Außenwände, Geschossdecken nach unten gegen Außenluft: U ≤ 0,20 W/(m² K)

  • Guten Tag,


    gibt es eine Liste von Steinen für Aussenwände, die den o.a. U Wert von 0,20 W/(m2) erreichen, ohne dass eine gesonderte Dämmung aufgebracht werden muss?


    Oder weiß jemand, welche Steine verwendet werden können? Falls es von Bedeutung sein sollte: Das in Planung befindliche Haus besitzt 2 Vollgeschosse mit ausgebautem DG.


    Es soll ein kfw40 Haus werden.


    Vielen Dank!!!

  • Ein U wert ergibt sich aus 2 Parameter.... Dem Materialwert und der Dicke

    Also gleicher Stein ==> unterschiedlicher U wert bei unterschiedlicher Dicke


    Für KFW ohne zusätzliche Dämmung muss der Stein schon ne ordentliche Dicke haben..... abhängig von der Steinsorte

  • Du kommst mit einer Außenwand mit 0,2W/m² zu einem KfW40 Haus? Wer verspricht bzw. rechnet dir das? Und warum kann dir derjenige nicht sagen, welches Wandmaterial in Frage kommt?

    Die Anforderungen an die Aussenwand bei einem kfw40 Haus habe ich so im entsprechenden Merkblatt bez. der technischen Anforderungen so auf der Seite der KfW gelesen. Dort ist bei der Aussenwand 0,2/m2 angegeben.


    Niemand hat was versprochen oder gerechnet. Sorry, komische und sinnfreie Aussage.

  • Ein U wert ergibt sich aus 2 Parameter.... Dem Materialwert und der Dicke

    Also gleicher Stein ==> unterschiedlicher U wert bei unterschiedlicher Dicke


    Für KFW ohne zusätzliche Dämmung muss der Stein schon ne ordentliche Dicke haben..... abhängig von der Steinsorte

    Es stellt sich die Frage, ob eine ausreichende Dämmung mit einem entsprechenden Stein erreicht werden kann, um so ein WDVS zu vermeiden. Wenn dies nicht oder nur mit sehr dicken (über 36.5cm) erreicht werden kann, dann kommt selbstverständlich ein WDVS ans Haus. Gebaut wird dann mit Bims oder KS.

  • gibt es eine Liste von Steinen für Aussenwände, die den o.a. U Wert von 0,20 W/(m2) erreichen, ohne dass eine gesonderte Dämmung aufgebracht werden muss?

    Bei den Herstellern finden sich meist Tabellen, aber mir wäre jetzt keine umfassende Liste bekannt, in der alle Hersteller mit allen Produkten in allen Größen vertreten wären.


    Bekannteste Vertreter wären wohl Ziegel oder Porenbeton. Den höheren Wärmedämmwert erkauft man sich durch entsprechend dicke Wände.


    Bsp.:

    Ein Porenbeton mit Lambda 0,08W/mK erreicht bei 42cm Wandstärke einen U-Wert knapp unter 0,2W/m²K

    Das gilt analog auch für Ziegel mit Lambda 0,08W/mK


    Nimmt man hingegen einen "Stein" mit Lambda 0,07W/mK, dann reichen dafür 36,5cm Wandstärke, bei Lambda 0,09 wird es bei 42cm schon knapp, dann geht das eher in Richtung 49cm.


    d.h. Du kannst Dich an der Wärmeleitfähigkeit Lambda orientieren, oder gleich den U-Wert bei entsprechender Wandstärke berechnen. Dafür gibt es auch verschiedene online-Rechner.


    Bedenke aber, ein Mauerwerk hat mehr Aufgaben als nur Wärmedämmung. Schallschutz, Hitzeschutz, Verarbeitung (Kosten)......

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    .

  • Die KfW Anforderungen beruhen auf einem ganzen Canon von Hüllflächen und deren Baustoffen + Technik, die sich gegenseitig ergänzen/aufwerten können, nicht auf einem einzelnen Stein und dessen Ausgangsmaterial. Eine vernünftige Beratung hilft. Kostet aber auch.

    Das kann für das eine Haus Stein x mit Dicke Y sein, für ein anderes HRB mit Dicke Z.


