Durchlauferhitzer möglich?

  • Schönen guten Tag,


    Ich habe mich in diesem Forum angemeldet da ich gerne mehrere Meinungen/Ratschläge einholen möchte.

    Es geht um eine Alternative für warmes Wasser denn im letzten Jahr ist von meiner Gastherme ein dicker Schlauch geplatzt und auch die Elektronik hat einen weg bekommen. Laut einem Sanitärunternehmen vor Ort würde sich die Reparatur nicht mehr lohnen und prommt hatte ich einen Kostenvoranschlag von über 5000€ für eine neue Kombitherme bekommen. Das kann ich mir jedoch zur Zeit überhaupt nicht leisten. Nun habe ich mich schon dran gewöhnt nicht mehr heizen zu können, doch ist das Waschen eine echte Plage. Da kam mir nun die Idee statt einen neue Therme, eher einen Durchlauferhitzer zu kaufen. Schnell habe ich im Internet einige gute Modelle gefunden, doch war mir nicht klar ob ein solcher auch für 2 Badezimmer und eine Küche ausreichen würde. Ein Anruf bei erwähntem Unternehmen war jedoch wieder sehr ernüchternd. Und hier kommt auch meine Frage ins Spiel.


    Mir wurde gesagt dass der Durchlauferhitzer den ich mir raus gesucht hatte (Stiebel Elektron, elektronisch gesteuert, 21kW, 260€) schon möglich wäre. Man könne ihn an der Leitung anschließen wo derzeit noch meine kaputte Therme hängt. Doch müsse ich auch da mit 1000 .- 1500 € rechnen. Es wäre wohl aufwendig da neue Rohre und ein Starkstromkabel verlegt werden müsse und somit auch ein Elektriker dazu kommt.


    Mir ist zwar klar dass Handwerker immer mit Kosten in Verbindung stehen aber irgendwie zweifel ich doch ein wenig. Vielleicht könnt ihr mir hier weiter helfen.


    Vielen Dank schon mal im Voraus

  • Laut einem Sanitärunternehmen vor Ort würde sich die Reparatur nicht mehr lohnen und prommt hatte ich einen Kostenvoranschlag von über 5000€ für eine neue Kombitherme bekommen.

    Je nachdem, welche Leistungsklasse Therme und welche Zusatzleistungen (Sanierung LAS?) für den Tausch der Kombitherme erforderlich sind, kann das schon sein. Aussagen, das sich eine Reparatur nicht lohne, wuerde ich immer mit einer gewissen Skepsis betrachten. Ob man etwas reparieren kann oder will, sind ja verschiedene Dinge.


    Schnell habe ich im Internet einige gute Modelle gefunden, doch war mir nicht klar ob ein solcher auch für 2 Badezimmer und eine Küche ausreichen würde.

    Unwahrscheinlich...wieviele Personen leben im Haushalt?

    Man könne ihn an der Leitung anschließen wo derzeit noch meine kaputte Therme hängt.

    Wasserseitig? Oder Elektroseitig?

    Doch müsse ich auch da mit 1000 .- 1500 € rechnen. Es wäre wohl aufwendig da neue Rohre und ein Starkstromkabel verlegt werden müsse und somit auch ein Elektriker dazu kommt.

    Ja, Prüfung, ob die gewuenschte Anschlussleistung 21kW überhaupt an deinem Anschluss zur Verfügung stände, evtl. Leistungserhöhung beantragen usw.


    Einfachste Lösung könnte WW über Boiler (80l) sein. Braucht aber eben auch Platz und Umbauarbeiten am Leitungsnetz (Wasser).

  • Doch müsse ich auch da mit 1000 .- 1500 € rechnen. Es wäre wohl aufwendig da neue Rohre und ein Starkstromkabel verlegt werden müsse und somit auch ein Elektriker dazu kommt.

    Dieser Preis ist sehr gut möglich. Bestimmt wird dieser weniger durch die Materialkosten, als vielmehr durch den Montageaufwand.

