.

    Das ist keine gute Idee, da Du der Mauer so möglicherweise ihre verbliebene Standfestigkeit auch noch nimmst. Das Gegenteil wäre sinnvoller:

    Momentan könnte Deine Wand einsturzgefährdet sein. Du solltest umgehend Sicherungsmaßnahmen ergreifen, damit nicht Dritte zu Schaden kommen, ...

    und jemanden hinzuziehen, der die Standfestigkeit von Mauern sicher und verantwortlich beurteilen kann!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das weg buddeln wäre eine gute Idee um den Darwin Award zu bekommen, falls man noch keine Nachkommen hat, sonst gibts den Award nicht.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Die Terrasse soll ja voll unterkellert sein. Somit müsste man ja im Keller erkennen, ob die Decke auch mit eingerissen ist oder nicht.

    Ich kann mir nicht vorstellen, das man bei einem "Keller" der 2m über Ergleiche reicht, extra eine seperate Mauer davor stellt.

    Auf den Bildern der "Draufsicht 2 von der Seite und Draufsicht 3 von der Seite fehlt mir ein weiteführender Riss in die Tiefe.

    Da ich weder am Terassenbelag und den Anschlüssen identische Risse in der Größenordnung sehe. Muss der Belag ja mal erneuert worden sein, oder zumindest instandgesetzt?! Das führt mich bzgl der Rissstärke schon fast in die Vermutung, ob hier nicht das Mauerwerk auf der Kellerdecke weggleitet durch Krafteinwirkung auf dem Terassenbelag....Frost und kein Wasserablauf....

    Dazu bräuchte es aber

    A:) einen Blick in den Keller, ob hier Risse Sichtbar sind.

    B:) Ein Blick auf die Ausenseite der Gesamtmauer. ob diese in der totalen sich neigt, oder ob hier nur ein Tel der Mauer wandert.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Ganz eindeutig ist die ganze Konstruktion mehrfach überarbeitet worden (was der TE ja auch ausdrücklich erwähnt hat).

    Dabei wurde sogar außenseitig eine Dämmplatte angebracht und alles überputzt!


    Bisher hat der TE diese Verkleidung offenbar erst von oben bis zur Oberkante der Deckenplatte entfernt.


    Wie Du zutreffend bemerkst, ist so richtig interessant der Bereich, der weiter unten folgt.

    Den kennen wir noch nicht.

    Und auch der von Dir erwähnte Blick im Keller an diese Stellen der Unterseite der Deckenplatte dürfte aufschlußreich sein.


    Separat wird die frontseitige Mauer wohl eher nicht errichtet worden sein (obwohl auch das möglich wäre), aber sie könnte sich ohne weiteres von der einbindenden Deckenplatte gelöst haben.

  • Ich habe ja Wochenende und "Herrentag". Nachdem ich aber las...

    sträubten sich mir die Haare.


    Glücklicherweise haben Anda und andere zeitnah gegen gesteuert.

    Da habe ich Sorge, nicht dass das Ding auf Dich kippt. Bitte aufpassen oder Fachleute dazuhoen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Dafür mußten wir nicht auf Dich warten.

    Zur Sicherheit waren diese Hinweise auch sinnvoll!


    Aber vielleicht meint der TE mit seiner mehrdeutigen Formulierung ja auch nicht ein (gefährliches) Freilegen der Längsseite der Wandermauer, sondern die (sinnvolle) Fortsetzung der Freilegung deren Stirnseite(n)?

    Also nur weitere Bereiche der Putzschicht und Dämmung zu entfernen.

  • Off-Topic:

    Dafür mußten wir nicht auf Dich warten.

    Verzichte doch bitte auf Deine unterschwelligen persönlichen Angriffe. Sie sind unnötig und mir schon wiederholt aufgefallen. Danke!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ein freundliches Hallo an alle.

    Vorweg lasst uns alle sachlich und vernünftig bleiben.

    Ich habe mir heute Bauabsperrungen besorgt. Wenn alles gesichert ist, werde ich von der Terrasse aus die Mauer abreisen.

    Zur Beruhigung: Selbst wenn sie auf den Weg fällt, wird Niemandem etwas passieren !!!

    Anschließend werde ich eine neue Wand aufbauen.

    Melde mich wie es weitergeht.

    Viele Grüße

  • Danke für die Rückmeldung. Gutes Gelingen und wäre schön, wenn Du das Ergebnis zeigen würdest. Würde mich interessieren.

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  • Absperrung ist schonmal gut.

    Ich hoffe, Du hast auch die hierzu erforderliche Zustimmung des Grundstückseigners.

    Oder gehört Dir der Feldweg auch?


    Ich hätte schon gerne noch vorab die Klärung der von mehreren hier gestellten Frage, ob es sich nur um den Mauerteil oberhalb der Terrassenfläche handelt oder um die komplette Mauer ab Fundament.


    Wenn es um die komplette Höhe (also incl. des Bereichs des "Kellers") geht, wäre zu klären, ob die Mauer nicht auch als Auflager der Deckenplatte dient (bzw. gedient hat, bis sich die Mauer davongemacht hatte...)!

  • Wenn alles gesichert ist, werde ich von der Terrasse aus die Mauer abreisen.

    :nono:  :rulez:

    ... jemanden hinzuziehen, der die Standfestigkeit von Mauern sicher und verantwortlich beurteilen kann!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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