    Ergo ab zum Planer mit entsprechender Beratung (also keinem Verkäufer)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Bedenke aber, ein Mauerwerk hat mehr Aufgaben als nur Wärmedämmung. Schallschutz, Hitzeschutz, Verarbeitung (Kosten)......

    ... Lastabtragung, Einbruchschutz ...


    Insofern hat der Statiker (Besser: Tragwerksplaner) dabei ein Wörtchen mitzureden.


    Und die örtliche Verfügbarkeit unterscheidet sich auch etwas.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die KfW Anforderungen beruhen auf einem ganzen Canon von Hüllflächen und deren Baustoffen + Technik, die sich gegenseitig ergänzen/aufwerten können, nicht auf einem einzelnen Stein und dessen Ausgangsmaterial. Eine vernünftige Beratung hilft. Kostet aber auch.

    Das kann für das eine Haus Stein x mit Dicke Y sein, für ein anderes HRB mit Dicke Z.


    Ergo ab zum Planer mit entsprechender Beratung (also keinem Verkäufer)

    Natürlich gehe ich zum Planer...... war einfach als Vorabinfo gedacht. Und wie oben beschrieben, hat der Stein mehrere Aufgaben. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass (zumindest bei uns in der Region) bei MFHen überwiegend mit KS und einem WDVS gearbeitet wird. Gerade wenn die Wohnungen verkauft werden, schaut der Bauträger natürlich auf den Preis, aber natürlich auch darauf, eine förderfähige Wohnung zu bauen, bei der vom Erwerber dann ein entsprechender Förderantrag gestellt werden kann.

  • Ich bin ja ein bekennender Befürworter monolithischen Bauens. Je mehr jedoch die Wärmedämmung in den Vordergrund tritt, desto schwieriger (auch planerisch anspruchsvoller!) wird es. Je porosierter die Ziegel werden, desto weniger tragen sie, desto weniger mögen sie hohe Punktlasten. Gleichzeitig ist die Planung (bzw. Vermeidung) von Wärmebrücken zum Teil schon anspruchsvoll. Da ist WDVS gnädiger, hüllt alles ein. Auch die Lastabtragungen werden bei KS schon weniger schwierig.

  • Ich bin ja ein bekennender Befürworter monolithischen Bauens. Je mehr jedoch die Wärmedämmung in den Vordergrund tritt, desto schwieriger (auch planerisch anspruchsvoller!) wird es. Je porosierter die Ziegel werden, desto weniger tragen sie, desto weniger mögen sie hohe Punktlasten. Gleichzeitig ist die Planung (bzw. Vermeidung) von Wärmebrücken zum Teil schon anspruchsvoll. Da ist WDVS gnädiger, hüllt alles ein. Auch die Lastabtragungen werden bei KS schon weniger schwierig.

    Danke Thomas! Guter und zielführender Beitrag......

  • Ich bin da mittlerweile auch zwispältig. Monolithisch ist schön, aber ein Kollege meinte mal, dass man halt Wärmedämmung, Installation und Tragen in eine Ebene packt.

    Er arbeitet gerne mit HRB mit Installationsebene. In der Hinsicht ist auch KS+ WDVS gut. Tragen und Dämmen getrennt


    Gibt dafür andere Schwierigkeiten ( Anschlüsse)

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Viele Wege führen nach Rom....und ein Haus...speziell ein KFW40...besteht aus viel mehr als der Wand... und in die Berechnung ( welche von einem zugelassenen Energieberater gemacht bzw bestätigt sein muss) geht alles ein..... wenn die Wand einen tick schlechter ist dann muss man was anderes verbessern,...und umgekehrt ....deshalb gibt es nicht "Die KFW40 " Wand

  • Ja, ein Energieberater ist natürlich dabei. Mit ihm werden die einzelnen Bereiche besprochen und er macht letztendlich die Ansage, was gebraucht wird, um den kfw40 Standard zu erreichen. Natürlich in Zusammenhang mit dem Merkblatt "Technische Anforderungen".

  • er macht letztendlich die Ansage

    Falsch. Keiner ist bei sowas der Diktator. Sowas geht nur in Zusammenarbeit! von Planer, Haustechnikplaner, Statiker, Brandschützer und Energieplaner. Im Idealfall + Freiflächenplaner (Gartenplaner).

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