    Aus der Ferne kann man nicht sagen was notwendig ist, ob man einfach so eine Leitung ziehen kann, ob am Zählerschrank (oder Unterverteilung) mehrere Änderungen vorgenommen werden müssen, usw. Man glaubt nicht wie schnell ein Arbeitstag vorüber ist, und bei 50,- €/h sind dann ruckzuck 400 bis 500,- € weg (Anfahrt, Abfahrt, 8h oer 10h Arbeitstag usw.).



    auch für 2 Badezimmer und eine Küche ausreichen würde.

    In Verbindung mit den von Dir genannten 21kW Modelle melde ich hier Zweifel an. Ein 21kW DLE schafft irgendwas um die 8-10Liter/Minute, das reicht mit viel Mühe für eine sparsame Dusche., dann darf aber niemand versehetnlich an der Küchenspüle Warmwasser aufdrehen.


    Eine Alterantive wäre vielleicht noch eine BW_WP, sprich eine Wärmepumpe mit eigenem Speicher. Die könnte man als Ersatz dort anschließen, wo bisher die Gastherme angeschlossen war, und durch den Speicher können damit auch mehrere Zapfstellen versorgt werden.

    Vorteil, es genügt ein "normaler" Stromanschluss (quasi Steckdose), dafür braucht es länger bis der Speicher geladen ist. Durch die Wärmepumpe ist auch der Stromverbrauch geringer.


    Bei einem DLE hat man den Vorteil, dass immer nur dann WW Erzeugt wird wenn dies benötigt wird. Aus hygienischer Sicht ist diese Lösung besser. Dafür sind die Stromkosten höher, im Vergleich zu einer BW-WP.

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  • Erstmal noch willkommen im Forum!


    Eine Reparatur lohnt sich nicht mehr - soso...

    Das höre ich öfters. Stimmen tut es aber bei weitem nicht immer.

    Schon gar nicht bei den genannten Kosten für Ersatzgerät samt Montage!


    Wenn überhaupt, ist der Knackpunkt manchmal die Ersatzteilverfügbarkeit. Aber auch da gibt es oftmals Möglichkeiten. Wenn man will.


    In Deiner Situation würde ich versuchen, einen gebrauchten Kombiwasserheizer aufzutreiben, der dem vorhandenen möglichst ähnlich ist. und diesen montieren zu lassen.

    Ggf. mußt Du dafür einen anderen Fachbetrieb finden (das machen nicht alle).


    Was für ein Gerät ist denn bisher vorhanden (Hersteller und Typ)?


    Und wie gedenkst Du zukünftig ohne Heizung auszukommen?

    Bedenke auch den nötigen Frostschutz für die Trinkwasserleitungen!


    Ist das ein EFH oder ein MFH?

    Bis Du der Eigentümer?

    Wie ist die Schornsteinsituation (Einzel- oder Mehrfachbelegung)?

  • Meep,


    A) Wem gehört die Wohnung bzw das Haus? Dein Eigentum? wenn ja, dann darfst du hier weiterlesen.


    B) Ist der Schaden Irreparabel am Gerät, kann das im MFH zu Problemen führen. (Kaminthematik).

    C) Der Einbau eines gebrauchten Gerätes ist das schlechteste was man tun kann.

    C1). Ersatzteilthematik um wieviel Jahre vorschoben für die gleichen Umbaukosten. Dann kann man ja gleich im 5 Jahresrythmus die Geräte tauschen.

    C2), Zulässigkeit durch den BKM selten gegeben. Bringt nichts wenn du meinen Schrauberkollegen findest und der Kaminkehrer das nicht abnimmt.


    D) Auf deine Frage zu kommen. (Durchlauferhitzer möglich?) Grundsätzlich ist alles möglich. Das hängt von deinem Geldbeutel ab. Aber möglich wäre es immer.


    E) Viel zielführender bzgl der Warmwasserinvestition ist ein Druckfester Elektrospeicher mit 230V. preisgünstig, wenig Umbaumassnahmen.


    Achtung) alle Änderungen bedürfen der einverständniss des Eigentümers der Wohnung und ggf der Eigentümergemeinschaft bei elementaren eingriffen.

    Sowie den anerkannten Regeln der Technik insbesondere bei Strom, Gas und Wasser!!!

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.

  • Die sollen dir einen Kostenvoranschlag für die Reparatur schicken. Dann sieht man ob es sich lohnt. Die Elektronik ist doch oft in einem kompakten Gehäuse drin. Leicht auszutauschen und einen passenden Schlauch werden die bestimmt auch her bekommen. Ansonsten gleiches Spiel mit einem anderen Handwerker.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Meep - meep!


    Wie lautet nun die Antwort auf die begründete Frage bezüglich der Eigentumsverhältnisse?

    Weiterlesen darfst Du bei mir allerdings in jedem Fall - nur sind Deine Handlungsoptionen ggf. unterschiedlich.

    B) Ist der Schaden Irreparabel am Gerät, kann das im MFH zu Problemen führen. (Kaminthematik).

    Nö. Denn genau für solche Fälle (Mehrfachbelegung mit athmosphärischen Feuerstätten) gibts ja die Ausnahmeregelung.

    C) Der Einbau eines gebrauchten Gerätes ist das schlechteste was man tun kann.


    C1). Ersatzteilthematik um wieviel Jahre vorschoben für die gleichen Umbaukosten. Dann kann man ja gleich im 5 Jahresrythmus die Geräte tauschen.

    C2), Zulässigkeit durch den BKM selten gegeben. Bringt nichts wenn du meinen Schrauberkollegen findest und der Kaminkehrer das nicht abnimmt.

    Widerspruch!

    Diese Lösung stellt eine bewährte und gerade in finanziell engen Fällen sinnvolle Variante dar.

    Auf keinen Fall ist sie "das schlechteste". Nicht einmal für den Installateur.

    Hab das selbst schon mehrfach sehr erfolgreich durchexerziert. Bei vermieteten Wohnungen mit dezentraler Versorgung im Altbau ist der Kostenfaktor (Amortisation) nämlich ebenso zu berücksichtigen, selbst wenn die Liquidität es hergäbe.

    Auch Leute im gesetzen Alter (die vermutlich nur noch einige wenige Jahre das Objekt selbst nutzen wollen/werden), sollten sich derartig hohe Investitionen gut überlegen.


    Leider mußte ich schon mehrfach bei Bekannten die Erfahrung machen, daß manche Heizungsbauer gerne vorschnell Kompletterneuerung vorschlagen (hoch vier bis niedrig fünfstellig), wo bei genauerer fachlicher Überprüfung ne Reparatur von wenigen hundert € durchaus möglich (und mit Sicherheit wirtschaftlich sinnvoll) war!

    Insbesondere, wenn sie annehmen, daß der Auftraggeber technisch unbedarft ist (immer gerne genommen die ältere alleinstehende Dame) oder nicht sosehr aufs Geld schaut (weil es nicht sein eigenes ist - gewerbliche Hausverwalter)...

    Teils sogar unaufgeforderte "vorsorglich" (im Rahmen einer Wartung), werden solche Angebote abgegeben und "dringend empfohlen" (obwohl überhaupt kein Reparaturbedarf vorlag)!!!


    zu C1:

    Wenn man ein defektes, vielleicht 35 Jahre altes Gerät durch ein guterhaltenes Gebrauchtgerät von ca. 5 bis max. 10 Jahren Alter ersetzt, gewinnt man schon viele Jahre.

    Zwar sind auch in diesem Bereich neuere Geräte leider längst nicht mehr so langlebig wie ältere und die Ersatzteilverfügbarkeit kann kürzer sein.

    Aber man sollte auch in Betracht ziehen, daß ja womöglich in den nächsten Jahrzehnten sowieso wieder Änderungen erfolgen werden (z,.B. Umstellung des Gebäudes auf Zentralversorgung oder nachträgliche Einbindung erneuerbarer Energieträger).

    Dann stellt ein stillzulegendes noch recht neues Gerät im Bestand einen Verlust dar.


    zu C2:

    Richtig ist, daß man den Einbau von Gebrauchtgeräten vorab mit dem beliehenen Bezirks-Schorni absprechen sollte. War bei den Fällen, wo ich mitgewirkt habe, bisher nie ein Problem. Macht ein guter Sanilöter schon von sich aus.

    Und auch einen wenig einsichtigen Schorni kann man u.U. mit der Überlegung, dann eben (weil in Summe meist viel billiger) ersatzweise auf Elektrobetrieb umzurüsten (womit ihm dauerhaft nicht unerhebliche Einnahmen entgehen würden), kooperativer stimmen.


    D) Auf deine Frage zu kommen. (Durchlauferhitzer möglich?) Grundsätzlich ist alles möglich. Das hängt von deinem Geldbeutel ab. Aber möglich wäre es immer.

    Nein, auch mit hohen Kosten (Erneuerung des Hauptstromversorgungssystems im Gebäude, ggf. kostenpflichtige Verstärkung des Hausanschlusses) ist das zwar oft, aber beileibe nicht immer möglich. Das hängt davon ab, welche Leistungsreserve die öffentliche Versorgung in jenem Bereich noch hat. Nicht umsonst sind solche Geräte zustimmungspflichtig. Die Entscheidung trifft der örtliche Verteilnetzbetreiber.


    E) Viel zielführender bzgl der Warmwasserinvestition ist ein Druckfester Elektrospeicher mit 230V. preisgünstig, wenig Umbaumassnahmen.

    Im Prinzip trifft das rein technisch zu. Aber häufig fehlt dafür der Platz und vor allem löst es nicht das Problem der Beheizung!

  • Meep - meep!


    Nö. Denn genau für solche Fälle (Mehrfachbelegung mit athmosphärischen Feuerstätten) gibts ja die Ausnahmeregelung.

    Na super, und nach 3 Jahren wird dann beim abderen eigentümer das gleich durchgezogen am kamin ect ect ect. dann laufen die Energieschleudern noch 30 Jahre. Man sollte schon mit der Zeit mitgehen.

    Außerdem will ich nicht in der Haut des Heizungsbauers stecken der ein gebrauchtes & bereitgestelltes Gerät montiert und anschliest. bei mir ist da definitiv ENDE Gelände.

    Was die Kollegen machen, kann ich manchmal auch nicht nachvollziehen, aber es ist hauptsächlich die Entscheidung des Eigentümers. Und da ziehen manche es vor lieber nach 15 JAhren eine Störanfällige Büchse wegzuwerfen, als 5-10 Jahre lang jährliche zusätzliche Reparturkosten zu investieren. Nur weil Julius das anderst sieht, muss das nicht allgemeingültig sein.

    Wenn man ein defektes, vielleicht 35 Jahre altes Gerät durch ein guterhaltenes Gebrauchtgerät von ca. 5 bis max. 10 Jahren Alter ersetzt, gewinnt man schon viele Jahre.

    Jaha, wie lang gibt es denn schon keine Wandgeräte mehr für den Deutschen Markt da nur noch Brennwert verbaut werden dürfte? Der Zeitpunkt driftet weg.

    Es werde somit immer ältere Geräte... und weniger, falls überhaupt..... Somit als Bastellösung anzusehen.


    Nein, auch mit hohen Kosten (Erneuerung des Hauptstromversorgungssystems im Gebäude, ggf. kostenpflichtige Verstärkung des Hausanschlusses) ist das zwar oft, aber beileibe nicht immer möglich. Das hängt davon ab, welche Leistungsreserve die öffentliche Versorgung in jenem Bereich noch hat. Nicht umsonst sind solche Geräte zustimmungspflichtig.

    Ich erinnere mich geschrieben zu haben, das es Grundsätzlich möglich ist, Allerdings abhängig vom Geldbeutel. Das wäre bezogen auf einen DLE mit 24KW die einzige Verweigerungshaltung. Der Netzbetreiber wird sich in einer Stadt sehr schwer tun (und vorallem bei einem MFH), hier einen DLE zu verweigern.


    Im Prinzip trifft das rein technisch zu. Aber häufig fehlt dafür der Platz und vor allem löst es nicht das Problem der Beheizung!

    Jetzt wirds kindisch. WO Platz ist für ein Gas Umlaufwasserheiter/Durchlaufwasserheizer, ist auch Platz für einen handhängenden Elektroboiler mit 50 Liter.

    :bier: Es gibt jetzt eine App, die blinkt, wenn man ohne Mundschutz trinkt, es sei denn, es ist Frankenwein, denn der frisst ein Loch hinein.